Berlin galt bis vor drei Jahren als Sehnsuchtsort für Tausende junge Israelis. Viele zog es aus Israel hierher. Doch das hat sich geändert. Wer in diesen Tagen in Tel Aviv über Berlin oder Deutschland spricht, der spricht heute weniger über Clubs und Kultur, der spricht über Politik, über die anstehende Regierungsbildung in der Stadt. Denn die Wahlsiegerin, die Linke, steht unter massivem Antisemitismusverdacht. Das verändert das Bild Berlins in der Welt – und belastet zugleich die deutsch-israelischen Beziehungen. Beziehungen, die Deutschland nach dem Holocaust einst den Weg zurück in die Völkergemeinschaft ebneten. Michaela Kolster diskutiert mit dem ehemaligen israelischen Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, und Dietmar Bartsch (Die Linke), Mitglied des Bundestages.