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Hiob ist glücklich. Er hat eine große Familie und viel Kohle. Nach und nach wird ihm alles genommen. Mit Marlen Bunzel, Professorin für Altes Testament, sprechen wir über Vorwärtslösungen und Rückwärtsirrungen, übers Klagen und Be-klagen und darüber, wie man selbstbewusst verlieren kann.
Es sieht aus wie ein festliches Abendessen. Das ist es auch, aber nicht nur. Für die wenigen Stunden des gemeinsamen Essens hat die Performance-Künstlerin Franziska Pierwoss bis zu einem Jahr gearbeitet. Sie glaubt: Nur wenn Menschen wirklich persönlich miteinander zu einem Thema in Austausch kommen, kann sich etwas bewegen. Frohe Ostern!
Es sieht aus wie ein festliches Abendessen. Das ist es auch, aber nicht nur. Für die wenigen Stunden des gemeinsamen Essens hat die Performance-Künstlerin Franziska Pierwoss bis zu einem Jahr gearbeitet. Sie glaubt: Nur wenn Menschen wirklich persönlich miteinander zu einem Thema in Austausch kommen, kann sich etwas bewegen. Frohe Ostern!
„Martyrologium“ heißt der Gesang, der vor der Christmette in der dunklen Kirche gesungen wird. Aber der Name ist irreführend. Denn um Märtyrer geht es darin überhaupt nicht. Vielmehr führt eine Stimme durch die Zeiten – von der Entstehung der Welt bis zur Geburt Jesu. Von Kindesbeinen an begann auch für Christoph Karlson das Christfest mit diesem Gesang. Und die Erkenntnis: Es ist wahrhaft geschehen. Frohe Weihnachten!
Ihr Arbeitsfeld ist die Weltkirche: Myriam Wijlens. Sie arbeitet in einer Fülle von Gremien, in denen sich einfache Gläubige genauso wie Kardinäle darüber verständigen, wie der katholische Glaube auf der Welt konkret gelebt wird. Dass diese unterschiedlichen Gesichter des Christentums eine Gemeinschaft bilden, sie jeweils zur Geltung kommen und wie sie sich gegenseitig bereichern können, ist immer wieder herausfordernd und beglückend. Das Geheimnis dahinter? Myriam Wijlens antwortet gut gelaunt: Zuhören. Fragen, ob man richtig verstanden hat. Und nicht zu urteilen.
Die „Jahrestage“ von Uwe Johnson waren eine umwerfende Lektüreerfahrung für Hille Haker, Professorin für Ethik in den USA. Erinnern und Vergessen ist notwendig. Genauso, wie die Erinnerung lebbar zu machen – wie eine Katze springt sie einen an und kommt nicht unbedingt, wenn man nach ihr ruft.
Erinnerung kann es nicht geben ohne Vergessen. Aber vielleicht ist ja auch das Umgekehrte richtig: dass es Vergessen nicht ohne Erinnern gibt. Vergessen ist etwas anderes als das aktive Verschweigen, bei dem etwas nichtzur Sprache gebracht wird. Zwischen diesen Polen bewegt sich unser Tauchgang.
Als 1979 die erste Folge der Hörspielserie Die drei ??? mit den Detektiven Justus, Peter und Bob veröffentlicht wurde, war unser Gast gerade geboren und die Mauer stand noch. Die Mauer fiel, und Jakob Deibl wurde Benediktinermönch, Philosoph und Theologe. Als er die drei Detektive und ihre Kriminalfälle mit 44 Jahren wieder entdeckt, sind diese nicht gealtert – und noch immer spannend und witzig. Gemeinsam tauchen wir in die Welt der ???.
Etty Hillesum, 27 Jahre jung, jüdisch, Studentin und beseelt von dem Wunsch, Dichterin zu werden, beginnt im Jahr 1941 in Amsterdam ihr Tagebuch. Es gibt Zeugnis von einer unkonventionellen und sinnlichen Frau, die mit radikal ehrlichem Blick auf sich selbst auf der Suche nach Gott ist. 84 Jahre später nimmt ihr Tagebuch uns beim Lesen den Atem. Denn Etty Hillesum kämpft darum, die Schönheit der Welt in einer schrecklichen Zeit wahrzunehmen – und auf poetische Weise mit allen zu teilen. Isabella Bruckner berichtet uns von ihrer Entdeckung dieses lyrischen Tagebuchs.
Als einer ihrer Studierenden als Mitglied der „Letzten Generation“ für 15 Tage in Präventionsgewahrsam kommt, wird Claudia Paganini aktiv: Die Professorin für Medienethik, Theologin, Philosophin und Kommunalpolitikerin beschreibt ihren persönlichen „Kipppunkt“ aus der Resignation. Seither fordert sie in einer Petition von ihren wissenschaftlichen Kolleg:innen, nicht in der Loge sitzen zu bleiben, sondern aktiv zu werden, die Stimme zu erheben – und das Engagement der jungen Menschen zu unterstützen.
Achtung, Nerd-Content! Margareta Gruber ist Forscherin, ihr Spezialgebiet ist das Evangelium nach Johannes. Ihre jahrzehntelange Arbeit führte sie zu einer erstaunlichen Entdeckung: Der Tod Jesu am Kreuz lässt sich wie eine Geburt lesen. Sie nimmt uns mit auf einen unwiderstehlichen Ritt durch ihre komplexe und aufregende Lesart des Johannesevangeliums…
Nächster Live-Tauchgang am 19. März 2025 um 20 Uhr im Club der polnischen Versager, Berlin.
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