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Bei Tauziehen steht der Service-Gedanke im Mittelpunkt: komplexe Themen verständlich machen, Hintergründe beleuchten und Lust auf einen eigenen Deep Dive wecken. Genau darum geht es auch in der aktuellen Folge.
Diesmal nehmen Nina und Nico die umfangreiche Studie „Rechtsextremismus im Sport – Wissensstände, Leerstellen, Gefahrenlagen“ in den Blick. Und wer könnte besser darüber sprechen als der Autor selbst?
Robert Claus ist zu Gast bei Tauziehen und berichtet im Gespräch von zentralen Erkenntnissen seiner Untersuchung: Wo zeigt sich Rechtsextremismus im Sport? Gibt es Sportarten, die besonders gefährdet sind? Und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für Vereine und Verbände?
Eine spannende und aufschlussreiche Folge – hört rein und lasst uns gerne euer Feedback da!
Links und Hinweise:
Nina und Nico sind zurück! Und sie sprechen über die Themen, die sie über den Sommer bewegt haben. Mit dabei: das Evergreen Rassismus im Fußball, Frauenfeindlichkeit und kuriose Dildowürfe, Kampfsport und Diktatoren. Also wieder einmal "supersoftes" Programm, verdaulich verpackt.
Den Einstieg in diese Folge finden sie aber über Nicos sportliche Entdeckungen in Irland und Ninas arbeitsreichen Sommer.
Eine Folge voller aktueller Schlaglichter, ernster Analysen und ungewöhnlicher Geschichten – gewohnt kritisch, persönlich und mit vielen Impulsen für die Praxis im organisierten Sport.
Nach der Sommerpause ist klar: Nina und Nico haben wieder jede Menge Gesprächsstoff – und laden euch ein, mit ihnen gemeinsam die großen und kleinen Geschichten zwischen Sport und Politik zu entdecken.
Links und Hinweise:
Und:
Sowie unsere Tauziehen-Folgen zu Rassismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus.
Na, Koalitionsvertrag schon gelesen? Ist ja bereits ein paar Tage alt, das Werk. Und liegt sogar im Bahnhofbuchladen als Magazin zum Kauf bereit, hat Nina entdeckt. Kurios.
Links und Hinweise:
Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD "Verantwortung für Deutschland"
Kommentierung DBJR zum Koalitionsvertrag 2025-2029
Kommentierung dsj: „Wir sehen im Koalitionsvertrags sowohl positive Ansätze als auch offene Punkte."
Kommentierung DOSB: Koalitionsvertrag: Verantwortung für ein fittes Deutschland
Piratensender Powerplay Folge zum Koalitionsvertrag
Neue Fachausschüsse im Bundestag - Vorsitzverteilung
Tagesschau Beitrag: AxD-Gutachten Bundesamt für Verfassungsschutz
In der letzten Folge haben sich Nico und Nina mit Rassismus im Sport beschäftigt. Ihnen war es wichtig, die Wurzeln des Rassismus noch tiefer zu beleuchten. Deshalb widmet sich die aktuelle Folge dem Thema „Sport und Kolonialismus“. Dazu haben sie die Ethnologin und rassismuskritische Bildnerin Rachel Etse eingeladen.
Im Gespräch mit Nico wirft sie Schlaglichter auf historische Kontinuitäten und rassistisches Wissen, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Dabei geht es um Schuldabwehr, das Verdrängen von Vorfällen und den Versuch, diskriminierende Handlungsweisen an den Rand der Gesellschaft zu schieben. Rachel und Nico sprechen aber auch über Möglichkeiten und Chancen für eine strukturierte Auseinandersetzung mit diesem Thema, die sich durch eine tiefere Beschäftigung mit dem Kolonialismus eröffnen.
Das Gespräch wird ergänzt durch Impulse von Ronny Blaschke, Sportjournalist und Autor des Buches „Spielfeld der Herrenmenschen“.
Hört rein und lasst uns gerne euer Feedback da!
Links und Spannendes:
Website: ROOTS against racism in Sports
Link zum Buch "Spielfeld der Herrenmenschen" von Ronny Blaschke, bei der bpb.
Informationen zur Lesereise zum Buch.
Glossareintrag von Ida e.V. zu Kolonialismus, mit etwas Scrollen :)
Wieder ein spannendes Wortschatz-Häppchen in unserem noch frischen Tauziehen-Format! Und noch einmal ein B, nach B wie Beteiligung nun B wie BIPOC.
In dieser kurzen Folge erfahrt ihr, was dieses Wort heißt, schließlich wird es auch durch uns in den Tauziehen-Folgen immer wieder genannt.
Wenn ihr die Folge nachlesen wollt, findet ihr hier das Text-Manuskript. Weiter unten sind dann, wie immer, Links zu weiteren Informationen zusammengestellt.
B wie BIPoC
OK, BIPoC, das Wort klingt erst einmal ungewohnt. BIPoC ist ein Akronym, also eine Abkürzung, die aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter besteht und als eigenes Wort ausgesprochen wird.
B für Black, also Schwarz. Schwarz ist nicht die Farbe der Haut oder ein Adjektiv, sondern eine politische Selbstbezeichnung. Um das zu verdeutlichen wird Schwarz auch groß geschrieben. Und weiß - als Beschreibung einer sozialen Position - klein und kursiv. Es geht also nicht um biologische Merkmale, sondern um politische Realitäten, Privilegien und Macht.
I für Indigen ist ein Sammelbegriff.
PoC oder P o C bedeutet "People of Colour", also Menschen, die nicht als weiß oder deutsch wahrgenommen werden und sich selbst nicht so definieren. Im Singular kann man Person of Colour nutzen oder, die weibliche Form beispielsweise: Woman of Colour.
BIPoC insgesamt ist also eine politische Selbstbezeichnung rassistisch diskriminierter Personen. Rassismus findet auf persönlicher Ebene und strukturell statt. Beides finden wir auch im Sport in Deutschland.
Seid ihr unsicher, wie ihr eine Person ansprecht? Meist völlig verständlich, einfach höflich nachfragen. Denn, wie sagte Aminata Touré, Politikerin und erste afrodeutsche Landtagsvizepräsidentin: „Es fehlt nicht an Schwarzen, die sprechen, sondern an Weißen, die zuhören.“
Kennt ihr eigentlich die Neuen Deutschen Medienmacher? Sie haben schon lange ein Glossar erstellt, das Begriffe erklärt und einordnet.
Shownotes:
Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich auch im Sport wiederfindet. Wie und wo sich diese Ideologie im Sport zeigt – und warum sie so beständig ist, darüber sprechen Nico und Nina in der aktuellen Folge. Diese erscheint im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Doch die Arbeit gegen Rassismus und das berühmte „Haltung zeigen“ muss jeden Tag stattfinden.
Wie so häufig bei Tauziehen legen die Hosts Wert darauf, das komplexe Thema verständlich zu vermitteln. Sie sprechen über ihre persönliche Motivation, sich gegen Rassismus einzusetzen, die Erscheinungsformen in Sport und Gesellschaft und geben einen Einblick in Erfahrungen aus Bildungs- und Projektzusammenhängen.
Für Nina und Nico ist klar: Mit dieser Folge ist das Thema längst nicht abgeschlossen. Vielmehr wird es in der nächsten Zeit in weiteren Folgen vertieft.
Also hört rein und gebt uns gerne Feedback!
Hier wie immer weitere Links und Hinweise:
Wir haben im Podcast auf unsere Folgen zu Nationalismus, Patriotismus, Geschlecht und Antifeminismus verwiesen:
Neue Ausschreibung "Vereinswettbewerb „(M)ein Verein gegen Rassismus“ im Sport" von dsj und DOSB
Kalender der Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Projekt "(Anti-) Rassismus im organisierten Sport" in dsj und DOSB
Forschungsprojekte von Prof.in Tina Nobis zu Rassismus im Sport
Sport inside-Podcast zu strukturellem Rassismus im Sport mit Philipp Awounou
Informativer Beitrag zu Rassismus im Sport von Ronny Blaschke
Online-Angebot zum "Rassismus im Sport"-Panel der Demokratieausstellung der Sportjugend Hessen (Derzeit nicht erreichbar, wegen Update der Website)
Hilfreiche Broschüre zum Thema "Konfliktkultur"
ZDF-"Germania"-Folge mit Ruderin Carlotta Nwajide
Website Roots
Pink gegen Rassismus-Website
Bündnis "Zusammen für Demokratie" mit Material zum Bestellen
Spannende Folge des Podcasts "Flutlicht An!" mit Ethnologin Rachel Etse
Arbeitsdefinition "Rassismus" des Expert*innenrats der Antirassismusbeauftragten des Bundes
SVR-Studie „Jung und vielfältig, aber noch nicht politisch beteiligt? Wege zu mehr Partizipation für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“, Förderverein des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats e.V. (BZI)
Und wieder ein spannendes Wortschatz-Häppchen in unserem neuen Tauziehen-Format! Und ganz konsequent folgt auf A wie Ambiguitätstoleranz dann B wie Beteiligung. Mal schauen, ob wir die Reihenfolge einhalten können und das Alphabet vollbekommen, in unserer kleinen Reihe. Beteiligung ist derzeit in aller Munde und das Thema beschäftigt viele Menschen im Sport.
In dieser kurzen Folge erfahrt ihr unter anderem, wo Beteiligung überall stattfindet und was man unbedingt vermeiden sollte, damit sie gelingt.
Wenn ihr die Folge nachlesen wollt, findet ihr hier das Text-Manuskript. Weiter unten sind dann, wie immer, Links zu weiteren Informationen zusammengestellt.
B wie Beteiligung
Korrekterweise müsste man ja von Bürgerinnen-Beteiligung sprechen. Denn das Wort Beteiligung kommt auch noch in vielen anderen Zusammenhängen vor, bspw. in der Wirtschaft. Die Bürgerinnen-Beteiligung, um die es hier geht und die ich ab jetzt als Beteiligung bezeichne, ist ein zentrales Element sowohl in der Politik als auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Sie ermöglicht es Individuen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und Entscheidungen mitzugestalten. Wichtig: Beteiligung ist ein zentrales Kinder- und Menschenrecht.
In demokratischen Gesellschaften ist sie also essenziell. Sie umfasst verschiedene Formen der Partizipation, wie Wahlen, Volksentscheide oder Bürgerinitiativen. Diese formellen Beteiligungsmöglichkeiten sind gesetzlich verankert und bieten den Bürgerinnen die Chance, direkt oder indirekt Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Darüber hinaus gibt es informelle Beteiligungsformen, wie öffentliche Diskussionen, Proteste oder die Mitarbeit in politischen Gremien, die es den Menschen ermöglichen, ihre Meinungen und Interessen einzubringen. Das Interesse an direkter politischer Mitwirkung ist groß und viele Bürgerinnen fordern mehr Einfluss auf Entscheidungsprozesse. Dieser Wunsch spiegelt sich in vielen Studien wieder. Auch die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl 2025 nehmen diesen Bedarf auf.
Hier will ich aber ein großes Achtungszeichen setzen: denn Beteiligung kann auch gehörig schiefgehen. Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche erkennen schnell, ob echte Mitbestimmung gegeben ist oder nur eine Illusion bleibt. Studien zeigen, dass Beteiligung als verordnet, simuliert oder rein disziplinierend erlebt werden kann. Wenn Beteiligung nur dem Selbstzweck dient oder, um ein gutes Image zu erzeugen, kann das Vertrauen in Demokratie langfristig Schaden nehmen. Wird eine solche „Scheinbeteiligung“ dann auch noch als echte Demokratie verkauft, besteht die Gefahr, dass Menschen Partizipation als bedeutungslos oder sogar manipulativ empfinden – und sich entsprechend zurückziehen. Wenn also Schüler*innen in einem Projekt nur unzureichend Mitsprache erhalten oder ihre erarbeiteten Forderungen nicht umgesetzt werden, die Beteiligung aber von der Schulleitung als sehr gelungen gefeiert wird, dann erleben sie eine schlechte Demokratieerfahrung.
Das war mir wichtig, denn auch im Sport spielt Beteiligung eine entscheidende Rolle. Im Grunde ist sie der Grundfeiler des zivilgesellschaftlichen Sports in Deutschland. Durch das demokratische Vereinswesen, ist es allen Mitgliedern strukturell möglich sich am Vereinsleben zu beteiligen. Die formellen Strukturen, wie die Mitgliederversammlung bieten die Möglichkeit durch Wahlen den Vorstand zu bestimmen. Auch auf informeller Ebene beteiligen sich Mitglieder in ihren Sportvereinen, bspw. durch die Organisation von Sportveranstaltungen oder das Anleiten von Sportstunden. Die positiven Effekte, die gute Beteiligungserfahrungen für Menschen haben, sind vielfältig und gut erforscht. Aber auch im Sport gibt es noch Nachholbedarf, denn in der Praxis zeigt sich hier häufig, dass die Beteiligung der Mitglieder nur unzureichend gelingt. Besonders die formellen Akte wie etwa Mitgliederversammlungen, sind häufig sehr träge und bilden bilden keine dynamische demokratische Praxis ab.
Damit Beteiligung im Sport nicht nur auf dem Papier existiert, braucht es lebendige, dynamische Strukturen. Vereine müssen sich fragen: Wie holen wir unsere Mitglieder wirklich mit ins Boot?
Zusammenfassend: Beteiligung ist sehr wichtig und will gut umgesetzt sein.
Links:
Übersichtsseite mit vielen Informationen zum Panel „Partizipation“ der Demokratieausstellung der Sportjugend Hessen
Spannendes Manuskript einer Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Anja Besand
Umfassende Website der lpb Baden-Württemberg zu „Beteiligung“
Tauziehen Folge zu Kinderrechten und zwei zum Thema „Wahlen“:
Kinderrechte
Wahlen 2024
Bundestagswahl 2025
Neues Jahr, neues Glück - und neues Tauziehen-Format! Nico und Nina bereiten euch kleine Wortschatz-Häppchen vor. Nach unserem Start mit dem Begriff Demonstrationen, bringen wir jetzt noch etwas mehr Struktur rein. Es folgt A wie Ambiguitätstoleranz.
In wenigen Minuten erfahrt ihr mehr zu diesem komplexen Wort und was es mit unserer Demokratie und auch dem Sport zu tun hat.
Wenn ihr die Folge nachlesen wollt, findet ihr hier das Text-Manuskript. Weiter unten sind dann, wie immer, Links zu weiteren Informationen zusammengestellt.
Und, wie gefällt es euch?
Text-Manuskript:
A wie Ambiguitätstoleranz
Wow. Was für ein Wort, das spreche ich jetzt kurz nochmal ganz langsam aus Ambi-Gui-Täts-Tole-Ranz. So sperrig das klingt, so wichtig ist das, was hinter diesem Wort steht. Lasst uns den Begriff mal auseinandernehmen. Fangen wir hinten an „Toleranz“ das ist ein Wort, dass viele von uns kennen. Toleranz ist kurz gesagt die Eigenschaft von Menschen Umstände, Haltungen oder auch Meinungen auszuhalten oder zu dulden. Ambiguität bedeutet, dass Dinge uneindeutig oder vage sein könne.
Ambiguitätstoleranz ist also die Fähigkeit von Menschen mit Unklarheiten, Mehrdeutigkeiten oder Widersprüchen umzugehen. Der Begriff kommt aus der Psychologie und die Fähigkeit wurde ca. 1949 von der Sozialpsychologin Else Frenkel-Brunswick in Studien nachgewiesen.
Warum der Begriff heute noch wichtig ist, erschließt sich, wenn man sich die Debattenkultur und die politischen Veränderungen in unserer Gesellschaft anschaut. Insbesondere populistische und extreme Bewegungen und Parteien versuchen mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen zu punkten und den Diskurs zu bestimmen. Dabei treffen sie aktuell auf eine Gesellschaft, die durch viele Krisen und systemische Ungleichheiten verunsichert ist. Das ist derzeit sehr gefährlich.
Denn Menschen, können auf Ambiguität in Politik und Gesellschaft reagieren, indem sie niemandem mehr ihr Vertrauen schenken und dadurch ihr ganz eigenes Weltbild aufrechterhalten. Also glauben sie beispielsweise an Verschwörungserzählungen, die ihre eigene Meinung widerspiegeln. Oder sie delegitimieren Fakten, die dieser Meinung entgegenstehen.
Im Umgang mit Ambiguität geht es sozusagen darum das Risiko zu vermeiden, das Ergebnis einer Situation nicht schon im Voraus zu kennen. Vermeintliche Eindeutigkeiten helfen dann dabei die Lage einzuschätzen. Wenn man sich aber nur auf diese Stereotypen Einschätzungen verlässt, läuft man Gefahr diskriminierende oder ausgrenzende Denkweisen zu nutzen.
Dadurch beschränken sich Menschen, die wenig Ambiguitätstoleranz zeigen, selbst. Denn wir kennen es doch auch aus dem Sport, die Aufregung vor einem Wettkampf oder die Vorfreude vor einem Spiel ist so groß, weil man nicht genau weiß, wie es ausgeht. Der Underdog kann immer gewinnen. Je eindeutiger der Ausgang eines sportlichen Wettbewerbs ist, desto langweiliger wird er.
Genau diese Erfahrung kann man auf die Gesellschaft übertragen. Menschliche Interaktion ist immer von Mehrdeutigkeiten geprägt. So lädt das Nachdenken über Ambiguität zu einem Perspektivwechsel ein. Man kann seine vorgefertigten Bilder im Kopf hinterfragen. Ein Beispiel: im aktuellen politischen Diskurs über Migration wird diese ausschließlich problematisiert und die Gefühle von Konkurrenz oder Verunsicherung sehr populistische verstärkt. Wenn man aber aus verschieden Perspektiven auf den gesellschaftlichen Fakt schaut, dass es Migration gibt und sich offen zeigt für die vielen positiven Wirkungen (bspw. Kulturelle und persönliche Bereicherung von Gesellschaft; positive und notwendige Impulse für den Arbeitsmarkt, uvm.) von ihr. Dann eröffnen sich neue Sichtweisen, die zu einer differenzierten Auseinandersetzung beitragen.
Als Zusammenfassung ein Zitat aus einem Deutschlandfunk Beitrag, den wir euch in den Shownotes verlinken, Religionswissenschaftler Thomas Bauer sagt: „Demokratie lebt davon, dass man Ambiguität in Kauf nimmt“
Links:
Spannender Beitrag von Deutschlandfunk Kultur mit dem Titel „Ambiguitätstoleranz
IDA e.V. Glossar Eintrag zu Ambiguitätstoleranz
Tauziehen Folge zu Prävention
Wie war das noch einmal? Neues Jahr, neues Glück - und neues Tauziehen-Format! Nico und Nina bereiten euch kleine Wortschatz-Häppchen vor. Und sie fangen ganz konsequent mit D wie Demonstrationen an. OK, das ist Freestyle, aber eben gerade auch das Thema, das viele Sportvereine umtreibt.
Wenn ihr die Folge nachlesen wollt, findet ihr hier das Text-Manuskript. Weiter unten sind dann, wie immer, Links zu weiteren Informationen zusammengestellt.
Und, wie gefällt es euch? Viel Spaß!
Text-Manuskript:
"Der Begriff Demonstration kommt von demonstrare bzw demonstration, also beweisen oder hinweisen.
Sportvereine dürfen sich gesellschaftspolitisch positionieren, denn Sport ist Teil der Zivilgesellschaft. Er ist wertebasiert und hat Haltung. Eine Demonstration ist eine öffentliche Positionierung, also Haltung zeigen auf der Straße.
Sportvereine dürfen also an Demos teilnehmen, sich aktiv mit Redebeiträgen beteiligen oder Demos selbst organisieren. Natürlich sollten Sportvereine das nicht ständig machen, weil: Vereinszweck ist Sportförderung und nicht demonstrieren
Zusammenfassend: Demonstrieren ist ein wichtiges demokratisches Recht, das auch für Sportvereine gilt. Sportvereine sollten aber schauen, bei welcher Demo sie teilnehmen und hier insbesondere auf die parteipolitische Neutralität achten."
Links:
Rechtswissenschaftliches Gutachten von Prof. Nolte zur parteipolitischen Neutralität von Sportvereinen
ZEIT: CDU zur parteipolitischen Neutralität von gemeinnützigen Organisationen und Demonstrationen gegen die CDU
Tauziehen-Folgen zu Neutralität, vereinsschädigendes Verhalten und Demos gegen Rechts
Die Zivilgesellschaft kann die Demokratie nicht alleine retten. Hierzu braucht es auch die Politik. Das haben die wahlkampfgeprägten Debatten Ende Januar im Bundestag gezeigt, die uns alle wohl noch lange umtreiben werden.
Diese Tauziehen-Folge zu den Bundestagswahlen ist bereits Mitte Januar entstanden. Also vor dem Tabubruch und dem endgültigen Fall der Brandmauer. An manchen Stellen im Podcast kann man aber fast eine Vorahnung raushören.
Wichtig ist Nico und Nina: Schaut euch die Programme selbst einmal an. Manche Programme mit der Folie der dahinterliegenden, menschenverachtenden Ideologie. Macht euch bitte ein umfassendes Bild. Und sprecht mit eurem Umfeld über das, was vermeintlich gefordert wird. Danke!
Hier wie immer weitere Links und Hinweise:
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