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In dieser Folge von Talking Heads spricht Kuratoir Ingo Clauß mit der Künstlerin Anys Reimann. Anlass ist ihre Ausstellung Anys Reimann. Mirrorball, die aktuell in der Weserburg Museum für moderne Kunst zu sehen ist.
Anys Reimann erforscht in ihren Arbeiten das Spannungsfeld von Körper und Identität, kultureller Zugehörigkeit und Repräsentation. Im Podcast geht es um Collage und Skulptur, um Schwarze Frauenfiguren, Mode, Haut, Othering und Selbstermächtigung. Außerdem spricht Reimann über die Bedeutung von Musik, Film und Literatur für ihr Werk sowie über ARCHIPELAGO, den für die Weserburg entstandenen Schwarzen Garten aus dunkel- und schwarzblühenden Pflanzen. So entsteht ein Gespräch über Kunst als Raum für Vieldeutigkeit, Erinnerung, Widerstand und Verbindung.
Zur Ausstellung in der Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/anys-reimann-mirrorball/]
Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/
Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]
In der neuen Folge von Talking Heads spricht Radek Krolczyk mit Wolfgang Müller, Gründungsmitglied der Tödlichen Doris. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Ausstellung Die Tödliche Doris, die aktuell im Zentrum für Künstlerpublikationen in der Weserburg zu sehen ist.
Die Tödliche Doris bewegte sich zwischen Punk, Performance, Musik, Film und bildender Kunst und gehörte zu den prägendsten Künstler*innengruppen der Westberliner Subkultur der 1980er Jahre. Im Podcast geht es um die Entstehungsgeschichte des Kollektivs, das Arbeiten zwischen Kunsthochschule und Underground sowie um die Frage, wie Seh- und Hörgewohnheiten bewusst irritiert und herausgefordert wurden.
Zur Ausstellung in der Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/die-toedliche-doris/]
Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/
Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]
In der neuen Folge von Talking Heads spricht Anne Thurmann-Jajes mit José Brokken-Zijp. Als Sammlerin moderner und zeitgenössischer Kunst gibt sie Einblicke in ihre Sammelpraxis, die eng mit ihrer persönlichen Geschichte und ihrem gesellschaftlichen Engagement verbunden ist.
Im Gespräch geht es um ihren Weg in die Kunstwelt, das Sammeln von Künstler*innenpublikationen und die Rolle von Farbe und Monochromie in ihrer Sammlung. Außerdem spricht sie über ihren Einsatz für Gleichberechtigung, der bis vor den Europäischen Gerichtshof führte.
Zur Ausstellung in der Weserburg: https://weserburg.de/ausstellung/monochromie-zur-aesthetik-publizierter-kunst/
Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/
Anlässlich der Ausstellung Utopia Now! in der Weserburg Museum für moderne Kunst spricht die israelische Filmkünstlerin Yael Bartana (*1970) mit der Museumsdirektorin und Kuratorin Janneke de Vries über zentrale Themen ihrer Arbeit.
Yael Bartana ist spätestens seit ihrem Beitrag für den Deutschen Pavillon der Venedig Biennale in diesem Jahr in aller Munde. Die Weserburg Museum für moderne Kunst zeigt mit ihrer Einzelausstellung Utopia Now! bis zum 24. November 2024 einige ihrer raumgreifenden Filmarbeiten und Neonarbeiten – davon zwei als Neuproduktionen eigens für Bremen. Anlass genug, die israelische Filmkünstlerin zum Gespräch ins Podcast-Format Talking Heads einzuladen.
Was kann Kunst in Zeiten wie diesen für einen Beitrag leisten? Wäre ein Kinofilm eine nächste Option? Was hat Utopie mit Vergangenheit zu tun? Und was beeinflusst die eigene Arbeit? Das sind ein paar der Fragen, die Yael Bartana mit Janneke de Vries erläutert.
Yael Bartana ist derzeit Stipendiatin der Villa Massimo in Rom und bespielt den Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig ab April 2024 (gemeinsam mit dem Regisseur Ersan Mondtag). Ihre Arbeiten befinden sich in Sammlungen wie dem MoMA New York, dem Guggenheim Museum New York, der Tate Modern London, dem Van Abbemuseum Rotterdam, dem Centre Pompidou Paris uvm. Sie hatte Einzelausstellungen z.B. im Jüdischen Museum, Berlin (2021), Philadelphia Museum of Art (2018), Stedelijk Museum, Amsterdam (2015), in der Wiener Secession (2012), im Tel Aviv Museum of Art (2012), Moderna Museet, Malmö (2010) oder MoMA PS1, New York (2008). Ihr Werk war auf den Biennalen in São Paulo (2014, 2010, 2006), Berlin (2012), im Polnischen Pavillon in Venedig (2011) oder in Istanbul (2005), sowie auf der documenta 12 (2007) oder der Manifesta 4 (2002) zu sehen.
Zur Künstlerin: https://yaelbartana.com/
Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/
Kunst aus Beton. Anlässlich seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in der Weserburg spricht Kurator Ingo Clauß mit dem Künstler Martin Reichmann (*1989 in Bremerhaven, lebt in Bremen).
Im Mittelpunkt stehen ungeschliffene Betonskulpturen, die auf Kulturgüter verschiedener Epochen verweisen: Gebrochene Säulen, die nichts mehr tragen, abgeformte Objekte zwischen Alltagsfundstück, Antiken-Kitsch und künstlerischem Entwurf. Oder mit den Worten Reichmanns gesprochen: „ruinierte Relikte, lackierte Geschichte, kalzifizierte Gehirne.“ Für die Ausstellung verwandelte er den Projektraum kurzerhand zu einer Betongießerei und das Museum damit in eine Künstlerwerkstatt.
Im Gespräch gibt Martin Reichmann Einblicke in seinen künstlerischen Prozess: Warum Beton der Werkstoff seiner Wahl ist, wie er ihn entdeckte und was er damit verbindet. Auch der Einfluss von Techno und Musikkultur auf seine Arbeiten wird thematisiert.
Martin Reichmann studierte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und der Hochschule für Künste Bremen, wo er 2022 seinen Abschluss als Meisterschüler bei Ingo Vetter absolvierte. 2022 wurde Reichmann der Karin Hollweg Preis verliehen, einer der höchstdotierten Förderpreise aller Kunsthochschulen in Deutschland. Für seine Ausstellung in der Weserburg „Hyper!ons Epiphysis“ sind neue Arbeiten entstanden. Sie ist bis zum 22. September 2024 in Bremen zu sehen.
Zum Künstler: http://martin-reichmann.de
Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/
Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]
Hannah Villiger (1951-1997) war eine Schweizer Künstlerin, die über die Fotografie bildhauerischen Fragestellungen nachgegangen ist und dafür auf besondere Weise den eigenen Körper als Material eingesetzt hat.
Vom 1. Juli bis 8. Oktober 2023 ist in der Weserburg die Ausstellung "Hannah Villiger. Ich bin die Skulptur" zu sehen.
Mehr Infos zur Ausstellung in der Weserburg Weserburg: https://weserburg.de/ausstellung/hannah-villiger-ich-bin-die-skulptur/
Mehr über Hannah Villiger: https://www.hannahvilliger.ch/portrait
Anregungen und Fragen zum Podcast: [email protected]
Barbara Thumm, langjährige Galeristin, Weggefährtin und Verwalterin des Nachlasses von Teresa Burga, im Gespräch mit Weserburg-Direktorin Janneke de Vries. Im Podcast erzählt sie vom langen künstlerischen Weg, den Teresa Burga von ihrem Studium der Architektur in den 1950er Jahren bis zu ihren internationalen Ausstellungserfolgen über sechs Jahrzehnte später gegangen ist. Es geht auch um die politische und kulturelle Situation in Burgas Heimatland Peru und um die Frage, warum ihr Schaffen lange als "unperuanisch" galt. Oder um ihre künstlerischen Kernthemen, ihre nicht enden wollende Neugier und ihre persönliche Situation als bewusst unverheiratete und kinderlose Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Außerdem spielen Spazierstock und die Beweglichkeit der Hüfte eine nicht unwesentliche Rolle.
Das Schaffen der peruanischen Künstlerin Teresa Burga (1935-2021) blieb Jahrzehnte unter dem Radar des internationalen Kunstbetriebs, bevor um 2010 die überfällige (Wieder-)Entdeckung einsetzte - da war Burga bereits Mitte 70. Heute ist sie weltbekannt und gilt längst als eine der wichtigen Protagonist*innen von Pop Art und Konzeptkunst in Lateinamerika. Die Weserburg Museum für moderne Kunst gibt mit "Die Seiltänzerin" bis zum 6. November 2022 einen Einblick in das zeichnerische Oeuvre von 2012 bis zu ihrem Tod 2021 und kombiniert es mit Arbeiten auf Papier und einer raumgreifenden Installation aus den 1960er Jahren.
Mehr Infos zur Ausstellung in der Weserburg Weserburg: [https://weserburg.de/ausstellung/teresa-burga/https://weserburg.de/ausstellung/teresa-burga/
Zur Galerie Barbara Thumm: https://bthumm.de/
Anregungen und Fragen zum Podcast: [email protected]
Der Viersener Unternehmer Florian Peters-Messer ist Kunstsammler mit Leib und Seele. Mit der Weserburg Museum für moderne Kunst ist er seit 2018 eng verbunden, seit er in der Reihe „Junge Sammlungen“ unter dem Titel „What Paradise?“ Auszüge der Werke aus seinem Besitz vorstellte. Bis heute ist die Sammlung Peters-Messer immer dort ein wichtiger Partner für die Arbeit der Weserburg, wenn es um künstlerische Positionen geht, die Geschichte gegen den Strich bürsten und sich gesellschaftlich engagieren.
Mit Janneke de Vries spricht Florian Peters-Messer über engagierte Lehrerinnen, die Neurosen des Sammlers, den gesellschaftspolitischen Auftrag, den er mit seiner Sammlertätigkeit verbindet, den Wunsch, widerständiger Kunst eine Stimme zu geben, das Sammlerinnenkollektiv Art‘Us Collectors‘ Collective, das Interesse an kuratorischer Arbeit, die Neugier auf die Themen jüngere Künstlerinnen oder die Vorteile von Langsamkeit und Schärfe in zunehmendem Alter.
Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung.
Zur Sammlung Peters-Messer: https://www.sammlung-peters-messer.com/
Zum Art‘Us Collectors‘ Collective: https://www.art-us-collective.com/
Mehr Infos zur Weserburg: https://weserburg.de/
Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]
Der Literatur- und Kunstwissenschaftler Christoph Benjamin Schulz aus Wuppertal im Gespräch mit Bettina Brach vom Zentrum für Künstlerpublikationen. Gemeinsam kuratierten sie die Ausstellung „Skulpturale Poesie“, die noch bis zum 14. August in der Weserburg zu sehen ist.
Der Podcast wird gefördert durch die VGH Stiftung.
Mehr Infos zur Ausstellung unter: https://weserburg.de/ausstellung/skulpturale-poesie/
Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]
Anlässlich ihrer großen Einzelausstellung in der Weserburg spricht Direktorin Janneke de Vries mit Silvia Bächli (*1956 in Baden, lebt in Basel). Die Schweizer Künstlerin gilt als eine der wichtigsten zeichnerischen Positionen ihrer Generation. Seit 40 Jahren bereichern ihre Arbeiten in Tusche, Kohle, Pastellkreide oder Gouache die älteste Gattung der Bildenden Kunst mit neuen und unerwarteten Impulsen.
Im Gespräch gibt Silvia Bächli faszinierende Einblicke in den künstlerischen Prozess: Wie entstehen ihre Zeichnungen? Welche Impulse sind wichtig? Wie reagiert sie auf die Räume, in denen sie ausstellt? Neben dem zeichnerischen Werk geht es dabei auch um eine neuere Gruppe kleinformatiger Skulpturen, die ebenfalls in der Ausstellung in Bremen zu sehen ist und das Werk auf besondere Weise ergänzt und fortführt.
Silvia Bächli ist in bedeutenden öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. befinden sich Arbeiten im Kunstmuseum Basel, im Centre Georges Pompidou in Paris oder auch im New Yorker MoMA, um nur einige wenige Sammlungen hervorzuheben. Neben den zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen hat die Künstlerin 2009 die Schweiz auf der Biennale in Venedig vertreten. Sie war darüber hinaus 24 Jahre lang Professorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
Der Podcast wird gefördert durch die VGH-Stiftung.
Zur Künstlerin: https://www.silviabaechli.ch
Mehr Infos zur Weserburg unter: https://weserburg.de/
Fragen und Anregungen zum Podcast unter: [email protected]
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