"Wir haben es geschafft!" sagt Renas Sido - und meint mit "wir" die Deutschen und die Geflüchteten. Als syrischer Kurde ist er im so genannten Flüchtlingssommer 2015 über die Balkanroute gekommen und fühlt sich heute als deutscher Kurde. Denn längst spricht Renas fließend Deutsch, hat einen Job im sozialen Bereich und fühlt sich in Neuss am Niederrhein zu Hause.
Dass es mit seiner Integration so gut gelaufen ist, sagt er, verdankt er maßgeblich der "Aktion Neue Nachbarn", der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln. Denn katholische Flüchtlingshelferinnen haben ihm gerade am Anfang sehr geholfen.
Heute will Renas Sido selbst Deutschland etwas zurückgeben und setzt sich für ein besseres Miteinander der Menschen hier ein. Er berät andere Geflüchtete, arbeitet für eine inklusive Gesellschaft und auch für den Dialog zwischen arabischstämmigen Jugendlichen und Juden. Dass sich die Stimmung Migranten und Asylantinnen gegenüber in den letzten Jahren stark verschlechtert hat, schmerzt ihn sehr.
Auch was er populistischer Hetze entgegensetzt, erzählt Renas Sido in der neuen Folge von "Himmelklar".