Unter dem Titel "Exit Einsamkeit" beleuchtet SWR Aktuell Wege aus der Einsamkeit. Eine wichtige Rolle, vor allem bei jungen Menschen, spielen die sogenannten sozialen Medien. Einerseits kann man bei Instagram, TikTok und Co. neue Leute kennenlernen und sich mit anderen austauschen. Aber es gibt auch Studien, die zeigen, dass zu viel Zeit auf Social Media Einsamkeit fördern kann.
Die Gefahr von Social Media
"Es kann das Selbstbild verschlechtern, weil ich, wenn ich Influencern folge, permanent dem Vergleich ausgesetzt bin. Dann schaue ich anderen beim Leben zu, anstatt selbst zu leben", sagt Journalistin Leonie Lutz. Sie betreibt eine Ratgeber-Website für Eltern und hat mehrere Bücher dazu geschrieben. Sie empfiehlt den übermäßigen Konsum von sozialen Medien zu vermeiden und auch die Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen zu begrenzen. Es mache aber einen Unterschied, ob die Bildschirmzeit mit einer Lern-App oder auf anderen Plattformen verbracht werde. Medienzeit sei auch deshalb für Kinder und Jugendliche so attraktiv, weil es oft an Alternativangeboten fehle.
Wir müssen dahin kommen, dass wir uns nicht gestört fühlen, dass auf der Straße Jugendliche laut Fußball spielen.
Quelle: Leonie Lutz, Journalistin und Bloggerin
Forderung: Mehr analoge Räume schaffen
Gesamtgesellschaftlich müsse man daran arbeiten, dass es mehr analoge Räume für Kinder und Jugendliche gibt. Gleichzeitig müsse man seinen eigenen Medienkonsum kritisch betrachten. "Wir haben als Eltern eine Vorbildfunktion", so Lutz.
Statt Medien zu verbieten, schlägt sie vor, sie als Werkzeuge zu verstehen und zu nutzen. Was genau Leonie Lutz damit meint, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.