Die Union will heute im Bundestag ihren sogenannten "Deutschland-Pakt" zur Migrationspolitik präsentieren. Darin fordert sie unter anderem, die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären. Diesen Vorschlag kritisiert die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Wenzel Michalski, Direktor von HRW Deutschland, sagt im SWR Aktuell-Interview: "Die Lage in diesen drei Staaten, - also Marokko, Algerien und Tunesien - ist sehr schlecht, was die Menschenrechte betrifft. Die Opposition wird in allen drei Staaten verfolgt. Journalisten werden verfolgt, die Zivilgesellschaft wird immer wieder gegängelt, zum Teil verboten. Parteien, die Demokratie fordern, werden als Terroristen abgestempelt, so zum Beispiel in Algerien. Und was die Flüchtlinge betrifft, die aus der Sub-Sahara-Region kommen, die werden auch unglaublich schlecht behandelt." Wie die Regierungen der Maghreb-Staaten versuchen, die EU in der Flüchtlingsfrage zu erpressen, erklärt Michalski im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.