SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • 30.000 gegen Rechts: Wacht "schweigende Mehrheit" auf?
    In Köln sind am Abend zehntausende Menschen gegen die AfD und Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Die Polizei erklärte, dass es bei der Auftaktveranstaltung aufgrund eines "unerwartet großen Zulaufs" zu einem so großen Gedränge gekommen sei, dass die Demonstrationsstrecke geändert werden musste. Angemeldet waren laut Veranstalter 1.000 Menschen. Es kamen rund 30.000 - Anlass war ein bekannt gewordenes Geheimtreffen von AfD-Politikern und Neonazis, auf dem offenbar Pläne diskutiert wurden, Zuwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland zu vertreiben. Auch eine Petition hat enormen Vorschub durch das Bekanntwerden dieses Treffens bekommen, deren Unterzeichner ein Grundrechtsverwirkungsverfahren gegen den AfD-Politiker Björn Höcke fordern. Was das für die AfD und deren Wählerschaft bedeutet, analysiert SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler und Redakteur bei den Blättern für deutsche und internationale Politik, Albrecht von Lucke.
    8 min
  • Ehrenamt beim Weissen Ring: Was es braucht, um Verbrechensopfern zu helfen
    Bundesweit engagieren sich 2700 Menschen ehrenamtlich beim Weissen Ring. 277 davon in Baden-Württemberg. Aber es könnten viel mehr sein und gerne auch jünger als 60 Jahre. Wer sich für diese Arbeit interessiert, der sollte vor allem eines mitbringen: "Die Freude am Umgang mit Menschen", sagt der Landesvorsitzende Hartmut Grasmück in SWR Aktuell. Außerdem wichtig: "Ein bisschen Lebenserfahrung. Und die Fähigkeit, sich in die Lage eines Verbrechensopfers hineinzuversetzen." Denn darum geht es beim Weissen Ring in der Hauptsache: Unterstützung und Hilfe für Opfer von Straftaten, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. "Alles andere bekommen Sie durch Fortbildung und Sie sind ja auch nicht allein, sondern im Team tätig – und da hilft man sich gegenseitig." Für welche Altersgruppen die ehrenamtliche Mitarbeit bei dem gemeinnützigen Verein geeignet ist und wie die Betreuung von Verbrechensopfern konkret aussieht, darüber hat Hartmut Grasmück mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    5 min
  • Demos gegen Rechts: "Die schweigende Mehrheit wird laut"
    In mehreren großen deutschen Städten haben die Menschen zu Tausenden gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auslöser war für viele der Bericht über ein Treffen in Potsdam, bei dem über die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland gesprochen wurde. Daran beteiligt, neben einem Neonazi aus Österreich, auch AfD-Politiker und zwei Vertreter der sogenannten Werteunion. Hat das Bekanntwerden dieses Treffens zum vielbeschworenen "Aufstand der Anständigen" geführt? "Ja", sagt die Rechtsextremismusforscherin Beate Küpper in SWR Aktuell: "Wir reden ja häufig über die schweigende Mehrheit und in den letzten Jahren ist der Eindruck entstanden, die schweigende Mehrheit sei gegen die Demokratie. Das ist nicht so und umso wichtiger ist, dass diese schweigende Mehrheit gerade laut wird." Die größte Gefahr für die Demokratie gehe nämlich von einer schleichenden Gewöhnung an den Rechtsextremismus aus, meint die Professorin der Hochschule Niederrhein. Ob sie glaubt, dass jetzt auch die Umfragewerte für die AfD wieder sinken, darüber hat Beate Küpper mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    7 min
  • Selenskyj in Davos: "Ukraine droht, sich leerzuschießen"
    Heute gehen die Treffen, Gespräche und Vorträge auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos los. Neben Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesaußenministerin Baerbock ist jede Menge politische Prominenz dabei: Chinas Regierungschef Li, EU-Kommissionschefin von der Leyen und auch der ukrainische Präsident Selenskyj. Er müsse kommen, um die Unterstützung des Westens für sein Land zu sichern, nun, da die Vereinigten Staaten ihr vorerst letztes Hilfspaket verabschiedet hätten und Ungarn ein Hilfspaket der EU weiter blockiere, betont Susanne Schattenberg. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler sagt die Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa und Professorin für Zeitgeschichte und Kultur an der Universität Bremen: "Das heißt, die Ukraine droht, sich einfach leerzuschießen. Selenskyj hat dementsprechend einen hohen Handlungsdruck."
    5 min
  • CMT und die Zukunft des Tourismus: Werden Wohnmobile wieder billiger?
    In Stuttgart ist wieder CMT-Zeit: Die Caravan-Motor-Touristik-Messe läuft. Die Corona-Pandemie hat der Camping-Branche einen unerreichten Boom beschert. Damals konnte man im Wohnwagen oder Wohnmobil allein durch die Gegend touren, die Ansteckungsgefahr war deutlich geringer als im Hotel. Ingo Wagner ist Chefredakteur der Fachzeitschrift "Caravaning" und sagt: Dieser Boom ist vorbei - das heiße aber nicht, dass das Interesse abgeebbt sei. Ein überhitzter Markt sei zu einem Normalmaß zurückgekehrt. Ob das bedeutet, dass es auch wieder Schnäppchen auf dem Wohnmobil-Markt gibt, sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    4 min
  • Unwort "Remigration" – schon länger ein Begriff der Rechten Szene
    "Remigration" ist das Unwort des Jahres 2023 - das hat die "Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres" entschieden. Das Wort ist im vergangenen Jahr von Bürgerinnen und Bürgern 27-mal vorgeschlagen worden. Und das, obwohl der Begriff erst seit der vergangenen Woche besondere Aufmerksamkeit durch Medienberichte über ein Neonazi-Treffen in Potsdam bekam, bei dem die Teilnehmer über den Plan einer Ausweisung von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund beraten haben. Jury-Sprecherin Constanze Spieß sagte in SWR Aktuell, das aktuelle Unwort des Jahres sei keinesfalls nachnominiert worden: "Wir haben uns auf die Einreichungen vom Jahr 2023 beschränkt und da ist das Wort über das Jahr verteilt eingereicht worden." Remigration ist vom lateinischen Verb "remigrare" abgeleitet, bedeutet "zurückkehren" und stammt aus der Migrations- und Exilforschung. "Ursprünglich umfasst es vor allem freiwillige Formen der Rückkehr jüdischer Menschen aus dem Exil nach 1945. Was jetzt passiert ist, dass dieser Ausdruck ideologisch vereinnahmt und umgedeutet wird, so dass die politische geforderte Abschiebe- und Deportationspraxis verschleiert wird." Warum es vor allem Begriffe aus dem Rechten Umfeld sind, die zum Unwort des Jahres gekürt werden – auch darüber hat die Marburger Sprachforscherin Constanze Spieß mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    5 min
  • Oxfam: Kluft zwischen Arm und Reich gefährdet die Demokratie
    Nach Ansicht der Entwicklungsorganisation Oxfam hat sich die soziale Ungleichheit seit der Corona-Pandemie dramatisch verschärft. Oxfam hat eine entsprechende Studie zeitgleich zum Start des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgelegt. zum Manuel Schmitt, Referent für Soziale Gerechtigkeit beim deutschen Ableger von Oxfam hat in SWR Aktuell gesagt, Superreiche hätten enorme Gewinne gemacht: "Das Vermögen der fünf reichsten Männer hat sich verdoppelt. Gleichzeitig sind fünf Milliarden Menschen ärmer geworden." Gründe seien neben der Pandemie Kriege und die Inflation. "Diese Extreme zerreißen unsere Gesellschaft und gefährden die Demokratie", ist sich Manuel Schmitt sicher. "Das muss sich dringend ändern!" Die Lösung liegt laut Oxfam in einer weltweiten Besteuerung von Superreichen. Wie das funktionieren soll, darüber hat Manuel Schmitt mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    5 min
  • Kleingeld einzahlen: Wirklich die beste Art, unliebsames Münzgeld loszuwerden?
    Jeder hat es, aber kaum jemand will es: Kleingeld in Form von 1- oder 2-Cent-Münzen - manchen sind sogar 5-, 10- oder 20-Cent-Münzen noch "zu klein". Wege, damit umzugehen, gibt es viele. Manche Menschen setzen konsequent auf digitale Zahlungswege. Es gibt Muslime, die sich an eine islamische Überlieferung halten, nach der Gläubige den Bedürftigen helfen sollen, indem sie in die Tasche greifen und einfach geben sollen, ungeachtet dessen, wie viel sie hervorholen. Natürlich gibt es aber auch die klassische Spardose in der Küche oder im Flur, aber auch die wird mal voll. Wohin also mit den unliebsamen Münzen. Dieser Frage ist Florian Doetsch aus der SWR-Wirtschaftsredaktion im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler nachgegangen.
    3 min
  • Bauern-Protest: Was kann die Ampel noch tun?
    Es soll der Höhepunkt der Protestwoche der Landwirte werden: Heute mittag wollen tausende Landwirtinnen und Landwirte in Berlin demonstrieren. Unmittelbar davor wollen sich Vertreter der Ampel-Bundestagsfraktionen mit Bauernvertretern treffen und SPD-Co-Chef Klingbeil ist zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird. Im Ersten sagte Klingbeil, er rechne nicht mit einem "Wutwinter" in Deutschland. Das soll vermutlich Gelassenheit ausdrücken und beschwichtigen – es unterstreicht aber einen der großen Kritikpunkte an der Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP, nämlich einen Mangel an Empathie. Den sieht auch der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje. Es mangle der Kommunikation der Ampel-Koalitionäre aber nicht nur an Empathie, sondern auch an einer großen politischen Erzählung. Deshalb wirke auch ihr Kompromissvorschlag nicht mäßigend auf die Bäuerinnen und Bauern ein. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler erklärt er, welchen Ausweg er für die Politik noch sieht.
    6 min
  • CMT und die Zukunft des Tourismus: Verändert der Klimawandel das Reisen?
    In Stuttgart ist wieder CMT-Zeit: Die Caravan-Motor-Touristik-Messe läuft. Das wirft die Frage auf, wohin wir dieses Jahr in den Sommerferien hinfahren werden? Das ist eine Frage geworden, die in Zeiten des Klimawandels ziemlich schwierig zu beantworten sein kann. Viele klassische Urlaubsländer wie Spanien, Italien oder Griechenland verzeichnen immer neue Rekordtemperaturen, hinzu kommen Waldbrände in vielen südeuropäischen Ländern oder Dauerregen und Überschwemmungen zum Beispiel in der Bretagne, in Belgien oder in den Niederlanden. Wie wird der Klimawandel das Reiseverhalten im Sommer verändern? Darüber spricht SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler mit Stefan Gössling, Tourimusforscher an der Linné-Universität in Kalmar in Schweden.
    5 min

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