Steil & Kahl – Der Internationale Politik Talk

Steil & Kahl – Der Internationale Politik Talk

By Sören Keil und Bernhard StahlNewsPolitics
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Steil & Kahl – Der Internationale Politik Talk episodes

  • #39 – Für Wirtschaft und Vaterland: Entwicklungspolitik unter Druck

    Hungersnöte in Eritrea, Epidemien in der Sahelzone, Millionenhilfsbedürftige Menschen. Entwicklungspolitik, ein wenig genannter Zweig der Außenpolitik, sieht es vor, anderen Staaten Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Das neue Positionspapier der deutschen Entwicklungsministerin Alabali Radovan zeigt einanderes Bild: Entwicklungspolitik sollte auch Deutschland dienen. Verliert sie damit ihren eigentlichen Zweck? Angesichts neuer strategischer Prioritäten der Bundesregierung ziehen Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil in dieser Folge von „Steil & Kahl“ eine kritische Bilanz der deutschen Entwicklungspolitik.

    Sie diskutieren, ob Entwicklungspolitik zunehmend zumInstrument nationaler Interessen wird und was dabei aus den ursprünglichen Zielen internationaler Zusammenarbeit wird. Wie viel Demokratie und Menschenrechte können wir von unseren Partnerländern verlangen? Ist die Zusammenarbeit mit Autokratien notwendig, um Hunger und Armut wirksam zubekämpfen? Und sollte Deutschland seine Mittel stärker auf ausgewählte Länder konzentrieren, statt weltweit zahlreiche kleinere Projekte zu fördern?

    Dabei richten die beiden ihren Blick auch auf die Verknüpfung von Entwicklungspolitik mit Migration und Sicherheit. Was passiert, wenn Entwicklungszusammenarbeit zum Türöffner für deutsche Unternehmen werden soll? Und wie lässt sich verhindern, dass wirtschaftliche und politische Interessen die Unterstützung der Menschen in den ärmsten Ländern der Welt in den Hintergrund drängen?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

    Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an [email protected].

    34 min
  • #38 – Another Brick in the Wall: Vom Lernen und Verlernen in der Internationalen Politik

    Man fasst auf die heiße Herdplatte, es tut weh und beim nächsten Mal lässt man es bleiben. So einfach kann Lernen sein. Aber gilt das auch für Staaten? Und was bedeutet es für die internationale Gemeinschaft, wenn sie aus ihren Erfahrungen nicht lernen oder sogar die falschen Schlüsse ziehen?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ sprechen Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil über das Lernen und Verlernen in der internationalen Politik. Ausgehend von verschiedenen Lerntheorien aus der Pädagogik diskutieren sie, wie Staaten Erfahrungen verarbeiten, ihr Verhalten verändern und sich an neue internationale Realitäten anpassen.

    Dabei geht es um Donald Trump und die Frage, was er aus der Geschichte der US-Außenpolitik gelernt hat, um Russlands Fehleinschätzungen vor dem Angriff auf die Ukraine und um die schwierige Frage, wer eigentlich wann aus einer Krise lernt. Auch Afghanistan steht auf dem Prüfstand: Was hat der Westen aus zwanzig Jahren Intervention gelernt und war die Konsequenz tatsächlich ein Lerneffekt oder eher Rückzug und Trotz?

    Außerdem wird die Türkei näher beleuchtet, die sich in den vergangenen 25 Jahren von einem Land auf dem Weg in die EU zu einer eigenständigen Regionalmacht entwickelt hat. Und was hat Deutschland eigentlich aus der Migrationskrise, dem Ukrainekrieg und der veränderten transatlantischen Beziehung gelernt?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    30 min
  • #37 – Hot Stuff: Klimawandel und Internationale Politik

    Dürren, Überschwemmungen, Migration und Konflikte umRessourcen: Der Klimawandel ist kein neues Problem, aber der internationalen Gemeinschaft will einfach keine gute Bearbeitung gelingen. Über 190 Staaten mit höchst unterschiedlichen Interessen und wirtschaftlichen Voraussetzungen müssen sich auf gemeinsame Regeln einigen. Und selbst wenn Abkommen geschlossen sind, bleibt die Frage, wie verbindlich sie tatsächlich umgesetzt werden.

    Warum setzen autoritäre Staaten wie China und Vietnam teilweise auf ambitionierte Maßnahmen, während Demokratien wie Deutschland beim klimapolitischen Wandel ins Stocken geraten? Welche Rolle spielen die USA unter Donald Trump, fossile Interessen und die Golfstaaten? Und hat Deutschland seine einstige Vorreiterrolle bei Windenergie und Wasserkraft verspielt?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ widmen sich Prof.Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil einem Thema, das längst nicht mehr nur Umweltpolitik ist, sondern auch die internationale Sicherheit und Weltwirtschaft betrifft.

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    31 min
  • #36 – Die Trikolore im Wind: Frankreichs Außenpolitik in stürmischen Zeiten

    Frankreich versteht sich als Großmacht, Nuklearmacht, Motor der europäischen Integration und zugleich als eigenständiges Korrektiv zu den USA. Doch wie konstant ist die französische Außenpolitik tatsächlich? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. SörenKeil, warum Frankreich außenpolitisch häufig deutlich aktiver und wandlungsfähiger auftritt als Deutschland – und ob dahinter strategische Anpassungsfähigkeit oder eher ein sprunghafter Kurs steckt.

    Der Blick reicht dabei von Frankreichs Rolle in der europäischen Erweiterungspolitik über den Umgang mit Russland bis zumkolonialen Erbe in Afrika. Welche Folgen hat Frankreichs Selbstverständnis als Großmacht bis heute? Warum ist das französische Engagement in der Sahelzone weitgehend gescheitert? Und welche Verantwortung trägt Paris für diepolitischen Entwicklungen in seinen ehemaligen Kolonien?

    Schließlich richtet sich der Blick auf das deutsch-französische Verhältnis und die Zukunft der europäischen Verteidigung.Kann Europa sicherheitspolitisch ohne eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich funktionieren? Und wie geht es für Frankreich und die europäische Gemeinschaft nach den französischen Präsidentschaftswahlen weiter?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    36 min
  • #35 – Das musste ja so kommen: Der Nahostkonflikt und die Staatsgründung Israels

    Kriege mit dem Libanon, mit arabischen Nachbarstaaten, imGaza-Streifen, gegen den Iran. Dazu zwei große Aufstände, die Intifadas. Die Region rund um Israel ist seit Jahrzehnten schwer von Gewalt und Konflikten geprägt. Doch warum ist das so?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ blicken Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil zurück auf die Entstehung des Konflikts unddie Staatsgründung Israels und stellen sich dabei die zentrale Frage: Musste das wirklich so kommen?

    Dabei nehmen sie vier Entwicklungen genauer unter die Lupe: Die jüdische und arabische Migration in die Region, die widersprüchlichen Versprechen der britischen Kolonialmacht, die Entstehung israelischer und palästinensischer Identitäten sowie den UN-Teilungsplan von 1947. Welche Rolle spielte der Holocaust für die Gründung Israels? Wie stark prägte die britische Politik den späteren Konflikt? Und warum entstand aus dem vorgesehenen Zwei-Staaten-Plan am Ende nur ein Staat?

    Ein historischer Blick auf Migration und Staatenbildung – und darauf, wie alte Entscheidungen vom Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute die Konfliktdynamiken im Nahen Osten beeinflussen.

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    32 min
  • #34 – Kriegsmaschinen ölen und dann richtig Gas geben – Öl und Internationale Politik

    Was haben Venezuela und der Iran gemeinsam? Jede Menge Öl und eine US-amerikanische Invasion im Jahr 2026. Kaum ein anderer Rohstoff hat die internationale Politik so nachhaltig geprägt wie fossile Energieträger. Ob militärischeInterventionen, geopolitische Machtkämpfe oder wirtschaftliche Abhängigkeiten: geht es am Ende doch immer um Öl? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil, welche Rolle natürliche Ressourcen für internationale Konflikte spielen. Sie erklären, warum rohstoffreiche Staaten häufig besonders konfliktanfällig sind und wie Öl gleichzeitig autoritäre Herrschaftsstrukturen stabilisieren kann. Dabei rückt auch dieGolfregion in den Fokus, deren politische Stabilität nicht zuletzt durch die weltweite Nachfrage nach Öl und Gas gestützt wird. Welche Rolle spielte Öl beim Angriff der USA und Israel auf den Iran im März 2026? Und was bedeutet einesinkende Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen für die Golfstaaten und entstehen dadurch neue Verteilungskonflikte?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    37 min
  • #33 – Der Januskopf auf dem Balkan: Serbien nach dem Zerfall Jugoslawiens

    Serbien gilt als Schlüsselland des Westbalkans. Erst kürzlich hat der serbische Präsident Aleksandar Vučić angekündigt, demnächst zurückzutreten und Neuwahlen zu organisieren. Dass er weiterhin in der Politik bleibt, ist jedoch wahrscheinlich. Schließlich war Vučić bereits Premierminister. Andere Politiker auf dem Balkan wie Milo Djukanovic in Montenegro taten es ihm gleich.

    Während Präsident Vučić enge Beziehungen zu Russland und China pflegt, verhandelt sein Land zugleich über einen EU-Beitritt und profitiert von europäischer Unterstützung. Wie gelingt dieser Spagat? Und warum setzt die Europäische Union trotz demokratischer Rückschritte weiterhin auf Belgrad?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil die innen- und außenpolitische Entwicklung Serbiens. Sie diskutieren, warum Vučić trotz anhaltender Massenproteste und zunehmender Autokratisierung außenpolitisch so erfolgreich agieren kann, welche Rolle geopolitische Interessen, von regionaler Stabilität bis zum serbischen Lithium, spielen und weshalb der Kosovo-Konflikt weiterhin ein zentraler Hebel serbischer Außenpolitik bleibt. Ist Serbien tatsächlich ein unverzichtbarer Partner Europas oder nutzt die politische Führung geschickt die Konkurrenz zwischen Brüssel, Moskau und Peking aus?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    32 min
  • #32 – Russisches Roulette in London: Außenpolitische Fehlentscheidungen und innenpolitische Instabilität

    Zehn Jahre nach dem Brexit ringt Großbritannien noch immer um seine Rolle in der Welt. Nach dem angekündigten Rücktritt von Premierminister Keir Starmer geht der vierte Premierminister in fünf Jahren, gescheitert an seiner eigenen Partei und an den Erwartungen des Amtes. Waswurde ihm zum Verhängnis?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr.Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil, weshalb die Vision eines „Global Britain“ bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Sie werfen einen Blick auf die schwierige Beziehung zu den USA unter Donald Trump, die britischeUnterstützung der Ukraine, die Folgen des EU-Austritts für Wirtschaft und internationale Handlungsfähigkeit sowie den Aufstieg Nigel Farages. Welche außenpolitischen Optionen bleiben London nach Jahren der politischen Turbulenzen? Und welche Rolle könnte eine erneute Annäherung an Europa dabeispielen?

     

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

     

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    30 min
  • #31 – Die Rückkehr des Machismo: Starke, weiße Männer in der internationalen Politik

    Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping, Benjamin Netanjahu, Friedrich Merz: Überall sind die starken, weißen, älteren Männer sichtbar, die Politik über Gewalt und nationale Stärke definieren. Doch warum sind solche Führungsfiguren so präsent und was bedeutet die männlich dominierte Politik, das Streben nach einfachen Lösungen für die internationale Gemeinschaft?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ sprechen Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil über die Rückkehr des Machismo in derinternationalen Politik. Dabei geht es auch um feministische Perspektiven: Sind Trump und Putin das Problem oder doch die Machtstrukturen, in denen sie handeln? Was ist mit Politikerinnen wie Ursula von der Leyen oder der japanischenPremierministerin Sanae Takaichi, die ebenfalls eine „männliche Politik“ verfolgen können? Oder umgekehrt: Wie steht es um Personen wie Barack Obama, die als Mann eine Politik mit weiblichen Werten fahren? Und warum reicht es nicht, einfach mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen?

    Der Blick richtet sich auch auf Deutschland: Auf Friedrich Merz, auf die Frage, was deutsche Politik heute bräuchte und warum es nicht reicht, einfach mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    25 min
  • #30 – Verneinte oder Verweinte Nationen: Wer braucht noch die UNO?

    „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.“

    Mit diesen Worten beginnt die Charta der UNO von 1945. Achtzig Jahre später wirkt dieses Versprechen zunehmend fragil. Angesichts der zunehmenden Massenverbrechen und Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und anderswo stellt sich die Frage: Braucht die Welt die UNO überhaupt noch?

    In dieser Folge von „Steil & Kahl“ diskutieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil die Rolle der Vereinten Nationen in einer Zeit wachsender Großmachtrivalitäten. Warum wirkt der Sicherheitsrat oft handlungsunfähig? Welche Verantwortung tragen die USA, China und Russland für die Krise der UNO? Und wie schwer wiegt der Widerspruch zwischen den sichtbaren Misserfolgen und den oft übersehenen Erfolgen der Vereinten Nationen in Entwicklung, Bildung und humanitärer Hilfe?

    Die beiden analysieren, warum die internationale Organisation trotz finanzieller Engpässe und politischer Blockaden weiterhin unverzichtbar erscheint, und welche Reformen die UNO möglicherweise zukunftsfähig machen könnten. Reicht eine Reform des Sicherheitsrats aus? Sollte die Generalversammlung gestärkt werden? Oder braucht die Welt langfristig ganz neue Formen internationaler Zusammenarbeit?


    „Steil & Kahl“ ist eineProduktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau.Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    27 min

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