SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Warum Gedenktage so wichtig sind
    Vor vier Jahren hat ein Deutscher in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen. Elke Gryglewski hält das Gedenken an das Attentat weiter für wichtig, nicht nur in Hanau, sondern bundesweit. Die Leiterin der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten und der Gedenkstätte Bergen-Belsen sagte dazu in SWR Aktuell: "Für die Opfer ist wichtig, dass sie sehen können, dass ihr Leid gewürdigt wird. Dass das Ganze bundesweit stattfindet, zeigt, dass es ein Bewusstsein dafür gibt, dass dieser Anschlag für eine Entwicklung in unserem Land steht, die wir für außerordentlich gefährlich halten und dass man darauf hinweisen möchte, wohin Rassismus führen kann." Welche Bedeutung solche Gedenktage für eine Erinnerungskultur haben, darüber hat Elke Gryglewski mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies gesprochen.
    7 min
  • Tod Nawalnys: Auch in Belarus sterben inhaftierte Oppositionelle
    Die Politikwissenschaftlerin Olga Drydowa von der Forschungsstelle Osteuropa in Bremen hat darauf hingewiesen, dass nicht nur in russischen Gefängnissen inhaftierte Oppositionelle gestorben seien. Drydowa sagte in SWR Aktuell, auch in Belarus habe es Reaktionen auf den Tod des russischen Regimekritikers Nawalny gegeben. Öffentliche Bekenntnisse und Demonstrationen seien in Belarus mitunter noch riskanter als in Russland: "Allein durch das Tragen der Oppositions-Farben Weiß-Rot und der ukrainischen Farben Blau-Gelb kommt es in Belarus konsequent zu Verhaftungen. Man kann das versuchen, aber dann landet man sicher im Gefängnis." Dabei seien die Haftumstände besonders schlimm. "Wir haben seit mehr als einem Jahr keine Informationen über mehrere verhaftetete Oppositionsfiguren wie Maryja Kalesnikawa oder Viktor Babariko. Sodass gar nicht bekannt ist, ob sie noch am Leben sind." Welche Möglichkeiten es aus dem Westen heraus gibt, die Opposition in Belarus zu unterstützen, darüber hat Olga Drydowa mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn gesprochen.
    6 min
  • Wachstumschancengesetz: "Katastrophe, was sich Politik hier leistet"
    Die Bundesregierung will etwas gegen die schlechte Stimmung in der Deutschen Wirtschaft tun. Dafür hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) das sogenannte "Wachstumschancengesetz" federführend im Bundestag durchgebracht. Nun hängt es aber im Vermittlungsausschuss, weil die Bundesländer nicht zustimmen wollen. CDU-Chef Friedrich Merz bleibt bei seiner Ablehnung. Er hat nochmals gefordert, dass die Diesel-Subventionen für Landwirte doch nicht gestrichen werden - sonst werde die Union das Gesetz im Bundesrat weiter blockieren. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat von der Ampel-Koalition erneut gefordert, die Streichung der Agrardiesel-Subventionen zurückzunehmen. Dann würde das Wachstumschancengesetz im Vermittlungsausschluss des Bundesrates zumindest nicht an Bayern scheitern, sagte Söder im Deutschlandfunk. Das Gesetz sieht Entlastungen für Unternehmen von etwa sieben Milliarden Euro pro Jahr vor. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, hält dieses Gesetz für wichtig. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch sagt er: "Unternehmen haben Angst - und Wirtschaft ist zu 80 Prozent Psychologie." Deswegen sei es so wichtig, dass die Regierung wieder Vertrauen in der Wirtschaft schaffe. "Deshalb ist es eine Katastrophe, was sich die Politik hier leistet, weiter zu blockieren", so Fratzscher, denn das "Wachstumschancengesetz" könne in seinen Augen ein erster Schritt zur Besserung der Lage sein.
    5 min
  • Zwei Jahre Ukraine-Krieg: "Viele werden noch zum Militär gehen - Freiwillige meistens"
    Rund zwei Jahre nachdem Russland den Angriffskrieg in der Ukraine begann, gibt es zahlreiche Diskussionen, wie das Land weiter unterstützt werden kann. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz gab es zahlreiche Forderungen, speziell an die Vereinigten Staaten, in der Ukraine-Hilfe nicht nachzulassen. Auch die FDP-Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann hat nochmals eine deutsche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die
    Ukraine gefordert. Zur Begründung sagte sie, der Tod von Kreml-Gegner Nawalny verlange eine solche Reaktion.
    Abseits der Diskussionen in der Politik müssen die Menschen in der Ukraine nun bald zwei Jahre mit einer ständigen Bedrohung durch russische Luftangriffe, mit Artilleriebeschuss oder auch mit dem Verlust von Angehörigen leben, die an der Front im Dienst sind. Der Schriftsteller Christoph Brumme lebt im Osten der Ukraine und berichtet im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch, wie sich das Leben in dem kriegsversehrten Land anfühlt und was er erwartet.
    5 min
  • Eine Frau, ein Wort: Atom
    Wie verlässlich stehen die USA in Zukunft noch zur NATO? Diese Frage stellen sich gerade viele Politikerinnen und Politiker in Deutschland und Europa. Der frühere US-Präsident Trump hat mit Aussagen für Aufregung gesorgt, er würde Ländern nicht mehr helfen, die zu wenig Geld für die Verteidigung ausgeben. Dabei ist jetzt auch eine Debatte über eigene Atombomben für die EU entbrannt. Unsere Kolumnistin Katharina Krüger hat sich deshalb das „Atom“ unters Wort-Mikroskop geholt:
    2 min
  • 400 Busfahrer fehlen – für den Ersatzverkehr, während die Riedbahn-Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim saniert wird
    Nach der Fußball-EM im Juli geht es los: Die Riedbahn-Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim wird saniert – und dafür monatelang gesperrt. Dann soll es auch einen Bus-Ersatzverkehr geben. Für den sucht die Deutsche Bahn noch mehr als 100 Busfahrer. Insgesamt werden 400 gebraucht, und die sind gar nicht einfach zu finden. Überall fehlen Busfahrer. Darüber hat SWR-Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart mit Yvonne Hüneburg gesprochen. Sie ist Geschäftsführerin beim WBO, dem Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen.
    5 min
  • Abgrenzung der Freien Wähler zur AfD: RP-Fraktionschef erwartet Mehrheit beim Bundesparteitag
    Die Freien Wähler treffen sich in Bitburg in der Eifel zum Bundesparteitag. Eigentlich sollte es vor allem um ihr Programm zur Europawahl am 9. Juni gehen. Aktuell wird aber auch ein Kooperationsverbot mit der AfD ein größeres Thema auf dem Parteitag werden. Dazu gibt es einen Antrag des Kreisverbandes Koblenz. Warum Joachim Streit, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag, mit einer Mehrheit für ein Kooperationsverbot rechnet, erklärt er im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart.
    6 min

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