SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Mit kleinen Kindern um die Welt – Filmexpertin Anna Wollner über "Eine Million Minuten"
    "Eine Million Minuten" – der Film erzählt die wahre Geschichte von einem Paar, das mit seinen beiden kleinen Kindern für fast zwei Jahre um die Welt reist. Der Film ist mit deutschen Stars wie Karoline Herfurth und Tom Schilling besetzt und kommt heute in die Kinos – und den kann man sich schon ansehen, meint SWR Aktuell Filmkritikerin Anna Wollner. "Die Idee der Familie ist es, sich eine Million Minuten Zeit für etwas Schönes zu nehmen und sie merken, dass ihre Probleme unterwegs nicht weniger werden, nur anders. Und beide Hauptdarsteller spielen das sehr überzeugend", so Wollner. Ein bisschen Kritik hat Anna Wollner dann doch: "Der Film ist mir ein bisschen zu glatt geworden. Es ist zwar kein belangloser Reisefilm geworden. Es ist schon eine Auseinandersetzung mit Werten, mit Wünschen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aber für mich wird hier ein bisschen zu viel die Perspektive des Mannes eingenommen und wie er auf all das blickt." Warum der Film aber wahrscheinlich bei allen Reiselust auslöst, erklärt Anna Wollner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    4 min
  • "Simplify your wedding" in der Schlosskirche Pforzheim
    Hochzeiten sind längst auch in Deutschland zu Megaevents geworden: Jahrelanger Vorlauf, fünfstelliges Budget, perfekt geplantes Programm inklusive einer schwindelerregenden Torte, spektakulärer Deko und natürlich einem atemberaubenden Brautkleid. Doch zu jedem Trend entwickelt sich mit der Zeit der Gegentrend – und so bietet die evangelische Kirche in Pforzheim "Heiraten ohne TamTam" an. Einfach hingehen, Ja sagen, fertig! Was die Paare am Aktionswochenende 24. und 25. Februar in der Pforzheimer Schlosskirche erwartet und ob es noch freie Plätze gibt, erzählt Pfarrer Malte Dahme im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    6 min
  • Neue türkische Vereinigung: Wer steckt hinter "Dava"?
    Bei der Europawahl im Juni will eine neue Partei antreten, die Vereinigung "Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch" (Dava). Der Verein gilt als Ableger der Partei des türkischen Präsidenten Erdogan, AKP. Eren Güvercin von der muslimischen Alhambra-Gesellschaft sieht für die Dava durchaus ein Wählerpotenzial. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie ein oder zwei Personen ins Europaparlament bekommen, das ist durchaus realistisch", so Güvercin in SWR2 Aktuell. Er sieht die Dava durchaus als Versuch für Erdogan, über die Hintertür Einfluss auf Europa zu nehmen. "Das ist eigentlich kein neuer Plan. Bei der Europawahl einen türkischen Akteur zu etablieren – mit dieser Idee beschäftigt sich die AKP schon seit einigen Jahren und jetzt versuchen sie mit der Dava, bei der Europawahl einen Coup zu landen", meint Güvercin. Ob die Dava auch bei der nächsten Bundestagswahl Erfolg haben könnte, bespricht Güvercin im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Katja Burck.
    6 min
  • Eisbaden im Trend: Was macht die Kälte mit unserem Körper?
    Wer viel auf Social Media unterwegs ist, hat es vielleicht in den letzten Wochen schon gesehen: Immer mehr Menschen posten Videos, wie sie bei Minusgraden in eiskalte Seen springen oder in eine Badewanne voller Eiswürfel. Eisbaden liegt gerade voll im Trend. Aus gutem Grund: es soll das Immunsystem stärken und den Kreislauf in Schwung bringen. Aber stimmt das denn wirklich? SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern hat bei dem Arzt Lothar Zimmermann nachgefragt.
    4 min
  • EU-Streit wegen Ukraine-Hilfen: "Ungarn akzeptiert Einigung nur unter eigenen Bedingungen"
    In Brüssel treffen sich heute die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer zu einem Sondergipfel für neue Ukraine-Hilfen. Alle schauen dabei auf den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, der bisher gegen neue Hilfen war und wegen dem der Sondergipfel heute überhaupt nötig geworden ist. Ungarn-Expertin Dr. Sonja Priebus von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder glaubt nicht an ein Einlenken Ungarns. "Er lässt sich eigentlich von nichts beeindrucken. Er akzeptiert nur eine Einigung unter seinen Bedingungen. Und wenn die EU seine Bedingungen nicht akzeptiert und es wegen seines Vetos am Ende wieder keine Einigung gibt, ist das für Orban ein Etappensieg", so Priebus in SWR Aktuell. Das würde sogar seiner Argumentation in die Hände spielen. "Er behauptet gerne, dass nicht Ungarn die EU erpresse, sondern die EU Ungarn, und er ja immer kompromissbereit gewesen sei", sagt Priebus. Welche Taktik jetzt für die EU am besten ist, erklärt die Ungarn-Expertin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    5 min
  • Dauerstreiks in Deutschland: wie viel Streiken ist erlaubt?
    Bei der Bahn, in Unikliniken und jetzt auch an Flughäfen – gefühlt wird gerade ständig irgendwie gestreikt. Und das bringt natürlich für viele Menschen den Alltag durcheinander. Auch wenn das Streikrecht ein hohes Gut in unserem Land ist – wie viel ist eigentlich erlaubt? Eine konkrete Obergrenze gebe es für Streiks nicht, erklärt Stefan Greiner, Professor für Arbeits- und Sozialrecht an der Uni Bonn. "Die allgemeine Grenze, dem das Streikrecht unterliegt, ist die Verhältnismäßigkeit. Das heißt, das Streikrecht darf nicht zu tief in kollidierende Grundrechte eingreifen. Die Obergrenze wäre zum Beispiel dann erreicht, wenn die öffentliche Versorgung in Deutschland zusammenbrechen würde, also die Grundversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet wäre", so Greiner in SWR Aktuell. Eine Lösung dafür wäre, wieder mehr Menschen an besonders sensiblen Stellen, zum Beispiel bei der Flugsicherung oder an Stellwerken, zu verbeamten. "Denn mit der Verbeamtung geht ein Verlust des Streikrechts einher", so Greiner. Warum Generalstreiks wie beim Nachbarn Frankreich hierzulande nicht möglich sind, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    5 min
  • Demos gegen rechts: Würgt der Alltagsstress die Protestwelle ab?
    Die anhaltende Protestwelle gegen den Rechtsruck in Deutschland hat Bürgerinnen wie Politiker in Erstaunen versetzt. In einer schnell gestarteten Studie hat die Protestforscherin Birgit Langebartels vom Rheingold-Institut untersucht, wer hier eigentlich demonstriert und warum. Ihre Ergebnisse – und ihre Prognose, wie lange die Protestwelle dem allgemeinen Alltagsstress noch standhält, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    5 min
  • Zoff mit Universal: TikTok bald ohne Drake und Taylor Swift?
    Wenn zwei Giganten sich streiten…dann muss es um viel Geld gehen. So ist es auch in diesem Fall: Der Musikriese Universal hat dem Internetriesen TikTok damit gedroht, alle Songs seiner Stars von der Video-Plattform entfernen zu lassen. Weil die Künstlerinnen und Künstler laut Universal zu wenig bekommen, wenn sie dort geklickt werden – was TikTok natürlich zurückweist und stattdessen von "Geldgier" spricht. Der Streit sollte schnell geklärt werden, denn der laufende Vertrag zwischen den beiden Konzernen läuft aus. Gibt's bei TikTok also schon bald keine Musik mehr von Megastars wie Taylor Swift, Billie Eilish, Lady Gaga, Harry Styles, Sting? "Keine Sorge", sagt Medienwissenschaftler Marcus Kleiner. "Es wird eine Einigung geben". Was ihn da so sicher macht, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
    5 min
  • Kinder von Holocaust-Überlebenden: "Mussten direkt erwachsen werden"
    Der Deutsche Bundestag erinnert heute in einer Gedenkstunde an die Opfer des Holocaust. Die Erinnerung an diese schrecklichen Verbrechen müsse weiter aufrecht erhalten bleiben, sagt Sarah Singer. Sie ist Vizepräsidentin der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und selbst ein Kind von Überlebenden. "Die Verfolgung meiner Eltern hat sich durch mein ganzes Leben durchgezogen, weil sie durch den Holocaust so kaputte Charaktere waren. Wir als Kinder Überlebender haben gar keine andere Chance, als nach vorne zu gehen und uns zu äußern", so Singer. Sie und andere hätten schon als Kinder gleich zu Erwachsenen werden müssen. "Wir waren für unsere Eltern ja das Fenster zur Welt – wir waren für sie die Übersetzer für die Welt da draußen", erklärt die Vizepräsidentin der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    6 min
  • Vier Jahre Brexit: "Es war rückblickend ein Fehler"
    Vor ungefähr sechseinhalb Jahren haben die Menschen in Großbritannien für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Am 31. Januar 2020, heute vor vier Jahren, ist der Brexit erfolgt. Was dann kam, war eine der turbulentesten politischen Perioden der jüngeren britischen Geschichte. Und jetzt? War der Brexit rückblickend falsch? Auf jeden Fall – sagt Andrew Lee, er ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der DHBW und in Großbritannien aufgewachsen. "Insgesamt war es volkswirtschaftlich und politisch betrachtet ein Fehler, vor allem, so wie der Brexit durchgeführt wurde. Es wurden zu viele Versprechen angekündigt, die nicht geliefert werden konnten, deshalb war es rückblickend von Anfang an zum Scheitern verurteilt", so Lee in SWR Aktuell. Das sehe auch die Mehrheit der Bevölkerung so, in Umfragen geben die Menschen immer wieder an, dass die Entscheidung falsch war. "Trotzdem muss man den Ball flach halten. Zwar wäre das Land ohne Brexit heute sicher wohlhabender, aber viele der aktuellen Probleme, zum Beispiel im Gesundheitswesen, sind hausgemacht und wären auch in der EU noch da", meint Lee. Ob der Brexit trotzdem auch positive Folgen für das Land hat, erklärt der Volkswirt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    6 min

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