Superfly Selected

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Superfly Selected episodes

  • Superfly, Magda mag das | Harte Schale, Weichtierkern
    erschienen bei Beltz & Gelberg
    „Harte Schale, Weichtierkern“ ist ein außergewöhnliches Buch über die Außergewöhnlichkeit von Menschen. Ein Roman, der mit seiner Offenheit abholt und Mut macht, sein eigenes Spektrum von Stärken und Schwächen zu entdecken.
    3 min
  • Superfly Short Feature | Samplebrösel | Give Me Your Love

    In der ikonischen Hauptrolle, Ron O'Neal. Cool, gelassen und bad, kreiert er mit seinen langen Haaren, Schnauzbart und Koteletten, den breitkrempigen Hüten und weiten Mänteln das ultimative Modestatement der frühen 70er. Den pulsierenden Soundtrack, den steuert Curtis Mayfield bei. Und einen Song aus diesem Soundtrack wollen wir heute unter die Sample Lupe nehmen. Es geht um Liebe. "Give Me Your Love" ist der erste Titel auf der zweiten Seite des Albums. Dieser unglaubliche Groove. Aktuell sind es 81 offizielle Songs, die in der Sampledatenbank whosampled.com gelistet werden, die Stellen aus "Give Me Your Love" verwendet haben. Es werden natürlich weit mehr sein. Und die meisten haben sich am originalen Groove gehalten. Er ist einfach unverwechselbar, zu genial, zu mitreißend. 

    5 min
  • Superfly Screening Room | Robuste
    Als seine Assistentin ausfällt, bekommt der in die Jahre gekommene Filmstar Georges eine neue Aufpasserin: die junge Ringerin Aissa. Und obwohl mit dem grummeligen Georges nicht gut Kirschen essen ist, entwickelt sich zwischen den beiden mit der Zeit eine unwahrscheinliche Beziehung.
    3 min
  • Superfly Short Feature | Into the Groove: Curtom Records

    1968 von Curtis Mayfield und “Impressions” Manager Eddie Thomas gegründet, ist das Chicagoer Label entscheidend dafür, den Soul der 70er Jahre auf Platten zu pressen, und in die Regale zu bringen. Der Grund für die Labelgründung ist dabei denkbar einfach: Ein eigenes Label war vor allem für schwarze Musiker:innen die einzige Möglichkeit, die Rechte an den Master Recordings zu bekommen, und damit die eigene Musik zu besitzen. So hatte Curtom Records das explizite Ziel, die zukünftigen Masters, Lizenzen und Vertriebsrechte von Curtis Mayfield zu sichern. Mehr hört ihr, wenn ihr reinhört.

    4 min
  • Superfly Short Feature | Artist Portrait: Curtis Mayfield

    Curtis Mayfield wird am 3. Juni 1942 in Chicago, Illinois geboren. Er besucht die Roosevelt High School, singt im Kirchenchor, bringt sich selbst das Gitarrenspiel bei. Anfang der 50er freundet er sich mit Jerry Butler an. Dieser holt den 16-jährigen Curtis in seine eigene Gruppe, die Roosters. 1958 ändert die Gruppe ihren Namen, von da an heißen sie The Impressions, und mit “For your precious love” landen sie einen ersten Hit. Die Impressions erleben Mitte bis Ende der 60er Jahre ihre Blütezeit und landen Hits wie "Keep On Pushing", "People Get Ready", "Choice Of Colours", "This Is My Country" oder "We People Who Are Darker Than Blue”. Alle Songs stammen aus Curtis' Feder. Martin Luther King erhebt "Keep On Pushing" zur Hymne der Bürgerrechtsbewegung. Ebenso wird "We're A Winner" zu einem typischen Black Power- und Black Pride-Song. 1970 trennt sich Mayfield von den Impressions und konzentriert sich auf seine Solokarriere. Die Single "(Don't Worry) If There's A Hell Below We All Go To" bildet seinen ersten Alleingang.

    Curtis gründet das unabhängige Label Curtom Records, welches neben seinen eigenen Songs unter anderem auch Material der Impressions, Leroy Hutson, den Staples Singers und von Baby Huey & The Babysitters (in deren Reihen eine Dame namens Chaka Khan zu finden ist) veröffentlicht. Die meisten dieser Alben produziert Curtis Mayfield höchstpersönlich. Außerdem schreibt er Songs für viele andere. 1971 dann das Debut Curtis mit der Hitsingle “Move On Up”. Curtis Mayfield gehört zur ersten Generation afroamerikanischer Künstler, die sich nicht scheuen, mittels kritischer Texte soziale wie politische Missstände anzuprangern. 1972 erscheint der Soundtrack zum Film "Super Fly". Das Album verkauft sich millionenfach und wird mit 4 Grammys ausgezeichnet. Manche Musikkritiker bezeichnen es gar als eines der einflussreichsten Alben der Musikgeschichte. Curtis Mayfield ist am Höhepunkt seiner Karriere.

    Curtis schreibt in den Folgejahren noch weitere Soundtracks, die aber an den Erfolg von Superfly nicht herankommen. Außerdem produziert er das hochgelobte Album “Almighty Fire” von Aretha Franklin. 1981 wechselt Curtis Mayfield das Label. Er geht zu Broadwalk und bringt das Album Honesty heraus. Ein Album, das viele als sein stärkstes ansehen. Mayfield ist ab diesem Zeitpunkt ständig auf Tour und genießt seinen Erfolg. 1990 dann der Schicksalsschlag, der die Karriere des Musikers schlagartig ändert. Bei einem Open Air Konzert wird er von einer herabfallenden Scheinwerfertraverse getroffen und schwer verletzt. Er überlebt den Bruch dreier Wirbel - vom Hals abwärts gelähmt. Zwar kann er kein Instrument mehr spielen, aber sein Gehör, sein Geist und die Stimme funktionieren. 1996 erscheint das Comebackalbum New World Order. Den Grammy für sein Lebenswerk hat er zu diesem Zeitpunkt bereits in der Tasche.1998 muss ihm in Folge einer Diabeteserkrankung das rechte Bein amputiert werden, 1999 stiebt Curtis Mayfield am zweiten Weihnachtsfeiertag im Alter von 57 Jahren. Vielen Dank Mister Mayfield, vielen Dank für Superfly und alles andere. Mehr hört ihr, wenn ihr reinhört.

    6 min
  • Superfly Short Feature | Superfly - The Movie (50 Years)

    Alles beginnt mit der Vision von Gordon Parks - oder besser gesagt, Gordon Parks junior. Gordon Parks senior ist Hollywoods erster schwarzer Blockbuster Regisseur und landet nur ein Jahr zuvor einen Kinohit mit dem Kultfilm Shaft. Sein damals 38-jähriger Sohn ist von dem Erfolg inspiriert und will selbst einen Film auf die Beine stellen. Er tut sich mit Drehbuchautor Philipp Fenty zusammen, der im New Yorker Drogenmilieu zu recherchieren beginnt. Denn die Story soll von einem Dealer handeln, der nach einem letzten Geschäft den Ausstieg schaffen will. 

    Als das Drehbuch fertig ist, nimmt er Kontakt zu dem Independent-Produzenten Sig Shore auf. Der ist zunächst allerdings skeptisch. Denn das Skript ist mit etwas über 40 Seiten eigentlich deutlich zu kurz für einen Spielfilm. Trotzdem lässt er sich vom Enthusiasmus von Parks und Drehbuchautor Philipp Fenty anstecken. Shore stellt durch viele kleine Privatinvestoren ein Budget von einer halben Million Dollar auf und kratzt damit etwa genauso viel Geld zusammen, wie Gordon Parks sen. für Shaft zur Verfügung hatte. 

    Für die Hauptrolle casten sie Ron O’Neal, den Parks bereits seit seiner Kindheit kannte und der in der Gegend bereits ein local acting star war. Viele Rollen dagegen werden mit Laien besetzt, und zwar solchen, die sich in der Szene auskennen. Charles Mc Gregor ist tatsächlich ein frisch aus dem Gefängnis entlassener Dealer. Er kann also neben der Darstellung auch noch wertvolle Tipps geben, wie das Milieu funktioniert. Für den Soundtrack will Parks, ähnlich wie sein Vater bei Shaft, der Isaac Hayes engagierte, einen Soul-Star: Curtis Mayfield. Er schickt ihm das Drehbuch zu. Mayfield ist prompt begeistert und kommt schließlich sogar auch im Film selbst vor, in einer Szene, in der er den Titeltrack in einem Klub performt.  Ästhetisch ist Superfly als B-Movie einzustufen. Die Sehnsucht nach schwarzen Filmen, die durch Shaft und Superfly das Blaxploitation Genre begründen wird, ist aber so groß, dass der Film ein Box Office Hit wird. Ein Kultfilm des schwarzen Kinos, mit einem Kultsoundtrack von Curtis Mayfield. Und ein Lebensgefühl der ernst gemeinten und trotzdem mit Augenzwinkern performten Subversion. Das ist Superfly. Und dieses Lebensgefühl ist auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen noch sehr lebendig. Mehr hört ihr, wenn ihr reinhört.

    6 min
  • Superfly Album der Woche | Reginald Omas Mamode IV - "Stand Strong"

    Radio Superfly's Album der Woche

    Titel: Stand Strong

    Artist: Reginald Omas Mamode IV

    Label: Five Easy Pieces

    Musik ist seit jeher ein verbindendes Element – manchmal ein wirksames Sprachrohr. Das neue Album von Reginald Omas Mamode IV „Stand Strong“ ist ein ganz klarer Hoffnungsschimmer auf eine bessere Zukunft.

    Musik überwindet Grenzen und Kulturen, bringt Menschen zusammen und kann sowohl das Schlimmste als auch das Beste in uns hervorrufen. Reginald Omas Mamode IV nutzt „Stand Strong“, um seiner Abneigung gegen hierarchische Systeme, die die herrschenden Klassen geschaffen haben und die gegenwärtige wirtschaftliche und physische Versklavung unserer Zukunft und der unserer Kinder, Ausdruck zu verleihen.

    Klassisch geschliffener moderner Soul-Flex mit starken Afro Wurzeln. „Stand Strong“ ist eine Sammlung, die sich direkt aus dem Kern des Südlondoner Kollektivs entwickelt hat; Spröde Beats, Hip-Hop, Jazz und Vintage Soul.

    "Durch dieses kraftvolle Gefäß, das wir Musik nennen, ist meine Hoffnung, Liebe und Einheit zu inspirieren und ein positives Bewusstsein und eine positive Schwingung zu erhöhen." – so Reginald Omas Mamode IV. Hört rein und entscheidet selbst, ob ihm das gelungen ist. Erschienen auf Five Easy Pieces.

    Musikredaktion

    Anspieltipps der Musikredaktion:

    • Our Freedom
    • Right On
    • Stand Strong (Revolutionaires Position) 
    • Welcome Stranger 
    4 min
  • Superfly Short Feature | Superfly Album (50 Years)

    Der Film handelt von einem Drogendealer, der den Ausstieg aus dem Business plant. Dafür soll noch ein letzter großer Coup gelingen, doch der stellt sich als schwieriger heraus, als gedacht. Der deutlich in B-Movie-Ästhetik gedrehte Film wird nach seinem Erscheinen im Juli 1972 ambivalent aufgenommen. In den Augen der Kritiker verherrlicht er das kriminelle Leben. Trotz oder gerade deswegen wird er der bis dahin erfolgreichste Blaxploitation-Film überhaupt. Noch erfolgreicher wird aber der Soundtrack von Curtis Mayfield. Es ist Mayfields drittes Album als Solo-Artist und erscheint auf seinem eigenen Label Curtom Records. Mayfield hatte sich bereits mit seinen Vorgänger-Alben als Musiker mit sozialem Bewusstsein positioniert. Hatte er zuvor allerdings noch mitunter allzu sehr explizit den moralischen Zeigefinger in seinen Texten erhoben, so verlegt er sich hier vielmehr darauf, die Dinge zu zeigen, wie sie sind; die Kritik wird also implizit, die Wirkung dadurch umso stärker.

    Sein unverkennbarer Sound ist geprägt von der tighten Rhythmusabteilung, den elaborierten Streicherarrangements und vor allem von Mayfields funkiger Wah-Wah-Gitarre, die er auf seine unnachahmliche Art als Rhythmus-Element verwendet. Mayfield erreicht mit seinen Single-Auskopplungen außerdem etwas, was schwarzen Musikern damals noch eher ausnahmsweise gelingt. Nämlich einen sogenannten Crossover-Hit zu landen, also sowohl in den R’n’B-Charts als auch in den Pop-Charts in die Top 10 vorzustoßen. Neben dem Titeltrack ist das die Single "Freddie’s Dead".

    Das vor 50 Jahren erschienene Superfly-Album ist nicht nur das wohl beste Album von Curtis Mayfield, sondern auch eines der besten Soul-Alben der Geschichte, das zeigt wie musikalisch reichhaltig und gleichzeitig groovig das Genre klingen kann. Und dank dieser Attribute war es natürlich eine mehr als würdige Wahl, um für unseren Sender Pate zu stehen. Mehr hört ihr, wenn ihr reinhört.

    6 min
  • Superfly Screening Room | Corsage
    Weihnachten 1877: Kaiserin Elisabeth von Österreich wird vierzig. In den Augen der Gesellschaft ist sie damit alt. Immer schwerer fällt es Elisabeth, das im doppelten Sinne eingezwängte Sein bei Hofe und in ihr Korsett zu ertragen. Sie beginnt zu rebellieren.
    4 min

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