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Die Magenspiegelung ist unauffällig, die Speiseröhre sieht gut aus, und der Arzt sagt: Sie haben nichts. Trotzdem kratzt dein Hals, du räusperst dich ständig, hast ein Kloßgefühl oder eine raue Stimme. Wenn du das kennst, ist diese Folge für dich. Du bildest dir nichts ein.
In dieser Folge geht es darum, warum der Hals bei Stillem Reflux so laut meldet, auch wenn die Untersuchung wenig zeigt:
Du nimmst mit, dass Beschwerden ohne sichtbaren Schaden real sind, dass sie im Gewebe und im Nervensystem entstehen und dass ein Nervensystem, das gelernt hat zu warnen, auch wieder lernen kann, ruhiger zu werden. Bei jeder Aussage sage ich dir, wie gut sie abgesichert ist: belegt, plausibel oder meine Erfahrung aus der Arbeit mit mehr als 300 Betroffenen.
Wichtig: Bei Schluckbeschwerden, Blut oder Heiserkeit, die länger als vier Wochen anhält, gehört das ärztlich abgeklärt. Diese Folge ersetzt keine Untersuchung.
In der nächsten Folge: Was die S2k-Leitlinie zu Beschwerden außerhalb der Speiseröhre sagt.
Links:
6 Übungen für einen freien Hals: https://magenkompass.de/6-uebungen-gegen-stillen-reflux/
Der Artikel zur Folge: Wenn die GERD eine NERD ist – und was ist mit dem Hals?:
https://magenkompass.de/wenn-die-gerd-eine-nerd-ist-sensibelchen-speiseroehre/
Musik: Ronald Kah (bearbeitet), https://ronaldkah.de/ – Lizenz: CC BY 4.0
Räusperzwang, belegte Stimme, Kloß im Hals. Der HNO-Arzt schaut in den Kehlkopf und sagt: Das ist Reflux. Der Gastroenterologe spiegelt, findet eine unauffällige Speiseröhre und sagt: Sie haben keinen Reflux. Viele Menschen mit Stillem Reflux stehen genau an diesem Punkt – und wissen danach oft weniger als vorher.
In dieser Folge erkläre ich, warum zwei Fachleute bei demselben Menschen so unterschiedlich urteilen. Du erfährst, welche Spuren Stiller Reflux im Hals hinterlässt und warum die Speiseröhre oft unauffällig bleibt, aus welchem Blickwinkel die deutsche Leitlinie zur Refluxkrankheit auf Stillen Reflux schaut und wer sie geschrieben hat, warum ein geröteter Kehlkopf allein noch kein Beweis ist und welche Untersuchung deutlich mehr zeigt. Und ich spreche offen darüber, wo in unserem System etwas im Argen liegt.
Ich bin Andy, Medizinjournalistin und Beraterin für Stillen Reflux, und begleite seit fast siebzehn Jahren Menschen mit Stillem Reflux. Du nimmst aus dieser Folge mit, wie du den Satz „Sie haben keinen Reflux“ richtig einordnest, welche Messung heute die genaueste ist und warum das Hin und Her zwischen den Fachärzten nichts über deine Beschwerden aussagt. Die Folge ist der Auftakt zu einem großen Artikel über Diagnose und Behandlung von Stillem Reflux, der in Kürze auf magenkompass.de erscheint.
Links:
Nach der Magenspiegelung heißt es: Gastritis und Gallereflux. Von Stillem Reflux ist keine Rede, denn den kann man auf diesem Weg nicht nachweisen. Nach der pH-Metrie oder Impedanzmessung sind die Werte auffällig, und es wird Gallereflux vermutet. Im Netz steht dann, das sei etwas Heftiges und Chronisches. Viele Menschen ziehen daraus den Schluss, sie hätten keinen Stillen Reflux, sondern diesen Gallereflux. In dieser Folge ordne ich das ein.
Kapitel-Marken:
Links
Musik: Ronald Kah (bearbeitet), https://ronaldkah.de/ – Lizenz: CC BY 4.0
Die Heizung läuft, um dich herum hustet jemand, und plötzlich kratzt es im Hals. Ist das eine Erkältung – oder meldet sich dein Stiller Reflux zurück? Und warum bleibt das Räuspern oft noch Wochen, nachdem der Infekt längst abgeklungen ist?
00:00:00 Intro
Die Quellen zu dieser Folge findest du im Artikel auf magenkompass.de.
Es gibt eine Gruppe von Betroffenen, für die das übliche Reflux-Raster keine Antwort hat: Menschen ohne einen einzigen klassischen Risikofaktor. Kein Alkohol, kein Nikotin, kein Übergewicht, kein spätes Essen, unauffällige Magenspiegelung. Und trotzdem Räusperzwang, Kloßgefühl, belegte Stimme, Reizhusten.
In Teil 1 habe ich erklärt, dass bei Stillem Reflux in aller Regel nichts kaputt ist. Der Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre steht nicht offen – er öffnet sich reflexhaft, genau wie bei gesunden Menschen auch.
Das wirft sofort die nächste Frage auf, und sie ist die häufigste, die mich erreicht: Warum habe ich das dann? Mein Kollege isst alles, verträgt alles, und mir geht es nach gedünstetem Fisch schlecht. Wenn bei mir nichts kaputt ist, bin ich ja genauso wenig kaputt wie alle anderen.
In dieser Folge geht es um:
Warum der Vergleich mit dem beschwerdefreien Kollegen schief ist. Warum nichts kaputt sein kann und trotzdem etwas anders ist.
Was du mitnimmst: Der Unterschied zwischen einem Defekt und einer Konstellation. Ein Defekt lässt nur zwei Fragen zu – reparieren oder umgehen. Eine Konstellation lässt sich auflösen, und zwar an mehreren Stellen gleichzeitig.
Teil 1 dieser Folge findest du in den Shownotes verlinkt.
Links
Die Typen-Reihe: https://magenkompass.de/stiller-reflux-ist-kein-einheitliches-krankheitsbild/
Wenn du wegen Stillem Reflux beim Arzt warst, kennst du den Satz vermutlich: Ihr Schließmuskel schließt nicht richtig. Manchmal steht auch Insuffizienz im Befund. Das klingt nach Verschleiß, nach etwas Kaputtem – und es hinterlässt das Gefühl, selbst nichts tun zu können.
Bei den allermeisten Betroffenen mit Stillem Reflux stimmt diese Erklärung nicht. Der Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre steht nicht offen. Er öffnet sich – kurz, reflexhaft, mehrmals am Tag. Genau wie bei jedem gesunden Menschen auch.
In dieser Folge nehme ich dich einmal komplett durch das neue Erklärmodell mit:
Tor 1: Was die Öffnung auslöst, und warum deine Öffnungsrate völlig normal ist
Diese Folge ist Teil 1 von zwei. Nächste Woche folgt die Frage, die mich am häufigsten erreicht: Warum ich – und nicht der Kollege, der alles verträgt?
Außerdem erkläre ich, warum ich sage, dass sich die Begründung ändert und nicht die Empfehlungen – und was Zwerchfellarbeit tatsächlich leistet.
Was du mitnimmst: Ein defekter Verschluss lässt sich nur operieren oder medikamentös umgehen. Ein Reflex dagegen hat Auslöser – Mahlzeitengröße, Gasbildung, Magenentleerung, Anspannung. Das sind vier Ansatzpunkte statt einem. Mehr Arbeit, aber Arbeit, an die du selbst herankommst.
Alle Quellenangaben findest du im ausführlichen Artikel, verlinkt in den Shownotes.
Links:
Der ausführliche Artikel: https://magenkompass.de/problem-speiseroehrenschliessmuskel/
Zwerchfell und Reflux – was der Muskel wirklich leistet: https://magenkompass.de/zwerchfell-und-reflux/
Tool Zwerchfell & Entspannung: https://magenkompass.de/tool-zwerchfell-entspannung/
Kostenloses E-Book Zwerchfelltraining: https://magenkompass.de/newsletter-mit-e-book/
Orientierungsgespräch: https://magenkompass.de/einzelberatungen/
Du stößt ständig auf. Nicht gelegentlich nach dem Essen, sondern immer wieder, oft im Abstand von Sekunden, über Stunden. Du hast Säureblocker probiert, die Ernährung umgestellt, Untersuchungen machen lassen – und die Auskunft bekommen, das komme eben vom Reflux. Geholfen hat nichts.
Es gibt einen Satz, den ich jeden August bekomme: Im Urlaub war alles gut, und zwei Tage zu Hause reichten, damit alles wieder da ist. Der Kloß, das Räuspern, das Brennen. Und fast immer steht dahinter dieselbe Deutung: Dann liegt es wohl an meinem Leben, und ändern lässt sich das nicht.
Diese Themen erwarten dich:
Du nimmst aus dieser Folge vor allem eine Auswertungslogik mit: Was in beide Richtungen mitschaltet, ist ein Kandidat. Was in beiden Zuständen gleich geblieben ist, kann den Unterschied nicht erklären. Und die Geschwindigkeit der Rückkehr sagt dir nicht, ob du etwas tun sollst, sondern was.
Links
Du isst wie immer. Du hast weniger Stress als sonst. Du bist ausgeruht. Und trotzdem ist der Hals im Sommer schlechter als im Winter. Diese Beobachtung höre ich jedes Jahr wieder – und sie ist kein Widerspruch, auch wenn sie sich so anfühlt.
In dieser Folge geht es um zwei Mechanismen, die im Sommer zusammenwirken und die mit dem Essen nichts zu tun haben. Der eine kommt von innen, der andere von außen. Beide treffen dieselbe Stelle: die dünne Flüssigkeitsschicht, die deine Kehlkopfschleimhaut schützt.
Darum geht es im Einzelnen:
Das ist die zweite Folge der Sommerreihe. In der nächsten Folge geht es um die Heimkehr aus dem Urlaub.
Timestamps
Links
Kostenlose Lebensmittellisten bei stillem Reflux: https://magenkompass.de/e-news-mit-e-book-ernaehrungslisten-stiller-reflux/
Übersichtsartikel zu Stillem Reflux im Sommer: https://magenkompass.de/stiller-reflux-im-sommer-warum-sich-deine-beschwerden-veraendern-und-was-das-ueber-deine-ausloeser-sagt/
Quellen
Bardow A, Moe D, Nyvad B, Nauntofte B. The buffer capacity and buffer systems of human whole saliva measured without loss of CO2. Arch Oral Biol. 2000;45(1):1–12. PMID: 10669087 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10669087/
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