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Der Gast dieser Folge ist ein Phänomen, denn die Person, um die es heute geht erschafft mit einem bemerkenswerten Sinn für Ästhetik einen ganz eigenen, kreativen Kosmos zwischen Musik, Performance und Mode in dem es vor allem um eines geht: kompromisslose Selbstentfaltung.
Unter dem Künstlernamen Lie Ning entstehen Songs zwischen Indie, Soul und R’n’B, die atmosphärisch dicht, aber gleichzeitig tanzbar, leicht und lebensbejahend daherkommen. Hört man aber genauer hin, entdeckt man in den Texten eine Ernsthaftigkeit und bisweilen auch Schwere, die man inhaltlich gar nicht erwartet.
Es geht um zwischenmenschliche Dynamiken, Zugehörigkeit, Identität, Selbstfindung und um die persönlichen Erfahrungen als Queere Schwarze Person, deren bloße Existenz in dieser Gesellschaft schon zum Politikum wird.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
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Mein Interviewpartner:
Ein „Has-been“ ist jemand, der mal berühmt war. Die Vergangenheitsform impliziert,
Fünf Jahre ist sein Ausstieg als Bassist bei AnnenMayKantereit her – nicht
Erst vor ein paar Wochen hat Malte die letzten Konzerte seiner Has-been-Tour gespielt. In den sozialen Netzwerken hat er angekündigt: „Diese Tour wird die letzte Gelegenheit sein, unser Album in Gänze und Originalreihenfolge hören zu können. Ich werde danach für geraume Zeit erstmal nicht live spielen – und wenn’s dann wieder losgeht, steht bestimmt ein neues Kapitel an.“
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
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Mein Interviewpartner:
Quellen zu dieser Folge:
Es war im Oktober 2011, als ich Christian Friedel das erste Mal in einem kleinen Club als Sänger auf der Bühne erlebte. Ich weiß noch, dass ich schon damals ziemlich beeindruckt von seinen Fähigkeiten war – ohne zu ahnen, was da noch alles von ihm kommen würde. Denn Christians Kreativität zeigt sich in vielen unterschiedlichen Formen, und seine Karriere, die damals noch am Anfang stand, hat anschließend rasant an Fahrt aufgenommen.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
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Mein Interviewpartner:
Ergänzende Podcastempfehlung:
Quellen zu dieser Folge:
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich treffe immer wieder auf Menschen, die mir sagen, sie seien nicht »multitaskingfähig«, demnach also nicht in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. In dieser Episode ist eine Solokünstlerin zu Gast, auf die das so gar nicht zutrifft. Sandra Lötzsch aka KID BE KID hat nicht nur viele Fähigkeiten – sie kombiniert sie auf der Bühne auch noch zu einem sensationellen Sound. Gesang, Klavier und Synthesizer treffen auf Beatboxing und rhythmische Virtuosität – alles live und in Echtzeit, ohne Loops, Backingtracks und Computer. Dabei entsteht nicht weniger als ein explosives Feuerwerk, bei dem man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt und das sich mit Worten wirklich schwer beschreiben lässt. Zwei Longplayer und eine EP sind bereits erschienen, ihr letztes Album trug den Titel »Truly a lifegoal but no ice cream« und wurde 2023 auf dem Label »Fun in the Church« veröffentlicht. Damit begeisterte sie nicht nur die Presse, sondern auch ein breites nationales und internationales Publikum auf Konzerten und renommierten Festivals. KID BE KID ist einzigartig und damit unverwechselbar – damit hat sie etwas erreicht, wonach andere Musiker*innen ein Leben lang suchen.
Genau darüber wollte ich mit ihr sprechen, denn was wir auf der Bühne sehen, ist das Resultat eines langen, mitunter steinigen Weges, viel Beharrlichkeit und kreativer Experimentierfreude. Ich bin nach Berlin gereist und habe mit Sanni über ihre musikalische Evolution gesprochen – und ja, ich weiß, das ist ein großes Wort. Wikipedia sagt, es kommt aus dem lateinischen evolvere und ist in etwa mit „ausrollen“ und „entwickeln“ zu übersetzen, ist also gar nicht so unpassend. In einem langen Gespräch haben wir Sannis persönliche und musikalische Entwicklung mal ganz von vorne »ausgerollt« und damit den Weg zu ihrem eigenen Sound nachgezeichnet. Wir sprechen über die klassische Musik ihrer Kindheit, ihre heimliche Leidenschaft für Popmusik, chaotische erste Gigs als Soloartist und wie einen vermeintliche Schwierigkeiten manchmal auf die richtige Spur bringen. Viel Spaß mit dieser Folge.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
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Meine Interviewpartnerin:
Sannis musikalische Entwicklung in Videos:
Quellen zu Zutaten dieser Folge:
Mein heutiger Gast ist einer, dessen Werdegang ich schon ziemlich lange verfolge: Erik Leuthäuser, den der Mannheimer Morgen als »glänzenden jungen Sänger« bezeichnet »der als die kommende Stimme im deutschen Jazz gilt.«
Das ist nur eine von unzähligen Lobeshymnen aus der Presse, denn Erik – gerade mal 28 Jahre alt – kann bereits auf eine beeindruckende Karriere zurückschauen. Während meiner Recherche ist bei mir wirklich der Eindruck entstanden, dass sich Eriks Leben eigentlich nur in Superlativen ausdrücken lässt.
Schon während seines Jazzgesangsstudiums und bis zum heutigen Tage gewann er national und international zahlreiche Wettbewerbe - zu viele um sie hier alle aufzuzählen. Ähnlich verhält es sich mit der Liste der Musiker*innen, mit denen er bereits zusammengearbeitet hat, unter anderem z.B. als Backroundsänger für Quincy Jones, George Benson, Dee Dee Bridgewater und Jacob Collier. Im April diesen Jahres ist sein sechstes Album erschienen und im Grunde ist Erik als Musiker und Pädagoge permanent unterwegs: In über 30 Ländern hat er bereits Konzerte gespielt.
Was mich allerdings am meisten fasziniert, ist, wie viele unterschiedliche, vermeintlich kontrastierende Welten Erik scheinbar mühelos in sich vereint. Sein Weg führte ihn von seinem musikalischen Elternhaus in der Provinz Freital, über das Landesgymnasium für Musik in Dresden und zwei Musikhochschulen nach Berlin. Hier ist er als Grenzgänger zwischen Jazz und experimenteller Popmusik unterwegs, seine Musik funktioniert Solo mit Loops und Electronics aber auch im Bandkontext. Er schreibt Songs auf deutsch, die inspiriert sind von seinen Erfahrungen als junger schwuler Mann in der Großstadt. Bei allem was er macht ist Erik vor allem eines: authentisch, bisweilen schonungslos ehrlich und vor allem sehr offen. Auf Instagram macht er nicht nur auf seine Musik, sondern auch auf den Onlyfans-Kanal aufmerksam. Im April ist sein Konzeptalbum »Sucht« erschienen, dass sich mit dem Thema Drogenabhängigkeit aus queerer Perspektive auseinandersetzt.
Auf seinem Weg von Dresden nach Berlin hat Erik mich in Leipzig besucht und wir sprachen dabei über seine Geschichte, seine Musik und wie sein Drogenkonsum während der Pandemie plötzlich zum Problem wurde.
Noch ein Disclaimer vorab: In dieser Folge sprechen wir über Methaphetamin (umgangssprachlich auch »Chrystal Meth« genannt), Kokain und den gebrauch von Substanzen vor allem im sexuellen Setting, genannt »Chemsex«. Wir haben dabei keinen aufklärerischen Auftrag, noch vermitteln wir medizinisches oder therapeutisches Fachwissen. Erik berichtet einfach von seinen persönlichen Erfahrungen. Sollte euch dieses Thema in besonderer Weise betreffen, dann passt bei dieser Folge bitte auf euch auf. In den Shownotes findet ihr Anlaufstellen für Menschen, die mit einer Suchtproblemtik akut Hilfe suchen.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
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Mein Interviewpartner:
Quellen zu dieser Folge:
In dieser Folge geht es unter anderem um das Thema »Sucht«.
Als »Die Ärzte« 1995 das Album »Planet Punk« veröffentlichten, war ich ein so großer Fan, dass ich im Musikunterricht einen Vortrag darüber gehalten habe. Besonders beeindruckt war ich damals von Farin Urlaub, dem Gitarristen und Sänger der Band – etwa 2 Dekaden später lernte ich Celina Bostic kennen, die über 10 Jahre in seinem Soloprojekt, dem »Farin Urlaub Racing Team« als Sängerin dabei war und im Mittelpunkt dieser Episode stehen wird.
Der folgende Satz von ihr beschreibt für mich sehr eindrücklich, was sie als Mensch und Musikerin ausmacht: »Wenn man da hingeht, wo die Angst ist, dann entsteht etwas großes.« Als Künstlerin will sie aufrütteln, empowern und laut sein – ein inneres Bedürfnis, dass 2020 mit der Veröffentlichung ihres Songs »Nie wieder leise« deutlich wahrnehmbar wurde: Ein Song, mit dem sie Schwarzen Menschen und People of Color eine Stimme gegeben hat.
Man kann diesen Song durchaus als eine Art »Schlüsselerlebnis« sehen, bei dem Celina als Künstlerin zu sich selbst gefunden hat – ihr musikalische Reise begann allerdings sehr viel früher. Schon bald nach dem Schul-abschluss gründet sich ihre Band »Sedoussa« mit der sie 2004 beim Major Label »Four Music« ihr erstes Album veröffentlicht. Zeitgleich macht sie sich aber auch als Backroundsängerin einen Namen und arbeitet in den folgenden 10 Jahren mit zahlreichen großen Künstler*innen unterschiedlichster Genres zusammen: darunter Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Max Herre und wie Eingangs erwähnt, Farin Urlaub.
Doch dann wird es erstmal eine ganze Weile ziemlich still um Celina – zum einen, weil sie in schneller Folge zweifache Mutter wird. Zum anderen, weil die politischen Entwicklungen im Rahmen der sogenannten 'Flüchtlingskrise' nicht spurlos an ihr vorbeigehen. Der ursprüngliche Wunsch, mit ihren Songs ein positives Lebensgefühl zu verbreiten passt plötzlich nicht mehr so ganz zu ihrem Selbstverständnis als Künstlerin.
So beginnt die Suche – nach einer Popmusik, die »wieder was zu sagen hat«, Gesellschaftskritik und vermeintliche Tabuthemen in den Mittelpunkt rückt. Wie relevant Celinas Anliegen ist und wie groß ihr Engagement wird auch im Video von »Nie wieder leise« deutlich, in dem sie 40 prominente Menschen wie etwa Sammy Deluxe, Aminata Belli, Thelma Buabeng und Teddy Teclebran um sich versammelt, die in ihre Hymne einstimmen. Noch in diesem Jahr wird Celinas neues Album erscheinen.
Bei meinem Besuch in Berlin haben Celina und ich ihre Karriere Revue passieren lassen. Sie hat mir erzählt, warum es für sie so wichtig war, irgendwann mit dem Backroundgesang aufzuhören, wie sich als Mensch und Künstlerin über die Jahre entwickelt hat und wann sie begann, ihr Stimme auch als Sprachrohr zu begreifen. Aber, keine Sorge, trotz vieler ernster
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
Meine Interviewpartnerin:
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TUPOKA OGETTE:
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Im letzten Jahr stieß ich auf ein Buch, das mich ziemlich begeistert hat: »Stimme im Flow« von Rabih Lahoud. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es darin um den sogenannten »Flow« – ein Begriff, der uns immer häufiger im Alltag begegnet und diesen glückseligen Zustand beschreibt, wenn wir völlig in einer Tätigkeit aufgehen und das Gefühl für Zeit und Raum verlieren. Rabih hat sich mit der Wissenschaft hinter diesem Begriff beschäftigt und dabei Ansätze und Übungen entwickelt, wie man »Flow« beim Singen und vor allem auch auf der Bühne erlebbar machen kann.
Bevor ich sein Buch las, kannte ich Rabih vor allem als Kopf und wirklich außergewöhnliche Stimme von »Masaa« – einer Band, die zeitgenössischen Jazz mit World-Music und arabischer Poesie verbindet und für diesen Grenzgang zwischen den Kulturen und Genres seit Bandgründung 2012 buchstäblich mit Preisen überhäuft wird. 2018 wurde Rabih für den ECHO als »Bester Sänger national« nominiert und im letzten Jahr sogar mit dem WDR-Jazzpreis ausgezeichnet. 4 Tonträger sind bisher erschienen – das letzte Album mit dem Titel »Irade« erhielt (ebenfalls 2021) den deutschen Jazzpreis. Aber das ist längst nicht alles: Rabih ist auch als Solist unterwegs. Er komponiert, zuletzt für die Kölner Philharmonie und Kammerphilharmonie Bremen — und er gehört zu den gefragtesten Gesangsdozent*innen des Landes. Er coacht zahlreiche Chöre und Ensembles, lehrt an Hochschulen und Akademien und ist jetzt, ich hab es eingangs erwähnt, auch noch Autor.
Als ich begann mich mit seiner Biografie zu beschäftigen, war ich – wahrscheinlich so wie ihr jetzt auch – erstmal sehr beeindruckt all den Dingen, die Rabih allein in den letzten 10 Jahren geleistet hat. Gleichzeitig erfuhr ich während meiner Recherche aber ziemlich wenig wirklich persönliches über ihn und vor allem seinen Weg zur Musik. Ich bin deshalb sehr froh, dass er sich bereit erklärt hat, mit mir über die Zeit vor seiner Karriere zu sprechen. Denn, Rabihs Geschichte ist auch die eines Menschen, der im Schatten des Nah-Ost-Konfliktes im Libanon geboren wurde, im Bürgerkrieg aufwuchs und mit 19 Jahren nach Deutschland kam, um im wahrsten Sinne des Wortes, ein neues, anderes Leben zu beginnen. Wir sprechen über die vielen Unmöglichkeiten, Umwege aber auch glückbringenden Begegnungen in Rabihs Leben und wie genau die seine Arbeit als Künstler, Pädagoge und letzlich auch Buchautor beeinflusst haben. Dabei ist ein sehr persönliches Gespräch entstanden, das mich ziemlich berührt hat – Für mich keine Folge zum »nebenbeihören« und ich möchte an dieser Stelle noch eine Triggerwarnung aussprechen: Auch wenn wir nicht sehr explizit darüber reden, spielen in dieser Folge Krieg, Trauma und auch Rassismus eine Rolle. Wenn euch diese Themen in besonderer Weise betreffen, dann passt beim Hören bitte auf euch auf.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
Mein Interviewpartner:
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Alles begann als Jugendliche auf einer offenen Bühne in Schweden: Alin Coen erzeugt nur mit Stimme und Gitarre, ihrem Songwriting und ihrer Präsenz eine Stimmung und Intimität, die sich schwer in Worte fassen lässt, wenn man es nicht selbst schon mal erlebt hat. Seither wächst ihre Fangemeinde stetig – obwohl oder vielleicht sogar weil ihre Reise als Künstlerin auch von Umwegen, Unterbrechungen und fernab üblicher Veröffentlichungszyklen der Popbranche geprägt ist. Bereits als Solistin aktiv studiert die gebürtige Hamburgerin Umweltingenieurwissenschaften in Weimar und formiert dort auch ihre Band. Spätestens seit Erscheinen ihres Debütalbums „Wer bist Du?“ 2010 ist Alin schließlich eine feste Instanz in der deutschen Singer/Songwriter*innen-Szene. Es folgen eine EP, ein weiteres Album 2013 und damit viel beachtete Auftritte bei TV Noir, Inas Nacht, der Deutsche Musikautorenpreis und Konzerte in immer größer werdenden Clubs. Mit wachsendem Erfolg stellen sich bei Alin jedoch immer mehr Zweifel ein. Sie möchte Umweltaktivistin werden und legt sie für ein Masterstudium in den Niederlanden und ein Praktikum bei Greenpeace erstmal alles auf Eis. Nach einigen Jahren Pause ist sie nun wieder als Musikerin unterwegs und hat 2020 ihr aktuelles Album „Nah“ vorgestellt.
Alin ist inzwischen ausserdem zweifache Mutter und deshalb war es mir ein besonderes Anliegen, mit ihr in diesem Podcast über Mutterschaft zu sprechen und wie sich das mit einer Karriere als Musikerin vereinbaren lässt, wie sie ihre Schwangerschaften als Sängerin erlebt und das Tourleben mit 2 Kindern organisiert hat. Wir reden außerdem über die Sichtbarkeit von Frauen in der Musikbranche – ein Thema, für das Alin sich besonders engagiert, u.a. im Rahmen des Netzwerkes »Music Women Germany« – das ist der bundesweite Dachverband aller Musikfrauen* und sich als weiblich identifizierender und nicht-binärer Personen sowie ihrer Netzwerke in der Musikbranche in Deutschland. Bei meinem Besuch in Berlin habe ich mit ihr ausserdem über Inspiration, Songwriting und die besonderen Umstände unseres Kennenlernens gesprochen und warum genau die meiner Meinung nach eigentlich so typisch für Alin sind.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
Meine Interviewpartnerin:
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Diesmal habe ich nicht nur einen Gast, sondern gleich zwei: Fama M’Boup und Anna-Lucia Rupp – gemeinsam sind sie »Olicía«. Ein Duo, dessen Fundament zwei Stimmen bilden, die sich auf der Bühne mit Loops, Percussions, Electronics und allerlei Instrumenten zu einem ganz besonderen Sound irgendwo zwischen Jazz und Pop verbinden. »Olicía«, dass ist aber nicht nur ein spezieller Klang, sondern auch eine ganz besondere Bildsprache und Ästhetik. Ausserdem glänzen sie immer wieder durch ihren besonderen Einfallsreichtum: Ihr neues Album »Liquid Lines«, haben sie zum Beispiel kurzerhand in zwei unterschiedlichen Versionen veröffentlicht. Seit sich Anna und Fama 2017 zusammengetan haben, ist eine Menge passiert: Drei selbstproduzierte Tonträger, eine Menge Konzerte und die Gründung des Labels »O-cetera«. Diese Umtriebigkeit fällt auf: Nicht nur der Jury des Deutschen Jazzpreises (für den sie in diesem Jahr nominiert waren), sondern auch Sophie Hunger, die die beiden als Teil ihrer Band engagiert und seither immer wieder mit auf Tour genommen hat.
Als Fama und Anna für ein Konzert in meine Stadt kamen, haben sie mich vorher zu Hause besucht. Wir haben uns vor einigen Jahren an der Musikhochschule in Dresden kennengelernt. Durch diese Parallele in unserer Geschichte war es für mich irgendwie logisch, uns über diese wichtige Zeit auszutauschen. Darüber, was wir im Studium gelernt und daraus mitgenommen haben und in welcher Weise es uns auf das Leben als freiberufliche Musikerinnen vorbereitet hat. Ein kleiner »Disclaimer« vorab: Natürlich sind das unsere individuellen Erfahrungen im Kontext EINER Hochschule, diese Folge erhebt deshalb keinen Anspruch auf Aktualität Allgemeingültigkeit. Ausserdem sprechen wir über »das Leben danach«, den kreativen Prozess, wie zu einem Song die visuelle Idee für ein Video entsteht und vieles mehr.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
Meine Interviewpartnerinnen:
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Meine erste Interviewpartnerin ist Eva Milner, Sängerin der Band »Hundreds« – eine wirklich außergewöhnliche Elektropopband – ursprünglich aus Hamburg, die Eva mit ihrem Bruder Philipp gegründet hat. Seither schreiben sie gemeinsam Songs denen Eva Text und Stimme leiht, Philipp hingegen zeigt sich für die Produktion und als Pianist für diverse Tasteninstrumente verantwortlich. Nachdem 2010 ihr erstes Album »Hundreds« erschien, ging plötzlich alles ziemlich schnell… Seither haben sie nicht nur 4 Alben und 3 EPs veröffentlicht, sondern waren vor der Pandemie eigentlich konstant in Deutschland, Österreich, der Schweiz aber auch international unterwegs. Inzwischen haben sie sich Schlagzeuger Florian dazugeholt und spielten im Januar 2020 (anlässlich ihres 10-jährigen Bandjubiläums) ihr bisher größtes Konzert in der ausverkauften Elbphilharmonie in Hamburg.
Für unser Gespräch bin ich zu Eva nach Würzburg gereist, denn ich wollte wissen, warum sie sich mit Ende 20 »doch noch« für die Kunst entschieden hat und wie es eigentlich ist, als autodidakte Sängerin mit einem studierten Pianisten zusammenzuarbeiten, der auch noch ihr Bruder ist. In unserem Gespräch erfuhr ich ausserdem, warum Eva aus ihrer ersten Band geflogen ist und wie aus großen Liebeskummer die erste Hundreds-Platte geboren wurde. Eine kleine Triggerwarnung vorab: wir sprechen auch über Evas Leben mit ADHS, der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung und in diesem Zusammenhang auch kurz über Angststörungen. Wenn euch dieses Thema in besonderer Weise betrifft, dann passt beim Hören bitte auf euch auf.
Idee, Konzeption und Redaktion: JANDA // Jessica Struch
Meine Interviewpartnerin:
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