SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Neuartiges Hybridspeichersystem für Studentenwohnheim in Bruchsal geht in Betrieb
    Stage 76 heißt das Wohnheim für Studierende und Auszubildende in Bruchsal im Kreis Karlsruhe. Es ist ein ganz besonderes Wohnheim - und es wird auf neuartige Weise mit Energie versorgt. Und zwar mit dem Projekt „BiFlow“, ein neuartiges Hybridspeichersystem. Forscherinnen und Forscher des KIT, des Karlsruher Institut für Technologie, haben das System entwickelt, unter der Leitung von Nina Munzke. Sie hat in SWR Aktuell die Vorzüge erklärt: "Wir haben zwei verschiedene Speicher kombiniert: Zum einen eine Lithium-Ionen-Batterie, wie man sie aus einem Elektroauto kennt. Diese 60 Kilowattstunden-Batterie wird kombiniert mit einer Redox Flow-Batterie." Diese noch relativ neue Technik ist in der Lage, die Energie in Tanks zu speichern. Die Idee dahinter: "In Gebäuden habe ich zusätzliche Warmwasser-Speicher. Warum kann ich dann nicht einfach die Tanks der Redox Flow-Batterie auch als Wärmespeicher nutzen?" So lasse sich der normale Wärmetank sparen und Abwärme der Redox Flow-Batterie für Warmwasser nutzen. Gespeist werden die Batterien von zwei Photovoltaik-Anlagen an der Außenwand und auf dem Dach des Wohnheims. Und wenn die Sonne nicht scheint, kommt die Energie aus dem beiden zusammengeschalteten Batterien, erklärte Nina Munzke SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    4 min
  • KI in Bibliotheken: Mit etwas Training liest der Computer sogar Sütterlin
    Immer mehr Bibliotheken setzen künstliche Intelligenz ein. Auch Reinhard Altenhöner greift bei der täglichen Arbeit auf KI zurück. Er ist ständiger Vertreter des Generaldirektors der Staatsbibliothek zu Berlin und stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes. "Wir setzen KI da ein, wo wir Bilder in Text umsetzen" – die sogenannte "Optical Character Recognition": Wenn eine Buchseite fotografiert wird, lässt sich darin nicht suchen. Die Bild-Zeichen müssen wieder in Text-Zeichen umgesetzt werden. Dabei hilft KI, in dem sie den Text im Bild erkennt. Dabei ist KI in der Lage nicht nur gedruckten Text zu erkennen, sondern lernt auch Handschriften zu lesen. "Wenn Sie an Sütterlin denken, ist das für die meisten von uns überhaupt nicht lesbar; für die Maschine dann, wenn sie ein entsprechendes Training hat und die Schrift sehr regelmäßig ist." Die Fehlerquote bei der Worterkennung durch KI liege inzwischen unter einem Prozent. "Wir könnten die Arbeit ohne diese Helfer nicht bewältigen." Wo künstliche Intelligenz in den Bibliotheken noch helfen kann, darüber hat Reinhard Altenhöner mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem gesprochen.
    5 min
  • Knochenjob Berufsschullehrer: Verwaltungsaufgaben nehmen zu, Probleme der Schülerschaft auch
    Eine Untersuchung des Berufsschullehrerverbandes Baden-Württemberg und der Uni Mannheim hat bestätigt, wie kräftezehrend es ist, an einer Berufsschule in Deutschland zu unterrichten. Zeitdruck, Bürokratie und verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler machen den Lehrkräften die Arbeit schwer. Das hat auch Christiane Andreae in SWR Aktuell bestätigt. Die Pädagogin arbeitet am beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen: "Nachmittags um vier merke ich, dass ich ganz viel gearbeitet habe, aber nichts von dem geschafft habe, was ich mir morgens vorgenommen hatte.“ So muss Liegengebliebenes oft nach Feierabend oder am Wochenende erledigt werden. "Das bekommen wir nicht bezahlt." Viele Schülerinnen und Schüler sprechen nach Angaben von Christiane Andrea wenig Deutsch und bringen Probleme von zu Hause mit. "Wir haben eine sehr hohe psychosoziale Verantwortung." Der Wunsch, sich um die Probleme der Schülerinnen und Schüler kümmern zu wollen, mache viel Arbeit. "Da wäre es schön, wenn wir dafür Verwaltungstätigkeiten abgeben könnten", sagte Christine Andrea im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    6 min
  • Lobbyverband: Bei der Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken wird Potential vergeudet
    Das Schienennetz ist in den vergangenen Jahren geschrumpft, der Bahnverkehr ist dagegen massiv gewachsen. Im Zuge der Verkehrswende sollen jetzt stillgelegte Strecken reaktiviert werden. Dirk Flege, Geschäftsführer beim Lobbyverband Allianz pro Schiene, sieht großes Potential, wie er in SWR Aktuell erklärte. Nur müsste es schneller gehen: "Hunderte Kilometer müssten reaktiviert werden, wenn es nur nach der volkswirtschaftlichen Sinnhaftigkeit ginge. Was wir bislang in Deutschland schaffen, ist aber nur eine einstellige Kilometerzahl. Mal wieder sind wir im Schneckentempo unterwegs und stehen uns mit unseren Regularien selbst im Weg." Zwar habe der Bund die Rahmenbedingungen verbessert. Vor allem hake es aber bei der Reaktivierung von Güterzugstrecken. "Hier gibt es keinerlei Förderprogramme. Und der große Flaschenhals im Personenverkehr ist die fehlende Zusage: Wer zahlt eigentlich für den Betrieb?" Hier müssten Bund und Länder Antworten finden, forderte Dirk Flege im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
    7 min

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