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Kann Architektur jemals neutral sein? Stefan Sulzer, Managing Director des Swiss Center for Design and Health, sagt klar: Nein. Räume, Gebäude und sogar Alltagsgegenstände wie ein Tellerset transportieren immer Haltung, Macht und Erwartungen – ob Kirche, Polizeistation oder Pflegeheimzimmer.
Im Studio Lookout Salon Podcast für kweercare sprechen Maximilian Grieger und Roger Furrer mit Stefan Sulzer über queersensible Care-Architektur: warum schlecht gestaltete Räume nicht nur unangenehm, sondern gefährlich sein können, wie das Curb-Cut-Prinzip zeigt, dass Design für Minderheiten oft allen nützt, und warum Bundesasylzentren und Pflegeheime dringend mit den Menschen gestaltet werden müssen, die dort leben – nicht nur für sie. Ausserdem: der Dunning-Kruger-Effekt, Stephen Fry, Oscar Wilde und die Kunst, nie ganz zu wissen, wer man ist.
Ein Gespräch über Care als gesellschaftliche Haltung und darüber, was Räume über Zugehörigkeit erzählen, ohne ein einziges Wort zu sprechen.
Mehr zum Swiss Center for Design and Health: www.scdh.ch
Mehr zu kweercare: www.kweercare.ch
Care ist nicht neutral. Braucht es queere Pflegeangebote?» – so lautete die Frage des zweiten kweercare soirée, der am 28. April 2026 in der Kaserne Basel stattfand. An diesem Abend diskutieren vier Expert*innen aus Pflege, Medizin, Organisationsentwicklung und Community-Arbeit, was queersensible Pflege konkret bedeutet – und warum sie keine Nische ist, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit.
Auf dem Podium: Michael Esteves Pereira (Kinderarzt und Gründer von Safe to Grow), Christoph Bollinger (Präsident Belvita Care Region Basel), Marianne van Vulpen (Präsidentin queerAltern Region Basel) und Hugo Zimmermann (Initiant queer key). Moderiert von Maximilian Grieger und Roger Furrer.
Die Runde beleuchtet, warum queere Bewohnende in Schweizer Alters- und Pflegeheimen systematisch unsichtbar bleiben – Fachleute sprechen von einem flächendeckenden «Going back to the closet». Thematisiert werden das niederländische Buurtzorg-Modell als Vorbild für ambulante Pflege, Biografiearbeit als Grundlage queersensiblen Pflegehandelns, die Schulung von Pflegefachpersonen und die Frage, wie queere Kinder, Jugendliche und ältere Menschen im Schweizer Gesundheitswesen sicher und respektiert versorgt werden können.
Ein Abend, der zeigt: Queere Pflege ist kein Luxusproblem. Sie ist Care-Arbeit, die sichtbar gemacht werden muss.
🎵 Die Listening Session des Abends gestaltete Lucianne Blue, chilenische Musikerin und DJ aus Zürich.
kweercare ist ein Basler Verein für queersensible Care-Kultur. Das kweercare soirée-Format erscheint als Podcast auf dem Lookout Salon. Mehr Infos: kweercare.ch
Was passiert, wenn Rassismus und Queerfeindlichkeit nicht zwei getrennte Erfahrungen sind, sondern eine einzige, untrennbare? Dieser Frage geht die erste kweercare soirée nach – eine Podiumsdiskussion mit Listening Session, aufgenommen am 10. März 2026 in der Kaserne Basel, als Pre-Event der Aktionswoche gegen Rassismus.
Vier Stimmen aus gelebten Realitäten:
• Ömer Atesci - Vorstand Pink Cross, Initiator Basel tickt bunt!
• Ziwei Huang aka Chabelle Angels - Kunsthistoriker:in, Ballroom Community Zürich
• Nina Novic - Finanzexpertin, Schauspielerin
• Prof. Dr. Udo Rauchfleisch - Psychotherapeut, Queeramnesty
Moderation: Maximilian Grieger und Roger Furrer, kweercare
Die Runde spricht über Intersektionalität im Alltag, über das Doppelt-Unsichtbar-Sein als queere Person of Color, über die Frage, wann Diskriminierung rassistisch ist, wann queerfeindlich – und wann beides zugleich. Sie sprechen über Ballroomkultur als Schutzraum, über geflüchtete queere Menschen in der Schweiz, über Arbeitswelten, in denen Trans* Identität und migrantische Biografie gemeinsam unsichtbar gemacht werden.
kweercare ist ein Basler Verein, der Care als gesellschaftliche Haltung begreift – in der Pflege, im Gesundheitswesen, in Architektur, Design und Kultur. Immer aus queerer Perspektive. Die kweercare soirée ist ein laufendes Veranstaltungsformat in Basel.
→ kweercare.ch
Unterstützt vom Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt.
In dieser Folge des Studio Lookout Salon Podcast treffen wir Prof. Dr. Dr. Aylin Yildirim Tschoepe an der Hochschule für Gestaltung und Kunst der FHNW Basel. Sie ist Kulturanthropologin, Architektin und Forscherin an der Schnittstelle von Stadt, Gesellschaft und Gestaltung – und eine der wichtigen Stimmen, die Designanthropologie, feministische Raumpraktiken und queere Perspektiven konsequent zusammendenkt.
Maximilian Grieger und Roger Furrer sprechen mit Aylin über das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen und was es bedeutet, schon als Kind zwischen den Stühlen zu sitzen – und warum das keine Entscheidung verlangt. Über Räume, die ausschliessen – und solche, die einschliessen könnten. Über den männlichen Crashtest-Dummy als Symbol für Design, das andere Körper ignoriert. Über Intersektionalität als Forschungslinse. Und über die Organisation kweercare: warum inklusive Pflege für LGBTQI+-Menschen nicht nur eine Nischenfrage ist, sondern ein kollektiver Reflex, von dem alle profitieren.
Aylin erzählt ausserdem von ihren angewandten Forschungsprojekten und Workshops (kritische Flânerie, Urban Engendering, Deep Mapping) um unsichtbare Geschichten marginalisierter Communities im Stadtraum erkennbar und erfahrbar zu machen.
Eine Folge über Räume, Identität, Würde im Care-Bereich – und die Frage: Für wen gestalten wir eigentlich?
🔗 Mehr zur Arbeit von Aylin Yildirim Tschoepe: fhnw.ch
🔗 Mehr über kweercare: kweercare.ch
In dieser Episode des Studio Lookout Salon sprechen Maximilian Grieger und Roger Furrer mit Anne-Rachel Schiffmann, Director of Architecture bei Snøhetta New York. Anne-Rachel, in der Schweiz geboren und seit über 20 Jahren in New York tätig, arbeitet an Projekten, die weltweit Standards setzen – von nachhaltiger Retail-Architektur bis hin zu immersiven Landmarken wie Summit One Vanderbilt.
Wir sprechen darüber:
• wie Architektur Räume schafft, die man spürt
• warum Intuition, Licht, Rhythmus und Materialwahl über Funktion hinausgehen
• wie Snøhetta Kultur, Natur und Gemeinschaft in einem ganzheitlichen Designansatz verbindet
• weshalb verantwortungsvolle Gestaltung immer mit Kollaboration beginnt
• wie nachhaltiger Retail gelingt – modular, kreislauffähig, ohne Klebstoff, präzise demontierbar
• wie Anne-Rachel kulturelle Diversität in Teams stärkt und führt
• was der Erfolg von Summit One Vanderbilt über immersive Erlebnisse in einer post-COVID-Welt erzählt
• warum junge Architektinnen heute neue Rollen definieren können
• und welche Inspirationen Anne-Rachel ausserhalb der Architektur sucht – Kunst, Galerien, Literatur, Landschaften.
Diese Episode führt von Paris über New York bis zurück in die Schweiz – ein Gespräch über Haltung, Verantwortung, Intuition und Räume, die Menschen miteinander verbinden.
Mehr zu Snøhetta: snohetta.com
Mehr zu Studio Lookout: studiolookout.com
Was bedeutet gute Gestaltung 2025 – zwischen Markt, Haltung und Identität? In dieser Studio Lookout Salon Folge, produziert in Kooperation mit der Blickfang Zürich, sprechen Host Roger Furrer mit Simone Züger (Designerin, Simone Züger Design Studio, Zürich) und Daniel T. Maurer (WOGG, Schweizer Designmarke, Zürich) über Sinn, Wirkung und Verantwortung von Design als kulturelle Praxis.
Themen u. a.:
Aufgezeichnet im WOGG Hauptsitz & Showroom in Zumikon bei Zürich – dort, wo Schweizer Design seit 1983 gedacht, gefertigt und gelebt wird.
Gäste
Host
Hinweis
Mehr zur Blickfang: blickfang.com
WOGG Kollektionen & Geschichte: www.wogg.ch
Simone Züger Studio: www.simonezueger.ch
Eine Bioregion folgt nicht politischen Grenzen, sondern natürlichen Zusammenhängen: Wasserläufe, Landschaften, Ökosysteme. Basel in der Schweiz liegt mitten in solch einem Raum – verbunden durch den Rhein, eingebettet zwischen Jura, Schwarzwald in Deutschland und Vogesen in Frankreich. Hier kreuzen sich Ströme von Materialien, Wissen und Infrastruktur, die seit Jahrhunderten Handel, Kultur und Zusammenleben prägen.
Mit der Bioregional Assembly_Basel schaffen wir einen Resonanzraum für diese Ressourcen: Wie können sie in einer zirkulären Wirtschaft neu gedacht werden? Welche Zukunft wollen wir – nicht nur für uns, sondern für die nächsten sieben Generationen?
Im Studio Lookout Salon Podcast sprechen die Initiatioren Roger Furrer, Gordon Selbach und Jakob Travnik (bioregional.agency) über den gemeinsamen Auftakt der Bioregional Assembly_Basel: den Workshop Basel 2125. Vertreter:innen aus Wirtschaft, Architektur, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur kamen zusammen, um mit dem Prinzip des Seventh Generation Thinking mögliche Zukunftsbilder für die Region zu entwickeln.
👉 In dieser Episode erfährst du:
Die Assembly ist ein offener Prozess – keine fertige Schublade, sondern ein Resonanzraum für neue Formen von Zusammenarbeit und Kreislaufwirtschaft. Basel hat das Potenzial, Modellregion für bioregionales Denken zu werden.
Mitmachen & mehr erfahren:
bioregional.agency
studiolookout.com
Initiativpartner: Freie Gemeinschaftsbank Basel
Wie wird aus einer Krise neue Stärke?
Stephan Freude ist Speaker, Dozent und Unternehmensberater – und weiss aus eigenem Erleben, was Resilienz wirklich bedeutet. Nach einem schweren Motorradunfall mit 22 musste er sein Leben völlig neu gestalten und begleitet heute Menschen und Organisationen in Wandel, Resilienz und Diversity.
Im Gespräch mit Roger Furrer und Maximilian Grieger erzählt Stephan,
Ein inspirierender Austausch über Lebensfreude, Wandel und die Kraft, unbequeme Dinge anzusprechen – für alle, die Transformation nicht als Pflicht, sondern als Chance begreifen.
👉 Mehr zu Stephan Freude: www.stephanfreude.com
Wie verbindet man 140 Jahre Handwerk mit Circular Design und digitaler Innovation?
Die Fäden der Zeit verflechten sich in der Schweizer Teppichmanufaktur Ruckstuhl zu einem beeindruckenden Gewebe aus Handwerk, Circular Design und technologischer Innovation. Maximilian Grieger spricht mit CEO Adrian Berchtold, der das 140-jährige Unternehmen gemeinsam mit Valentin Baumann in eine neue Zukunft führt – mit Teppichdesign zwischen jahrzehntealten Webstühlen und digital gesteuerter Robotertechnologie.
Mit fast religiöser Hingabe pflegt das Team die bis zu 80 Jahre alten Webstühle, für die es längst keine Ersatzteile mehr gibt. Wenn etwas kaputtgeht, wird das Teil ausgebaut und von einem Kunstschmied nachgefertigt – ein zeitaufwändiger Prozess, der die Seele der Manufaktur bewahrt. Denn nur diese alten Maschinen können die besonderen Qualitäten herstellen, für die Ruckstuhl bekannt ist. Besonders faszinierend: Für die Kokosfaserteppiche werden jährlich etwa 120 Tonnen Fasern verarbeitet – das entspricht 1,6 Millionen Kokosnüssen aus Sri Lanka, ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie, das hier zu hochwertigen Teppichen verarbeitet wird.
Der Höhepunkt der Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft ist die neue Trix und Robert Hausmann Kollektion. Diese Teppiche, inspiriert von den ikonischen Designklassikern des bedeutenden Schweizer Designerpaares, bestehen zu 60% aus rezyklierter Wolle aus getragenen Kleidern – realisiert in Zusammenarbeit mit Circular Living, einem Pionier im Circular Design. Jeder Teppich trägt einen digitalen Produktepass, entwickelt mit World of Pi. In Form eines QR-Codes, enthält der nicht nur Informationen über Materialien, Herkunft und Pflege, sondern auch ein digitales «Tagebuch». Dieses ermöglicht einen emotionaler Mehrwert, der den Teppich über Generationen begleiten kann und am Ende seines Lebens die fachgerechte Wiederverwertung erleichtert. Mit diesem digitalen Zwilling wird Transparenz zur Norm und ein neues Kapitel in der digitalen Identität physischer Produkte aufgeschlagen.
Adrian Berchtold verkörpert selbst diese Brücke zwischen Tradition und Aufbruch. Als offen schwuler CEO in einer ländlichen Region setzt er sich für Diversity und Inklusion ein und zeigt, dass Werte wie Authentizität und Respekt genauso wichtig sind wie handwerkliche Exzellenz und innovative Technologie.
Während der Zürich Design Weeks 2025 präsentierte sich Ruckstuhl im Soeder Store am Hauptbahnhof Zürich – mit einer Installation von Bureau Hindermann, die Handwerk, Design und Innovation verband.
In dieser Folge des Studio Lookout Salon Podcasts spricht Host Roger Furrer mit dem renommierten Psychologen und Autor Prof. Dr. Udo Rauchfleisch über den gesellschaftlichen Umgang mit Transidentität.
Wie hat sich die Wahrnehmung von trans* Personen in den letzten Jahrzehnten verändert? Was bedeutet es heute, non-binär oder trans zu sein – im Spannungsfeld zwischen persönlichem Identitätsgefühl und gesellschaftlichen Normen?
Anhand aktueller politischer Entwicklungen in der Schweiz, Europa und den USA – etwa durch Aussagen von Elon Musk oder Massnahmen unter US-Präsident Donald Trump – diskutieren wir über medizinische Versorgung, gesellschaftliche Akzeptanz, die Rolle von Angehörigen und die Gefahren eines gesellschaftlichen Backlashs.
Weitere Themen:
🌈 Nemo – der non‑binäre ESC‑Gewinner 2024 aus der Schweiz
🎭 Repräsentation in Film & Medien – »Paris is Burning«, »Pose« & Co.
📚 Transitionsprozesse und Detransition – psychologische Perspektiven
💬 Was Eltern, Angehörige und Freund:innen wissen sollten
🏳️⚧️ Warum Solidarität von CIS-Personen heute wichtiger denn je ist
Ein Podcast für alle, die verstehen wollen, warum Identität nie nur privat ist – sondern auch politisch.
Dieser Podcast ist in Kooperation mit queerAltern Region Basel entstanden.
📖 Buchempfehlungen von Udo Rauchfleisch:
Aufzeichnung Podiumsdiskussion: Von Abba bis Nemo - queere Generationen im ESC-Spiegel
Schweizweite Organisation von und für trans* Menschen: Transgender Network Switzerland
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Studio Lookout Salon ist ein interdisziplinärer Podcast auf Deutsch aus der Schweiz. Die Hosts
Im Mittelpunkt stehen Themen wie inklusive Architektur, Social Design, Kunst, generationenübergreifende Care, Gesundheit, zirkuläre Nachhaltigkeit, gelebte Diversität, soziale Innovation und neue Perspektiven auf das Zusammenleben.
Zum Podcast gehören auch ausgewählte Live-Aufzeichnungen der kweercare soirée. Die kweercare soirée bringt Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammen und schafft Raum für Gespräche über Care, Gesundheit, queere Lebensrealitäten, Sichtbarkeit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe. Dabei wird sichtbar, wie Impulse aus queeren Lebenswelten neue Perspektiven für die Gesellschaft als Ganzes eröffnen können.
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