
Sign up to save your podcasts
Or


Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller: „In den letzten 48 Stunden hat sich der Preis fast verdoppelt – das ist ein harter Schlag für alle Unternehmen, die am Spotmarkt Gas beschaffen müssen." Eine Versorgungslücke sieht er trotz der nur 20 Prozent gefüllten Gasspeicher derzeit nicht – private Haushalte mit Festpreisverträgen seien vorerst geschützt. Sein Fazit: „Alles steht und fällt damit, wie lange der Krieg, die Krise andauert."
Parallel läuft eine innenpolitische Debatte über Netzanschlüsse für Erneuerbare: Die Bundesnetzagentur will im Mai erste Ergebnisse vorlegen.
Donald Trump hat Friedrich Merz bei dessen Besuch im Weißen Haus demonstrativ als „Great Chancellor" gelobt. Im Mittelpunkt stand der Krieg im Nahen Osten. Bei den Themen Zölle und Ukraine-Krieg gab es keine konkreten Ergebnisse.
Der CEO.Table erscheint ab sofort zweimal wöchentlich; Redaktionsleiter Alex Hofmann beschreibt, welche Schwerpunkt es in Zukunft geben wird.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Der Iran schießt nach dem Tod Khameneis wild um sich. Die Hisbollah greift aus dem Libanon Israel an, die USA kündigen weitere Präzisionsangriffe an. Trump sagt „Whatever it takes“ und warnt, der Einsatz könne länger dauern als die geplanten vier Wochen. US-Außenminister Marco Rubio hat den Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen. Der Präsident habe alle Optionen.
Emmanuel Macron hält eine Grundsatzrede zur nuklearen Abschreckung. Frankreich will die Zahl seiner Atomsprengköpfe erhöhen, ein neues Atom-U-Boot bis 2036 bauen und ein Hyperschallraketen-Programm aufsetzen. Acht Partnerländer – darunter Deutschland, Polen und die Niederlande – könnten an französischen Atomübungen teilnehmen.
Friedrich Merz trifft als erster europäischer Regierungschef mitten in der Iran-Krise auf Donald Trump im Weißen Haus. Ursprünglich sollte es um Ukraine und Zölle gehen, doch die Lage im Nahen Osten dominiert.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Dieses Wochenende hat die Welt verändert: Die USA und Israel haben den Iran angegriffen und Religionsführer Ali Chamenei getötet. Was bedeutet das für den Iran, die Region und die Weltwirtschaft?
Die USA und Israel haben gemeinsam den Iran angegriffen und dabei Religionsführer Ali Khamenei getötet. In der Nacht hat es weitere Angriffe gegeben. Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Raketen auf Israel geschossen. Zum ersten Mal hat ein iranischer Angriff eine europäische Militärbasis erreicht – die britische Militäranlage auf Zypern ist von einer Drohne getroffen worden.
Die Journalistin und frühere Leiterin des Teheraner ARD-Studios, Natalie Amiri, beschreibt eine gespaltene Stimmung: Jubel der rund acht Millionen Exil-Iraner steht der Angst der Menschen im Land gegenüber, das Internet ist weitgehend blockiert. Dabei ist aus ihrer Sicht nicht ausgemacht, dass das Regime zusammenbricht. Rivalisierende Gruppen kämpften um die Nachfolge. Aber die Menschen im Iran seien bereit für einen Umsturz. „Sie sind so wütend, dass sie eine enorme Kraft und Macht dadurch haben – und dieser Graben zwischen Regime und Bevölkerung ist so groß und unüberbrückbar."
Der in Teheran geborene FDP-Politiker Bijan Djir-Sarai sieht eine echte Jahrhundertchance: „Die Menschen im Iran wollen die Abschaffung der Islamischen Republik. Eine Reform der Islamischen Republik ist nicht mehr möglich." Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, sei das Gesicht der iranischen Opposition und bereit, eine Übergangsregierung zu führen. Zur Debatte über die Rechtmäßigkeit der Angriffe auf den Iran sagt Djir-Sarai klar: „In der jetzigen Situation eine völkerrechtliche Debatte anzufangen ist aus meiner Sicht falsch – man sollte jetzt auf der richtigen Seite der Geschichte stehen, nämlich auf der Seite der Menschen im Iran."
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Altkanzler Olaf Scholz im Gespräch mit Sebastian Turner bei den Zeughausgesprächen des Deutschen Historischen Museums – über den Krieg in der Ukraine, die Zukunft Europas und seinen Weg in die Politik.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Friedrich Merz hat in Hangzhou das Robotik-Unternehmen Unitree besucht – ein Zentrum chinesischer KI-Entwicklung. Die Roboter dort können Treppen steigen, selbstständig in Hochhäuser vordringen und Brände bekämpfen – und zeigen, wie ernst China den Einsatz von Robotern als Antwort auf sinkende Geburtenraten nimmt.
Siemens-CEO Roland Busch begleitet die Kanzlerdelegation und beschreibt die Herausforderung nüchtern: China ist kein billiger Zulieferer mehr, sondern ein hochinnovativer, extrem kostensensitiver Markt – und die USA liefern immer wieder neue Zollüberraschungen. Beide Märkte sind für Siemens unverzichtbar, De-Risking sei kein Länder-Thema, sondern ein Prinzip der Diversifizierung. „Entscheidend ist, dass auch wir in Deutschland unseren Beitrag liefern und partizipieren. Aber da gibt es noch einige Hausaufgaben zu machen. Vor allem müssen wir schneller werden."
Adidas-Chef Bjørn Gulden sieht China als einen seiner wichtigsten Märkte: Adidas wächst seit drei Jahren zweistellig, produziert lokal für den lokalen Markt – und damit weitgehend unabhängig von Währungsschwankungen. Die politischen Gespräche zwischen der deutschen Wirtschaftsdelegation und der chinesischen Seite erlebte er als „super, super offen. Man redet ohne Skript und wirklich offen miteinander.“
Bund und Länder haben sich auf ein neues Krankenhausreformanpassungsgesetz geeinigt – das Ergebnis verwässert die ursprüngliche Reform von Karl Lauterbach erheblich. Table-Gesundheitsexpertin Magdalena Latz fasst zusammen: „Es zeigt sich, dass einfach nur wahnsinnig große Angst vor den Wählern besteht. Das Grundproblem ist, dass nur in Wahlperioden gedacht wird."
Olaf Scholz bei Table Today
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Beim Antrittsbesuch in Peking hat Bundeskanzler Friedrich Merz einen versöhnlichen Ton angeschlagen: strategische Partnerschaft, kein Konfrontationskurs. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen eindeutig die Wirtschaftsbeziehungen – Merz hat aber auch Chinas Einfluss auf Russland und den Krieg in der Ukraine angesprochen. Mit Kritik an seinen chinesischen Gastgebern hat sich Merz sehr zurückgehalten.
Direkt aus Peking berichtet Helene Bubrowski – und hat dort Bayer-CEO Bill Anderson getroffen, der mit der Wirtschaftsdelegation angereist ist. Bayer ist seit fast 150 Jahren in China aktiv und betreibt fünf Produktions- und fünf Innovationszentren. Anderson sieht China längst nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als Forschungspartner – Decoupling hält er für den falschen Weg.
Zurück in Berlin: Michael Bröcker hat mit Esra Limbacher gesprochen, dem Sprecher des Seeheimer Kreises. Der SPD-Fraktionsvize fordert einen echten Mentalitätswechsel: „Wir haben momentan ein System in Deutschland, das ist echt stark auf Kontrolle und Berichtspflichten ausgelegt. Da müssen wir einen Wechsel hinbekommen und sagen: Ich vertraue als Staat Bürgern und Unternehmen – und misstraue nicht in erster Linie." Die bisherigen Reformvorschläge aus der Union nennt Limbacher Stückwerk.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz hat beim traditionellen Zeughaus-Gespräch des Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums in Berlin auf vier Jahre Krieg in der Ukraine zurückgeblickt – befragt von Table.Media-Herausgeber Sebastian Turner. Der Ex-Kanzler sieht seinen Grundsatz „Putin must not win the war" erfüllt: Russland habe keines seiner Kriegsziele erreicht – weder die Demilitarisierung der Ukraine noch deren schnelle Einnahme – und die ukrainischen Streitkräfte hätten sich zur größten Armee Europas neben Russland entwickelt.
Das gesamte Gespräch mit Olaf Scholz hören Sie am Samstag in einer Sonderfolge von Table Today.
Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation vor allem eines getan: sich selbst gelobt. Im Mittelpunkt standen die innenpolitischen Errungenschaften, die er in seinem ersten Jahr der zweiten Amtszeit für sich reklamiert – Außenpolitik streifte er nur am Rande. Eine klare Ansage machte er allerdings in Richtung Teheran: Eine nukleare Aufrüstung des Iran werde er nicht tolerieren.
Martin Blessing ist Deutschlands oberster Investitionswerber. Friedrich Merz hat ihn im September vergangenen Jahres zum „Persönlichen Beauftragten für Investitionen“ ernannt.
Blessing arbeitet ehrenamtlich und ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Außenwirtschaftsfördergesellschaft GTAI. Im Gespräch mit Michael Bröcker berichtet er, was internationale Investoren derzeit wirklich bewegt: Sie richten den Blick stärker auf Europa und Deutschland.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Union und SPD haben sich offenbar auf einen Kompromiss zum umstrittenen Gebäudeenergiegesetz geeinigt: Die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen soll fallen, stattdessen kommt eine Grüngasquote für Energieversorger. Heute Abend soll der Kompromiss bei einem Treffen der Fraktionsführungen besiegelt werden.
Bundeskanzler Merz steht vor seiner wohl wichtigsten Auslandsreise bisher. Am Dienstag fliegt er nach China.
Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der teuersten weltweit, aber bei Weitem nicht das beste. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, sieht das größte Einsparpotenzial bei den versicherungsfremden Leistungen: Würden diese aus Steuermitteln finanziert, könnten die Beiträge deutlich sinken. Daneben plädiert er dafür, Kurzzeit-Krankschreibungen durch die Einführung von Karenztagen deutlich zu reduzieren. Skeptisch ist Gassen beim Hausarzt-Modell – er geht nicht davon aus, dass es das Gesundheitssystem spürbar entlasten würde.
Friedrich Merz hat einen weitgehend harmonischen CDU-Parteitag erlebt – und ein gutes Ergebnis: 91 Prozent der Delegiertenstimmen. Die Partei steht geschlossen hinter ihrem Kanzler. Hinter den Kulissen war die Stimmung differenzierter: Vor allem der Wirtschaftsflügel wünscht sich mehr Tempo – bei Steuersenkungen, beim Bürokratieabbau und bei den Sozialreformen. Laut gesagt hat das vor den anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aber niemand. Niemand will das Bild der Einigkeit trüben, um nicht Mitschuld zu sein, wenn es in den Bundesländern doch nicht reichen sollte.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Zu Gast ist Torsten Reil, Co-Founder und Co-CEO von Helsing – einem der wertvollsten europäischen Verteidigungstech-Start-ups. Reil war ursprünglich Biologie-Forscher in Oxford, bevor er NaturalMotion gründete, ein Spin-off, dessen Bewegungssimulationen in Spielen wie Grand Theft Auto oder Red Dead Redemption stecken.
Alex Hofmann, Redaktionsleiter des CEO.Table, spricht mit Reil über das rasante Wachstum von Helsing: Das Unternehmen wird nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit rund 12 Milliarden Euro bewertet.
Helsing rüstet den Eurofighter mit KI-Systemen auf, baut Kampfdrohnen und entwickelt einen autonomen Kampfjet, dessen Erstflug für 2027 geplant ist. Reil erklärt, warum Helsing bewusst mit europäischen Investoren gestartet ist und US-Kapital erst in späteren Runden aufgenommen hat – um die europäische Mehrheitseigentumsstruktur zu sichern.
Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
From the publisher's feed