SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Reformbewegung "Wir sind Kirche": Katholische Bischöfe sind schlicht zu lahm
    In Wiesbaden haben die Beratungen der Herbstvollversammlung der Deutschen Katholischen Bischöfe begonnen. Die Konferenz wird von kirchlichen Reformbewegungen kritisch beobachtet.
    Der Sprecher der Bewegung "Wir sind Kirche", Christian Weisner, wirft den Bischöfen große Trägheit in allen wichtigen Reformbereichen vor. Im Gespräch mit dem Radioprogramm SWR Aktuell sagte Weisner: "Wir brauchen überall eine Aufarbeitung, wir brauchen überall Kommissionen, die auch mit Betroffenen besetzt sind und wir brauchen überall Missbrauchsstudien. Und da sind die Bischöfe noch viel zu lahm." Der vorliegende Reformstau sei mit den Problemen der Deutschen Bahn gut vergleichbar, so Weisner weiter: "Wenn man jahrzehntelang nicht investiert und nichts tut, dann ist das ganze System so auf den Grund gefahren. Und genau da sehe ich derzeit die Katholische Kirche."
    Weisner forderte zudem die fünf Bischöfe, die zur Versammlung der Weltsynode in Rom reisen, auf, die Ergebnisse des deutschen Reformprozesses „Synodaler Weg“ proaktiv zu vertreten.
    6 min
  • Cyber-Krieg: Deutschland trainiert den Ernstfall
    Hacker greifen die staatlichen Einrichtungen in Deutschland an. Wie kann man darauf reagieren? Diese Fragen stellen sich auch die Teilnehmer der diesjährigen Lükex-Übung. Dabei spielen Bund, Länder, Bundeswehr und Verbände durch, welche Strategien nötig wären, um solche Angriffe abzuwehren. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands für den Schutz Kritischer Infrastruktur (BSKI), Hans-Walter Borries, sagt, dass der Föderalismus die Reaktion schwierig macht. "Da dieses Szenario ja nicht an Bundeslandgrenzen Halt macht, wäre es gut, wenn wir eine Durchsetzungsebene des Bundes hätten, die sich dann zentral dieser Thematik annimmt." Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt Borries auch, wie schwierig so ein Angriff zu simulieren ist.
    6 min
  • Baubranche: "Wer baut, legt drauf"
    Bauen in Deutschland ist gerade richtig teuer. Die Bauzinsen steigen, die Preise für Baumaterial auch und Handwerksbetriebe haben Personalprobleme. Das alles führt dazu, dass immer weniger Menschen bauen wollen. Das muss sich ändern, sagt der Hauptgeschäftsführer der Baubranche Baden-Württemberg, Thomas Möller, denn "wer baut, legt drauf". Vor dem heutigen Wohnungsbaugipfel im Kanzleramt fordert er mehr staatliche Förderprogramme, auch für den sozialen Wohnungsbau. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt Möller, wie kompliziert die aktuelle Lage ist und was helfen würde.
    5 min
  • Märchen: Mehr als nur Gutenachtgeschichten
    Rotkäppchen, Froschkönig und Aschenputtel - wohl jeder kennt hierzulande die großen deutschen Märchen. Aber Märchen gibt es natürlich weltweit: überlieferte Erzählungen, in denen Übernatürliches stattfindet. Wie die Märchen der verschiedenen Kulturen zusammengehören, was sie ausmacht - und was sie für Fantasy-Blockbuster von Harry Potter bis Herr der Ringe bedeuten - das wurde auf dem Jahreskongress der Europäischen Märchengesellschaft in Würzburg debattiert. Gesellschaftspräsidentin Sabine Lutkat schlägt im SWR Aktuell-Interview die Brücke zu den modernen Werken: "Die ganzen Fantasy-Bücher wären ohne den Rückbezug auf die tradierten Geschichten - die Sagen, Märchen, Mythen - gar nicht denkbar. Sie greifen alle auf diese bekannten Bilder zurück." Was den Zauber von Märchen ausmacht und warum wir sie noch heute brauchen - das erklärt Lutkat im Gespräch mit Moderatorin Vanja Weingart.
    6 min
  • Eine Frau, ein Wort: Handy
    Genau 40 Jahre ist es her, dass in den USA das erste kommerzielle Handy zugelassen wurde. Ein 4000 Dollar teures Motorola-Gerät. Unsere Kolumnistin Katharina Krüger hat sich gefragt, wann in der Geschichte des Handys die Geräte mal wirklich handy, also handlich, waren.
    2 min
  • Kolumne: Die Maske und das Déjà-vu
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat in dieser Woche Corona-Empfehlungen für den Herbst gegeben. Unser Autor Gerhard Leitner hat bei seinen Worten ein heftiges Déjà-vu mit Erinnerungen an die schlimmen Corona-Jahre erlebt und will dass so etwas nie wieder kommt.
    2 min
  • Frühstücks-Quarch: Politik und Moral
    Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche geht es um Politiker, die ans Gewissen appellieren. Das klärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    5 min
  • Grünen-Chefin Lang: Migranten sollen auf den Arbeitsmarkt
    Viele Städte wissen nicht mehr, wie sie Zuwanderer unterbringen und versorgen sollen. Grünen-Chefin Lang schlägt vor, sie auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Allerdings setzt sie auch auf konsequente Abschiebungen. Wie passt das zusammen? Das Interview der Woche mit Ricarda Lang hat Hauptstadtkorrespondent Oliver Neuroth geführt.
    25 min
  • Wieder mehr Nashörner in Afrika – kein Grund für zu viel Optimismus
    "In Afrika aber auch in Asien tobt ein Krieg, in dem kriminelle Banden sehr professionell mit Hubschraubern, mechanischen Waffen, Kettensägen eine Jagd auf die Nashörner machen, um ihr kostbares Horn auf dem Schwarzmarkt im asiatischen Raum zu verkaufen. Dem gegenüber stehen paramilitärische, fast militärische Schutzgruppen, die durch die Nationalparks und privaten Gehege organisiert werden, um die Nashörner vor solchen Übergriffen zu schützen", sagt Prof. Thomas Hildebrandt. Er ist Leiter der Abteilung Reproduktionsmanagement am Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung und Professor für Wildlife Reproduction Medicine an der Freien Universität Berlin. Die Jagd nach dem Horn hat dazu geführt, dass die Zahl der Nashörner über Jahre rückläufig war. Jetzt berichtet die Weltnaturschutzunion (IUCN) von Schätzungen, dass die Zahl der Nashörner in Afrika im letzten Jahr um 5 Prozent gestiegen ist. Für Hildebrandt ist das allerdings kein Grund für besonders viel Optimismus, denn in einigen Regionen habe die Wilderei "ganze Populationen ausgelöscht" habe. Dabei seien auch genetische Varianten verloren gegangen. Das könne nicht durch Züchtung kompensiert werden und führe dazu, dass die Tiere an sich empfindlicher werden.
    Was wirklich passieren müsste, um Nashörner effektiv zu schützen, erklärt Prof. Thomas Hildebrandt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun.
    5 min

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