SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Plattform gegen Verschwörungen: "Menschen mit Gegenargumenten fit machen"
    Verschwörungsmythen gegen Israel und Jüdinnen und Juden haben seit dem Hamas-Angriff Hochkonjunktur im Netz. Die neue Plattform "Oy Vey" will mit Aufklärung und Argumentationshilfen gegensteuern. Projektleiter Benjamin Söchtig ist mit dem bisherigen Zulauf der Seite zufrieden. "Die Seite ist vor einem guten Monat angelaufen und wir sehen, dass es sehr viel Resonanz gibt aus genau den Kreisen, die wir erreichen wollen", so Söchtig. Die Plattform will mithilfe von Gegenargumenten und dem Erklären von historischen Zusammenhängen die Menschen fit machen, um im Alltag auf Verschwörungstheorien reagieren zu können. "Wir haben zum Beispiel Videos, in denen wir Sachen erklären, gerade jetzt zur Geschichte Israels, wir bieten auch Kacheln zum Posten auf Social und Media oder einfach Textbausteine", so Söchtig. Warum diese Arbeit für ihn und sein Team auch gefährlich sein kann, erklärt Söchtig im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun.
    5 min
  • Tod & Social Media: Digitalen Nachlass gestalten
    Wenn wir an unser Lebensende denken, dann planen wir oft eine Beerdigung und auch das Erbe. Was mit unseren Online-Accounts, Konten und Zugängen passieren soll, darüber machen wir uns nur selten Gedanken. Obwohl das sehr wichtig sei, sagt Rebekka Weiß, Leiterin des Bereichs "Vertrauen und Sicherheit" bei Bitkom. Welche einfachen Möglichkeiten es dabei gibt, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.
    4 min
  • Gegen den Wohnungsleerstand: "Wie David gegen Goliath"
    Beim Treffen der Bauminister in Baden-Baden geht es heute zum Abschluss erneut um den Wohnungsbau. Das ist ein wichtiges Thema, auch für die Kommunen. Die haben aber oft noch ein weiteres Problem: Wohnungsleerstand. Die Stadt Freiburg hat seit fünf Jahren eine sogenannte "Zweckentfemdungssatzung", mit der Leerstand verhindert werden soll. Das funktioniere schon ganz gut, sagt der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler. Dennoch sei der Kampf gegen den Wohnungsmangel "wie David gegen Goliath".
    6 min
  • Aktionswoche Realschule Plus: RP-Bildungsministerin Hubig zeigt sich beeindruckt
    In Rheinland-Pfalz ist wieder Aktionswoche für die Realschulen Plus. Zum Auftakt war Landesbildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) an der Realschule Plus in Lahnstein zu Gast. "Ich bin beeindruckt vom Zusammenspiel und den Kooperationen dieser Schule mit vielen anderen Schulen und Partnern im Umkreis", so Hubig im SWR. Die Realschule Plus in Lahnstein sei toll vernetzt, außerdem gebe es eine lebendige Schulgemeinschaft. Bei ihrem Besuch machte Hubig auch nochmal Werbung für diese neue, jüngste Schulform im Land. "Die Realschule Plus zeichnet sich dadurch aus, dass sie in hohem Grad berufsorientiert ist und Schülerinnen und Schüler schon früh Unternehmen kennen lernen und Praxistage haben", meint Hubig. Warum trotzdem jede Realschule Plus anders ist, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun.
    5 min
  • Demokratieforum: Was ist eigentlich gerecht?
    Ein Fußballspieler, der in der ersten Liga kickt, verdient Millionen im Jahr, ebenso der CEO eines großen Konzerns. Eine Krankenschwester bekommt dagegen durchschnittlich 50.000 Euro im Jahr. Ist das gerecht? "Die meisten Menschen in Deutschland sagen Studien zufolge, wer viel leistet, soll gut verdienen," sagt Marcel Fratzscher, Ökonom und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Aber was ist mit denen, die große Vermögen erben und leben können, ohne zu arbeiten? Um die Frage "Was ist gerecht?" geht es beim SWR Demokratieforum. Michel Friedman diskutiert mit Marcel Fratzscher, der FDP-Politikerin Linda Teuteberg und der Autorin und Journalistin Teresa Bücker.
    1 hr 19 min
  • Napoleon im Kino: "Ihm hätte das gefallen"
    Ridley Scott wagt, an was sich schon Stanley Kubrick die Zähne ausgebissen hat: Ein Film über das Leben von Napoleon Bonaparte. Ab heute ist dieser Film mit Joaquin Phoenix als Napoleon in der Hauptrolle im Kino zu sehen. Filmkritikerin Anna Wollner hat ihn schon gesehen und spricht mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler darüber, wie episch Scott die Schlachten aus Napoleons Leben inszeniert. Ihr Fazit: "Napoleon hätte der Film gefallen."
    4 min
  • Pestizide im Weinbau: "Bedenken sind ideologisch begründet"
    Das Europaparlament hat ein Gesetz zur Reduktion des Einsatzes von Pestiziden in der EU gekippt. Walter Clüsserath, Winzer und Weinbaupräsident an der Mosel, freut die Entscheidung. "Ich hatte erwartet, dass auch bei Politikern irgendwann ein Funken Realitätssinn kommen wird", so Clüsserath im SWR. Studien, nach denen Pestiziden unter anderem Krebserkrankungen auslösen können, sind Clüsserath nicht bekannt. "Die Bedenken dahinter sind oft ideologisch begründet. Wenn ich ein bestimmtes Ergebnis haben will, bekomme ich das auch, deshalb gebe ich auf solche Sachen nichts", meint Clüsserath. Warum er trotzdem dafür ist, dass die Forschung auf dem Gebiet weitergeht, erklärt Clüsserath im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun.
    5 min
  • Wilders-Wahlsieg in den Niederlanden: "Hat keiner erwartet"
    Der Rechtspopulist Geert Wilders und seine Partei für die Freiheit, PVV, haben die Parlamentswahl in den Niederlanden deutlich gewonnen. Prof. Jacob Pekelder vom Zentrum für Niederlande-Studien an der Uni Münster überrascht das Ergebnis: "In den letzten Wochen wurde zwar klar, dass seine Partei guten Chancen hat, aber so viele Stimmen hat keiner erwartet." Pekelder sieht die Wahl vor allem als eine Abstimmung über "Die Niederlande zuerst", dahinter vergebe sich eine nationalistische und euro-skeptische Agenda. Den großen Erfolg hat Wilders aber nach Pekelders Meinung etwas anderem zu verdanken. "Sein Parteiprogramm hat immer noch schrille Töne, auch gegen Muslime. Aber wie er diese Inhalte an den Mann gebracht hat, das ist deutlich milder gewesen", so Pekelder. Warum Pekelder das Misstrauen von Muslimen und anderen Parteien im Land trotzdem für gerechtfertigt hält, erklärt er im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Fournier.
    6 min
  • Grünen-Parteitag in Karlsruhe: Es gibt Stress
    Die Grünen treffen sich ab heute zu einem Bundesparteitag in Karlsruhe. Die Stimmung war aber schon mal besser. Teile der Basis sind unzufrieden mit dem, was die Grünen innerhalb der Ampel-Koalition machen und vertreten. Zu viele Kompromisse gehe man mit den anderen Koalitionsparteien ein, so die Kritik. Viele Grüne nehmen außerdem dem Parteivorstand übel, dass sie die geplanten Verschärfungen in der Flüchtlingspolitik mittragen wollen. Solche Meinungsverschiedenheiten seien aber normal und könnten sogar zu guten Kompromissen führen, meint die Politikwissenschaftlerin Claudia Ritzi im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler. Was sie von dem Parteitag in Karlsruhe erwartet, erzählt sie im Interview.
    5 min
  • Länder zu Krankenhausreform: "Das entspricht einer Gemeinschaftspraxis"
    Baden-Württembergs Minister für Gesundheit, Soziales und Integration, Manne Lucha (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert vor dem heutigen Bund-Länder-Treffen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Lauterbach. In SWR Aktuell sagte Lucha: "Was Lauterbach uns vorlegt, entspricht einer etwas größeren Gemeinschaftspraxis. Das ist geradezu beschämend, wie wenig Innovation da kommt." Die Bundesländer hätten sich bereits mit dem Bund auf ein Eckpunktepapier geeinigt, sagte Lucha. Diese habe Lauterbach in der aktuellen Version der Krankenhausreform aber ignoriert. Die genauen Beweggründe dafür kenne man noch nicht. "Es ist tatsächlich sehr enttäuschend."
    Der aktuelle Arbeitsentwurf des Bundes würde dazu führen, dass Baden-Württemberg bei den Vorhaltepauschalen weniger bekäme, so Lucha, also bei den Pauschalen, die ein Krankenhaus allein für das Bereitstellen von Leistungen bekommen würde. "Wir würden dafür bestraft, dass wir die geringste Bettendichte haben, die beste Konzentration der letzten Jahre gemacht haben, was im Sinne der Reform ist." Lauterbach solle keine Nebelkerzen zünden, sondern seine Arbeit machen, sagte Lucha.
    6 min

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