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Tierversuche sind grausam, überholt und wissenschaftlich nutzlos – so lautet eine häufig gehörte Behauptung. Aber wenn das tatsächlich so eindeutig wäre: Warum verbieten wir sie dann nicht einfach?
In dieser Folge von „Tiere – Thesen – Tabus“ machen wir ein Gedankenexperiment:
Was wäre, wenn Deutschland oder die gesamte Europäische Union ab morgen vollständig auf Tierversuche verzichten würde?
Dabei geht es nicht um eine klassische Pro-und-Contra-Debatte und auch nicht darum, jeden Tierversuch zu rechtfertigen. Es geht um die Konsequenzen eines Verzichts – und um die Verantwortung der Wissenschaftsgemeinschaft, diese offen und nachvollziehbar zu benennen.
Tierversuche sind nicht die gesamte Forschung. Sie sind jedoch für bestimmte Forschungsfragen weiterhin ein wesentlicher Bestandteil eines komplexen wissenschaftlichen Prozesses. Zellkulturen, molekularbiologische Analysen, Gewebeuntersuchungen, bildgebende Verfahren, Bioinformatik, Organoide, Organ-on-a-Chip-Systeme und Computermodelle stehen dabei nicht einfach dem Tierversuch gegenüber. Gute Forschung verbindet unterschiedliche Methoden und nutzt sie dort, wo sie jeweils die aussagekräftigsten Antworten liefern.
Am Beispiel der Corona-Pandemie wird deutlich, wie wichtig dieses Zusammenspiel sein kann. Um das Virus, seine Übertragungswege und das Krankheitsgeschehen zu verstehen sowie wirksame und sichere Impfstoffe zu entwickeln, waren zahlreiche Forschungsmethoden notwendig. Die Immunantwort und die Schutzwirkung in einem vollständigen Organismus konnten dabei nicht allein in Zellkulturen untersucht werden.
Gleichzeitig gilt: Nicht jeder Tierversuch ist automatisch sinnvoll. Tiermodelle und Methoden müssen kritisch geprüft, verbessert und ersetzt werden, sobald wissenschaftlich geeignete Alternativen zur Verfügung stehen. Alternativmethoden tragen bereits heute dazu bei, Mechanismen zu untersuchen, Substanzen gezielter auszuwählen sowie Tierzahlen und Belastungen zu reduzieren.
In dieser Folge erfährst Du:
· welche medizinischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche bislang mit Tierversuchen verbunden sind
· warum Tierversuche und Alternativmethoden keine einfachen Gegensätze sind
· was ein unmittelbarer vollständiger Verzicht für Forschung und medizinische Entwicklungen bedeuten könnte,
· warum ein Verbot nicht zwangsläufig zur Abschaffung, sondern auch zur Verlagerung von Tierversuchen führen kann
· und weshalb wir als Wissenschaftsgemeinschaft transparenter über Nutzen, Tierleid, Grenzen und Konsequenzen sprechen müssen.
Denn ein tatsächlicher Verzicht wäre eine ethische Position, die eine Gesellschaft vertreten kann. Dann müssten wir jedoch auch bereit sein, den damit verbundenen Preis zu tragen. Und wenn Forschung lediglich ins Ausland verlagert wird, während wir ihre Ergebnisse und Produkte weiterhin nutzen, stellt sich die Frage: Haben wir Tierversuche wirklich abgeschafft – oder nur aus unserem Sichtfeld verschoben?
Die Botschaft dieser Folge lautet deshalb:
Wer den Ausstieg aus Tierversuchen fordert, muss auch bereit sein, über seine Konsequenzen zu sprechen. Und wir, die in der tierexperimentellen Forschung arbeiten, müssen bereit sein, diese Konsequenzen fachlich fundiert, verständlich und transparent zu benennen.
Kontakt und weitere Informationen
Email:
Webseite: ConScienceTrain
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Information über Tierversuche und alternative Methoden findet Ihr bei Tierversuche
Verstehen: https://www.tierversuche-verstehen.de/
Vom ICH zum WIR
Compassion-Fatigue-Prävention ist nicht nur eine Frage persönlicher Resilienz.
Wir alle tragen Verantwortung für unser eigenes Wohlbefinden. Aber ob wir gut für uns selbst, für andere und für Tiere sorgen können, wird auch durch unser Arbeitsumfeld beeinflusst.
In dieser Folge geht es deshalb um die Frage:
Welche Arbeitskultur brauchen wir, damit Menschen langfristig gesund, handlungsfähig und fürsorglich arbeiten können?
In dieser Folge erfährst Du:
- was Culture of Care eigentlich bedeutet,
- warum Care nicht nur die Fürsorge für Tiere umfasst,
- weshalb Tierwohl, das Wohlbefinden der Menschen und gute Wissenschaft miteinander verbunden sind.
Eine Culture of Care entsteht nicht dadurch, dass der Begriff in einem Leitbild steht. Sie zeigt sich in unserem täglichen Denken und Handeln – und besonders dann, wenn Situationen schwierig werden.
Mein Arbeitsrahmen dafür ist das Mind-SET:
Mindset – Support – Empowerment – Transparency
Es geht um eine Haltung, in der Fürsorge einen Wert hat. Um gegenseitige Unterstützung. Um Selbstwirksamkeit und Handlungsmöglichkeiten. Und um eine Kultur, in der wir Bedenken, Fehler, Unsicherheiten und auch emotionale Belastungen ansprechen können.
Care for Animals. Care for People. Good Science.
· Nicht nur Fatigue verhindern – Satisfaction stärken
Culture of Care muss nicht perfekt sein. Entscheidend ist, ehrlich hinzuschauen und gemeinsam die nächsten kleinen Schritte zu gehen.
Denn Culture of Care wird nicht nur beschlossen. Wir gestalten sie gemeinsam.
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Webseite: ConScienceTrain
Was kann ICH tun?
In Teil I und II meiner Reihe zu Compassion Fatigue ging es darum, Compassion Fatigue zunächst zu erkennen und zu verstehen.
Jetzt geht es ins Handeln.
In dieser Folge erfährst Du:
· warum Resilienz nicht bedeutet, alles aushalten zu müssen,
· was Coping eigentlich ist und warum es nicht die eine richtige Bewältigungsstrategie gibt,
· wie problemorientiertes Coping helfen kann, veränderbare Belastungen aktiv anzugehen, welche Rolle unsere Gedanken, Glaubenssätze und inneren Antreiber spielen bei der Entwicklung einer mentalen Stresskompetenz und
· warum Selbstwirksamkeit – das Erleben „Ich kann etwas beeinflussen“ – gerade bei Hilflosigkeit und empathischem Distress so wichtig ist,
· wie emotionsorientiertes Coping und Selbstregulation helfen können, wenn sich eine Situation nicht verändern lässt,
· was das alles mit Selbstfürsorge und Compassion Satisfaction zu tun hat. Du bekommst außerdem eigene Impulse dazu für die Praxis.
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E-Mail [email protected]
Webseite ConScienceTrain
Nach dem „Was ist Compassion Fatigue?“ aus Teil I geht es in dieser Folge um das „Wie entsteht sie?“.
Eine zentrale Botschaft bleibt dabei:
Es ist nicht unser Mitgefühl, das uns müde macht.
Mitgefühl kann uns ins Handeln bringen und zu Compassion Satisfaction führen – zu Freude, Sinn und Zufriedenheit darüber, fürsorglich zu handeln und mit unserer Arbeit etwas bewirken zu können. Belastend kann es dagegen werden, wenn wir in empathischen Distress geraten und von Hilflosigkeit, Schuldgefühlen oder anderen eigenen negativen Emotionen überwältigt werden.
In dieser Folge erfährst Du:
-warum Compassion Fatigue meist ein schleichender Prozess ist,
-weshalb wir alle unser ganz persönliches „Päckchen“ mit in die Arbeit bringen,
-warum nicht allein der Stressor entscheidet, sondern auch unsere Bewertung und die Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen,
-was bei anhaltendem Stress körperlich, emotional, kognitiv und in unserem Verhalten passieren kann,
-was Burnout und sekundärer traumatischer Stress mit Compassion Fatigue zu tun hat.
und warum die Arbeit mit Tieren eine besondere Kombination aus Fürsorge, Verantwortung, emotionaler Belastung und arbeitsbedingten Stressoren mit sich bringen kann.
Dabei ist mir besonders wichtig: Compassion Fatigue bedeutet nicht, dass Du „zu empathisch“ bist. Und sie lässt sich auch nicht einfach darauf reduzieren, dass Dein Job stressig ist. Sie entsteht aus einem Zusammenspiel dessen, was wir erleben, den Anforderungen unserer Arbeit, unseren persönlichen Erfahrungen und Bewertungen, unseren Ressourcen und den Möglichkeiten, die wir haben, mit Belastungen umzugehen.
Nimm Dir einmal einen Moment und frage Dich:
Wo erlebe ich in meiner Arbeit gerade mehr – Compassion Satisfaction oder empathischen Distress?
Und:
Was gibt mir in meiner Arbeit Kraft – und was kostet mich gerade besonders viel davon?
Schreib mir gerne was Du über Dich erfahren hast.
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Website: www.consciencetrain.com
Ich freue mich über Deine Gedanken, Fragen oder Erfahrungen zu diesem Thema.
Wenn Dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung, ein Abonnement und wenn Du den Podcast mit Kolleginnen und Kollegen teilst, denen diese Folge ebenfalls neue Perspektiven eröffnen könnte.
In dieser Folge erfährst Du:
Diese Episode ist der Auftakt einer Podcastreihe rund um Compassion Fatigue, empathischen Distress, Moral Distress, Resilienz und das Wohlbefinden der Menschen in der Forschung mit Tieren.
Mein Impuls für Dich:
Mitgefühl ist nicht das Problem – im Gegenteil. Es macht unsere Arbeit wertvoll. Die Herausforderung besteht darin, gut für uns selbst zu sorgen, damit Mitgefühl langfristig eine Kraftquelle bleibt und nicht in Erschöpfung umschlägt.
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Mehr über Sarah Stark:
https://sarahstark.de/
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Wir lieben Tiere. Zumindest glauben wir das. Doch warum berührt uns das Schicksal eines einzelnen Wals oft mehr als das vieler anderer Tiere? Warum kämpfen wir für manche Tiere mit großer Leidenschaft, während wir bei anderen bereit sind, ihre Nutzung für unsere eigenen Interessen zu akzeptieren?
In dieser Folge von Tiere-Thesen-Tabus geht es um die Ambivalenzen unserer Mensch-Tier-Beziehung – und um die Frage, ob wir wirklich so konsequent sind, wie wir gerne glauben.
Ausgehend von der Geschichte des Buckelwals Timmy (Hope) sprechen wir darüber, wie Nähe, Emotionen und persönlicher Nutzen unsere Entscheidungen beeinflussen. Warum bewerten wir Haustiere, Nutztiere, Wildtiere und Versuchstiere so unterschiedlich? Weshalb fällt es vielen Menschen leicht, Tierversuche abzulehnen, während andere Formen der Tiernutzung kaum hinterfragt werden?
Gleichzeitig werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der tierexperimentellen Forschung. Denn die Realität ist oft komplexer als die Bilder, die wir im Kopf haben. Es geht um Tierwohl, gesetzliche Vorgaben, wissenschaftlichen Fortschritt und die vielen kleinen Verbesserungen, die in den letzten Jahren für Versuchstiere erreicht wurden.
Wir sprechen über:
Diese Folge liefert keine einfachen Antworten. Sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen, Widersprüche auszuhalten und die eigenen Überzeugungen kritisch zu reflektieren.
Denn vielleicht lautet die entscheidende Frage nicht, ob wir Tiere nutzen – sondern wie verantwortungsvoll wir dabei mit ihnen umgehen.
Eine Folge über Mensch-Tier-Beziehungen, Ethik, Tierwohl, Verantwortung und die Herausforderung, auch unbequeme Perspektiven zuzulassen. Über Fortschritt, Mitgefühl und die Frage, wie wir den Tieren gerecht werden können, die wir für unsere eigenen Zwecke nutzen.
Hat Dir die Folge gefallen?
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Wir. Töten. Tiere.
Ein Satz, der unbequem ist. Ein Satz, der oft verdrängt wird. Und doch gehört er für viele Menschen in der Tiermedizin, tierexperimentellen Forschung, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zum Berufsalltag.
In dieser Folge brechen wir ein Tabu und sprechen offen darüber, was das Töten von Tieren mit den Menschen macht, die diese Verantwortung tragen.
Ich nehme Euch mit zu einem Schlüsselmoment aus meinem Schlachthofpraktikum, der meinen Blick auf das Töten nachhaltig verändert hat. Dort begegnete ich einem Schweineschlachter, dessen Haltung mich bis heute begleitet: Nicht das Töten stand für ihn im Mittelpunkt, sondern die Verantwortung, einem Tier einen möglichst guten Tod zu ermöglichen.
Doch wie gelingt dieser Spagat zwischen Fürsorge und Töten? Zwischen Mitgefühl und professioneller Verantwortung? Und was passiert, wenn Menschen dauerhaft Entscheidungen über Leben und Tod treffen müssen?
Wir sprechen über:
Dabei geht es nicht nur um Tiere. Es geht auch um die Menschen hinter diesen Entscheidungen. Um Tierpflegende, Tierärzte, Wissenschaftler, Schlachter und viele andere Berufsgruppen, die täglich Verantwortung für tierliches Leben übernehmen.
Denn dort, wo wir über das Tierwohl sprechen, müssen wir auch über die Menschen sprechen, die diese Verantwortung tragen.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen: auf unsere Mensch-Tier-Beziehungen, auf die Spannungsfelder zwischen Fürsorge und Nutzung von Tieren und auf die Frage, wie wir mit Abschied, Verantwortung und moralischen Konflikten umgehen können, ohne daran zu zerbrechen.
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Warum arbeitet eine Tierärztin, die um ihr Pflegepony getrauert hat, heute in der tierexperimentellen Forschung?
In der ersten Folge von Tiere-Thesen-Tabus nehme ich Euch mit auf meinen ganz persönlichen Weg – von den ersten Zweifeln als angehende Tierärztin über prägende Erlebnisse in Studium und Forschung bis zu der Frage, die mich bis heute begleitet:
Was ist eigentlich ein vernünftiger Grund, ein Tier zu töten?
Ich erzähle von meinem Pony Perle, von Schuldgefühlen, Idealismus und den Momenten, die mein Verständnis von Tiermedizin, Forschung und Verantwortung verändert haben. Von „Schweini“, meinem ersten Versuchstier, von moralischen Konflikten, emotionalen Belastungen und der Erkenntnis, dass Resilienz nicht bedeutet, Gefühle auszuschalten – sondern hinzuschauen.
Wir sprechen über:
Diese Folge ist keine Rechtfertigung für Tierversuche. Sie ist eine Einladung, hinter die Schlagworte zu schauen und die Perspektive eines Menschen kennenzulernen, der mitten in diesem Spannungsfeld arbeitet und warum Veränderungen oft dort beginnen, wo wir bereit sind hinzuschauen.
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