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Eine Wunde heilt nicht, eine hartnäckige Bronchitis klingt trotz mehrerer Antibiotikatherapien nicht ab. Situationen wie diese können auf Bakterien zurückgehen, die gegen gängige Antibiotika resistent sind.
Antimikrobielle Resistenzen gehören zu den großen globalen Gesundheitsbedrohungen. Laut WHO-Daten war weltweit etwa jede sechste laborbestätigte bakterielle Infektion gegen eine Behandlung mit Antibiotika resistent. Sie erschweren die Behandlung von Infektionen, schränken Therapieoptionen ein und erhöhen das Risiko schwerer Krankheitsverläufe. Der falsche oder unnötige Einsatz von Antibiotika kann diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen.
In dieser Folge von TALK MIT DOC BARTELS spricht Dr. Andreas Bartels mit der Infektiologin und Immunologin Prof. Dr. Irit Nachtigall über die wachsende Gefahr durch multiresistente Keime.
Wie entstehen Antibiotikaresistenzen? Warum können resistente Erreger auch unabhängig von einem Krankenhausaufenthalt übertragen werden? Welche Missverständnisse gibt es rund um Antibiotikatherapien? Und wie können Ärztinnen und Ärzte Antibiotika gezielter einsetzen?
Prof. Nachtigall spricht über die Bedeutung einer sorgfältigen Diagnostik, den Umgang mit Reserveantibiotika und eine bessere Aus- und Weiterbildung. Sie erklärt außerdem, wie vernetzte Gesundheitsdaten dazu beitragen können, Resistenzen früher zu erkennen und die Behandlung gezielter zu steuern.
Das Gespräch macht deutlich, dass der Erhalt wirksamer Antibiotika eine Aufgabe ist, bei der Ärzteschaft, Patientinnen und Patienten, Forschung und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen müssen, damit bakterielle Infektionen auch in Zukunft behandelbar bleiben.
🎧 Die Folge gibt es jetzt auch als Podcast. Reinhören und mehr erfahren!
Infos & Links:
ℹ️ Hier geht es zur Video-Folge auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=xJenW4wpvdk
ℹ️ Informationen der Weltgesundheitsorganisation zu antimikrobiellen Resistenzen: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/antimicrobial-resistance
ℹ️ Zum globalen Aktionsplan der WHO gegen antimikrobielle Resistenzen für 2026 bis 2036: https://www.who.int/news/item/25-05-2026-the-world-health-assembly-adopts-updated-global-action-plan-on-antimicrobial-resistance-(2026-2036)
Wer gestaltet die Zukunft des ärztlichen Berufs? 🤔👨⚕️
Wenn es um Berufsrecht, Weiterbildung und die Rahmenbedingungen ärztlicher Arbeit geht, kommt der ärztlichen Selbstverwaltung eine zentrale Rolle zu. Doch sie kann nur gestalten, wenn sich Ärztinnen und Ärzte einbringen.
In der neuen Folge von TALK MIT DOC BARTELS spricht Dr. Andreas Bartels mit Sanitätsrätin Dr. Charis Eibl, Fachärztin für Chirurgie sowie Spitzenkandidatin der Liste „Fachärztliche Allianz“ bei der Ärztekammerwahl RLP, über die Zukunft der Ärztekammer – und darüber, wie die ärztliche Selbstverwaltung stärker mitgestaltet werden kann.
Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Digitalisierung und die zunehmende Verlagerung medizinischer Leistungen in den ambulanten Bereich stellen die Versorgung vor große Herausforderungen. Wie muss sich die ärztliche Selbstverwaltung darauf einstellen? Wie lassen sich unterschiedliche Interessen zusammenführen? Und wie kann die Kammer politisch sichtbarer werden?
Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der ärztlichen Weiterbildung. Wenn immer mehr Leistungen ambulant erbracht werden, muss Weiterbildung auch stärker in Praxen stattfinden können. Dafür braucht es verlässliche Strukturen, eine gesicherte Finanzierung und neue Verbundmodelle zwischen Kliniken und Praxen.
Dr. Charis Eibl erklärt außerdem, warum sich auch die Ärztekammer selbst verändern muss. Digitale und hybride Formate können das Engagement erleichtern und die Selbstverwaltung insbesondere für jüngere Ärztinnen und Ärzte sowie für Frauen zugänglicher machen.
Am Ende steht ein klarer Appell zur Kammerwahl: „Wenn wir es nicht tun, überlassen wir es anderen.“ 💪
Eine Folge über Mitgestaltung, die Zukunft der ärztlichen Weiterbildung und eine starke Stimme für die gesamte Ärzteschaft.
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Infos & Links:
ℹ️ Hier geht es zur Folge auf YouTube:
ℹ️ Mehr Informationen zur Kammerwahl:
Die Hitzewellen der vergangenen Wochen haben gezeigt, wie stark hohe Temperaturen unseren Alltag und unsere Gesundheit beeinflussen. Besonders für ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Schwangere und Kinder kann Hitze zu einer ernsthaften Belastung werden. Auch in den Arztpraxen ist der Klimawandel längst angekommen.
In unserer Folge von TALK MIT DOC BARTELS spricht Dr. Andreas Bartels mit Dr. Susanne Filfil, Kinder- und Jugendärztin sowie Gründerin und Vorsitzende von KlimaDocs e.V., über den Zusammenhang von Klimawandel und Gesundheit.
Welche Risiken entstehen durch häufigere Hitzeperioden? Wie können Asthma, Allergien, Infektionserkrankungen und psychische Belastungen dadurch verstärkt werden? Und was können Ärztinnen und Ärzte tun, um ihre Patientinnen und Patienten besser aufzuklären und zu schützen?
Dr. Filfil gibt Einblicke in die Arbeit der KlimaDocs und zeigt, wie Praxen Patientinnen und Patienten informieren und mit einfachen Maßnahmen einen Beitrag leisten können – von Hitzeprävention über den Umgang mit Medikamenten bis hin zu mehr Nachhaltigkeit im Praxisalltag.
Eine Folge über Hitzeprävention, ärztliche Verantwortung und die Frage, warum Klima- und Gesundheitsschutz untrennbar miteinander verbunden sind.
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ℹ️ Hier geht es zur Video-Folge auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=NKqlfPlLrR4
ℹ️ Mehr Informationen zu KlimaDocs e.V.: https://klimadocs.de/
Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch Suizid.
Hinter dieser Zahl stehen Menschen, die oft kurz zuvor noch Kontakt zum Gesundheitssystem hatten. Trotzdem wird über Suizidalität noch immer zu wenig gesprochen – aus Unsicherheit, Angst oder der Sorge, etwas Falsches zu sagen.
Doch kann eine direkte Frage nach Suizidgedanken tatsächlich helfen? Und welche Rolle spielen Ärztinnen und Ärzte bei der Prävention?
In der neuen Folge von „Talk mit Doc Bartels“ spricht Dr. Andreas Bartels mit dem Psychiater und Psychotherapeuten Prof. Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, über Suizidprävention im medizinischen Alltag. Gemeinsam beleuchten sie, warum das offene Ansprechen von Suizidgedanken Leben retten kann, welche Warnsignale ernst genommen werden sollten und wie Betroffene in Krisensituationen wirksam unterstützt werden können.
Prof. Lieb erklärt, warum die weit verbreitete Sorge, durch Nachfragen Suizidgedanken erst auszulösen, wissenschaftlich nicht haltbar ist. Stattdessen kann genau dieses Gespräch für Betroffene der entscheidende Schritt sein, um Hilfe anzunehmen. Im Fokus stehen außerdem Risikofaktoren wie Depressionen, Einsamkeit, Suchterkrankungen oder frühere Suizidversuche sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte, Angehörige und das persönliche Umfeld.
„Mit der Ansprache bringt man die Menschen nicht auf die Gedanken – die haben sie oft bereits“, sagt Prof. Lieb. Für ihn ist klar: Suizidprävention beginnt häufig mit Aufmerksamkeit, Zuhören und der Bereitschaft, schwierige Fragen zu stellen.
Oder: Ein Gespräch über Verantwortung, Aufmerksamkeit und den Mut, schwierige Fragen zu stellen.
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Wenn Sie selbst betroffen sind oder Hilfe benötigen: www.telefonseelsorge.de oder unter folgenden Rufnummern: 0800 1110111 oder 0800 1110222 oder 116123 – kostenlos und rund um die Uhr.
Seit der Teillegalisierung von Cannabis für den privaten Gebrauch am 1. April 2024 wird in Deutschland intensiv über Risiken, Jugendschutz und mögliche Folgen der Legalisierung diskutiert. Besonders die CDU/CSU kritisiert das Gesetz seit Beginn deutlich. Und mit dem kürzlich veröffentlichten zweiten Evaluationsbericht zum Konsumcannabisgesetz (KCanG) steht die Frage im Raum: Wird das Gesetz wieder zurückgenommen?
In der öffentlichen Debatte stehen dabei häufig Freizeitkonsum und gesellschaftliche Auswirkungen im Mittelpunkt. Deutlich weniger Aufmerksamkeit erhält dagegen die Frage, welche Rolle Cannabis heute bereits in der medizinischen Versorgung spielt und unter welchen Voraussetzungen es therapeutisch sinnvoll eingesetzt werden kann.
In der neuen Folge „Talk mit Doc Bartels“ spricht Host Dr. Andreas Bartels mit der Neurologin und Cannabis-Forscherin Prof. Dr. Kerstin Müller-Vahl über Chancen, Grenzen und Verantwortung beim Einsatz von Medizinal-Cannabis. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsgebiete wie chronische Schmerzen, neurologische Erkrankungen oder die Palliativmedizin sowie die Frage, wann Cannabis medizinisch sinnvoll eingesetzt werden kann.
Prof. Müller-Vahl erklärt außerdem, welche Folgen die Legalisierung für den Praxisalltag hat, warum Telemedizin-Plattformen kritisch gesehen werden und weshalb ärztliche Aufklärung wichtiger ist denn je. „Cannabis gehört in die Medizin – und raus aus der Ecke der Ideologie“, sagt Prof. Müller-Vahl. Für sie ist Cannabis keine Wundermedizin, sondern eine ergänzende Therapie, die verantwortungsvoll eingesetzt werden muss.
Das Gespräch beleuchtet zudem die aktuelle Forschungslage, fehlende klinische Studien und die politische Debatte rund um Cannabis in Deutschland. Eine zentrale Botschaft zieht sich dabei durch die gesamte Folge: Medizinische Entscheidungen brauchen Evidenz statt Ideologie.
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Immer funktionieren, immer weitermachen, immer für andere da sein.
Für viele Ärztinnen und Ärzte ist das gelebter Berufsalltag. Doch was passiert, wenn genau diese Haltung zur Belastung wird?
In der neuen Folge „Talk mit Doc Bartels“ spricht Host Dr. Andreas Bartels mit dem Stressmediziner und Resilienzexperten Dr. Matthias Weniger über ein Thema, das viele im Gesundheitswesen betrifft, aber oft zu selten offen angesprochen wird: die eigenen Grenzen.
Dr. Weniger erklärt, warum Ärztinnen und Ärzte häufig gelernt haben, ihre eigenen Bedürfnisse systematisch zurückzustellen, und weshalb genau dieses Muster langfristig krank machen kann. Er beschreibt, warum es so schwer ist, aus diesem Kreislauf auszubrechen, und welche Rolle dabei auch die Strukturen im Gesundheitswesen dabei spielen.
Im Gespräch geht es um konkrete Ansätze für mehr Resilienz im Alltag für Ärztinnen und Ärzte im Praxis- und Klinikalltag. Dr. Weniger zeigt, welche kleinen Veränderungen helfen und wie ein gesünderer Umgang mit Stress gelingen kann, ohne das Gefühl zu haben, aufzugeben.
Ein ehrliches Gespräch über Belastungsgrenzen, Verantwortung und die Frage, wie ein gesünderer ärztlicher Alltag wirklich aussehen kann.
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Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Medizin rasant. Was heute noch nach Zukunft klingt, ist in vielen Bereichen längst Realität, von der Diagnostik bis zur Therapieunterstützung. Doch was bedeutet das konkret für den ärztlichen Alltag und für die Versorgung von Patientinnen und Patienten?
In der neuen Folge „Talk mit Doc Bartels“ spricht Host Dr. Andreas Bartels mit dem Radiologen und KI-Experten Dr. David Werner über Chancen, Grenzen und offene Fragen rund um den Einsatz von KI im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Algorithmen die Medizin effizienter machen können, ohne dabei die ärztliche Verantwortung zu verdrängen.
Dr. Werner gibt Einblicke in seine tägliche Arbeit zwischen moderner Bildgebung und digitalen Anwendungen. Er erklärt, wie KI-Diagnosen beschleunigen kann, wo sie Ärztinnen und Ärzte entlastet und warum genau darin auch Risiken liegen. Sein Ansatz ist klar: Technologie soll unterstützen, nicht ersetzen!
Das Gespräch beleuchtet zudem zentrale Themen wie Haftung, Fehlerkultur und den Umgang mit wachsender technischer Abhängigkeit. Und es stellt eine grundlegende Frage: Was bleibt vom Arztberuf, wenn Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen und dabei teilweise sogar menschlicher wirken?
Eine differenzierte Einordnung eines Themas, das die Medizin nachhaltig prägen wird.
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Immer mehr Menschen brauchen psychotherapeutische Unterstützung. Gleichzeitig ist es für viele extrem schwierig, überhaupt einen Therapieplatz zu bekommen. Lange Wartezeiten sind für viele leider längst Realität.
Die Versorgung steht unter Druck – und aktuelle gesundheitspolitische Entscheidungen verschärfen die Lage zusätzlich. So hat der Erweiterte Bewertungsausschuss im März beschlossen, die Honorare für psychotherapeutische Leistungen ab April 2026 abzusenken. Ein Beschluss, der für zusätzliche Probleme sorgt, die am Ende vor allem die Patientinnen und Patienten treffen.
Deshalb wollen wir – anders als in unserer letzten Folge angekündigt – in unserer neuen Episode „Talk mit Doc Bartels“ über die Krise in der Psychotherapie sprechen. Zu Gast ist Dr. Andrea Benecke, Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, mit der Host Dr. Andreas Bartels über die Ursachen der Versorgungskrise spricht. Im Mittelpunkt stehen lange Wartezeiten für Patientinnen und Patienten, eine überholte Bedarfsplanung und offene Fragen bei der Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung.
Das Gespräch zeigt: Viele der Probleme sind seit Jahren bekannt. Doch durch die aktuellen politischen Entwicklungen gewinnen sie weiter an Brisanz, ohne dass praktikable Lösungen in Sicht sind.
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Eigentlich ist es paradox: Schwangerschaftsabbrüche sind medizinische Grundversorgung, aber in der Realität oft ein Hindernisparcours. Warum machen wir es betroffenen Frauen und ihren Ärztinnen und Ärzten in Deutschland immer noch so schwer?
Dr. Andreas Bartels spricht mit der Gynäkologin und Vorsitzenden von Doctors for Choice, Dr. Alicia Baier, über Versorgungslücken, Stigmatisierung und strukturelle Hürden. Das Thema ist aktueller denn je: Auch auf europäischer Ebene wird inzwischen darüber diskutiert, wie der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen gestärkt werden kann – ein klares Zeichen dafür, dass sich endlich etwas bewegen muss.
Ein offenes Gespräch über ein Tabu, das keines sein dürfte – medizinisch, gesellschaftlich und menschlich.
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ℹ️ Mehr Infos zu Doctors for Choice Germany auf der Webseite.
Gewalt gegen Kinder passiert jeden Tag – oft mitten in unserem Alltag, ohne dass wir es bemerken. In unserer neuen Folge „Talk mit Doc Bartels“ spricht KV RLP Vorstandsvize Dr. Andreas Bartels mit Kinderschutzexpertin Prof. Dr. Kathinka Beckmann über erschütternde Zahlen, verdrängte Realitäten und die entscheidende Rolle der Ärzteschaft.
16.000 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern, 43.000 digitale Missbrauchsdarstellungen, 10 polizeilich registrierte Misshandlungen pro Tag – das sind nur einige der erschreckenden Zahlen zum Thema Gewalt gegen Kinder. Prof. Dr. Beckmann schildert eindrückliche Fälle aus der Praxis – von subtiler Misshandlung bis zu lebensgefährlicher Vernachlässigung.
Der Talk zeigt klar: Kinderschutz beginnt beim Hinschauen. Ärztinnen und Ärzte spielen dabei eine wichtige Schlüsselrolle.
ℹ️ Hinweis: Die Folge thematisiert Gewalt gegen Kinder.
ℹ️ Die Zahlen sind vom Bundeskriminalamt und lassen sich hier abrufen.
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