
Sign up to save your podcasts
Or


Radio Superfly's Album der Woche
Titel: A La Sala
Artist: Khruangbin
Label: Dead Oceans
Das Trio Khruangbin aus Texas hat ein Alleinstellungsmerkmal. Und das ist, was den Stil anbelangt, gar nicht so leicht zu definieren. Bei der Stimmung, die beim Hören entsteht, tut man sich da schon leichter. Seit Beginn schafft die Gruppe eine ganz eigene Atmosphäre. Klar, Einflüsse kann man im Thai Funk der 70er ebenso verorten, wie in der Surfmusic der 60s, im Dub, im Country oder im Blues. Mit „A La Sala“ liefern sie nun ihr vielleicht homogenstes Werk ab.
Nachdem auf den Vorgängern oft ein interkultureller Austausch mit anderen Musikerinnen und Musikern im Vordergrund stand, sind auf "A La Sala" nun ausschließlich Gitarrist Mark Sperr, Drummer Donald Johnson und Bassistin Laura Lee Ochoa zu hören. Zum ersten Mal überhaupt kommt man komplett ohne Gäste aus. Und das hört man. Die Khruangbin DNA kommt hier direkt und ohne Umschweife. Der Titel des Albums, den man mit „Alle ins Wohnzimmer“ übersetzen kann, gibt auch einen konkreten Hinweis auf ein sehr familiäres Werk.
Ein Album wie geschaffen, für plötzliche heiße Tage im Frühling, wo alles noch etwas surreal wirkt. Das Trio macht sich auf die Suche nach der eigenen Essenz. Und die wirkt oft so, als ob man in einem Balloon über der eigenen Wirklichkeit schwebt. Ein einziger entspannter Trip, der ohne jeglicher Höhepunkte von Anfang bis Ende dazu einlädt, sich fallen zu lassen. Stellenweise klingt das so, als ob man im Vorbeigehen eine geniale Idee hatte, und diese sofort eingespielt hat. Wundervolle Musik, die fast ohne Lyrics auskommt, und doch alles sagt.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Bereits im Dezember 1963 begibt sich Trompeter Lee Morgan mit seinem Ensemble, dem unter anderen der gerade erst 26-jährige Tenorsaxofonist Joe Henderson angehört, in die Tonstudio-Pilgerstätte des Jazz zu Rudy van Gelder in Hackensack New Jersey. Die fünf Musiker spielen die von Morgan geschriebenen Stücke in nur einem Tag ein. Das Titelstück ist "The Sidewinder" ist ein herausragendes Beispiel für den frühen Soul Jazz, der sich aus dem Hard Bop entwickelt hat. Zu der Popularität des Stücks trägt auch bei, dass es in einer TV-Werbung für ein Chrysler-Auto verwendet wird und in mehreren TV-Shows.
Die anderen Stücke auf "The Sidewinder" sind eher noch im Hard Bop zu verorten, aber um nichts weniger spannend. Für Lee Morgan ist der Erfolg ein zweischneidiges Schwert. In seiner eigenen künstlerischen Entwicklung wird er dadurch ausgebremst...warum? Mehr hört ihr NUR, wenn ihr reinhört!
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Axis Of Time
Artist: Angelo Outlaw
Label: Eraserhood Records
Jarzehntelang das Spielen eines Instruments zu lernen, gar zu perfektionieren, das bedeutet auch, auf vieles zu verzichten, dass einen ablenken würde. Aber dann, wenn man sein Handwerk beherrscht, stehen einem alle Tore offen. Der aus Philadelphia stammende Mallet Perkussionist Angelo Outlaw hat die USA bereist, und seine Virtuosität in verschiedenen Gruppen gezeigt. Nun ist sein Debütalbum „Axis Of Time“ auf Eraserhood Records erschienen. Raum und Zeit werden verlassen, man taucht einfach ein.
Der für Eraserhood Records typische Schmelztiegel zwischen Synthesizersounds und Soul wird auch auf Axis Of Time ausgelebt. Eine ganz und gar perfekte Mischung aus Soul und Jazz, aus R&B und Funk, nehmen den Hörer auf eine Reise mit. Diese Reise wirkt stellenweise überirdisch, geradezu spirituell. Für Angelo Outlaw ist es wichtig, über Themen wie Glaube, Herkunft oder Politik zu stehen. Musik als Zentrum menschlicher Verbundenheit.
Von den mitreissenden Vibes der Leadsingle „Free My Mind“, dem Library Music artigen Groove von „Loose Reality“ oder dem treibend rhythmischen „Time Traveler“, die fast ausschließlich instrumentalen Stücke lassen Interpretationsspielraum für eigene Lyrics. Meist ist mit einem guten Instrumental aber schon alles gesagt.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: L.A.B. VI
Artist: L.A.B.
Label: Loop Recordings
Die neuseeländische Reggae-Band L.A.B setzt ihre musikalische Erfolgsserie 2024 mit einem neuen Album namens „L.A.B VI“ weiter fort. Das im Februar veröffentlichte Album bringt, wie von L.A.B bereits zu erwarten, neuen, heiteren Schwung in die Reggae-Szene. Es reiht sich nahtlos in den Alben-Katalog der Band ein, mit einer Trackliste von insgesamt 11 Songs. Allem voran steht einmal mehr ihr selbst kreierter Fusion-Sound aus Reggae, Soul und Funk mit Elementen aus Rock und elektronischer Musik.
Gegründet wurde L.A.B von den Brüdern Brad und Stuart Kora, die davor bereits erfolgreich mit ihren anderen Brüdern in der Band „Kora“ Musik gemacht haben. Nach der Auflösung hatten die beiden allerdings noch lange nicht genug vom Showbusiness und ihrer Liebe zur Musik. Sie stellten ohne zu zögern eine neue Band-Konstellation zusammen - L.A.B war geboren. Mit Brad und Stuart Kora, Joel Shadbolt, Ara Adams-Tamatea und Miharo Gregory ist die Besetzung von L.A.B komplett und diese harmoniert mit unvergleichlichem Groove. Der Startschuss war getan und die Band veröffentlichte in rasantem Tempo jedes Jahr ein neues Hit-Album.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und L.A.B stürmte die Charts. Als Dauer-Charts-Brenner ist L.A.B daher natürlich regelmäßig Headliner auf so ziemlich allen renommierten Festivals von Neuseeland bis Australien. Ihr neuestes Album „L.A.B VI“ erschien wieder auf dem Label „Loop Recordings“ und lässt die Fans alles andere als enttäuscht zurück.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Der Reggae-Rhythmus ist sehr vielseitig. Gemeinsam haben der One Drop Rhythm, der Rocker’s Groove und der Steppers Groove, das sie dem Genre ihre unvergleichliche Leichtigkeit verleihen, die der Kern des Lebensgefühls ist, das der Reggae vermittelt. Mehr hört ihr NUR, wenn ihr reinhört!
From the publisher's feed

3 Listeners