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Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Never Forget My Love
Artist: Joss Stone
Label: Bay Street Records
„Man denke an Dusty Springfield, Burt Bacharach, Dionne Warwick – diese Art von stilvollen, zeitlosen Songs. Man denke an lange Handschuhe und ein Kleid“, so kündigt Joss Stone ihr achtes Album „Never Forget My Love“ an. Ob's passt, hört ihr jetzt.
Joss Stone ist dafür bekannt, mit Musikstilen zu spielen. War auf der letzten Platte noch ein deutlicher Reggae-Einfluss zu hören, so ist „Never Forget My Love“ ein klassisches Soul-Album geworden. Dabei kann die Britin mit Einordnungen dieser Art eigentlich gar nicht so viel anfangen. Soul sei für sie mittlerweile ein komplizierter Begriff. Die zehn Songs entstanden mit Dave Stewart, Frontman und Mastermind hinter den Eurythmics. Die beiden arbeiteten zuletzt an Stones 2011er-Album „LP1“ zusammen. Ihr Wiedersehen feierten sie in den Bay Street Studios auf den Bahamas, wo sie alle Songs gemeinsam auf einer Akustikgitarre komponierten und dabei die Ideen weiter ausarbeiteten.
„Never Forget My Love“ ist der perfekte Nachfolger ihres Nummer-eins-Albums »Water For Your Soul« und damit das erste neue Material seit sieben Jahren. Das Warten hat sich gelohnt. Erschienen auf Bay Street Records.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
(superfly.fm)
Der erste Frauentag ist 1910 auf der zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz beschlossen worden. Thema dieser Konferenz war die Forderung nach dem Frauenwahlrecht. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin war Hauptinitiatorin des Frauentags. Erst seit 1921 feiert man den Frauentag am 8. März. Zur Erinnerung an den 8. März 1917, als Frauentagsdemonstrationen in Russland eine Streikwelle im ganzen Land auslösten.
Am Internationalen Frauentag wird weltweit auf Frauenrechte und Gleichberechtigung aufmerksam gemacht. Die Errungenschaften der Frauenbewegung und die noch immer bestehenden Ungleichheiten werden thematisiert. Es folgen ein paar Meilensteine der Gleichberechtigung in Österreich:
1918 wird das Wahlrecht für Frauen eingeführt.
1948 wird erstmals eine Frau Bürgermeisterin.
1975 wird der Schwangerschaftsabbruch bis zum 3. Monat erlaubt.
Erst ab 1975 dürfen Frauen ohne Zustimmung ihres Mannes arbeiten. Und erst 1989 wird die Vergewaltigung in der Ehe strafbar.
1990 wird Johanna Dohnal erste Frauenministerin und die Väterkarenz eingeführt.
1993 tritt das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft.
2006 wird Barbara Prammer erste Präsidentin des Nationalrats.
Erste Bundeskanzlerin Österreichs wird 2019 Brigitte Bierlein, sie wurde aber nicht direkt gewählt, sondern im Rahmen einer Übergangsregierung eingesetzt.
Warum es die Frauenbewegung noch immer braucht? 9 von 10 BürgermeisterInnen in Österreich sind männlich. Eine Sache hat sich in den letzten Jahren gedreht: Es gibt mittlerweile zumindest mehr Bürgermeisterinnen, als Bürgermeister, die Josef heißen. Ja, bis vor kurzem war das noch nicht der Fall.
Nachdem nicht nur Frauen, sondern auch queere Personen unter patriarchalen Strukturen leiden, sprechen immer mehr Menschen vom Feministischen Kampftag. Der Frauentag hieß ursprünglich übrigens Frauenkampftag. Aber das klang anscheinend zu extrem, um ein international gefeierter Welttag zu werden.
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Zone 6, Agege
Artist: K.O.G.
Label: Heavenly Sweetness
Unsere unendliche Suche nach Musik hat uns auf einen kleinen Küstenvorort in Accra, der Hauptstadt Ghanas, verschlagen: “Zone 6, Agege” – so auch der Titel des dazugehörigen Werkes. K.O.G. (was für Kweku of Ghana steht) nutzt das einzigartige Momentum seines Debütalbums, um seine afrikanischen Wurzeln in den Fokus zu stellen. Eine Ode an seine Natur, Erziehung und Zukunft.
Kweku ist sich seines Erbes und seiner Rolle als Botschafter zutiefst bewusst und verhandelt kulturell zwischen afrikanischen und westlichen Einflüssen. Zwischen Tradition und Moderne, also zwischen seinem Geburtsort Ghana und seiner derzeitigen Wahlheimat in Sheffield, Großbritannien. Zur Umsetzung von “Zone 6, Agege” haute sich Kweku mit dem französischen Meisterproduzenten Guts und seinem langjährigen Freund und Mitarbeiter Tom Excell auf ein Packerl. In teils englischer, teils Pidgin und Ga Sprache, malt er ein Klangbild nach dem anderen. 15 sind es schlussendlich geworden.
Trotz des Aufnahmeortes in Sheffield gelingt es K.O.G., die Atmosphäre seines ghanaischen Ursprungs zu transportieren. Der Futurismus des Westens im harmonischen Einklang und Respekt vor der afrikanischen Tradition. Erschienen auf Heavenly Sweetness.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
(superfly.fm)
1971 feiert Stevie Wonder seinen 21. Geburtstag. Er ist endgültig erwachsen. Sein neuer Vertrag bei Motown Records erlaubt ihm künstlerische Freiheit. Bis zu diesem Zeitpunkt stand er unter den Fittichen des Motown Gründers Berry Gordy, der vorgab, was wie zu klingen hat. Eine neue Ära beginnt.
1972 erscheint das Album Music of My Mind und zeigt einen neuen, experimentierfreudigen Stevie Wonder. Es war kein sehr erfolgreiches, jedoch wegweisendes Album des Ausnahmemusikers. Seine neue Liebe? Synthesizer. Die Co Produzenten Robert Margouleff und Malcolm Cecil, auch als Elektronik Duo Tont’s Expanding Headband bekannt, eröffnen Wonder völlig neue Wege des Musikmachens. Das geniale Songwriting mischt sich hier mit neuen Sounds.
Wonder spielt auf diesem Album, bis auf Trombone und Gitarre, alle Instrumente selbst. Besonders eines hat es ihm angetan. Der Moog Synthesizer, den er ein Jahr zuvor zum ersten Mal gehört hatte. Er nimmt eine tragende Rolle ein, und erlaubt Wonder, über seine eigenen Grenzen zu gehen. Für Wonder war es eine völlig neue Dimension. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass bei diesem Album die großen Hits ausbleiben. Zu sehr gefiel man sich auf der Suche nach neuen Klängen, als sich mit Gedanken wie Chartplatzierungen auseinanderzusetzen.
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