Eine Untersuchung des Berufsschullehrerverbandes Baden-Württemberg und der Uni Mannheim hat bestätigt, wie kräftezehrend es ist, an einer Berufsschule in Deutschland zu unterrichten. Zeitdruck, Bürokratie und verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler machen den Lehrkräften die Arbeit schwer. Das hat auch Christiane Andreae in SWR Aktuell bestätigt. Die Pädagogin arbeitet am beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen: "Nachmittags um vier merke ich, dass ich ganz viel gearbeitet habe, aber nichts von dem geschafft habe, was ich mir morgens vorgenommen hatte.“ So muss Liegengebliebenes oft nach Feierabend oder am Wochenende erledigt werden. "Das bekommen wir nicht bezahlt." Viele Schülerinnen und Schüler sprechen nach Angaben von Christiane Andrea wenig Deutsch und bringen Probleme von zu Hause mit. "Wir haben eine sehr hohe psychosoziale Verantwortung." Der Wunsch, sich um die Probleme der Schülerinnen und Schüler kümmern zu wollen, mache viel Arbeit. "Da wäre es schön, wenn wir dafür Verwaltungstätigkeiten abgeben könnten", sagte Christine Andrea im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.