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Strategien zum Umgang mit Rechtsextrremismus und -populismus im Dorf, Verein und im Bertrieb.Christopher Vogel arbeitet bei der Mobilen Beratung Hessen, einer Organisation, die Einzelpersonen und Initiativen im Umgang mit Rechtsextremismus und -populismus berät.
Kostenlose Beratung anfragen über: https://bundesverband-mobile-beratung.de/
Abos bei der Unabhängigen Bauernstimme: https://www.bauernstimme.de/bauernstimme/abonnieren
Auch spannend für dich: Wie die Rechte auf dem Land erstarkte? Die Geschichte der Völkischen Siedler, welche Pläne Rechte für die Landwirtschaft haben und die Richtungskämpfe innerhalb der AfD. https://umbruch-landwirtschaft.de/voelkische-siedler/
The post [Interview] Christopher Vogel – Tipps zum Umgang mit Rechts appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
Welchen Einfluss üben Völkische Siedler aus? Wie stehen sie zur Landwirtschaft? Wie umgehen mit ihnen im Dorf? Ich spreche mit der Journalistin Andrea Röpke und Martin und Esti Raabe von der Initiative beherzt e.V. über diese Fragen.
Quellen:
The post Völkische Siedler – Von den Dörfern in die Stadt appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
Einen Teil der Ernte einbehalten und im nächsten Jahr wieder aussäen oder auspflanzen. Diese uralte Praxis des Nachbaus wird immer seltener. Denn seit gut 30 Jahren herrscht in Deutschland ein Zerren um die Kontrolle der Saat. Auf der einen Seite stehen die Züchter, organisiert im Bund Deutsche Pflanzenzüchter. Auf der anderen die Landwirt:innen, die sich für ihr Recht auf Nachbau einsetzen.
Diesmal spreche ich mit Georg Janssen über den Konflikt um das Recht auf Nachbau. Georg ist langjähiger Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Gegen Nachbaugebühren und Nachbaugesetzt, kurz der IG Nachbau. Außerdem sitzt er im Vorstand der Unabhängigen Bauernstimme, von der auch dieser Podcast ist.
Wir sprechen über die jüngste Zuspitzung des Konfliktes, die letztes Jahr im November ihren Anfang nahm. Wir tauchen ein in die fast 30 Jährige Geschichte der IG Nachbau. Und, das finde ich besonders spannend, wir sprechen darüber, wie die Interessen der Züchter und der Landwirt:innen zusammengebracht werden könnten.
The post [Interview] Georg Janssen – Das Recht auf Nachbau appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
Angestellte in der Landwirtschaft brauchen mehr Sichtbarkeit im politischen Diskurs
55% – so groß ist der Anteil der abhängig Beschäftigten an allen Arbeitskräften, wobei zu beachten ist, dass Angestellte in Lohnarbeitsunternehmen in diesen Zahlen vom statistischen Bundesamt nicht mit enthalten sind. Von den Angestellten wiederum hat mehr als die Hälfte einen migrantischen, meist osteuropäischen Hintergrund und arbeitet entweder als Saisonarbeitskraft oder festangestellt auf den Betrieben.
Der landwirtschaftliche Familienbetrieb und selbstständige Landwirt:innen, sie sind inzwischen eine Minderheit im Agrarsektor.
Diese Zahlen sollten insofern aufhorchen lassen, als dass bei den sogenannten „Bauern-Protesten“ Anfang 2024 auch immer wieder über zu hohe Lohnkosten geschimpft wurde: ob sich hier die Angestellten vertreten gefühlt haben? Auch Saisonarbeiter:innen waren bei den Protesten nicht sichtbar, geschweige denn dass ihre Perspektiven in politische Forderungen Einzug gehalten hätten.
Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf: spiegelt die etablierte politische Vertretung „der Landwirtschaft“ überhaupt noch die Bedürfnisse der Mehrheit der Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, wider? Mit dieser Frage müssen sich besonders die landwirtschaftlichen Verbände ehrlich auseinandersetzen, vom Bauernverband und LSV, bis hin zur AbL.
Die Forderung, dass abhängig Beschäftigte und besonders Saisonarbeiter:innen, mehr Sichtbarkeit in Agrardebatten bekommen müssen, stellt Benjamin Luig seit Jahren unermüdlich. Luig arbeitet für die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Angestellte im landwirtschaftlichen Sektor vertritt. Natürlich nimmt die IG BAU damit primär eine Position ein, die den Interessen der arbeitgebenden Bauern und Bäuer:innen widerspricht. Höhere Löhne, Arbeitsschutz, Urlaubszeiten: all diese Punkte tauchen auf der Kostenseite von Betrieben auf. Wenn die IG BAU Tarifverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden verhandelt, sind die Debatten oft dementsprechend hart.
Aber im Interview mit die Bauernstimme stellt Luig auch die überlappenden Interessen heraus. Durch den zunehmenden Fachkräftemangel stehe die Branche vor der Herausforderung, junge Leute für die Landwirtschaft zu gewinnen. Sei es für die Hofnachfolge oder um Angestellte für den Betrieb zu finden: die Arbeit in der Landwirtschaft muss attraktiver werden, indem Löhne steigen und Arbeitszeiten an die Bedingungen in der restlichen Wirtschaft angenähert werden. Natürlich sei das nur möglich, wenn die Lohnmehrkosten auch an die abnehmende Hand weitergegeben werden können. Um es kurz zu machen: in der alten Debatte um faire Preise müssten die Angestellten und Arbeitgebenden gemeinsam gegenüber dem Handel und Politik auftreten, um bessere Arbeit in der Landwirtschaft möglich zu machen.
The post [Interview] Benjamin Luig – Angestellte in der Landwirtschaft appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
CRISPR-CAS, die inzwischen gar nicht mehr so neue Neue Gentechnik, verändert die Landwirtschaft. Wie genau das passieren wird hängt davon ab, wie Staaten sie regulieren werden. Die Debatte dazu läuft in der EU auf hochtouren. Mit Annemarie Volling spreche ich zuerst kurz über die Chancen und Risiken der Technik, vor allem über die Frage der Patente, und dann über den Stand der Debatte rund um die Deregulierung.
Hintergründe zur Gentechnikfreien Aktionswoche, die am Ende des Gesprächs erwähnt wird, gibt es hier.
Und wenn du Lust hast, dich richtig reinzunerden und mit Englisch fein bist: ich hab mir vorher „As Gods: A Moral History of the Genetic Age“ als Hörbuch angehört. Das geht hervorragend vom Trecker aus, kann ich bezeugen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, aber es geht auch ganz schön in die Tiefe… und es beschäftigt sich mit allen Anwendungsfeldern von Gentechiken: inklusive Landwirtschaft, Gesundheit, Eugenik und Kriegsführung.
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Welche Gefahren zeigt Bayers Climate FieldView über Datenkontrolle und Konzernmacht auf? Welche Schlüsse können wir aus der Spargelspinne über die Überwachung von Angestellten in der Landwirtschaft ziehen? Was lernen wir vom FarmDroid über die Forschungslandschaft von Robotern?
Im Gespräch mit der Wissenschaftlerin Louisa Prause gehe ich diesen und weiteren Fragen rund um die Digitalisierung in der Landwirtschaft nach. Dabei bleiben wir immer dicht dran an Beispielen aus der Praxis.
Kleiner Tipp: wenn das Internet auf dem Acker nicht reicht, lad dir die Folge einfach vorher runter.
Das Episoden-Bild wurde von Louisa Prause mit Hilfe von DALL-E erstellt.
The post [Interview] Louisa Prause – Wie verändert die Digitalisierung die Landwirtschaft? appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
Anfang August sprach ich mit Benjamin Meise, Leiter eines großen landwirtschaftlichen Betriebes in der Nähe von Fürstenwalde in Brandenburg und Mitbegründer der neuen Partei Deutsch.Land.Wirtschaft (DLW). Ich wollte von ihm erfahren, warum er und seine Kollegen, die meisten von ihnen aus dem Umfeld von Land.Schafft.Verbindung (LSV), die Partei gegründet hatten und welche Ziele und Inhalte sie verfolgen. Im speziellen haben wir uns über die großen Probleme der Landwirtschaft und ihre Ambitionen, eine wie sie sagen “ideologiefreie” Umweltpolitik zu fördern, ausgetauscht. Als drittes großes Thema sprachen wir über den Elefanten im Raum: da die niederländische Bauern-Bürger-Bewegung (BBB) gerne als inspirierendes Beispiel benannt wird, diese Partei aber mit der rechtsradikalen PVV von Geert Wilders koaliert, liegt die Frage nahe: Würde die DLW mit der AfD im Potsdammer Landtag eine Regierungskoalition eingehen?
Inhaltliche Vorschläge sowohl zur Umweltpolitik als auch wie die Lage der Bauern und Bäuer:innen im Land verbessert werden könnte, kamen leider nur wenige von Meise. Es scheint, als sei die Parteigründung vor allem ein Weg, landwirtschaftliche Belange (vor allem bürokratische Entlastung und Beibehaltung der Agrardieselbegünstigungen) weiter auf die politische Agenda zu heben. Da LSV seine Ziele auf der Straße nicht erreicht hätte, bräuche es nun zusätzlichen Druck über den Wahlkampf und die Parlamentsarbeit. Die Frage, ob man in die Parlamente gehen muss, um seine politischen Ziele zu erreichen, ist bestimmt so alt wie Parlamente selbst. Es ist also spannend zu beobachten, wie sich die DLW hier schlagen wird.
Zu der Frage, wie die großen umweltpolitischen Herausforderungen, die er als solche anerkennt, gemeistert werden könnten, kommt vor allem Kritik an den bestehenden Regularien (Cross-Compliance, Stoffstrombilanzen) und ein allgemeines Bekenntnis zur Regenerativen Landwirtschaft. Zum Grundproblem der Umweltfrage, dass öffentliche Leistungen nicht über den Markt finanziert werden können und damit immer Anreize bestehen, die Natur auszubeuten, gibt es leider wenige Ideen von Meise. Mit anderen Worten, er beschreibt aus seiner Sicht sinnvolle betriebswirtschaftliche Konzepte, beschreibt aber kein politisches Vorgehen, wie diese skaliert werden könnten.
Auch auf die Frage, ob die DLW mit der brandenburger AfD koalieren würde bleibt eine klare Antwort aus, denn er sei sich nicht sicher, welche Intentionen die Partei wirklich habe. Das verwundert, da beispielsweise die Pläne führender AfD-Politiker, viele Millionen Menschen aus Deutschland zu vertreiben, medial umfangreich aufgearbeitet wurden. AfD-Spitzenpolitiker sinnieren öffentlich darüber nach, dass man “auch ohne Probleme mit 20-30% weniger Menschen in Deutschland leben könne” (Rede vom Thüringer Sptizenkandidaten Björn Höcke) oder geben zu bedenken, dass man die 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in den nächsten 10 Jahren nicht ausweisen könne (Maximilian Krah in “Politik von Rechts”). Meise will sich nun mehr mit dem Thema beschäftigen und die Diskussion in die Partei tragen. Es bleibt zu hoffen, dass die DLWler in den wenigen Wochen bis zur Wahl hier zu einer eindeutigen Position kommen.
Zur Debatte aus dem Interview rund um den TAZ Artikel, gibt’s hier die Stellungsnahme der DLW und hier den Artikel von Jost Maurin.
Nach dem Interview hat Deutsch.Land.Wirtschaft die Fragen, die ich gestellt habe, nochmal schriftlich ausgewertet. Ihre Positionen findet ihr hier: https://dlw-partei.de/faq
The post [Interview] Benjamin Meise – Was plant Deutsch.Land.Wirtschaft (DLW)? appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
For the second time I speak to Morgan Ody, farmer from Brittany in Western France and the current coordinator of Via Campesina: The global alliance of small scale farmers or peasants that the AbL is part of.
I asked Morgan for this interview because I find it striking how big and influential Via Campesina is but how little people know about it. So I asked her about her work, what she has done since our last conversation in September, about the issues that they worked on in that time, and especially about Via Campesinas most recent campaign on Free Trade.
In the first half, we talked about Via Campesina as a peace movement, how they deal with the wars in Ukraine and Palestine, in Sudan and Kongo and with militant gangs in Mali and Haiti. We talked about the important work on peasant feminism that comes from the work done by the member organisations in Latin America and is slowly reaching the other countries. And we talked about the value of international exchange.
In the second half, we moved to a topic that is currently close to my heart: Free Trade and Food Sovereignty. These are the issues why Via Campesina was created in the first place. Peasant worldwide realised that they need to ally on a global scale because the free trade is putting them into competition with each other and destroying peasant existences everywhere. Today, Via Campesina is rediscovering its founding-issue and is launching a long-term campaign on replacing the World Trade Organisation.
The post [Interview] Morgan Ody – Insights from Via Campesina [English] appeared first on Umbruch | Landwirtschaft.
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