In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Julia Drubel, Postdoc im Graduiertenkolleg, über Nachhaltigkeitsstandards in der Waldregulierung. Die Regulierung der Forstwirtschaft ist ein vielschichtiges Thema, bei dem Standards eine einflussreiche Rolle spielen. Wir fragen, wie Nachhaltigkeit in diesem Kontext definiert wird und wie der Prozess der Standardsetzung abläuft. Ausgehend von der EU Entwaldungsverordnung diskutieren wir die internationalen Auswirkungen einer solchen Regelung. Welche Folgen hat diese Verordnung in Nicht-EU-Ländern und wie steht sie im Verhältnis zu freiwilligen Nachhaltigkeitszertifizierungen? Viel Spaß beim Zuhören!
Informationen zum Graduiertenkolleg
Informationen zu Julia Drubel
Dieser Podcast wurde im Sommer 2025 aufgenommen. Einige Einschätzungen im Gespräch spiegeln daher den politischen Stand zum Zeitpunkt der Aufnahme wider. Allerdings haben sich die politischen Rahmenbedingungen seitdem verändert. So haben sich etwa die Akteurskonstellationen in der EU-Politik zur Entwaldungsverordnung (EUDR) teilweise verschoben. Beispielsweise zählt Deutschland inzwischen zu den Mitgliedstaaten, die eine Reduzierung bestimmter Nachhaltigkeits- und Berichtspflichten unterstützen.
Insbesondere wurde die Anwendung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) nach politischen Verhandlungen Ende 2025 erneut verschoben. Nach aktuellem Stand gelten die zentralen Verpflichtungen für große und mittlere Unternehmen ab dem 30. Dezember 2026 und für Kleinst- und kleine Unternehmen ab dem 30. Juni 2027. Zudem wurden einzelne Berichtspflichten und Verfahren vereinfacht, etwa durch ein „Once-only“-Prinzip, bei dem nur der Erstinverkehrbringer eines Produkts eine umfassende Sorgfaltserklärung abgeben muss.
Das im Podcast besprochene GRK-Retreat und die Konferenz https://standards-of-governance.de/2026/03/02/midterm-konferenz-standards-governance-und-global-transformations/ haben inzwischen bereits stattgefunden.