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Nach Babypause und Fertigstellung der Doktorarbeit wird es bald wieder eine Tiefgang-Folge geben.
In der Werwolf-Serie geht es um ein komplexes historisches Phänomen, das seinen Ursprung in den letzten Kriegsmonaten des zweiten Weltkrieges hat. Im Herbst 1944 gibt Heinrich Himmler, der sog. Reichsführer SS, den Befehl, eine Art Partisanentruppe zu bilden, die in verdeckter Kriegsführung hinter den Frontlinien die Rote Armee und die westlichen Alliierten angreifen soll. Zudem soll der „Werwolf“ auch deutsche Akteure angreifen, die in den befreiten Territorien mit den Alliierten kooperierten. Im Werwolf sollten vor allem Jugendliche, teilweise Kinder zu Guerilla-Aktionen animiert werden.
Foto im Cover: Jugendliche im HJ-Volkssturmlager Lieberose, April 1945. Stadtgeschichtliche Sammlung Lieberose
Es ist Dezember 2024. Eine vorgezogene Bundestagswahl steht an. Man wird das Gefühl nicht los, in einer Zeit des historischen Epochenbruchs zu leben. Suchen wir in der Geschichte mal nach Themen, die mit dem Jahre '24 verbunden sind und uns noch immer betreffen! Und – wir sind fündig geworden: 1724, 1824 und 1924!
2023 haben wir im Tiefgang viele der historischen Entwicklungen durchforstet, die bis heute unser Krisenbewusstsein alarmieren: Ungleichheit, Medienmacht, Krieg und zerbröselnde Demokratie.
Radio begann in Deutschland 1920 mit einem Weihnachtskonzert in Königs Wusterhausen (KW). Von dort wurde das erste deutsche Radioprogramm versuchsweise ausgestrahlt. Während in den USA der Siegeszug des Mediums längst begonnen hatte, wurde 1923 in Berlin die erste offizielle Radiosendung Deutschlands ausgestrahlt –allerdings hörte keiner zu, weil die Radios fehlten. In einer rasanten Entwicklung jedoch konnte das neue Medium bis Ende der 20er Jahre Millionen Hörer:innen erobern.
In dieser Folge interviewen wir den Cottbuser Museumspädagogen Robert Büschel. Robert und sein Kollege Valerius kuratierten eine Ausstellung zu den Kriegsgefangenenlagern Cottbus-Sielow und -Merzdorf. Die letzten Spuren der Lager, in denen im Ersten Weltkrieg Tausende Kriegsgefangene aus vielen Ländern interniert waren, haben wir im letzten Tiefgang (Folge 14) ausführlich erkundet. Thema war auch die Weiternutzung des Sielower Lagers (bis 1923) als erstes „Konzentrationslager“ auf deutschem Boden.
In Cottbus-Sielow und -Merzdorf wurden im 1. Weltkrieg 20.000 Kriegsgefangene interniert: aus Russland, Italien, Frankreich, Großbritannien, „Indochina“, Tunesien, Senegal u.a. Ländern. Ihre Schicksale sind fast vergessen. Dank einer Ausstellung in Raikos Heimatstadt sind wir darauf gestoßen.
Der „Ringstraße“ sieht man kaum an, dass sie um die Wiener Altstadt so angelegt wurde, um Revolutionen leicht niederkartätschen zu können. Heute reiht sich am Prachtboulevard ein bedeutendes Gebäude, ein Denkmal und eine Prachtpiazza an die andere.
Was macht Arbeitslosigkeit mit Menschen? Das wollten die jungen Wiener Forscher:innen um Marie Jahoda und Lotte Danziger wissen. Im Auftrag der österreichischen Sozialdemokratie machten sie sich 1931/32 auf den Weg nach Marienthal – eine Industrie- und Arbeitersiedlung, in der eben erst 80% der Einwohner arbeitslos geworden waren. Die dortige Textilfabrik, die seit 1823 Menschen beschäftigte und eine kleine Stadt entstehen ließ, schloss für immer ihre Tore.
Schon wieder ein Jahr voller Krisen und „Zeitenwenden“!
Jeder muss essen. Dass heute jeder mehr oder weniger genug Nahrung bekommen kann, wie es in den EU-Gesellschaften weitgehend der Fall ist, ist eine historische Ausnahme.
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