Über eine Prognose, die ein Leben verändert
Ein Arzt sagt Elke Hartmann, sie habe noch ungefähr vier Monate zu leben. Sie solle noch einmal mit ihrem Mann und ihren Kindern in den Urlaub fahren – es werde vermutlich der letzte sein.
Drei Jahre später sitzt Elke vor einem Mikrofon und erzählt ihre Geschichte.
Elke lebt mit einer palliativen Krebsdiagnose. In dieser Folge erzählt sie, was es bedeutet, wenn das eigene Leben plötzlich nicht mehr selbstverständlich planbar ist, warum sie zeitweise gelernt hat, nur noch zwei Wochen vorauszudenken und wie sich eine schwere Erkrankung auch auf Freundschaften und Familie auswirkt.
Vor allem aber sprechen wir über ein Projekt, das wir bereits aus der vergangenen Folge kennen: Elke hat ein Familienhörbuch aufgenommen. Ihre Lebensgeschichte, ihre Erinnerungen und ihre Stimme sollen bleiben – für ihre Kinder und die Menschen, die sie liebt. Und überraschenderweise hat dieses Hörbuch nicht nur etwas für die Zukunft verändert, sondern auch für Elkes Leben heute.
👉 Wie Elke mit der Prognose umging, nur noch wenige Monate zu leben
👉 Warum sie zeitweise nur noch zwei Wochen im Voraus geplant hat
👉 Was eine palliative Erkrankung mit Freundschaften, Familie und Alltag macht
👉 Wie es sich anfühlt, die eigene Lebensgeschichte für ein Familienhörbuch aufzunehmen
👉 Warum gerade die Kapitel für ihre Kinder besonders schwer waren
👉 Wie das Familienhörbuch Elkes Blick auf ihr bisheriges – und ihr noch kommendes – Leben verändert hat
👤 Über den Gast dieser Folge
Zu Gast ist Elke Hartmann.
Elke lebt mit einer palliativen Krebsdiagnose. Nachdem ein Arzt ihr zunächst eine Lebenserwartung von nur noch ungefähr vier Monaten prognostiziert hatte, entschied sie sich, diese Prognose nicht einfach anzunehmen. Drei Jahre später erzählt sie in dieser Folge von ihrem Leben mit der Erkrankung.
Etwa ein Jahr vor unserem Gespräch hat Elke außerdem ein Familienhörbuch aufgenommen. Darin erzählt sie ihre Lebensgeschichte, spricht über ihre Werte und Erinnerungen und hinterlässt ganz persönliche Kapitel für ihre Familie. Besonders wichtig ist ihr dabei, ihren Kindern etwas zu geben, auf das sie später zurückgreifen können – auch für Fragen, die sie ihrer Mutter dann vielleicht nicht mehr stellen können.
🎧 Mehr zum Familienhörbuch
Das Familienhörbuch ermöglicht schwer und unheilbar erkrankten Eltern, ihre Lebensgeschichte professionell als Audiobiografie festzuhalten.
Weitere Informationen über das Projekt und Möglichkeiten, seine Arbeit zu unterstützen:
In der vorherigen Folge von „Und plötzlich: Krise“ sprechen wir ausführlich mit Gründerin Judith Grümmer darüber, wie Familienhörbücher entstehen und warum die Stimme eines Menschen eine so besondere Form der Erinnerung sein kann.
Florian D. Weber – Moderator, Entertainer und seit über 15 Jahren ehrenamtlich in der Krisenintervention und Suizidprävention tätig.
Mit „Und plötzlich: Krise“ gibt er Einblicke in Situationen, die sonst verborgen bleiben – und spricht mit Menschen, deren Geschichten bewegen.
Diese Folge thematisiert Krebs, palliative Erkrankungen, Tod und Sterben, Todesangst sowie die mögliche Trennung von Eltern und ihren Kindern durch den Tod.
Solltest du Unterstützung benötigen, findest du anonyme und kostenlose Hilfe bei der Telefonseelsorge:
📞 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
➡️ Arbeitskreis Leben Freiburg
➡️ Arbeitskreise Leben Baden-Württemberg
Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen, freitags um 7 Uhr.
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