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Dem Konstrukt Corporate Purpose werden viele Fähigkeiten zugesprochen, wie z.B. im Employer Branding, in der Innovation, als Marken-Differenziator und auch in der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens. Selten aber wird Corporate Purpose als Treiber für eine grundlegende Transformation herangezogen, obwohl es nahe liegt, dass Purpose für große Veränderungsprozesse ein entscheidender Treiber sein kann. Philip Morris zeigt, wie es gehen kann. Die Tabakindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Philip Morris hat sich als erster Player in der Branche entschieden, den Wandel aktiv zu gestalten und damit weder sinkenden Marktanteilen im klassischen Tabakgeschäft nachzutrauern, noch anderen Playern die dringend notwendige Neuerfindung des Konsums von Tabakprodukten zu überlassen.
“If you don’t smoke, don’t start. If you smoke, quit. If you don’t quit, switch.”
Wo früher Scharen an Marketeers mit allen verfügbaren Mitteln der Werbung die Marktanteile von Marken wie Marlboro, L&M, Players und vielen mehr gepusht haben, arbeiten heute in der Schweiz 400 Wissenschaftler an Produkten, die weniger schädlich sind, als der klassische Tabakkonsum. Die neue Marke iqos, mit der Tabak nicht mehr verbrannt, sondern lediglich erhitzt wird, vermarktet Philip Morris unter der Leitidee: If you don’t smoke, don’t start. If you smoke, quit. If you don’t quit, switch.Unter dem Corporate Purpose „Delivering a smokefree future“ wird heute der gesamte Konzern durch die Transformation geführt. Erfahren Sie in dieser Episode von meinem Gast Markus Essing, Geschäftsführer von Philip Morris Deutschland, welche Strahlkraft der Corporate Purpose bei Philip Morris über die letzten Jahre entwickelt hat, welchen Anteil er an dem gigantischen Transformationsprozess des Unternehmens hat und wie sich Philip Morris von einem Konsumgüterhersteller zu einem Direktvertrieb mit eigenen Verkaufsstellen und technischem Kundendienst entwickelt hat. Wir diskutieren die Bedeutung der kritischen Stimmen zum Corporate Purpose bei Philip Morris und sprechen über „die guten alten Zeiten der Marlboro-Werbung“ und warum die Marke nicht die Leitfigur einer rauchfreien Zukunft sein kann.
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Imke Grassau-Zetzsche – Head of External Affairs Deutschland, Österreich, Schweiz bei Unilever
In dieser Episode werdet ihr Zeuge einer Revolution: dem ersten Projekt einer Hamburger Kreislaufwirtschaft. Sie begann bei einem Kaffee auf einem Netzwerktreffen zum Thema Nachhaltigkeit und entwickelte sich zu einem Roundtable in Sachen regionaler Kreislaufwirtschaft, der erstmals alle relevanten Akteure im Rahmen eines konkreten Projektes zusammenbrachte. Das Ergebnis: Heute ist ein echtes „Bottle-to-Bottle“ Produkt im Hamburger Handel erhältlich, das zeigt, wie es möglich ist, einen Kreislauf wirklich zu schließen. Erfahrt in dieser Folge von unseren vier Gästen alles, was auf diesem revolutionären Weg passiert ist.
Breite Kooperation für die Kreislaufwirtschaft
Hinter der „Innovative“ steckt eine Kooperation von insgesamt 5 Unternehmen und Institutionen: die Stadtreinigung Hamburg, der Umweltdienstleister Veolia, der Konsumgüterhersteller Unilever, die Hamburger Drogeriemarktkette BUDNI und die Technische Universität Hamburg. Unter dem Slogan „Wirklich wirksam recyceln“ ist jeder Partner für einen wesentlichen Aspekt in Sachen Kreislaufwirtschaft verantwortlich. Jeder Akteur hatte auf seinem Teilgebiet schon Expertise aufgebaut. Doch dieses blieb bisher meist im eigenen Silo. Damit sollte durch Hamburgs Wertstoff Innovative Schluss sein: „Nicht mehr reden, sondern machen!“ – so kamen erstmals Privatwirtschaft, kommunaler Träger und Wissenschaft zusammen, um ein marktreifes kreislaufbasiertes Produkt zu realisieren.
Zu kaufen unter Unilever-Marke 7 Generationen
Kern des Projektes ist die Herstellung einer Verpackung aus 100 % ‚echtem‘ Post-Consumer-Rezyklat (PCR), das aus den Gelben Säcken oder Wertstofftonnen der Region Hamburg stammt und ohne Beimischung von Rezyklaten aus Produktions-/Industrieabfällen auskommt. Zu kaufen gibt es das Ergebnis als Flüssigwaschmittel im Sortiment der nachhaltigen Unilever-Marke „7 Generationen“. Von der Idee bis zum fertigen Markenprodukt mussten einige Hürden genommen werden. Denn es ging nicht nur um die Optimierung einzelner Teilaspekte, sondern um die gemeinsame Schaffung eines Produktangebotes, das Konsumenten überzeugt. Alle Beteiligten konnten und mussten viel voneinander lernen, um neue Standards zu etablieren oder auch mal Kompromisse zu machen. So sind nämlich auch für den Konsumenten scheinbar banale Aspekte wie die Farbe der Verpackung oder die Tatsache, dass die Flasche einen Griff hat, unter Gesichtspunkten der Kreislaufwirtschaft von großer Bedeutung.
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Unser Gast: Mattias Weser, Gründer und Brand Manager bei Kushel.
Vor drei Jahren setzten sich Mattias Weser sowie die Zwillingsbrüder Jim und John Tichatschek das Ziel, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Jim Tichatschek vertrieb bereits die fair produzierten Rucksäcke von „Ethnotek“ in Deutschland. Der Fokus der eigenen Marke sollte stärker auf Nachhaltigkeit liegen. „Wir wollten etwas bewegen“, so Weser, „und zugleich ein Produkt erschaffen, mit dem wir den Mainstream begeistern können.“
2018 startete das Gründertrio sein Business mit einer Kickstarter-Kampagne, die ersten Handtücher wurden im folgenden Frühjahr ausgeliefert. Das Nachhaltigkeitsziel der Gründer ist ambitioniert und klar formuliert. Kushel möchte sich als erste klima- und ressourcenpositive Textilmarke der Welt etablieren und so einen neuen Standard in der Textilindustrie setzten.
Das Kernprodukt von Kushel ist ein hochwertiges Handtuch, bei dessen Herstellung – wie auch bei allen anderen Produkten von Kushel – mehr Ressourcen an die Umwelt zurückgegeben werden, als bei der Produktion benötigt werden. Neben einer umweltschonenden Herstellung durch Verwendung von nachhaltigen Materialien wird die Produktion zusätzlich mit einem Windparkprojekt und der Finanzierung von Regengewinnungs-, Filtrations- und Grundwasserprojekten kompensiert. Mit 2 gepflanzten Bäumen pro Handtuch werden außerdem neue Ressourcen erschaffen. Mit Stand heute wurden bereits knapp 200.000 Bäume gepflanzt.
In dem Gespräch zusammen mit Annette und Christoph wird neben unterschiedlichsten nachhaltigen Aspekten auch auf den Wert einer Marke eingegangen und warum diese der größte Werttreiber eines Unternehmens ist. "Ihr müsst euch trauen zu innovieren" - unter diesem Leitwort erwarten euch spannende Minuten mit interessanten und aufschlussreichen Gesprächen.
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Unser Gast: Jan Fischer, Geschäftsführer und Gesellschafter der Hamburg Towers
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Unser Gast: Henning Werner, Director People & Change bei Ramboll Management Consulting.
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Unser Gast: Sina Helmke, B Leaderin und Gründerin der Business-Beratung 4Changemakers
Sina ist die erste deutsche B Leaderin. Sie unterstützt in dieser Funktion Unternehmen auf dem Weg zu einer B Corp Zertifizierung. Diese Zertifizierung zeichnet Unternehmen aus, die Purpose und Profit verbinden bzw. sich dieses Ziel gesetzt haben. Dahinter steht das internationale Netzwerk B Lab, deren deutsche Organisation gerade dieses Jahr gegründet wurde. Die Bewegung findet in den letzten Jahren immer mehr Anhänger und ist eine erprobte und populäre Möglichkeit, eine unabhängige Evaluation von Nachhaltigkeits- und purpose-orientierten Aktivitäten von Unternehmen durchzuführen.
Einen Großteil der „B Corps“ machen aktuell noch kleine und mittlere Unternehmen aus. In Deutschland gehören dazu u.a. die Food- und Hygienemarke Share, Einhorn Kondome oder die Suchmaschine Ecosia. International bekannt und ein echter Nachhaltigkeitsvorreiter ist Patagonia. Das Interesse, eine B Corp zu werden, steigt aber auch bei internationalen Konzernen. Beispiele dafür sind Danone oder der Weltmarktführer für Aromen, Givaudan aus der Schweiz. Im Podcast gehen wir mit Sina u.a. auf diese Entwicklungen im Detail ein. Was motiviert Unternehmen allgemein und nun auch Konzerne im Speziellen, sich zertifizieren zu lassen? Wie verläuft der Zertifizierungsprozess genau und welche Themen stehen dabei unter Beobachtung? Ein wichtiges Merkmal des Assessments ist es, dass man als Unternehmen am Ende eine Punktzahl bekommt, es also nicht nur um eine Dokumentationsfunktion geht. Sina kann durch ihre Arbeit als B Leaderin zu diesen Fragen detaillierte Einblicke geben.
Die B Lab Bewegung steht in enger Verbindung zum Konzept von Corporate Purpose und Stakeholder-Kapitalismus. Diese Beziehung besprechen wir im Podcast. Ein Schwerpunkt ist dabei die Unterscheidung von purpose-basiert gegründeten Unternehmen und solchen, die sich in Richtung Purpose wandeln wollen. Gerade für Letztere bieten die ersten Schritte der B Corp Zertifizierung eine gute Möglichkeit zu Standortbestimmung, um sich davon ausgehend gezielt Richtung einer erfolgreichen Zertifizierung voran arbeiten zu können. Den Abschluss der Folge bildet eine Diskussion darüber, wie Purpose nicht nur auf dem Papier, sondern in Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette Realität werden kann.
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„Kaffee trinkend Gutes tun“ – wer würde das nicht gerne. Mit Bean United ist das jetzt in vielen hiesigen Unternehmen wie der Allianz, der Munich Re oder auch in allen Filialen von Dean & David möglich. In unserem Podcast berichtet Thomas Greulich, wie er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Philipp ‚Bean United – The Social Coffee Company‘ gegründet hat.
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Unsere Gäste von der DNV GL Group: Ulrike Haugen, Chief Communications Officer und Dr. Björn-Olaf Borth, Country Chair Germany.
"Purpose" als Hype-Thema? Nicht für DNV GL, die weltweit führende Klassifizierungs- und Zertifizierungsgesellschaft und ein bedeutender Beratungsdienstleister für technische Sicherheit sowie Risikomanagement. Das Unternehmen, in heutiger Form entstanden 2013 aus der Fusion von Det Norske Veritas und dem Germanischen Lloyd, kann auf über 150 Jahre purpose-orientiertes Wirtschaften zurückblicken. Entsprechend facettenreich ist die Rolle, die Corporate Purpose bei DNV GL spielt: Als Anker der Unternehmensstrategie, Kern-Thema der Kommunikation, als Treiber für Innovationen und neue Geschäftsfelder und noch einiges mehr. Nicht zuletzt wurde die DNV GL von den Vereinten Nationen ausgewählt, den Fortschritt des Wirtschaftssektors hinsichtlich der Sustainable Development Goals zu analysieren!
Hier könnt ihr den UN Global Compact 20th Anniversary Report herunterladen, den DNV GL in diesem Jahr für die Vereinten Nationen zum Fortschritt der Sustainable Development Goals erstellt hat.
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