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Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Tigre qui pleure
Artist: El Gato Negro
Label: X-Ray Production / Que Buen Momento
Die meisten Verhaltensbiologen sagen eher, dass Tiere zwar durchaus Schmerz und Gefühle empfinden und auch so etwas wie Trauer fühlen können, dass sie aber deswegen nicht weinen. Der weitgereiste Sänger, Multiinstrumentalist und Komponist Axel Matrod erzählt bei seinem aktuellen Album jedenfalls von einem weinenden Tiger. Er nennt sich El Gato Negro, die schwarze Katze und er nimmt uns mit seinem Album „Tigre Qui Pleure“ auf eine musikalische Weltreise zwischen Westafrika und Südamerika mit.
Das vierte Album des Weltenbummlers zeigt vor allem eines, das World Music nicht angestaubt ist, sondern unendlich scheint. Axel Matrod, der bereits mit 18 nach Lateinamerika ging, um dort den Cumbia aufzusaugen, hat sich für die Arbeit an diesem Album in Dakar im Senegal niedergelassen. Das Arbeiten mit lokalen Musikern und Künstlerkollektiven ist sein wichtigster Antrieb. Für die Arbeit an diesem hat er sich zusätzlich Unterstützung bei der Produktion geholt. Niemand geringerer als Pura Vida Sounds Gründer Guts hat mit Hand angelegt und eines der frischesten World Music Alben dieser Tage mit geschaffen.
El Gato Negros Musik entsteht in einer einzigen nie enden wollenden Jamsession, zu der es MusikerInnen aus allen Ländern förmlich hinzieht. Gastauftritte kommen hier etwa von Pat Kalla, dem Orchestra Baobab, Djeuh Djoah & Lt. Nicholson, Florian Pellissier und vielen anderen. Ein Album fürs Herz, befreiend und verbindend. Und einmal mehr der Beweis, Musik ist grenzenlos.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Adult Contemporary
Artist: Chromeo
Label: BMG
Das Elektronic-Funk Duo Chromeo bestehend aus David Macklovitch, “Dave 1”, und Patrick Gemayel, “P-Thugg”, starten das Jahr mit einem brandneuen Album: „Adult Contemporary“. Ein Album, das förmlich nach Funk und Groove schreit. Das Duo glänzt einmal mehr mit raffinierten, frechen Wortspielen. Wie schon in ihren Anfängen, ist auch „Adult Contemporary“ mit Elektro-Funk Einflüssen aus den 70er & 80er Jahren in Kombi mit zeitgenössischen Klängen versehen.
Chromeo kennen sich seit sie 15 sind und wuchsen gemeinsam im kanadischen Montreal auf. 2004 gründeten die beiden dann Chromeo. Auf den Tag genau, 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihrer allerersten Platte, erschien nun also ihr neuestes Album-Meisterwerk „Adult Contemporary“ auf BMG. Die Idee hinter dem Titel war es, etwas Verführerisches und gleichzeitig Reifes auszudrücken. Chromeo kehrt in diesem Album gewissermaßen zum Sound ihrer ersten beiden Alben zurück. Mit einem lyrischen Inhalt, der, laut eigenen Angaben der beiden, ausgereifter und etwas gebügelter ist. Bei dem Gedanken, sich auf triviale und banale Dinge zu konzentrieren, entstehen bei Chromeo neue Tracks über die kleinen Nebensituationen einer Trennung, oder ihre ehrliche Meinung von der kapitalistischen, hyperproduktiven Gesellschaft.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Angefangen mit der Erfindung des Telefons, stieß man einst auf die Notwendigkeit eines Mikrofons. Philipp Reis gab damals dann den Startschuss, und erlangte das Patent für das erste Kontaktmikrofon. Von da an, entwickelte, forschte und erfand man immer neuere Formen und Techniken, Schall in elektrische Impulse zu verwandeln, um Ton hörbar zu machen. Vom Kontaktmikrofon wie dem Kohlemikrofon, entwickelte sich daraus bald schon das Kondensatormikrofon von Georg Neumann. Das damals erste Serienmodell, das Neumann CMV3, auch „Neumann-Flasche“ genannt, ist auf vielen zeitgenössischen Filmaufnahmen zu erspähen.
Neben heute mittlerweile verschiedensten Mikrofonmodellen und Unterkategorien jener, gibt es grundsätzlich zweierlei Haupt-Arten. Das Kondensatormikrofon und das dynamische Mikrofon. Der wichtigste Unterschied zwischen einem Kondensator- oder Dynamischen Mikrofon ist jedoch die Empfindlichkeit, dies bestimmt dahingehend auch zu welchem Zweck das Mikrofon eingesetzt wird und was bei der Tonaufnahme das Ziel ist.
Eine nennenswerte Person in Sachen Mikrofon und Aufnahmetechnik war zudem Rudy Van Gelder. Eine Ikone auf seinem Gebiet der Ton- und Aufnahmetechnik. Er hinterließ im Jazz einen hörbaren Eindruck, indem er es wagte sich gegen bestehende Normen zu stellen und Mikrofone bei Aufnahmen an mehreren Orten im Raum aufzustellen, um einen anderen, besseren Sound zu erzielen. Er schaffte es, den Klang einzelner Instrumente individuell hervorzuheben. Somit entstand ein Gesamtklangbild a la Rudy Van Gelder, welches besonders durch Qualität und Präzision glänzen konnte. Für uns als Radiosender ist das Mikrofon quasi das Sprachrohr, das Ventil hinaus in die Welt zu euch. Und auch Musik, unsere große Leidenschaft, haben wir zu guter Letzt dem Mikrofon zu verdanken. Und was wäre bloß eine Welt ohne Musik…mehr hört ihr NUR, wenn ihr reinhört!
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: For All Time
Artist: Mayer Hawthorne
Label: P&L Records
Soul kann große Gefühle wecken und uns tief berühren. Doch manchmal darf er einfach nur Spaß machen. Mayer Hawthorne ist ein treuer Superfly Begleiter geworden. Oder besser gesagt, wir begleiten ihn. Auf seiner Reise durch den Musikkosmos, den sich der Musiker aus Ann Arbor in Michigan, zwischen Skateboarden, gutem Essen und dem Hang zur Selbstinszenierung aufgebaut hat. Mit „For All Time“ bringt er sein 6. Studioalbum heraus. Vielleicht sein Bestes.
Mayer Hawthorne schöpft hier musikalisch aus dem Vollen. Psychedelischer Funk trifft auf süßen Soul und relaxden Yachtrock. Dabei begibt er sich auf die Suche nach der Liebe. Oder besser gesagt, er erforscht die Emotionen, die damit einhergehen. Dass er schon als Kind, dank des Vaters Curtis Mayfield, Isaac Hayes, Leroy Hutson oder Smokey Robinson gehört hat, wird auf dem neuen Album mehr als nachvollziehbar.
Es gibt vielleicht Sänger, die mehr zu sagen haben als Mayer Hawthorne, aber kaum welche, die es ehrlicher meinen. Und wo man zu Beginn seiner Karriere noch eine Art Retrofigur erleben konnte, ist jetzt Zeit für eine neue Ära. Mayer Hawthorne zeigt sich direkt, romantisch und unglaublich facettenreich. Und dann wäre da noch das Private. Mittlerweile verheiratet und Vater. Auch das hört man durch.
Anspieltipps der Musikredaktion:
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