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Vielleicht gerade deshalb lohnt es sich, rund um Ostern noch einmal etwas genauer hinzuhören, wenn es so beiläufig verwendet wird. In sozialen Medien, in Netzwerken, in einer Gegenwart, die Nähe gern mit Sichtbarkeit verwechselt und Zustimmung oft für Relevanz hält, hat sich das Verhältnis zu Beziehungen leise verändert. Vieles ist verbunden, aber nicht alles trägt.
Diese Episode von Travelholics kreist um Freundschaft, Haltung, Wahrhaftigkeit und die Frage, was bleibt, wenn das Publikum einmal verstummt. Es geht um digitale Nähe und um jene Form von Resonanz, die schnell verfügbar ist, aber nicht zwingend tief. Es geht auch um Haltung, um Kompetenz und um die feinen Unterschiede zwischen gutem Signal und echter Substanz.
Ein kurzer Auszug aus Werner Herzogs "Die Zukunft der Wahrheit" führt dabei zu einer weiteren Frage:
Eine kleine Osterfolge über Beziehungen, Loyalität, Wahrhaftigkeit und die Dinge, die nicht lauter werden müssen, um Gewicht zu haben.
Viel Freude beim #schlauhören und Frohe Ostertage!
Roman Borch Podcaster & Producer
Und für alle, die fleissig gesucht haben, verbirgt sich hier die Osterüberraschung vom Travelholics Listeners Club
übrigens:
produziert im mobilen Podcast Studio von travelholics.media
Mein Gespräch mit Manuel Saballus von Peakwork war für mich vor allem eines: eine Erinnerung daran, dass die Zukunft der Touristik nicht nur an ihren Oberflächen entschieden wird.
Wir reden viel über KI, über neue Frontends, über Automatisierung und über User Experience. Aber viel zu selten über die Infrastrukturen, die Reiseprodukte im Hintergrund überhaupt erst möglich machen. Genau dort setzt Peakwork an: bei Datenmodellen, Aggregation, Dynamic Packaging und hochspezialisierten Netzwerklogiken.
Für mich ist das mehr als ein Tech-Gespräch. Es ist ein Gespräch über Substanz.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
produziert im mobilen Podcast Studio von travelholics.media
Mein zweites Gespräch mit** Alessandro Benedetti **von *Kempinski* nach unserem Treffen und der ersten gemeinsamen Eisode auf Kuba war für mich vor allem eines: ein Austausch über die kulturelle Präzision guter Hotellerie.
Wir reden in der Touristik oft über internationale Märkte, neue Zielgruppen und Wachstum. Aber viel zu selten über die eigentliche Herausforderung dahinter: Wie empfängt man Gäste aus ganz unterschiedlichen kulturellen Kontexten, ohne den Charakter eines Ortes zu verlieren?
Genau das hat diesen Talk am Travelholics Mic spannend gemacht. Berchtesgaden, München, globale Gästebedürfnisse, alpine Sehnsuchtsbilder und schließlich die Nymphenburg Royal Residence als fast schon symbolischer Ort eines diskreten Luxus – all das zeigt, dass Hotellerie weit mehr ist als standardisierte Exzellenz. Sie ist im besten Fall eine kluge Form kultureller Übersetzung.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
produziert im mobilen Podcast Studio von travelholics.media
Im Gespräch mit Carola Gotscher von der Allianz Reiseversicherung hat mich vor allem ein Gedanke beschäftigt:
Reiseversicherung wird oft als Zusatzprodukt verstanden, tatsächlich erzählt sie aber etwas Grundsätzliches über die Qualität touristischer Dienstleistungen.
Solange Reisen reibungslos verläuft, reden wir über Inspiration, Komfort und Erlebnis. In dem Moment aber, in dem etwas Unvorhergesehenes geschieht, geht es um Orientierung, Verlässlichkeit und konkrete Hilfe. Genau dort beginnt die eigentliche Bewährungsprobe von Service.
Ich fand spannend, dass wir über digitale Lösungen gesprochen haben, ohne dem alten Reflex zu folgen, Technologie gegen menschliche Nähe auszuspielen. App, Telekonsultation und Hotline sind nur dann sinnvoll, wenn sie gemeinsam ein belastbares Sicherheitsnetz erzeugen.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
produziert im mobilen Podcast Studio von travelholics.media
Mich hat an dem Gespräch mit Lukas Hofmeister von Beond vor allem fasziniert, wie Beyond gegen vertraute Routinen des Marktes arbeitet. Eine Airline mit nur 44 Plätzen, Business Class only, Malediven-Fokus – das klingt zunächst nach radikaler Zuspitzung. Im Gespräch wird aber deutlich, dass gerade diese Klarheit das Produkt anschlussfähig macht: für Paare, für anspruchsvolle Leisure-Gäste und überraschend stark auch für Familien.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Die ITB ist in ihrem 60. Jahr nicht einfach nur älter geworden
Sie ist komplexer geworden, politischer, kultureller, vielleicht auch ehrlicher in dem, was sie für die Touristik bedeutet. Als ich Deborah Rothe zum Abschluss der Messe in mein mobiles Studio eingeladen habe, ging es mir deshalb nicht um ein bloßes Fazit. Mich interessierte die Frage, was diese Messe heute eigentlich erzählt — über den Zustand der Branche, über ihre Hoffnungen, ihre Widersprüche und ihre Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.
Aus dem Gespräch wurde schnell deutlich, dass die ITB längst mehr ist als ein Marktplatz für Produkte, Kontakte und Abschlüsse. Sie ist ein sozialer Resonanzraum der Branche. Hier wird nicht nur verkauft, hier wird Welt gedeutet: in den Hallen, auf den Bühnen, in Gesprächen zwischen Kaffeemaschine und Konferenzraum, in der Inszenierung von Gastländern, in der Sichtbarkeit von Technologien, in der Sprache des Kongressprogramms. Dass das Motto in diesem Jahr „Leading Tourism into Balance“ lautete, ist deshalb kein dekorativer Claim, sondern ein Ausdruck jener zentralen Zumutung, mit der sich Tourismus heute auseinandersetzen muss: Wachstum zu ermöglichen, ohne Zerstörung zu organisieren; Mobilität zu fördern, ohne Verantwortung zu relativieren; globale Sehnsüchte ernst zu nehmen, ohne lokale Realitäten zu missachten.
Besonders spannend fand ich im Gespräch die Gleichzeitigkeit von Größe und Nähe. Deborah Rothe spricht über fast 6.000 Aussteller aus 166 Ländern, über die Internationalisierung der ITB-Marke nach Asien, Indien und Amerika, über neue Themen wie Agentic Commerce, resiliente Destinationen und nachhaltige Kraftstoffe. Und doch kehrt das Gespräch immer wieder zurück zu den kleinen Begegnungen, zu Emotion, zu Präsenz, zu jener fast altmodisch anmutenden Qualität des persönlichen Austauschs. Gerade darin liegt womöglich die eigentliche Stärke der ITB: dass sie in einer Zeit digitaler Dauerverfügbarkeit die Knappheit echter Begegnung in Wert setzt.
Das Gastland Angola steht dafür exemplarisch. Nicht als folkloristische Kulisse, sondern als selbstbewusste Einladung, einen Kontinent anders zu betrachten: differenzierter, offener, zukunftsorientierter. Auch das ist ITB im Jahr 2026: nicht nur Schaufenster, sondern Möglichkeitsraum. Nicht nur Bühne, sondern Übersetzungsmaschine zwischen Märkten, Kulturen und Erwartungen.
Tourismus ist nie nur Bewegung im geografischen Sinn ist. Er ist immer auch Bewegung im Denken. Und vielleicht ist genau das die bleibende Relevanz der ITB: Sie versammelt nicht nur Anbieter und Abnehmer, sondern Haltungen, Horizonte und Ideen darüber, wie wir künftig reisen — und warum.
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Auch diese Episode ist kein trockener Rechtsvortrag und auch keine rechtliche Beratung, sondern eine Einladung, Reiserecht als strategisches Instrument zu begreifen: als Rahmen, in dem sich Geschäftsmodelle, Kundenbeziehungen und Nachfolgeregelungen bewegen. Ausserdem ist diese Folge extrem aktuell!
Es gibt Momente in der Touristik, in denen die Sprache der Branche plötzlich eine andere wird. Dann geht es nicht mehr um Sehnsucht, Produkt, Nachfrage oder Conversion, sondern um Verantwortung, Risiko, Zumutbarkeit und Unterstützung. Die Wirklichkeit drängt sich in den Betrieb, und mit ihr die alte Erkenntnis, dass Reisen nie nur Freiheit, sondern immer auch Ordnung, Regelwerk und Erwartungsmanagement bedeutet.
Für diese Sonderausgabe des Travelholics Podcasts habe ich auf der ITB zwei Stimmen in das mobile Podcast Studio von travelholics.media eingeladen, die genau an dieser Schnittstelle von Norm und Praxis denken: Prof. Charlotte Achilles-Pujol und Prof. Hans-Josef Vogel.
Dabei zeigt sich zunächst etwas sehr Grundsätzliches: Der Unterschied zwischen Pauschalreise und Individualreise ist kein Detail des Vertriebsmodells, sondern eine Kategorie der Verantwortung. Wer pauschal reist, kauft eben nicht nur Beförderung und Unterkunft, sondern auch ein Versprechen organisierter Unterstützung. Wer individuell reist, bewegt sich freier – aber eben auch risikoreicher.
Mich interessiert an diesem Thema jedoch nicht nur die juristische Architektur, sondern ihre kulturelle und ökonomische Bedeutung für die Branche. Denn außergewöhnliche Umstände offenbaren, was touristische Wertschöpfung im Kern ist: die Organisation von Verlässlichkeit in einer unverlässlichen Welt. Genau deshalb geraten in Krisen nicht nur Flüge und Hotelverträge unter Druck, sondern auch Provisionen, Informationspflichten, Kulanzentscheidungen und das Selbstverständnis des Vertriebs.
Auch diese Episode ist kein trockener Rechtsvortrag und auch keine rechtliche Beratung, sondern eine Einladung, Reiserecht als strategisches Instrument zu begreifen: als Rahmen, in dem sich Geschäftsmodelle, Kundenbeziehungen und Nachfolgeregelungen bewegen. Ausserdem ist diese Folge extrem aktuell!
Viel Freude beim #schlauhören!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Was Traffics gerade anders macht
Es gibt Gespräche in meinem Podcast, die sich um Produkte drehen. Und es gibt Gespräche, die sich um Voraussetzungen drehen – um die Bedingungen der Möglichkeit von Produktivität, Verlässlichkeit und Innovation in einem Markt, der seine eigene Halbwertzeit beständig verkürzt. Das Gespräch mit Marc Herrgott gehört zur zweiten Kategorie.
Kurz vor der ITB treffe ich auf einen CEO, der nicht mit dem Pathos des Disruptors argumentiert, sondern mit der Nüchternheit eines Architekten im Bestand: Was muss ein Travel-Tech-Unternehmen im Jahr 2026 sein, wenn es nicht nur Ideen produzieren, sondern unter Last liefern will? Herrgotts Antwort ist bemerkenswert unmodisch und gerade deshalb relevant: Fokus statt Ausfransung, Verlässlichkeit statt Wundertüte, Exzellenz in Datenqualität und Supplier Management statt diffuser Innovationsrhetorik.
Dabei ist das Gespräch keineswegs innovationsskeptisch. Im Gegenteil: Es entwirft Innovation als präzise Arbeit am Kern. Die eigentliche Bewegung findet nicht in der Oberfläche statt, sondern im „Maschinenraum“ – dort, wo Infrastruktur, Produktionslogik und Datenarchitektur darüber entscheiden, ob ein Versprechen gegenüber Partnern nur formuliert oder tatsächlich eingehalten werden kann. Das Bild vom schrittweisen Motoraustausch im laufenden Betrieb ist mehr als eine Metapher; es ist eine Zustandsbeschreibung des technologischen Umbaus in reifen Branchenstrukturen.
Spannend wird es dort, wo Herrgott den Blick über Traffics hinaus weitet: auf eine Branche, die in kürzeren Planungszyklen denken muss, auf Wertschöpfungsstufen, die sich neu sortieren werden, und auf KI-Anwendungen, deren Qualität sich nicht an der Oberfläche, sondern an ihrer Tiefe der Datenintegration entscheiden wird. In dieser Perspektive erscheint die Zukunft des Reisevertriebs weder als lineare Fortschreibung noch als abrupter Bruch, sondern als Frage der Orchestrierung: von CRM, Content, buchbaren Leistungen und Nutzerkontext zu einem Angebot, das individueller wirkt, selbst wenn es strukturell noch Pauschalreise ist.
Dieser Talk im Podcast der Touristik ist deshalb auch ein Gespräch über die vielleicht wichtigste Frage für die kommenden Jahre: Wer baut nur weiter Balkone an bestehende Systeme – und wer traut sich, den Motor tatsächlich zu wechseln?
Danke für #schlauhören und #weiterdenken und herzliche Grüße!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Der deutsche Reisemarkt 2026
Der deutsche Reisemarkt wirkt auf den ersten Blick erstaunlich robust. Wer nur die Schlagzeilen der Gegenwart kennt, könnte anderes vermuten: geopolitische Unsicherheiten, beschleunigte Öffentlichkeit, wirtschaftliche Vorsicht, technologischer Umbruch. Und doch zeigt sich in den diskutierten Daten ein bemerkenswert anderes Bild: Reisen bleibt für viele Menschen kein entbehrlicher Luxus, sondern ein stabiler Bestandteil ihres Lebensentwurfs.
In dieser Episode des travelholics-Podcasts spreche ich mit Ulf Sonntag und Michael Buller über die VIR Daten & Fakten zum Online-Reisemarkt 2026 und damit über mehr als nur Marktkennzahlen. Es geht um die Frage, wie sich ein Markt verändert, der zugleich stabil bleibt. Denn genau darin liegt die eigentliche Pointe: Nicht der Reisewille bricht weg, sondern seine innere Logik verschiebt sich.
Die Hauptreise gewinnt an Gewicht, während Zweit- und Zusatzreisen zurückhaltender geplant werden. Die Ausgaben steigen, aber nicht nur aus Lust am Mehr, sondern auch unter dem Eindruck verteuerter Rahmenbedingungen. Urlaub erscheint in diesem Licht als priorisierte Auszeit: als bewusst verteidigter Raum für Distanz, Sonne, Genuss und Unterbrechung des Alltags. Der anhaltende Erfolg des Mittelmeerraums ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck eines Bedürfnisses nach Verlässlichkeit und emotionaler Entlastung.
Parallel dazu verändert sich der Vertrieb nicht revolutionär, sondern tiefgreifend. Die alte Gegenüberstellung von digital und stationär wirkt zunehmend überholt. Gebucht wird online, hybrid, beraten per Telefon, Link oder persönlich – entscheidend ist nicht mehr die reine Kanalfrage, sondern die Qualität der Verbindung. Digitalisierung ist in diesem Sinne kein Projekt mehr, sondern infrastrukturelle Realität.
Und genau an dieser Stelle tritt die Künstliche Intelligenz ins Zentrum. Noch ist sie für viele vor allem Werkzeug der Inspiration und Planung. Doch der eigentliche Wandel, so legt es das Gespräch nahe, wird tiefer reichen: in Sichtbarkeit, Systemlogik, Marketing, Kommunikation und Prozessarchitektur. Die Branche steht damit nicht vor dem Ende des Reisens, sondern vor einer Neuordnung ihrer Vermittlungsformen.
Diese Episode ist deshalb nicht nur ein Gespräch über Zahlen. Sie ist ein Gespräch über die Grammatik eines Marktes, der stabil bleibt, indem er sich verändert.
Ein Hinweis in eigener Sache:
Danke für #schlauhören und #weiterdenken und herzliche Grüße!
Roman Borch Podcaster & Producer
übrigens:
Vom Produkt zur Lebensraumfrage
Ein Manifest ist ein riskantes Genre. Zu viel Pathos – und es wird zur Pose. Zu viel Pragmatismus – und es verkommt zur Folienlogik. In der Touristik, die gern zwischen operative Hektik und ritualisierte Zukunftsrhetorik pendelt, ist das besonders heikel. Genau deshalb lohnt der Blick auf „Impulse4Travel 2030“: nicht als Heilsversprechen, sondern als Versuch, der Branche eine Sprache zu geben, in der sie wieder gemeinsam denken kann.
Im Gespräch mit Anja Kirig und Michael Faber von realizing progress sowie Michael Buller (VIR) wird deutlich, dass dieses Manifest nicht in einem stillen Kämmerlein entstanden ist. Es ist – und das ist sein eigentlicher Anspruch – ein verdichtetes Echo aus vielen Vorab-Gesprächen: Reisebüros, Veranstalter, Destinationen, Hotellerie, Verkehrsträger. Es ist keine Unterschriftenliste, kein moralischer Vertrag. Eher ein Koordinatensystem für die nächsten fünf Jahre.
Die stärkste Verschiebung liegt in der Perspektive: Tourismus nicht nur als Anbieter von Erlebnissen, sondern als Mitgestalter von Lebensräumen. Das klingt groß – und ist dennoch konkret. Denn wer Lebensräume mitgestaltet, kann sich nicht damit begnügen, Nachfrage zu bedienen; er muss Akzeptanz, Ressourcen, lokale Qualität und die soziale Statik eines Ortes mitdenken. Der touristische Erfolg wird damit weniger zur Frage der Auslastung als zur Frage der Lebensfähigkeit – für Gäste und Gastgeber zugleich.
Als zweites durchzieht KI die Debatte wie ein Leitmotiv. Nicht als Tool, das man „auch noch“ einführt, sondern als Umbau der Wertschöpfung: neue Individualisierung, neue Rollen, neue Leitplanken. Kirig spricht von „Symbiotic Intelligence“ – einem Zusammenspiel, in dem Maschine und Mensch nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern Zuständigkeiten neu sortiert werden: Routine wird automatisierbar, während Empathie, Kuratierung, Verantwortung und Urteilskraft an Bedeutung gewinnen. Und genau dort liegt die stille Zumutung des Manifests: Wer KI einsetzt, setzt auch sein eigenes Wertesystem aus – denn am Ende sprechen Maschinen im Ton der Organisation, die sie freisetzt.
Dass Nachhaltigkeit in nahezu jeder Input-Gruppe auftauchte – stärker als 2020 –, zeigt eine Verschiebung von der Ideologie zur Notwendigkeit. Nicht mehr: „Wir machen die Welt besser.“ Sondern: „Wenn wir das nicht tun, haben wir ein Problem mit unseren Produkten.“ Das ist weniger romantisch, aber erwachsener. Und es passt zur Marktfrage, die im Talk unangenehm klar benannt wird: Urlaub wird teurer; leistbar ist er längst nicht mehr für alle. Zwischen Preissensibilität und Wertorientierung entsteht eine Spannung, die sich nicht wegmoderieren lässt.
Am Ende ist „Impulse4Travel 2030“ deshalb vor allem eines: ein Appell zur Professionalisierung des Zukunftsdenkens. Nicht als Trend-Show, sondern als betriebliche Praxis. Kein Abhak-Katalog, sondern ein Wertekompass, der sich erst beweist, wenn er in Entscheidungen übersetzt wird: in Produktgestaltung, in Kommunikation, in Technologieeinsatz, in Partnerschaften – und in den Mut, auch unbequeme Fragen sichtbar zu machen.
Ein Hinweis in eigener Sache:
Danke für #schlauhören und #weiterdenken und herzliche Grüße!
Roman Borch Podcaster & Producer
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