Vertrauen ist eine der Grundlagen unseres Lebens. Wir vertrauen Menschen, Beziehungen, Lehrern, Ärzten, Methoden, Lebensmitteln, Informationen – und manchmal auch uns selbst. Aber worauf vertrauen wir eigentlich? Und wann wird Vertrauen gesund, wann naiv, wann abhängig?In dieser Folge sprechen Andreas und Felix über Vertrauen nicht als bloßes Gefühl, sondern als Beziehungsqualität. Vertrauen entsteht dort, wo eine Beziehung genügend Stabilität hat, damit wir uns auf sie einlassen können. Aber diese Stabilität darf nicht starr werden. Deshalb gehört auch Zweifel zum Vertrauen dazu.Ein gesundes Vertrauen braucht zwei Seiten: Offenheit für das Andere und eine eigene Position, die stabil genug ist, diese Offenheit zu verantworten. Wenn diese eigene Seite fehlt, kann Vertrauen in Abhängigkeit kippen. Wenn die Offenheit fehlt, wird aus Selbstschutz schnell Misstrauen.Wir sprechen über das Bild der Brücke zwischen Ich und Nicht-Ich, über frühkindliches Vertrauen, über Lehrer-Schüler-Beziehungen im Kung Fu, über Vertrauen in fachliche Autorität, über Kontrolle in Beziehungen und darüber, warum Enttäuschung oft dort besonders stark wird, wo vorher zu viel Verantwortung abgegeben wurde.Die zentrale Frage dieser Folge lautet nicht einfach: Kann ich vertrauen?Sondern: Welches Maß an Vertrauen kann ich in dieser Beziehung verantworten?Eine Folge über Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit, Zweifel, Kontrolle und die Kunst, Vertrauen nicht blind abzugeben, sondern lebendig zu gestalten.
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