Heute unterhalten sich Swen Jansen (Vorstandsmitglied VDV NRW) und Wolfgang Dötsch (Richter am Oberlandesgericht in Köln) über die Entwicklungen der digitalen Möglichkeiten bei Eigentümerversammlungen.
Entscheidungen, die früher Wochen verschlungen haben, lassen sich heute in einer Stunde online treffen – wenn die Regeln stimmen. Wir nehmen dich mit in die Praxis der digitalen Eigentümerversammlung und zeigen, wo Recht, Technik und Moderation sauber ineinandergreifen. Wir sprechen über die aktuelle Rechtsprechung zur hybriden Teilnahme, der Einstieg in die vollvirtuelle Versammlung und klare Leitplanken für Identität, Vergleichbarkeit und Fairness.
Wir ordnen hybride und vollvirtuelle Eigentümerversammlungen ein und zeigen, wie Technik, Moderation und Fairness zusammengehen. Klare Regeln, schlanke Beschlüsse und smarte Tools machen Entscheidungen schneller und sicherer.
Wir starten mit der Hybridwelt: Warum ein schlanker Beschluss reicht, wie der BGH die Einladungspflichten entlastet und weshalb Teilhabe per Zuschaltung nicht doppelt stresst.
Aus der Gerichtspraxis kommt der Blick fürs Machbare und gleichzeitig ziehen wir eine rote Linie: Die Chatfunktion gehört nicht in die Beschlussarena. Vollmachten besser in Textform vorab, Wortmeldungen ausschließlich per Audio und Video.
Dann der Schritt zur Vollvirtuellen: 3/4-Mehrheit, drei Jahre Geltung und bis Ende 2028 mindestens ein Präsenztermin, sofern nicht einstimmig verzichtet wird. Entscheidendes Kriterium ist die Vergleichbarkeit mit der Präsenzveranstaltung: transparente Zugänge, stabile Plattform, klare Rollen, nachvollziehbare Worterteilung. Wir sprechen über Rücksicht auf weniger flexible Berufsgruppen, frühzeitige Terminplanung und pragmatische Unterstützung für ältere Eigentümer.
Am Ende bleibt ein klares Bild: Digitale Versammlungen sind kein Kompromiss, sondern eines von vielen Werkzeugen.
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