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Schon war eine neue Gesangstechnik geboren! Doch Armstrong war nicht allein. Eine, die Scatting zur Perfektion brachte, war Ella Fitzgerald. Sie machte den Scat-Gesang zu ihrem Markenzeichen und schoss mit Songs wie “How High the Moon” in ganz neue Sphären. Doch was macht Scat eigentlich so besonders?
Es ist quasi ein Instrument, das mit der Stimme gespielt wird – kein Text, bloß reine Emotion! Man könnte sagen, es ist die Sprache des Jazz, die ohne Worte auskommt. Und beim Jazz hört es dabei noch gar nicht auf später nutzen die Technik immer mehr Musikschaffende. Wer erinnert sich schließlich nicht an “Don’t Worry Be Happy” von Bobby McFerrin? Ein Welthit, der Scat und Vocal Percussion eine neue Blütezeit verschafft hat! Und was kam danach? Scat lebte weiter und hat es vom Jazz hinein in andere Genres geschafft. Ob als Gerüst für Flows im Hip-hop, gesampelt in neuen electronic-Mixes oder poppige Adaptionen. Verschiedenste Künstlerinnen und Künstler wie Ella Mai, Erykah Badu, Anderson .Paak oder auch Kendrick Lamar bedienen sich an Scat-Elementen aus dem Jazz und nehmen Scatting so in eine moderne Ära mit.
Scatting ist mehr als nur musikalische Spielerei – es ist ein Ausdruck purer Kreativität! Und egal, ob auf den Straßen von New Orleans oder in den Clubs von heute – Scat ist und bleibt lebendig! In diesem Sinne: Scat yourselves away! Mehr hört ihr nur, wenn ihr reinhört!
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Death Row Revue
Artist: Various Artists
Label: Death Row Records
2022 hat der Rapper Snoop Dogg das Label gekauft, welches ihn am Beginn seiner Karriere groß gemacht hat. Es war für ihn an der Zeit, wie er in Interviews gerne erzählt. Death Row Records ist ein Eckpfeiler der West Coast Hip-Hop Szene und Snoop Dogg, der führt es in eine neue Ära. Das Jahr 2025 wird mit einer neuen Compilation eingeläutet, die sowohl die geschichtsträchtige Vergangenheit würdigt, als auch eine neue Richtung signalisiert.
Das von Snoop Dogg kuratierte Album verbindet nahtlos R&B-, Hip Hop-, Soul- und sogar Mariachi Einflüsse und zeigt das Engagement des Labels für genreübergreifende Sounds. So beginnt das Album schwungvoll, ja geradezu discoid mit „I’m Ready“ von Jenn Em, man hört 90s Vibes von Point 5ve und beseelte Gefühlsausbrüche von Charlie Bereal und seinem „Wife Soul“.
Bei manchen Stücken könnte man glatt nostalgisch werden, sehnt man sich doch in die Golden Era der 90s zurück. Und trotzdem schafft „Death Row Revue“ immer wieder im Hier und Jetzt zu sein. Keine Wehmut, schnurstracks nach vorne. Nostalgisch und dennoch frisch. Das ist gelungen. Tha Engineers, Danny Boy, King George oder Lisa Carmichael schaffen das hervorragend. Und dann ist da natürlich auch noch Mastermind Snoop, der mit Erzählungen die Tracks zusammenhält.
Auch wenn „Death Row Revue“ keine neuen Wege beschreitet, zeigt sie dich die anhaltende Vitalität des Death Row Sounds. Das Erbe ist gut aufgehoben.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Und das ist nur ein kleiner Teil seiner Samplehistorie. Mehr hört ihr nur, wenn ihr reinhört!
2022 unterschrieb sie als erste weibliche Rapperin bei Top Dawg Entertainment. Im selben Jahr veröffentlichte sie die EP "She/Her/Black Bitch", die mit ihrer kraftvollen Botschaft über Selbstakzeptanz und Empowerment beeindruckte. Für die Grammy Awards 2025 wurde sie dreifach nominiert, darunter als Best New Artist und für ihr Mixtape Alligator Bites Never Heal. Besonders ihr Hit Song „Denial Is a River“ mit dazu passendem Sitcom-Musik-Video, lässt das Hip-Hop-Herz höher schlagen, und zeigt einmal mehr wie viel Talent und Potenzial in Doechii steckt.
Nach zahlreichen Auszeichnungen in den letzten Jahren wird Doechii immer wieder für ihre genreübergreifenden Sounds und mutigen Texte geschätzt. Sie beweist, dass sie nicht nur musikalisch vielseitig und wahnsinnig kreativ ist, sondern auch als Persönlichkeit wegweisend ist. Doechii – eine Künstlerin, die die Zukunft des Hip-Hops neu definiert und sich selbst dabei stets respektiert und priorisiert. Hört rein, um mehr zu hören!
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: The Cinnamon Show
Artist: Cinnamon Gum
Label: Seagul Ross
Das an der Ostsee gelegene Danzig ist eine der schönsten Städte Polens. Der Musiker und Produzent Maciej Milewski hat sich dort sein eigenes musikalisches Universum geschaffen. Mit seinem Look Ahead Tonstudio, seinem Label Seagull Ross, und seinem Projekt Cinnamon Gum. Ende letzten Jahres erschien das Debütalbum „The Cinnamon Show“. Eine Reise zurück in die 70er Jahre.
Cinnamon Gum ist zwar eine Band, doch Milewski ist der Mastermind, die treibende Kraft. Und diese Kraft führt uns in einer Zeit, als Soulmusic sich endgültig in den Mainstream aufmachte. Nicht von ungefähr nennt der Musiker Leute wie Curtis Mayfield oder Marvin Gaye als Vorbilder. Zeitlose Eleganz, subtile Melodien und sinnliche Phrasen katapultieren uns in längst vergangene Tage. Sounds die man von Labels wie Colemine oder Daptone kennt. Seagull Ross gehört jetzt dazu.
Cinamon Gum lässt uns an sehr persönlichen Geschichten teilhaben. Es geht um Liebe, Verlust und Hoffnung. Die Texte zeigen einen großen Autor, die Musik einen Perfektionisten, der lieber noch ein paar Monate an einem Song feilt, bis er seinen Ansprüchen gerecht wird. Was hier vorliegt, ist der Wille zum Authentischen.
Polens Soulszene ist wenig bekannt, mit Maciej Milewski hat sie aber einen wichtigen Namen zu bieten.
Anspieltipps der Musikredaktion:
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