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Re-Upload!
Was passiert, wenn eine Familie in der schwersten Stunde ihres Lebens nicht zusammenfindet?
Im ersten Teil unseres Gesprächs haben Marc Fleischer und ich euch in zwei Einsätze mitgenommen. Jetzt schauen wir noch einmal genauer hin: auf die Reaktionen der Angehörigen, auf Entscheidungen, die wir während der Betreuung getroffen haben, und auf Situationen, in denen wir selbst nicht wussten, ob unser Handeln das Richtige war.
Wir sprechen über die Grenzen unserer Arbeit, über unterschiedliche Perspektiven – und darüber, warum es manchmal mehr Mut braucht, einfach dazubleiben, als etwas zu sagen.
🔍 Themen dieser Folge
👤 Über den Gast dieser Folge
Im Gespräch bringt Marc seine eigenen Beobachtungen und Einschätzungen ein. Gerade dort, wo sich seine Perspektive von der seines Gesprächspartners unterscheidet, wird deutlich, wie unterschiedlich dieselbe Situation wahrgenommen werden kann.
🎙️ Host
Mit „Und plötzlich: Krise“ gibt er Einblicke in Situationen, die sonst verborgen bleiben – und spricht mit Menschen, deren Geschichten bewegen.
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Re-Upload!
Was passiert, wenn eine Familie in einer Krise nicht zusammenrückt – sondern alte Konflikte plötzlich umso sichtbarer werden?
Gemeinsam mit Marc Fleischer schauen wir auf zwei Einsätze des Kriseninterventionsteams. Im ersten findet ein Vater nach seiner Nachtschicht seine Tochter tot in der gemeinsamen Wohnung. Im zweiten müssen Eltern erfahren, dass ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
Zwei vollkommen unterschiedliche Situationen – und doch gibt es eine auffällige Gemeinsamkeit: Die Menschen, die gerade dasselbe verloren haben, finden kaum zueinander.
Wir sprechen darüber, was das für Helferinnen und Helfer bedeutet. Wie viel dürfen wir eingreifen? Wann müssen wir Konflikte einfach aushalten? Und kann es manchmal tatsächlich das Hilfreichste sein, gar nichts zu sagen?
Marc Fleischer ist noch vergleichsweise neu im Kriseninterventionsteam – und hat trotzdem bereits zahlreiche Einsätze erlebt.
In dieser Folge schauen wir sehr konkret auf seine Erfahrungen: auf seinen ersten tatsächlich stattgefundenen Einsatz, auf die Frage, ob Helfende Verstorbene sehen müssen, auf zwei schwierige Familiendynamiken und auf Situationen, in denen auch wir als Kriseninterventionshelfer nicht genau wissen, welcher nächste Schritt der richtige ist.
Dabei geht es immer wieder um eine zentrale Frage: Was können wir tun, wenn die Menschen, die sich eigentlich gegenseitig Halt geben könnten, in einer Krise keinen Zugang zueinander finden?
🔍 Themen dieser Folge
👤 Über den Gast dieser Folge
In kurzer Zeit hat er bereits zahlreiche Einsätze erlebt. In dieser Folge blickt er gemeinsam mit Florian auf zwei Situationen zurück, die beide begleitet haben – und reflektiert offen, was ihm dabei geholfen hat, wo er unsicher war und welche Haltung sich für ihn inzwischen zu einem persönlichen „Handlauf“ im Einsatz entwickelt hat.
🎙️ Host
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Ein Mann fährt dreieinhalb Stunden, weil sein Bruder sich nicht mehr meldet. Als er schließlich dessen Wohnung betritt, findet er ihn tot. Er hat sich das Leben genommen.
Was folgt, ist ein fast sechsstündiger Einsatz des Kriseninterventionsteams – und einer, der sich kaum in ein klassisches Schema pressen lässt. Ein Nachbar steht unter Schock und spürt eine immer stärkere Anspannung. Der Bruder hat sich vermutlich die Hand gebrochen und weiß nicht, wo er die Nacht verbringen soll. Die Polizei findet keinen Bestatter. Und mitten in all dem entstehen immer wieder neue Situationen, Gespräche und Bedürfnisse.
In dieser Folge probieren wir ein neues Format: Gemeinsam mit Kriseninterventionshelferin und Trauerbegleiterin Jessica Kretschmar nehmen wir einen konkreten Einsatz Stück für Stück auseinander. Wir sprechen über Entscheidungen, Unsicherheiten und Grenzen – und über die Frage, die an diesem Abend immer wieder neu beantwortet werden musste: Was wird jetzt gerade gebraucht?
🔍 Themen dieser Folge
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Ein Arzt sagt Elke Hartmann, sie habe noch ungefähr vier Monate zu leben. Sie solle noch einmal mit ihrem Mann und ihren Kindern in den Urlaub fahren – es werde vermutlich der letzte sein.
Drei Jahre später sitzt Elke vor einem Mikrofon und erzählt ihre Geschichte.
Elke lebt mit einer palliativen Krebsdiagnose. In dieser Folge erzählt sie, was es bedeutet, wenn das eigene Leben plötzlich nicht mehr selbstverständlich planbar ist, warum sie zeitweise gelernt hat, nur noch zwei Wochen vorauszudenken und wie sich eine schwere Erkrankung auch auf Freundschaften und Familie auswirkt.
Vor allem aber sprechen wir über ein Projekt, das wir bereits aus der vergangenen Folge kennen: Elke hat ein Familienhörbuch aufgenommen. Ihre Lebensgeschichte, ihre Erinnerungen und ihre Stimme sollen bleiben – für ihre Kinder und die Menschen, die sie liebt. Und überraschenderweise hat dieses Hörbuch nicht nur etwas für die Zukunft verändert, sondern auch für Elkes Leben heute.
🔍* Themen dieser Folge*
👉 Wie Elke mit der Prognose umging, nur noch wenige Monate zu leben
👤 Über den Gast dieser Folge
Elke lebt mit einer palliativen Krebsdiagnose. Nachdem ein Arzt ihr zunächst eine Lebenserwartung von nur noch ungefähr vier Monaten prognostiziert hatte, entschied sie sich, diese Prognose nicht einfach anzunehmen. Drei Jahre später erzählt sie in dieser Folge von ihrem Leben mit der Erkrankung.
Etwa ein Jahr vor unserem Gespräch hat Elke außerdem ein Familienhörbuch aufgenommen. Darin erzählt sie ihre Lebensgeschichte, spricht über ihre Werte und Erinnerungen und hinterlässt ganz persönliche Kapitel für ihre Familie. Besonders wichtig ist ihr dabei, ihren Kindern etwas zu geben, auf das sie später zurückgreifen können – auch für Fragen, die sie ihrer Mutter dann vielleicht nicht mehr stellen können.
🎧 Mehr zum Familienhörbuch
Weitere Informationen über das Projekt und Möglichkeiten, seine Arbeit zu unterstützen:
Familienhörbuch
In der vorherigen Folge von „Und plötzlich: Krise“ sprechen wir ausführlich mit Gründerin Judith Grümmer darüber, wie Familienhörbücher entstehen und warum die Stimme eines Menschen eine so besondere Form der Erinnerung sein kann.
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Judith ist 18 Jahre alt, als der erste Mann, den sie wirklich liebt, plötzlich stirbt.
Psychologische Unterstützung gibt es nicht. Und als sie versucht, über ihren Verlust zu sprechen, merkt sie schnell: Viele Menschen wollen gar nicht so genau wissen, wie es ihr wirklich geht.
Judith spricht trotzdem.
Und sie lernt etwas, das sie durch ihr weiteres Leben begleiten wird: Reden tut gut.
Jahrzehnte später gründet die Journalistin das Familienhörbuch. Heute bewahren Judith und ihr Team die Stimmen schwer erkrankter Eltern für deren Kinder – und schaffen damit Erinnerungen, die bleiben können, wenn ein Mensch selbst nicht mehr da ist.
🔍 Themen dieser Folge
👤 Über den Gast dieser Folge
Judith ist Journalistin und Gründerin des Familienhörbuchs. Schon früh beschäftigt sie sich journalistisch mit Tod, Sterben und schwerer Erkrankung – unter anderem mit HIV und Aids sowie später mit Palliativmedizin.
Aus der Idee, die Lebensgeschichten und Stimmen von Menschen zu bewahren, entsteht schließlich das Familienhörbuch. Schwer und unheilbar erkrankte Eltern können darin ihre Geschichte für ihre Kinder erzählen.
Die Gründung fällt dabei in eine Zeit, in der Judith selbst mit einer palliativen Erkrankung in ihrer Familie konfrontiert ist: Ihr Mann erhält 2014 eine unheilbare Diagnose und stirbt 2018.
🎧 Mehr zum Familienhörbuch
https://www.familienhoerbuch.de/
Die Familienhörbücher selbst sind bewusst nicht öffentlich. Einen besonderen Einblick in die Idee und auch originale freigegebene Stimmen gibt Judith aber in ihrem TEDx-Talk, über den wir in dieser Folge sprechen.
Judiths TEDx-Talk auf YouTube
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„Hast du gerade Gedanken, dir das Leben zu nehmen?“
Es sind nur wenige Worte. Und trotzdem kann es unglaublich schwer sein, diese Frage auszusprechen.
In dieser Folge sprechen Florian und Clara Nordfeld darüber, warum genau diese Offenheit ein wichtiger Teil von Suizidprävention sein kann. Clara erzählt von ihrer Arbeit beim Arbeitskreis Leben, von der Begleitung suizidaler Menschen und von einer Haltung, die zunächst irritieren kann: Manchmal müssen Suizidgedanken nicht sofort verschwinden. Manchmal geht es zunächst darum, sie gemeinsam auszuhalten.
Das Gespräch führt von der konkreten Beratung über die besondere Trauer nach einem Suizid bis hin zu Schuld, Ohnmacht, ehrenamtlicher Krisenbegleitung und der Frage, ob eigentlich jeder Mensch lernen kann, mit Suizidalität umzugehen.
🔍Themen dieser Folge
👤 Über den Gast dieser Folge
Clara ist Sozialarbeiterin und systemische Beraterin und arbeitet seit mehr als zehn Jahren hauptamtlich beim Arbeitskreis Leben in Freiburg. Dort begleitet sie Menschen in Krisen und mit Suizidgedanken, arbeitet mit Ehrenamtlichen und unterstützt Hinterbliebene nach einem Suizid. Zum Arbeitskreis Leben kam sie ursprünglich während ihres Studiums über ein Praxissemester – und blieb.
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Was passiert, wenn Eltern ihr eigenes Kind verlieren?
Dirk Langenströher nimmt uns mit in die wohl schwerste Zeit seines Lebens. Aus einem unbeschwerten Familienurlaub wird innerhalb weniger Tage eine Ausnahmesituation. Es folgen Stunden voller Hoffnung und Verzweiflung, Entscheidungen, die niemand treffen möchte, und schließlich der Abschied von seiner Tochter Hannah.
Doch dieses Gespräch endet nicht mit dem Tod. Es erzählt auch davon, wie Trauer sich verändern kann, warum Hannah bis heute Teil der Familie geblieben ist und wie Dirk Schritt für Schritt einen neuen Weg gefunden hat – persönlich, beruflich und als Autor.
🔍 Themen dieser Folge
👉 Der Familienurlaub, nach dem plötzlich alles anders wird
👤 Über den Gast dieser Folge
Dirk war viele Jahre Geschäftsführer eines Unternehmens, bevor ein Schicksalsschlag sein Leben grundlegend veränderte. Nachdem seine zehnjährige Tochter Hannah plötzlich verstorben war, begann für ihn ein langer Weg durch Trauer, Neuorientierung und persönliches Wachstum. Heute begleitet er als Coach und Trainer Menschen in Veränderungsprozessen und setzt sich mit seinem Buch dafür ein, den Umgang mit Trauer und Verlust stärker in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.
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Denkmal
Was macht einen Menschen in einer Krise wirklich hilfreich?
Im März 2026 durfte ich im Rahmen eines TEDx Talks über meine Erfahrungen aus mehr als 15 Jahren Krisenintervention sprechen. Dieser Vortrag trägt den Titel „Weniger tun, mehr helfen“ – und genau darum geht es auch in dieser Folge.
Anhand zweier bewegender Einsätze erzähle ich, warum wir Krisen oft mit Lösungen begegnen wollen, weshalb uns Schweigen so schwerfällt und warum echtes Zuhören manchmal mehr bewirken kann als jedes gut gemeinte Wort.
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➡️ Arbeitskreis Leben Freiburg: https://akl-freiburg.de/
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Was sagt man Menschen, deren Leben sich gerade für immer verändert hat?
Gemeinsam mit seiner Kollegin Petra blickt Florian auf einen Einsatz zurück, bei dem sie zusammen mit der Polizei mitten in der Nacht eine Todesnachricht überbringen mussten. Die Eltern des verstorbenen Sohnes hatten bis zuletzt gehofft, dass ihr Kind gerettet werden konnte – stattdessen mussten sie die schlimmste Nachricht ihres Lebens entgegennehmen.
Doch die Folge bleibt nicht bei diesem Einsatz stehen. Florian und Petra sprechen darüber, warum viele Menschen Trauer nur schwer aushalten können, weshalb wir oft vorschnell trösten wollen und welche Rolle Erfahrung, Übung und Haltung in der Krisenintervention spielen. Ein ehrliches Gespräch über das Begleiten von Menschen in ihren dunkelsten Stunden.
🔍 Themen dieser Folge
👤 Über den Gast dieser Folge
Petra engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Krisenintervention und begleitet Menschen unmittelbar nach belastenden Ereignissen. Gemeinsam mit Florian war sie bei zahlreichen Einsätzen im Team unterwegs. In dieser Folge sprechen beide erstmals gemeinsam über einen Einsatz, der ihnen bis heute besonders in Erinnerung geblieben ist – und darüber, was gute Begleitung in einer Ausnahmesituation ausmacht.
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Was passiert, wenn aus ein paar blauen Flecken plötzlich eine lebensbedrohliche Diagnose wird?
In dieser Folge erzählen Nicole, Daniel, Luise und Lotta ihre Geschichte. Von einem Kinderarzttermin, der alles verändert. Von Monaten auf der Kinderonkologie, von Komplikationen, Rückfällen und der ständigen Unsicherheit, was als Nächstes kommt.
Doch es geht nicht nur um Krankheit. Es geht auch um Familie. Um eine Schwester, die ihre Stammzellen spendet. Um Eltern, die zwischen Klinik und Alltag versuchen, nicht den Halt zu verlieren. Und um die Frage, wie man Hoffnung bewahrt, wenn Gewissheit kaum möglich ist.
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👤 Über die Gäste dieser Folge
2017 erhält Lotta im Alter von dreieinhalb Jahren die Diagnose Leukämie. Es folgen Jahre voller Krankenhausaufenthalte, Komplikationen, Rückfälle und neuer Therapieansätze. Gemeinsam sprechen die vier darüber, wie sie diese Zeit erlebt haben, welche Herausforderungen sie als Familie bewältigen mussten und was ihnen geholfen hat, trotz allem weiterzumachen.
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