SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Frühstücks-Quarch: Warum wir in sozialen Netzwerken nicht Mensch sein können
    Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche: Social Media und wie unser Konsum uns daran hindert, echte menschliche Beziehungen zu führen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt er, warum das vor allem für Jugendliche ein Problem ist.
    6 min
  • E-Bikes winterfest machen: So geht’s
    Für alle, die morgens und am Nachmittag viel unterwegs sind - Schule, Arbeit, Sport, usw. - beginnt jetzt wieder die Jahreszeit ohne viel Tageslicht. Morgens ist es etwa auf dem Weg zur Arbeit für viele noch dunkel - und auf dem Rückweg dämmert es dann schon wieder. Richtung Dezember verschärft sich das noch. Im Auto schaltet man einfach die Scheinwerfer an - beim Fahrrad muss man da ein bisschen genauer hingucken, gerade bei E-Bikes, sagen Fachleute.
    Ebikes und Pedelecs: Profi-Wartung oder Do-it-yourself?
    Das lässt sich natürlich in der Fachwerkstatt gegen entsprechende Bezahlung in Auftrag geben - viele machen es aber lieber kostengünstig daheim. Was man dabei beachten muss, und wann eine Profi-Wartung sinnvoll ist, erklärt David Koßmann, Redakteur beim Pressedienst Fahrrad. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr nennt Koßmann auch Besonderheiten bei E-Bikes und Pedelecs: Dazu gehören u.a. die Beleuchtung, die Reifen, oder auch die Bremsen, die oft höhere Geschwindigkeiten abfangen müssen als bei Fahrrädern ohne E-Unterstützung.
    6 min
  • Transfer-Regeln der FIFA in Teilen rechtswidrig
    Der Fußball hat so seine ganz eigenen Regeln - das gilt natürlich auf dem Platz, aber fast noch mehr, was das Wirtschaften der Clubs angeht. Da ist alles bis ins kleinste Detail geregelt, vor allem, was Spielertransfers angeht. Der französische Fußballer Lassana Diarra hat nun vor dem EuGH gegen diese Transferregeln der FIFA geklagt. Im Kern geht es um die Frage, ob Spieler - wie andere Arbeitnehmer auch - vorzeitig aus ihrem Vertrag aussteigen dürfen. Diarras Anwälte sahen in den FIFA-Regeln einen Verstoß gegen Arbeitnehmerfreizügigkeit. Das Ergebnis von heute lautet nun: Die EuGH-Richter sehen das genauso. SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr spricht über die Folgen mit Philipp Köster, Chefredakteur von "11 Freunde".
    5 min
  • Bundesverdienstkreuz: Wirtschaft ohne Migration geht nicht
    Seit vielen Jahren kommen Menschen zu uns nach Deutschland, die bei uns arbeiten. Oft in Jobs, die niemand sonst machen will, weil sie anstrengend und auch mal monoton sind. Allein deswegen ist es wichtig, dass wir Migration nach Deutschland möglich machen und unterstützen, sagt die Unternehmerin Antje von Dewitz, Geschäftsführerin der Outdoorausstatters "Vaude". Sie hat über die Jahre viele Geflüchtete angestellt und damit wichtige Mitarbeiter bekommen. Dafür wurde ihr jetzt das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt sie, wie wichtig dieses Engagement für die Menschen aber auch für die Wirtschaft ist.
    5 min
  • Arbeit von Hebammen wird UNESCO-Welterbe
    Der Karneval oder asiatische Meditationstechniken sind schon auf der Liste – und das Hebammenwesen ist es nun auch. Heute Abend wird in Köln feierlich beurkundet, was die UN-Kulturorganisation UNESCO beschlossen hat: Das Hebammenwesen wird zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Damit ehrt die UNESCO zum Beispiel Bräuche, darstellende Künste oder traditionelle Handwerkstechniken. SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr hat darüber mit Andrea Köbke gesprochen, Beirätin im Präsidium des Deutschen Hebammenverbands. Sie findet, beim Hebammenwesen ist von allem etwas dabei, was für die UNESCO zu den Welterbe-Kriterien gehört: Mündlich überlieferte Ausdrucksform, Kunst, Brauch, Wissen in Bezug auf die Natur und Handwerk.
    7 min
  • Integrationsbeauftragte Alabali-Radovan: Deutsche Einheit - Identität geht auch im Plural
    Reem Alabali-Radovan ist erst 34 Jahre alt und hat eine Vorzeige-Einwanderungsgeschichte: sie ist in Moskau geboren als Tochter irakischer Eltern, mit ihnen kam die damals 6-Jährige als Flüchtling nach Schwerin. Alabali-Radovan machte Abitur, studierte Politikwissenschaften und stieg 2015 in die Koordination der Flüchtlingsarbeit ein. Erst vor drei Jahren trat sie in die SPD ein und gewann bei der letzten Bundestagswahl gleich ein Direktmandat für ihre Partei. Sie ist Staatsministerin im Kanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und seit 2022 auch für Antirassismus. Alabali-Radovan ist verheiratet mit einem Boxer mit rumänischen Wurzeln und Mutter einer eineinhalbjährigen Tochter.
    "Identität geht auch im Plural"
    Die Zentrale Feier für den Tag der Deutschen Einheit war in diesem Jahr in Schwerin – ihrer Heimatstadt, freut sich Alabali-Radovan. Zu Deutschland gehören aus ihrer Sicht alle Menschen, die hier leben und ihren Beitrag leisten. "„Wir sind ein Einwanderungsland und wir wollen es auch bleiben und alle Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gehören selbstverständlich auch dazu", sagt die Integrationsbeauftragte im ARD Interview der Woche. "Wir müssen uns gar nicht zwischen Identitäten entscheiden", ergänzt sie. Sie selbst sagt über sich: "Ich fühle mich als Deutsche, als Schwerinerin, als Ostdeutsche, aber ich habe eben auch einen großen Bezug zu meinem irakischen Wurzeln. So fühlen viele Menschen, dass sie sich nicht zwischen einer Identität entscheiden können und wir müssen uns auch gar nicht zwischen Identitäten entscheiden. Ich finde, das gehört zu einem modernen Einwanderungsland dazu." Trotz der teilweise aufgeheizten Migrationsdebatte, sieht Alabali-Radovan keine Spaltung der Gesellschaft.
    "Patriarchale Strukturen gibt’s auch beim Oktoberfest"
    "Völlig klar ist, wir müssen Migration ordnen und steuern", stellt die Migrationsbeauftragte klar. Allerdings kritisiert sie die Migrationsdebatte als aufgeheizt und teilweise populistisch. Ihr Kabinettskollege Cem Özdemir von den Grünen hat vor kurzem gefordert, es müsse über problematische Frauenbilder und patriarchale Strukturen von jungen Männern mit Migrationshintergrund geredet werden. Die Integrationsbeauftragte widerspricht im ARD Interview der Woche: "Ich finde, es geht insgesamt um patriarchale Strukturen, die wir ebenso in Deutschland erleben bei Menschen ohne Migrationsgeschichte. Ich denke da nur zum Beispiel ans Oktoberfest und was da manchmal so los ist." Bei der Integration müssten noch viele Hürden beseitigt werden. Für ihre kleine Tochter wünscht sich Alabali-Radovan: "Vor allem, dass sie die besten Chancen hat auf gute Bildung und ich glaube, das ist das, was sich alle Eltern wünschen, dass sie unabhängig von dem, was sie jetzt von ihrem Elternhaus mitbringen, unabhängig von ihrer Herkunft, von ihrem Namen, die Möglichkeiten hat, das bestmögliche Bildungssystem zu genießen."
    "Ich stehe an der Seite der Jüdinnen und Juden und auch an der Seite der Palästinenserinnen und Palästinenser"
    In wenigen Tagen jährt sich der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel – eine Zäsur, sagt die Integrationsbeauftragte. "Für mich gibt es keine Seite, zu der man sich stellen muss, sondern es geht um Menschenwürde", sagt Alabali-Radovan im Interview der Woche. Sie betont, dass Antisemitismus strafrechtlich verfolgt werden muss und wird. Dass der Konflikt teilweise mit Gewalt und Hass auf deutsche Straßen getragen wird, kritisiert sie, warnt aber zugleich davor, alle Demonstranten unter Generalverdacht zu stellen: "Antisemitismus geht auf solchen Demonstrationen überhaupt gar nicht. Es muss aber auch eben einen Raum geben für Menschen, wo sie auf das Leid der Menschen in Gaza oder in der Region hinweisen dürfen." Alabali-Radovan setzt auf den Dialog mit Juden und Muslimen.
    25 min
  • Nahost-Konflikt: Warum Syrien für Flüchtlinge aus dem Libanon wichtig ist
    Der Nahost-Konflikt hat mit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Auch fast ein Jahr danach gehen die Kämpfe weiter und sie beschränken sich längst nicht mehr nur auf Israel und den Gazastreifen. Die ebenfalls islamistische Hisbollah im Libanon unterstützt die Hamas. Israel reagiert mit Bomben, Raketen und Bodentruppen auf die Angriffe der Hisbollah - tausende Menschen aus dem Libanon sind deswegen auf der Flucht. Von den Vereinten Nationen heißt es, rund 100.000 Menschen seien aus dem Libanon ins benachbarte Syrien geflohen. Wie diese Menschen dort aufgenommen werden und welche Probleme es in dem Bürgerkriegsland für bestimmte ethnische Gruppen gibt, das erklärt die Journalistin und Nahost-Expertin Kristin Helberg im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    5 min
  • Zölle auf chinesische E-Autos: "Wir wollen die Zölle ja gar nicht"
    Die EU-Mitgliedsstaaten stimmen am Vormittag über neue Zollabgaben für chinesische Elektro-Autos ab. Der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange sagte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich: "Wir wollen unseren Markt nicht abschotten. Es geht darum, eine gleiche Wettbewerbsbedingung zu schaffen." Eine Kaufentscheidung solle nicht wegen eines Dumping-Preises getroffen werden, sondern aufgrund der Qualität des Fabrikats.
    Weitere Verhandlungen mit China nötig
    Wichtig sei auch, dass weiter verhandelt werde. "Wir wollen ja im Grund diese Zölle gar nicht. Wenn die chinesische Seite illegale Subventionen abbaut und die Preise entsprechend gestaltet, dann kann man auch aus Ausgleichszölle verzichten.", so Lange im Interview. Deutschland will nach Angaben der Agentur Reuters gegen die Zölle stimmen.
    6 min
  • Podcast "Wendehausen": Blick auf deutsch-deutsches Leben
    Heute ist Tag der Deutschen Einheit. Und wie schon in den vergangenen Monaten, wird bestimmt wieder viel darüber geredet werden, wie einig oder uneinig wir Deutschen uns eigentlich sind, es wird viel appelliert, gemahnt und erinnert. Der Fall der Mauer ist jetzt fast 35 Jahre her und kurioserweise wird oft ausschließlich auf die Mauer geschaut und weniger auf die hunderte Kilometer lange Grenze, die Deutschland getrennt hat. Den speziellen Blick auf diese Grenze hat sich ein neuer Podcast vorgenommen, ein Gemeinschaftsprojekt von HR und MDR. Er heißt "Wendehausen - Heimat im Todesstreifen".
    Wendehausen: Ein realer Ort, beispielhaft für viele Geschichten
    Wendehausen gibt es wirklich, ein Dorf im damaligen Sperrgebiet an der thüringisch-hessischen Grenze, ein Ort, der beispielhaft für viele Familienschicksale zwischen West und Ost steht. Einer der Macher des Podcasts ist Eberhard Nembach vom Hessischen Rundfunk. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Jenny Beyen erzählt er, dass es im Podcast "Wendehausen" sowohl um den Blick zurück geht, als auch um die aktuelle Zerrissenheit, die viele Deutsche an im Alltag an vielen Ecken und Enden erleben.
    Der Podcast ist online verfügbar
    Der Podcast "Wendehausen" ist ab sofort verfügbar in der ARD-Audiothek, im gemeinsamen Feiertagsprogramm von HR-iNFO und SWR Aktuell werden heute im Lauf des Tages alle Folgen linear ausgestrahlt.
    5 min
  • Strom-Lastwagen mit Oberleitung: Alternative zum Diesel-Brummi?
    Wer zwischen dem badischen Kuppenheim und Gernsbach auf der B500 fährt, kann es fast nicht übersehen: Dort verläuft eine elektrische Oberleitung, denn hier ist noch bis Ende des Jahres die Teststrecke „eWayBW“ in Betrieb. Dort wird geprüft, wie sich Lastwagen mit einem Stromabnehmer im Alltag so machen. Morgen kann man sich beim Tag der Offenen Tür diese Oberleitungs-LKW nochmal genau anschauen, bevor sie dann in einigen Wochen planmäßig verschwinden sollen.
    Wie alltagstauglich sind E-LKW mit Oberleitung?
    Oder könnten sie uns doch erhalten bleiben? Werden in Zukunft flächendeckend Lastwagen mit Stromabnehmer unter Oberleitungen über unsere Straßen rollen? Darüber hat SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr mit dem Verkehrsexperten Urs Maier gesprochen. Er ist Projektleiter Energie und Infrastruktur bei der Denkfabrik Agora Verkehrswende. Wie umweltfreundlich und wie alltagstauglich ist die getestete Technik?
    7 min

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