Die fünfte Ausgabe der vom Verein Abaco Teatro ins Leben gerufenen Theatersaison findet in Villaspeciosa statt und bietet die Gelegenheit, zu reflektieren, Fragen zu stellen und gleichzeitig in einer sich wandelnden Welt Gemeinschaft zu bilden.
Vom 22. Februar bis zum 19. April findet die neue Theatersaison im Maria-Carta-Theater in Villaspeciosa statt, die bereits zum fünften Mal in Folge vom Verein veranstaltet wird. Abaco Theater. Um darüber zu sprechen, haben wir Manuela Orlando, die Leiterin des Vereins Abaco Teatro, an unsere Mikrofone eingeladen.
Die Ausgabe 2026 wird ein vielfältiges Programm bieten, darunter Aufführungen, Autorenlesungen und Workshops für junge Menschen. „Theater darf nicht nur eine Vorstellung sein, sondern muss ein echtes Erlebnis sein“, erklärte Manuela und beschrieb damit ihre Entscheidung für ein so abwechslungsreiches Angebot. Theater wird so zu einer Möglichkeit für persönliches Wachstum und Dialog. „Für uns bedeutet Diversifizierung, neue Wege zu beschreiten“, fügte sie hinzu.
Theater als Mittel zur aktiven Bürgerschaft
Die Absicht, kritisches Denken und aktives Bürgertum zu fördern, zeigt sich nicht nur in den behandelten Themen (die von der Identität und Widerstandsfähigkeit sardischer Frauen bis hin zu Aktivismus und humanitären Missionen in dramatischen Kontexten reichen) oder in der Art der Aktivitäten und Veranstaltungen, sondern wird auch offen deutlich, wie Manuela fortfährt:
„Dies ist unser fünftes Jahr in der Villa Speciosa, und wir fühlen uns stark verpflichtet, über bloße Aufführungen um ihrer selbst willen hinauszugehen und ein Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Initiativen wie der ausgesetzte Ticketverkauf oder die Abstimmung am Ende des Abends geben dem Publikum die Möglichkeit, nicht nur passive Zuschauer zu sein, sondern Teil eines kulturellen Prozesses zu werden.“
Ein Gegenmittel gegen Ablenkung
Die Theatersaison 2026 in Villaspeciosa wird auch eine Gelegenheit sein, Theater in seiner reinsten Form wiederzuerleben, und zwar gleichzeitig frisch und zeitgemäß..
Im Hinblick auf das Zeitalter der sozialen Medien, in dem wir uns aktuell befinden, sagt Manuela über das Theater: „…für uns ist es ein Gegenmittel gegen Ablenkung. In einer Zeit, in der wir so zersplittert leben, bietet es uns einen Moment, eine Stunde oder sogar länger echte, ungefilterte Präsenz und lässt uns Handys, Videospiele und alles andere vergessen. Daher ist das Theater unserer Meinung nach nach wie vor eines der wirkungsvollsten Mittel, um Tiefe wiederzuentdecken, zuzuhören und sich auszutauschen.“
Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich
Die Staffel endet am 19. April mit der Folge „Der Ritter auf dem Mond“, die den fantasievollen Charme des Mittelalters mit der Welt moderner Videospiele verbindet. Dies ist keine kurzsichtige Nostalgie für eine Vergangenheit, die nie wiederkehren kann, sondern vielmehr in gewisser Weise ein Hoffnungsschimmer, eine neue Sichtweise auf die Vergangenheit als „lebendige Materie“..
Die Show stellt den perfekten Abschluss einer Saison dar, die, in den Worten von Manuela Orlando, uns daran erinnern will, dass „Tradition und Innovation sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich vielmehr gegenseitig verstärken und dass die Fantasie auch heute noch ein sehr mächtiges Werkzeug für die Interpretation ist.“