mit Kirk Dels & WOLF GÆNG HASE
Freitag, Podcast, Feierabendmodus: In Episode 72 nehmen euch Wolfgæng und Kirk Dels mit in eine „Thank God It’s Friday“-Music-Appreciation-Session voller Groove, Kontext und DJ-Liebe. Es wird nerdig (Vinyl- und Label-Talk), emotional (New-York-Nostalgie inklusive) und natürlich extrem tanzbar. Es stehen wie immer zwei Songs im Zentrum: erst ein Boogie-/Disco-Übergangs-Meilenstein, der nach Paradise Garage schmeckt – dann ein Rick-James-Deep-Cut, der als B-Seite versteckt war und trotzdem wie ein echter Floorbanger einschlägt. Wie immer findet ihr beide Songs in den einschlägigen Playlists des digitalen Äthers – aufdrehen, eintauchen, Wochenende starten.
Wolfgæng packt einen echten New-York-Connector aus: „I Hear Music in the Street“ ist für ihn nicht nur ein Track, sondern ein Gefühl – Winter 1980, Schlange stehen vor der Paradise Garage, Tür geht auf, der Basslauf trifft dich sofort. Musikalisch sitzt der Tune im Sweet Spot: nicht hektisch, eher moderat, aber mit so viel Groove-Intensität, dass die Energie ganz von allein entsteht. Der typische Prelude-Sound – kompakt produziert, klar in den Drums, federnd im Bass, funky in Gitarre und Synths – macht das Stück zeitlos und bis heute DJ-tauglich. Dazu kommen starke Call-and-Response-Vocals, die den „Street Romance“-Vibe tragen: rausgehen, Musik hören, gemeinsam tanzen. Wolfgæng ordnet den Track als ikonisches Puzzlestück im Übergang von Disco zu Boogie ein – mit einem Sound, der schon Richtung Garage/House zeigt und deshalb auch Jahrzehnte später noch perfekt funktioniert.
Kirk bringt heute einen Rick-James-Deep-Cut mit, den er selbst erst spät wirklich für sich entdeckt hat – und dann direkt „schier nach hinten übergefallen“ ist. „1,2,3 (You, Her and Me)“ ist sexy, frech, kraftvoll und treibend: Funk pur, mit tackernder Gitarre, angeschobener Bassline und Drums wie ein Uhrwerk. Harmonisch hypnotisch, im Aufbau tight, und gleichzeitig mit diesem glitzernden 80s-Schub, der den Track sofort in den Dance-Loop zieht. Inhaltlich ist Rick James erwartungsgemäß komplett un-subtil: offensiv, provokant und mit maximaler Attitüde – ein typischer Mix aus Charme, Dreistigkeit und Motown-Glam, der das Ganze zum kleinen Skandaltrack macht. Vinyl-Nerd-Fact inklusive: „1,2,3“ lief nicht als A-Seite, sondern als B-Seite zur Single „Ebony Eyes“ (Duett mit Smokey Robinson) – und genau dieser Kontrast ist so absurd wie genial. Für Kirk ist das ein Hidden Gem und ein Floorbanger, der zeigt, wie sehr Rick James als Figur und als musikalische Ära Motown auf Funk-Punk umprogrammieren konnte.
🔗 Hier ein paar Links mit unserem Zeug – für alle die ein wenig neugieriger sind:
The Disco Dudes auf Instagram
The Disco Dudes Mixes auf Mixcloud
The Disco Dudes Playlist auf Spotify
The Disco Dudes Playlist auf
Apple Music