Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Hoch hat erneut den bayerischen Ministerpräsidenten Söder und seinen Stellvertreter und Wirtschaftsminister Aiwanger kritisiert. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch beklagte Hoch, dass es über eine Woche gedauert habe, bis Aiwanger sich zu einer Entschuldigung durchringen konnte. Hoch hat deswegen ein Treffen zur Arzneimittelsicherheit in der kommenden Woche in Bayern abgesagt, an dem Aiwanger teilnehmen wird. Dabei soll es um den Pharma-Standort Deutschland gehen. „Im Moment würden wir bei dieser Konferenz, wenn Herr Aiwanger mit am Tisch sitzt, über nichts anderes reden als dieses menschenverachtende Flugblatt und sein Verhalten dazu.“ Das Flugblatt sei „pure Nazi-Propaganda“ und der Pharma-Standort Deutschland lebe auch davon, Fachkräfte aus dem Ausland zu bekommen. „Wenn aber die Gräueltaten der Nazis und die Verbrennungen von Menschen in Auschwitz wie eine Ferienreise angepriesen werden, dann hat das nichts mehr damit zu tun, Werbung zu machen für einen Standort Deutschland“, sagte Hoch.