Wie ist Dir das Titellied eingefallen? -> 00:32 | - Spielst Du alle Instrumente selber? Und was sind das für seltsame Instrumente? -> 01:25 | - Was sind Deine musikalischen Vorbilder? 02:13 | - Warum ist das Album unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht? -> 03:25 | - Wie bist Du auf den Namen "Torsten Torsten" gekommen? -> 04:29
Interview: Ellen Bonte | Camera & Schnitt: Fela Film | Close up camera: Masha Potempa
Ich sitze hier mit Torsten Torsten, der am 21.März seine Debüt-EP veröffentlicht: "Arbeit oder Liebe"
Torsten Torsten, wie bist Du auf das Titellied gekommen?
Äjm, ich hab vor vielleicht 2 Jahren geträumt, dass eine gute Freundin von mir, Ellen Bonte, auch eine tolle Musikerin hier aus Leipzig in einem Kino sitzt und ein Lied spielt und in dem Traum, da dachte ich mir: "Wau, was für ein schönes Lied, was für coole Akkorde, der Text ist so witzig.
Und ich hab mich so ein bisschen geärgert, ich bin vor Neid erblasst, sofern das im Traum möglich ist, und über dieses Erblassen munter geworden. Und da ist mir eingefallen "Verdammt, dieses Lied gibt's noch gar nicht. Das hab ich grad geträumt.",
Bin schnell in mein Musikzimmer gerannt, hab mir die Gitarre genommen, hab die Akkorde, die ich immer noch im Ohr hatte, gespielt
und hab dazu diesen Chorus gesungen und das waren genau die selben Akkorde, die ich geträumt hatte
und so ist der Chorus des Liedes entstanden.
Und dann hab ich halt noch den Text drumherum geschrieben. Und so ist das entstanden, ja.
-Super. Und spielst Du die Instrumente, die auf Deinem Album sind selber? Ja, genau abgesehen von den Background Vocals, die Freundinnen und Freunde von mir eingesungen haben, hab ich unter anderem
meine Duduk gespielt. Das ist ein armenisches Doppelrohrblatt-Blasinstrument, was ganz toll klingt.
Das hab ich war vor Jahren im Radio gehört und musste das dann gleich über Internet bestellen.
Weil das so'n schönen Klang hat und ...es ist auch noch eine Mandolinette zu hören
das ist so eine Art Zither, die ich auch mal in einem Techno-Song vor jahren gehört hab, bei Orbital spielt so ein Hackbrett/Mandolinette und da hab ich geguckt, was das für ein Instrument ist und hab mir das bestellt und genau ansonsten spiel ich noch Gitarre und singe, ja.
-Was sind denn deine Vorbilder? Na bei Vorbildern denk ich mal ich bin so ein bisschen ein Opfer des Brit-Pop, das ist halt die Zeit so neunziger Jahre - also neunzehnhundertneunziger Jahre, in der ich groß geworden und in die Disco gegangen bin und angefangen hab, bewusst Musik zu hören.
Eine Band die mich seit fünfzehn, zwanzig Jahren bekleidet ist Divine Comedy. Ich hab am Anfang nur die Musik von denen gemocht, später gecheckt: wow, die Texte sind auch total witzig. Außerdem ja hör ich halt, damals hab ich ganz viel Pulp gehört und andre Brit-Pop-Bands und ansonsten so im deutschsprachigen Raum gebe ich zu, dass ich auch geprägt von Fanny van Dannen bin, der mich sehr inspiriert hat von seinem Gestus her und ja ich mag eigentlich Alles was einen witzigen Text und eine coole Melodie hat und vielleicht auch noch so'n bisschen tanzbar ist.
Und du hast das Album oder die EP unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
Was bedeutet das, was hat es damit auf sich?
Das ist eine Lizenz, die es anderen Leuten erlaubt, mit der Musik, die auf dem Album ist, im Prinzip zu machen, was sie wollen. Also man kann es re-mixen oder in irgendwelche andere Sharing-Kontexte stellen, also als Filmmusikirgendwie verwenden, ohne dass dafür Lizenzgebühren an mich oder jemand anderen fließen müssen.
Das Einzige was wichtig ist, ist bei DER Creative Commons- Lizenz, dass mein Name irgendwie mit auftaucht.
Und ich hab das für mich entschieden, dieses, mein erstes Album unter diese Lizenz zu stellen weil ich selber in dieser Szene groß geworden bin und selber ganz viel Content nutze für, zum Beispiel Videos, die ich mache. Das Video zu meiner ersten Single "Arbeit oder Liebe" ist ein Video was unter einer Creative Commons-Lizenz steht und was ich deswegen auch einfach nutzen kann ohne an jemanden Lizenzgebühren zu zahlen. Und da wollte ich was zurückgeben in dem ich mein erstes Album auch unter eine Creative Commons-Lizenz stelle
- Und eine letze Frage: Torsten Torsten - wie bist Du auf Deinen Namen gekommen? Ja. Das war schwierig tatsächlich weil ich habe überlegt was wäre ein guter Name Torsten ist so 'n bisschen ein seltsamer Name obwohl er mir auch sehr gefällt und ich meine Eltern auch sehr dafür mag, dass sie mich so genannt haben und dann hab ich mir überlegt, ja was wäre denn noch besser als Torsten und dachte mir, ja vielleicht Torsten Torsten und irgendwie ist der kleben geblieben bei mir und immer wenn ich irgendwo aufgetreten bin, haben auch Leute gesagt: "Ja, das ist ein witziger Name." Und so ist das entstanden.- Ja, Torsten Torsten , die EP erscheint am 21. März.