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Es gibt ein Dörfchen, das auf keiner Landkarte zu finden ist: Kürbisweiler. Und diese Nacht ist eine ganz besondere Nacht, die lustigste des Jahres, die Halloween-Nacht. Auf dem Laternenplatz lächeln alle Kürbisse mit ihrem großen zahnlückigen Grinsen, der Nebel ist weich wie Zuckerwatte, und die welken Blätter kichern, wenn man auf sie tritt! Ganz oben im größten Kürbis wohnt Zélie, die liebste kleine Hexenlehrlingin der Welt, mit ihrem viel zu großen Hut, und Réglisse, ihr runder schwarzer Kater, der ängstlichste in ganz Kürbisweiler.
Doch heute Nacht steigt aus dem Zimmer, von unter dem Bett, ein komisches kleines Zittern auf. Réglisse ist sicher, dass es ein schreckliches Monster ist. Und das ist es auch, ein echtes… nur dass dieses Monster, Boubou, niemandem Angst machen will. Alles, was es sich wünschte, tief in seinem großen pelzigen Herzen, ist ein Freund, um nicht mehr so allein im Dunkeln zu sein, unter dem Bett.
Statt zu schreien oder wegzulaufen, tut Zélie etwas ganz Einfaches: Sie streckt die Hand aus, sagt Hallo und hört zu. Und nach und nach schmilzt die Angst auf beiden Seiten, denn der arme Boubou hatte genauso viel Angst vor den Kindern wie die Kinder vor ihm. Aus diesem großen, sanften Missverständnis wächst die schönste aller Freundschaften.
Diese Geschichte hilft deinem Kind zu verstehen, dass das, was Angst macht, oft etwas Liebes verbirgt, und dass ein Monster unter dem Bett manchmal nur jemand ist, der sich einsam fühlt. Eine schöne Art, die Angst vor dem Dunkeln und vor eingebildeten Monstern zu zähmen, indem man das beunruhigende Unbekannte in einen beruhigenden Freund verwandelt.
Und als Boubou und Réglisse endlich Freunde werden, wird das Zimmer wieder sanft und beruhigend. Das Dunkel hat nichts Furchterregendes mehr, es ist sogar eher gemütlich, und die Geschichte legt sich ganz sanft nieder, genau rechtzeitig, um unter die Decke zu schlüpfen und die Augen zu schließen.
Zélie macht sich nie über Réglisse lustig, der vor allem Angst hat, und zwingt niemanden. Sie nimmt sich die Zeit, sowohl dem ängstlichen Kätzchen als auch dem schüchternen großen Monster zuzuhören, und zeigt, dass man einen Freund oft dort findet, wo man ihn am wenigsten erwartet hätte: das, was Angst macht, mit Neugier statt mit Geschrei zu empfangen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und auf dem Laternenplatz wachen die Kürbisse lächelnd im weichen Nebel.
Eine sanfte Halloween-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 3 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. 🎃
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💡 Tipp: Um eine Welt am Stück zu hören, wähle ihre Staffel (Noisette, Léo, Cassie, Marin, Tom der Pirat, oder die Staffeln Weihnachten, Halloween und Kita).
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Eine Gutenachtgeschichte für Kinder. In Schönhügel, einer kleinen, ganz runden Stadt zwischen dem Marktplatz und den Feldern, steht eine alte rote Feuerwache mit spitzem Dach und einer großen Glocke ganz oben. An diesem Abend sitzt die ganze Wache um den großen Tisch zum Abendessen, und ganz am Ende der Bank, winzig klein in seiner viel zu großen Uniform, sitzt Nino. In einer Ecke, zusammengerollt in einem viel zu großen Stiefel, schnarcht Pompon, der Hund der Feuerwache, ganz leise vor sich hin und träumt von einem großen Knochen.
Dann klingelt das Telefon, leicht wie ein Glöckchen. Auf dem Dorfplatz ist Praline, die kleine Katze von Rosa, der Bäckerin, ganz nach oben in die große Eiche geklettert, erschreckt von einem Testböller für das Fest. Sie ist so hoch geklettert, dass sie sich nicht mehr zu bewegen traut, festgeklammert am letzten Ast, winzig klein in der Nacht. Bürgermeister Bruno will am liebsten gleich alle Feuerwachen des Landes anrufen. Chefin Marta dagegen rennt nie: Sie bittet ihn, erst einmal durchzuatmen, und vor allem, genau hinzuschauen.
Die große Leiter fährt hoch, hoch, und bleibt stehen: drei Äste zu kurz. Marco holt das Megafon, ruft ganz laut, und Praline klettert vor Schreck noch höher hinauf. Da werden alle still. Und in dieser Stille betrachtet Nino den Baum ganz anders: nicht seine Höhe, sondern seine Äste. Die dünnsten tragen weder die Leiter noch einen Erwachsenen, aber sie tragen einen kleinen Jungen. Er klettert ganz ohne Geräusch, setzt sich direkt unter die Katze, verlangt nichts von ihr und spricht ganz leise mit ihr, lange, bis sie von ganz allein wieder herunterkommt, Ast für Ast.
Im Lauf der Geschichte entdeckt dein Kind, dass klein sein kein Problem ist, das man lösen muss, sondern manchmal genau das Richtige. Es lernt auch, dass man jemandem, der Angst hat, nicht hilft, indem man lauter ruft, sondern indem man sich neben ihn setzt und wartet. Das ist die Gründungsfolge der Kollektion: Die Feuerwache, die Figuren und die Gesten, die in jeder weiteren Geschichte wiederkehren, entstehen hier, ganz sanft.
Am Ende kehren alle zur Feuerwache zurück. Lena, die Krankenschwester des Ortes, klebt ein Pflaster mit Sternchen auf Ninos aufgeschürften Ellbogen und drückt gleich daneben einen Kuss, denn beides zusammen wirkt immer besser. Marco poliert Groß-Rot und erzählt dabei vom Einsatz. Dann stellen sich die Stiefel auf, vom größten zum kleinsten, und der allerkleinste findet endlich seinen Platz.
Chefin Marta schimpft nie mit Marco, weil er zu laut gerufen hat, und macht sich nie über Brunos Panik lustig. Sie lässt alle durchatmen, wie man eine Geburtstagskerze auspustet, und hört sich dann die kleine Idee des Kleinsten von ihnen an: Diese Art, ein Gefühl ernst zu nehmen, statt es beiseitezuwischen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und währenddessen brüllt das Tatü-tata von Schönhügel draußen nicht, es flüstert, wie ein Schlaflied, das durch die Straße zieht.
Eine Feuerwehrgeschichte ohne Bildschirm, gedacht für Kinder ab 3 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. 🚒
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An diesem Morgen liegt auf dem blauesten Meer der Welt ein so dichter Nebel, dass Moustache nicht einmal mehr seine eigenen Arme sieht. Tom reicht ihm die Hand, und sie halten sich gut fest, um sich nicht zu verlieren. Dann kommt eine Karte an, ganz feucht vom Nebel und fast nicht zu lesen.
«Wo der Nebel Meer und Himmel verdeckt, schließ die Augen, hör zu, und finde das Wichtigste.» Eine Robbenfamilie hat sich im Nebel der verlorenen Bucht verirrt: Der kleine Pilou ist von seinem Papa getrennt worden. Ohne ihre Augen tasten sich Tom und Moustache ganz langsam voran, nur nach Gehör, und hören schließlich Pilous winzige Stimme, die ruft und sich im Kreis dreht.
Erste Idee: den Namen des Papas ganz laut rufen. Doch im Nebel prallt der Schall überall ab, und man weiß überhaupt nicht mehr, woher etwas kommt. Je mehr alle rufen, desto verlorener ist der Robbenpapa. Es braucht etwas anderes, einen Klang, den Pilou und sein Papa unter tausend anderen erkennen würden.
Also bittet Tom den kleinen Pilou zu singen, nicht den Namen seines Papas, sondern das tiefe Liedchen, das die beiden nur für sich haben und das ein Papa aus allen Geräuschen der Welt heraushört. Der alte Leuchtturm, den sonst nie jemand um etwas bittet, ist ganz glücklich, gebraucht zu werden: Sein Licht kommt nicht durch den Nebel, aber sein Nebelhorn macht einen tiefen, gleichmäßigen Ton, immer an derselben Stelle, wie ein Herzschlag im Weiß. Geführt vom Lied seines Kleinen und vom Horn, das sich nicht bewegt, schwimmt der Robbenpapa näher und näher, bis sie sich wiederfinden. Pilou lässt ein feines Babyrobben-Schnurrhaar für die Truhe da: das elfte Andenken.
Eine beruhigende Geschichte, gerade richtig, wenn man ein bisschen Angst im Dunkeln hat. Das ganze Abenteuer gelingt, ohne etwas zu sehen, nur mit den Ohren. Auch wenn man nichts sieht, ist man nämlich nie wirklich allein. Man muss nur zuhören: das Meer, den Wind, den Atem derer, die man liebhat, ganz nah.
Eine Gutenachtgeschichte ohne Bildschirm, für Kinder von 3 bis 5 Jahren, zum Zuhören beim Schlafengehen, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um sich vor der Nacht geborgen zu fühlen. 🌙
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An diesem Morgen erlebt Moustache ein echtes Drama. Bei acht Füßen braucht er sechzehn Socken, und er findet nur drei, alle verschieden. Wo landen eigentlich die verlorenen Socken? Das ist, so heißt es, das größte Rätsel des ganzen Meeres. Und genau jetzt zittert eine Karte am Ende des Segels.
«Segle bis zur Bucht, wo alles wiederkommt, was verloren geht.» Am Rand des Archipels gibt es also einen erstaunlichen Strand, der nicht aus Sand besteht, sondern aus Socken: Berge davon, Dünen mit Punkten, mit Streifen, mit Sternen. Alle Socken der Welt, die je verschwunden sind, spülen hier an. Die kleine Léa hat die rot-weiß geringelte Socke ihres Teddys Nounours verloren, und dem ist jetzt an einem Fuß kalt.
Doch ein alter Krebs wacht über all das: der Hüter der verlorenen Socken, der seit hundert Jahren sortiert und ordnet. Moustache steckt seine acht Arme aufs Geratewohl in die Düne, wirbelt Socken durch die Luft und bringt am Ende mit seiner Tinte auch noch die Ordnung des Hüters durcheinander. Unter zweiundvierzigtausend rot-weiß geringelten Socken findet man auf diese Weise gar nichts.
Also wechselt Tom die Methode: Er bittet den Fachmann um Hilfe, den, der jede einzelne Socke auswendig kennt. In wenigen Sekunden hebt der Hüter eine Düne an und holt die winzige Socke von Nounours hervor, mit dem klitzekleinen Knoten an der Seite. Sein Ordnungssinn war nie zum Ärgern da, sondern damit man wiederfinden und zurückgeben kann. Léa zieht ihrem Nounours die Socke wieder an, und der Hüter legt die kleinste Socke der Welt in die Truhe: das zehnte Andenken.
Die leichteste und lustigste Folge der Staffel, und zugleich eine tröstende Gutenachtgeschichte. Wenn man etwas verliert, das man liebhatte, darf man traurig sein. Aber nichts ist je wirklich weg: Es liegt nur woanders, schön warm verstaut, und wartet darauf, dass man es holen kommt.
Eine Gutenachtgeschichte ohne Bildschirm, für Kinder von 3 bis 5 Jahren, zum Zuhören beim Schlafengehen, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um kleinen Kummer vor der Nacht zu besänftigen. 🌙
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An jenem Abend wird der Himmel ganz orange, wie eine Mandarine: Es ist das Ende des Tages. Und vor dem großen blauen Tor der Kita wartet jemand, pünktlich, wie immer, wie versprochen. Weißt du, wer? Mama. Als das kleine Glöckchen läutet und sich das Tor ganz sanft öffnet, rennt ein kleines Mädchen mit einem etwas zu großen Rucksack über den Hof: Lila, die sich in ihre Arme wirft.
Mama drückt sie fest, fest, und atmet einmal tief ihr Haar ein, das nach Kita riecht: nach Stift, nach Farbe und ein bisschen nach Imbiss. «Du hast mir gefehlt, du. Komm, wir gehen nach Hause, ich halte deine Hand. Und sag mal, im Gehen… war es schön, die Kita, heute?» Da holt Lila, eins nach dem anderen, aus ihrer Tasche all die kleinen Schätze ihres Tages.
Da ist die Rutsche und das Einer-nach-dem-anderen, die Farbe, die Flecken macht, das kleine Krümelchen, mit der Löffelspitze probiert, der schüchterne Freund, der zum Freund wurde, der Reißverschluss, endlich ganz allein zugemacht. Seinen Tag zu erzählen, ihn in Mamas Hand in Worte zu fassen, ist, als würde man ihn ein zweites Mal erleben, noch sanfter, und jede kleine Emotion schön an ihren Platz zu räumen, bevor die Nacht kommt.
Diese Geschichte, die letzte der Kita-Staffel, hilft deinem Kind, die Brücke zwischen Kita und Zuhause zu schlagen, indem es seinen Tag in Worte fasst. Sie zeigt, wie gut es tut, zu erzählen, was man erlebt hat, die großen Freuden wie die kleinen Sorgen, und wie sehr das beruhigt und besänftigt vor dem Abend. Eine schöne Botschaft über das Teilen und die Verbindung.
Und als Lila alles erzählt hat, der ganze Tag schön warm in ihrer Tasche und in ihrem Herzen verstaut, bleibt nur noch die Sanftheit des Abends und Mamas Hand. Die Geschichte legt sich dann ganz sanft nieder, wie ein schöner Tag, der gut zu Ende geht, genau rechtzeitig, um die Augen zu schließen.
Mama fragt nicht nur «War's schön?»: Sie hört wirklich zu, sie lässt Lila in ihrem eigenen Tempo erzählen, die schönen Momente wie die kleinen Kümmernisse. Sich die Zeit zu nehmen, dem Tag eines Kindes zuzuhören, ohne zu urteilen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und im mandarinenfarbenen Himmel gehen ganz sanft die allerersten Sterne über dem großen blauen Tor auf.
Eine sanfte Kita-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 2 Jahren, zum Zuhören zur Schlafenszeit, zum Mittagsschlaf oder unterwegs. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um ruhig in den Schlaf zu finden. 🎒
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Der Himmel über dem Archipel wird ganz schwarz, und es grollt. Bumm. Dann bumm-bumm. Jede Nacht kommt derselbe Sturm zurück und macht allen Angst. Doch die alte, sehr weise Schildkröte Granny Coquille schickt Tom dem Piraten eine beruhigende Karte: Fahrt hinauf und seht selbst nach, das ist kein böser Sturm.
«Wenn der Himmel bumm macht und das Meer sich fürchtet, steig hinauf zum Riesen: Er ist ein Spieler, kein Dieb.» Die Königliche Sardine kann nicht untergehen, und so wird die Überfahrt zum Karussell: hoch auf die Welle, hopp, und auf der anderen Seite wieder hinunter, hopp. Zwischen zwei Donnerschlägen hört man sogar jemanden lachen, ganz oben in der dicken schwarzen Wolke.
Das ist Boum-Boum, ein riesiger Wolkenriese, der in die Hände klatscht, um den Donner zu machen, und pustet, um den Wind zu machen, einfach nur zum Spaß. Als Tom ihn bittet aufzuhören, wird alles noch schlimmer: Ein trauriger Wolkenriese weint, und daraus wird ein noch größerer Sturm. Man darf niemanden bitten, mit dem Spielen aufzuhören.
Granny Coquille kommt in ihrem eigenen Tempo an und verrät das Geheimnis: Ein Kleiner, der viel Lärm macht, möchte meistens nur, dass jemand ihn bemerkt und mitspielt. Also erfindet Tom das Wolkenspiel. Statt zu klatschen, pustet Boum-Boum ganz sanft und malt einen Fisch, dann einen Kraken mit acht Armen. Der Regen hört auf, der Wind legt sich, und der Sturm wird zu einer Parade aus weichen Wolken. Boum-Boum schenkt eine kleine Wolke, die nie schmilzt: das neunte Andenken.
Die passende Geschichte für Gewitterabende. Der Donner macht viel Lärm, aber er meint es nicht böse. So wird aus einem großen Schreck eine Kuscheleinheit, und die Angst vor dem Sturm lässt sich ganz langsam zähmen, kurz bevor die Augen zufallen.
Eine Abenteuer- und Gutenachtgeschichte ohne Bildschirm, für Kinder von 3 bis 5 Jahren, zum Zuhören beim Schlafengehen, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um beruhigt einzuschlafen, auch wenn draußen das Gewitter grollt. 🌙
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An jenem Morgen, in Lilas Kita, fällt die Sonne ganz sanft durchs Fenster. Lila hängt ihren Mantel unter ihr Schildchen mit der kleinen Sonne und singt ein Stück vom Morgenlied. Aber heute Morgen ist etwas anders: Nahe dem großen blauen Tor steht ein Kind, das Lila noch nie gesehen hat. Ein kleiner Junge, ein nagelneuer Pullover, ein Rucksack ganz eng an sich gedrückt. Er rennt nicht, er spielt nicht, er bleibt einfach da, ganz am Rand, an der Wand.
«Das ist ein neuer Freund», sagt Frau Lou. «Er heißt Sacha, es ist sein allererster Tag.» Aber Sacha sagt nichts, er schaut auf seine Schuhe und drückt seinen Rucksack noch ein bisschen fester. Den ganzen Vormittag bleibt er in seiner Ecke: Er geht nicht zu den Bauklötzen, nicht zu den Autos, zu niemandem. Er ist viel zu schüchtern, und sein kleines Herz schlägt bestimmt sehr schnell.
Lila erinnert sich sehr gut an ihren eigenen allerersten Tag und an den großen Kloß, den sie im Bauch hatte. Also nähert sie sich Sacha, ohne ihn zu bedrängen, ganz sanft, sie setzt sich neben ihn, ohne etwas zu verlangen, sie reicht ihm einen Bauklotz, dann ein Lächeln. Nach und nach, ohne dass man ihn drängt, traut sich Sacha, die Augen zu heben, dann die Hand auszustrecken, und ein erstes kleines Lachen kommt schließlich.
Diese Geschichte lehrt dein Kind, mit Sanftheit auf andere zuzugehen und den, der schüchtern oder neu ist, aufzunehmen, ohne ihn zu zwingen. Sie zeigt, dass ein Lächeln, ein hingehaltenes Spielzeug, ein Platz neben sich oft genügen, um die Schüchternheit zum Schmelzen zu bringen, und dass jeder sein eigenes Tempo hat, sich zu trauen. Eine schöne Botschaft über Freundschaft und Freundlichkeit.
Und als Sacha endlich lacht und mit Lila und den Freunden spielt, sieht man überhaupt nicht mehr den kleinen Jungen, der am Morgen an der Wand klebte. Der Tag endet mit einem Freund mehr, und die Geschichte legt sich ganz sanft nieder, mit ganz warmem Herzen, genau rechtzeitig, um die Augen zu schließen.
Lila zwingt Sacha nicht zu spielen und macht sich nicht über seine Schüchternheit lustig: Sie lässt ihm Zeit, sie kommt neben ihn, ohne etwas zu fordern. Das Tempo eines schüchternen Kindes zu achten und ihm sanft die Hand zu reichen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und in der Leseecke betrachtet Doudou-Hibou diese neue Freundschaft mit einem ganz gerührten Auge.
Eine sanfte Kita-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 2 Jahren, ideal, um über Freundschaft und Schüchternheit zu sprechen, zum Zuhören zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. 🎒
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Seit dieser Nacht rollt ein tiefes Grollen durch das ganze Archipel der Tausend Buchten, und niemand schläft. Moustache hat das Geräusch sofort erkannt: Das ist der Krake, das größte Wesen des Meeres, vor dem alle Seeleute Angst haben, so riesig, dass man immer nur seine Arme sieht.
Die Karte, die ankommt, ist völlig durchnässt, fast wie von Tränen. «Geh zu dem Großen, der im Dunkeln Angst macht, denn der größte aller Riesen hat abends großen Kummer.» An Bord der Königlichen Sardine versteht Tom schnell: Der Krake ruft zwar «Geh weg!», aber er weint dabei. Wer weint, will niemandem wehtun. Wer weint, dem tut selbst etwas weh.
Der Riese hat Étoilette verloren, einen winzigen rosa Seestern, der ihm jeden Abend ein Schlaflied singt und ohne den er nicht einschlafen kann. Je mehr er das Meer umrührt, um sie zu suchen, desto weiter treibt er sie fort. Toms erste Idee: mit der Laterne leuchten. Doch nachts glitzert das Meer überall, und es gibt viel zu viele kleine Lichter, um einen einzigen Stern zu finden.
Also löscht Tom die Laterne und schlägt vor, mit den Ohren zu suchen. In der großen dunklen Stille hört man das winzige Schlaflied von Étoilette, ganz allein am Ende der Bucht. Sie folgen dem Liedchen, finden Étoilette und setzen sie auf die Nase des Kraken, der endlich seine riesigen Augen schließt und lächelt. Étoilette lässt eine kleine Zacke von sich in der Truhe: das achte Andenken.
Ein zärtliches Abenteuer, wie gemacht für das Einschlafritual. Dein Kind entdeckt, dass ein Kuscheltier tröstet und beruhigt, sogar den größten und eindrucksvollsten aller Riesen. Und dass hinter etwas, das sehr laut grollt, oft ein großer Kummer steckt, dem man besser zuhört, als davonzulaufen.
Eine Gutenachtgeschichte ohne Bildschirm, für Kinder von 3 bis 5 Jahren, zum Zuhören beim Schlafengehen, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, und die Folge klingt im Einschlafen aus, gerade richtig, um sein Kuscheltier ganz fest zu drücken. 🌙
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An jenem Morgen, in Lilas Kita, ist der Himmel ganz grau mit einem kleinen frischen Wind: ein echtes Mantelwetter. Und genau da klatscht Frau Lou in die Hände: Man spielt draußen, unter dem Vordach! Jeder rennt los, seinen Mantel am Haken zu holen. Lila zieht ihren schönen gelben Mantel an, ein Ärmel, dann der andere. Es bleibt nur noch eine Sache zu tun: den Reißverschluss zumachen. «Und das kann ich ganz allein, wie eine Große.»
Nur ist der Reißverschluss nicht einverstanden. Er klemmt, er hakt, er weigert sich hochzugehen. Lila zieht, zieht noch mehr, ärgert sich ein bisschen… aber nichts zu machen. Und da kommt der große Kloß im Hals hoch, dieses Weinen-Wollen, wenn man es nicht schafft und man doch so sehr gesagt hatte, dass man groß ist. Um Hilfe zu bitten, das ist fast noch schwerer als der Reißverschluss.
Da lernt Lila, ganz sanft, etwas sehr Wichtiges: um Hilfe zu bitten heißt nicht, ein Baby zu sein, es ist sogar sehr schlau. Sie geht zu Frau Lou, die den Reißverschluss nicht an ihrer Stelle zumacht, sondern ihr ZEIGT: Man hält das untere Ende gut fest, man richtet aus, man zieht gerade nach oben. Und beim nächsten Mal schafft es Lila fast ganz allein. Dann hilft sie sogar Noé, ihrerseits.
Diese Geschichte hilft deinem Kind zu verstehen, dass man es nicht gleich beim ersten Mal schaffen muss und dass um Hilfe zu bitten eine Stärke ist, keine Schwäche. Sie zeigt auch die schöne Kette der gegenseitigen Hilfe: Man bekommt eine helfende Hand, dann gibt man selbst eine weiter. Eine wertvolle Botschaft über Ausdauer und Zusammenhalt.
Und als der gelbe Mantel endlich schön bis zum Kinn zugemacht ist, ganz warm, saust Lila los, um unter dem Vordach zu spielen, stolz auf sich und stolz, Noé geholfen zu haben. Der Tag endet gut gelaunt, und die Geschichte legt sich ganz sanft nieder, genau rechtzeitig, um die Augen zu schließen.
Frau Lou schimpft nicht mit Lila und macht den Reißverschluss nicht an ihrer Stelle zu: Sie zeigt ihr, wie es geht, damit sie es beim nächsten Mal ganz allein schafft. Einem Kleinen zu helfen, zu lernen, statt es an seiner Stelle zu tun, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und am Garderobenhaken warten die Schildchen mit der kleinen Sonne ganz brav auf die Rückkehr vom Hof.
Eine sanfte Kita-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 2 Jahren, zum Zuhören zur Schlafenszeit, zum Mittagsschlaf oder unterwegs. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um ruhig in den Schlaf zu finden. 🎒
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An jenem Morgen, in Lilas Kita, fällt die Sonne ganz sanft durchs Fenster. Lila hat ihren Mantel unter ihr Schildchen mit der kleinen Sonne gehängt, sie hat das Morgenlied gesungen, und sie weiß jetzt gut, dass Mama immer zurückkommt. Aber da ist heute Morgen ein ganz kleines Ding in ihrem Bauch, das sie so tut, als würde sie es nicht hören: ein Bedürfnis, Pipi zu machen, ganz klein zuerst, wie ein höfliches «Klopf-klopf».
«Nicht jetzt. Später», sagt sich Lila. Denn um in der Kita Pipi zu machen, muss man auf DIE Toilette der Kita gehen, und das ist nicht wie zu Hause. Dort ist alles neu, und da ist vor allem die Spülung mit ihrem großen Geräusch, das einen zusammenzucken lässt. Also drückt Lila ein bisschen die Knie zusammen und wartet, während das kleine «Klopf-klopf» immer lauter wird.
Zum Glück wacht Doudou-Hibou und vertraut ihr einen ganz einfachen Trick an: Wenn das kleine «Klopf-klopf» im Bauch kommt, sagt man sofort Bescheid, man geht ohne zu warten, und für die Spülung, die Angst macht, kann man sich die Ohren zuhalten und einmal kräftig pusten. Beruhigt traut sich Lila endlich zu gehen, ganz allein, wie eine Große.
Diese Geschichte begleitet dein Kind zur Selbstständigkeit, indem sie ganz sanft die Angst vor der Kita-Toilette und dem Geräusch der Spülung entdramatisiert. Sie lehrt, auf die kleinen Signale seines Körpers zu hören und nicht zu warten: eine beruhigende und sehr nützliche Botschaft für die Kleinsten, die lernen, es «wie die Großen» zu machen.
Und als Lila aus der Toilette kommt, ganz stolz, es allein geschafft zu haben, fühlt sie sich groß wie nie. Der Tag geht weiter, leicht und fröhlich, und die Geschichte legt sich ganz sanft nieder, genau rechtzeitig, um die Augen zu schließen, stolz, so mutig gewesen zu sein.
Niemand macht sich über Lilas Angst lustig, und niemand schimpft mit ihr: Doudou-Hibou gibt ihr nur einen kleinen Trick, um es ganz allein zu schaffen. Einem Kind einen Kniff zu geben, um eine alltägliche Angst zu zähmen, statt sie kleinzureden, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und in der Leseecke nickt die kleine Eule mit dem Kopf, ganz stolz auf ihre Lila.
Eine sanfte Kita-Geschichte ohne Bildschirm, für die Kleinsten ab 2 Jahren, ideal, um das Sauberwerden und die Selbstständigkeit zu begleiten, zum Zuhören zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken. 🎒
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