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Zahlreiche Studien belegen, dass Lernen Beziehung erfordert. Ist die Digitalisierung des Bildungssystems dabei ein Widerspruch zur Beziehung zwischen Lehrpersonen und Lernenden? Oder kann die Digitalisierung sogar die Beziehung stärken? Werden digitale Tools sinnvoll eingesetzt und für die Entlastung im Schulalltag genutzt, können sie durchaus positive Beispiele liefern.
Jährlich absolvieren ca. 800.000 Schüler*innen ihren Schulabschluss. Ganz egal, ob sie einen Haupt-Realschulabschluss, ein fachbezogenes oder allgemeines Abitur haben – alle stellen sich die gleiche Frage „Wie geht es jetzt beruflich weiter?“ Besonders schwer haben es die Absolventen in den Jahren 2020 und 2021, denn Aufgrund von Einschränkungen rund um Corona konnten viele Schülerinnen keine Berufspraktika machen oder sich ausreichend Berufsinformationen einholen.
Viele Menschen beschäftigen sich mit dem Thema Bildung – Berufsorientierung wird jedoch nur rudimentär behandelt. Die Jugendlichen stehen nach ihrer Schullaufbahn meist immer noch ratlos dar. Die Zeit für Berufsorientierungstage an den Schulen ist knapp bemessen und oft kennen viele junge Menschen weder ihre Stärken noch ihre Berufswünsche.
Durch die Nutzung von Online Tools und neuen Konzepten sind nicht nur Herausforderungen für Lehrer*innen, sondern auch Möglichkeiten neuer Unterrichtsformate entstanden. In diesem zweiten Teil verrät Lehrer und Ausbilder Tim Kantereit, wie man Hybridunterricht und Blended Learning tatsächlich anwenden kann, wie eine vielfältige Unterrichtsgestaltung gelingt und worauf es in den Online-Phasen ankommt: „Wie gelingt es mir, auch in einer Distanzphase trotzdem irgendwie für die Schüler*innen da zu sein und mir eine Beziehung aufzubauen (…)?“ Sein Tipp: Strukturiert und simpel, aber abwechslungsreich vorgehen!
Spätestens seit Pandemie-Beginn steht die Gestaltung des Online-Unterrichts auf der Agenda von tausenden Lehrkräften. In diesem ersten Part unserer Podcast-Folge führt Tim Kantereit uns in die Konzepte von „Hybridunterricht“ und „Blended Learning“ ein und berichtet, was genau hinter diesen Begriffen steckt. „Über digitale Bildung diskutieren wir schon seit 40 Jahren und der Durchbruch ist noch nie so richtig gekommen.“ Als Lehrer und Ausbilder von Lehrkräften verrät er zudem, wie er diese Methoden selbst nutzt. Konkrete Tipps zur Anwendung folgen im anschließenden Teil.
Ein Jahr ist vergangen und „Corona“ hat die Welt immer noch fest im Griff. Seit einem Jahr müssen sich Schulen zwischen Schulschließungen, Distanzunterricht und Wechselmodellen arrangieren. So einiges bleibt dabei auf der Strecke: der direkte Austausch, gezielte Lernunterstützung, motivierende und ermutigende Worte. Aber wie kann geholfen werden? Genau diese Frage hat sich der Student Tobias Bork vor einem Jahr gestellt und die Initiative CoronaSchool gegründet.
Immer mehr Schulen beschäftigen sich mit dem Thema Digitalisierung. Für die Lehrkräfte wird aber auch verständlich, dass es nicht ausreicht bestehende Unterrichtsmaterialien in digitaler Form zum Download anzubieten. Wie kann ein Wandel an den Schulen stattfinden der den Unterricht nachhaltig weiterentwickelt? Die Digitalisierung ist dabei nur ein Baustein. Sebastian Nüsse unterstützt Schulen dabei Unterrichtsentwicklung an den Schulen weiterzuentwickeln.
In unserem dritten Podcast spricht Joel Monaco mit Kirsten Henschke und Ayten Yildirim von der NewSchool in Berlin über ihr neues Schulkonzept. Hier lernen die Schüler*innen, die Talents genannt werden, ein Projekt zu finden, es zu pitchen, eine Projektstruktur zu verfolgen, am Projekt zu lernen und es zu formen, um es dann letztlich abzuschließen und zu präsentieren.
Auch wenn man heraushört, dass projektbasiertes Lernen und Arbeiten den Talents, Tutoren und Mentoren viel abverlangt, gehen die Kinder und Jugendlichen gerne in die Schule. Hier werden sie projektbezogen und sozial begleitet, ihre Stärken definiert und fokussiert und aus ihnen junge Erwachsene gemacht, die wissen was sie werden wollen. Denn wenn junge Menschen lernen zu bestimmen, worin ihre Stärke und Leidenschaft liegt, können sie selbstbestimmte und glückliche Erwachsende werden.
In unserem dritten Podcast sprechen mit Nicolas Colsmann, Geschäftsführer der „Zukunft Digitale Bildung“ in Berlin. Diese ist im letzten Jahr aus dem Bedarf und den Problemen, die Lehrkräfte hatten überhaupt erst entstanden. Nicolas beschreibt, was bildungspolitisch und in den Schulen berücksichtigt werden muss, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken. „Das Bildungssystem, was wir heute haben, hat überhaupt nichts mit der Arbeitswelt später zu tun.“
In unserer zweiten Podcast-Folge „teeching tomorrow“ verrät Herr Thomas C. Ferber, Schulleiter des PerLenWerks in Marburg, wie er seine Schule komplett umgekrempelt hat. Ein neues Schulkonzept, das auf individuelles Lernen in Projektgruppen setzt und die Digitalisierung für Inputs setzt, um Schüler*innen Fakten zu vermitteln. Schule von A-Z neu gedacht.
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