SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Warum wir EU-Politik oft langweilig finden
    Fünf Wochen vor der Europawahl hat der ARD-Deutschlandtrend folgendes Ergebnis gebracht: knapp die Hälfte der Befragten interessiert sich sehr für die Wahl – fast genauso vielen ist die Europawahl egal. Daniela Braun, Politikwissenschaftlerin an der Universität des Saarlands, überrascht das nicht. Sie sagt in SWR Aktuell: "Wir können das seit den ersten Wahlen 1979 so beobachten. In der Tat sind 50 Prozent im Vergleich mit bisherigen Europawahlen gar nicht so schlecht." Europa habe immer damit zu kämpfen "dass die nationale Politik spannender ist, vor allem aber näher an der Bevölkerung dran ist." Die EU werde dagegen als entfernt empfunden, das gelte auch für die europapolitischen Themen. Ausgerechnet europaskeptische Parteien hätten dazu beigetragen, dass das Interesse in den vergangenen Jahren etwas gestiegen sei. "Denn die interessieren sich aus einem Eigeninteresse sehr stark für europäische Integration – weil sie sie kritisieren." Warum es leicht ist, Europa mies zu machen und so schwer, Begeisterung dafür zu entfachen – darüber hat SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier mit Daniela Braun gesprochen.
    7 min
  • "Abwanderung von Ärzten ins Ausland schmerzt"
    In Deutschland ausgebildete Ärztinnen und Ärzte seien überall hochwillkommen, sagt Dr. Wolfgang Miller in SWR Aktuell. Er ist Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg: "Eine deutsche Approbation steht für eine hohe Qualifikation. Das heißt, die jungen Kolleginnen und Kollegen haben auch im Ausland eine berufliche Perspektive." So hätten in den vergangenen Jahren im Schnitt etwa 500 Ärztinnen und Ärzte Baden-Württemberg in Richtung Ausland verlassen. "Die meisten, etwa 60 Prozent, zieht es in die Schweiz." Wie problematisch die Abwanderung für die medizinische Versorgung bei uns ist, unter anderem darüber hat Dr. Wolfgang Miller mir SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel gesprochen.
    6 min
  • Macht längeres gemeinsames Lernen die Schulen wirklich besser?
    Vier Jahre lang werden Schulkinder klassischerweise in Deutschland in der Grundschule unterrichtet. Danach trennen sich meist die Wege: Hauptschule, Realschule, Gymnasium. Dass es auch anders geht, zeigt das Ausland. Ob es besser ist, ist die Frage, die sich der Bundeskongress für längeres gemeinsam Lernen in Dresden stellt. Stefan Düll ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. In SWR Aktuell nennt er Gründe, die gegen längeres gemeinsames Lernen sprechen: "Ich verliere diejenigen Schülerinnen und Schüler, die ein großes Lerninteresse haben, wenn ich sie nach der vierten Klasse nicht fördere." Düll weist aber daraufhin, dass das Schulsystem durchlässig sei. "Die Menschen haben stärker verstanden, welche Möglichkeiten und Optionen es gibt. Und die nutzen sie auch reichhaltig." Ob längeres gemeinsames Lernen automatisch zu einem besseren Abschneiden beim Pisa-Bildungsvergleich führt, bezweifelt Düll. So liege Estland, dessen Schülerinnen und Schüler bis Klasse Neun gemeinsam unterrichtet werden, vor Deutschland. "Ich schaue mir natürlich auch die Länder an, die alle hinter uns stehen. Und dann stelle ich fest, dass das längere gemeinsame Lernen dort auch zu finden ist". Woran sich Lernerfolg stattdessen ablesen lasse, darüber hat Stefan Düll mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel gesprochen.
    7 min

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