Valeria Heintges
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Valeria Heintges episodes

  • Wie ich meine gute Laune verlor

    Mein Versuch, in einer PR-Abteilung zu arbeiten, scheiterte. Aber ich lernte eine Menge. Davon profitiere ich noch heute.



    Ich wechselte in die PR, zum Team Unternehmenskommunikation der Hochschule Luzern. Die Pendelei blieb mir erhalten, aber wenigstens konnte ich jetzt jede Nacht in Zürich schlafen und versuchen, die neue Stadt noch ein bisschen besser kennenzulernen. Dafür verlor ich die Hoheit über meine Texte. Jeder Dozent konnte mir befehlen, meinen Artikel zu ändern. Nie hätte ich gewagt, ihnen in ihre Materie hineinzupfuschen.



    Respekt vor meiner Arbeit fehlte zu oft



    Aber manch einer fühlte sich bemüssigt, in meine Materie hineinzupfuschen. Und das, obwohl das Ergebnis hinterher wirklich nicht besser war. Zum ersten Mal wurde mir deutlich die Kompetenz abgesprochen. Dafür erhielt ich einen Büroaufwand, den ich nicht kannte. Alles wurde in Listen eingetragen, in Ordner abgelegt, in Power-Point-Präsentationen gesteckt. Wenn ich daran denke, dass jeden Tag Redakteure Zeitungen füllen – und dafür weder Word, noch Excel, noch Power-Point brauchen und oft auch nicht beherrschen, muss ich immer noch grinsen. Undenkbar im Marketing. 



    Auch das Hierarchiegerangel war mir neu. Dazu hat im Journalismus einfach keiner Zeit. Klar, auch da wird gehauen und gestochen, und es menschelt ordentlich. Aber der Kampf um Chefs und Unterchefs und Nebenchefs und Parallelstrukturen, der war mir ebenfalls neu. Keine Zeitung könnte mit so viel Kraftvergeudung täglich erscheinen. Dazu ist der Stress viel zu gross. 



    Gute Texte auch in der PR-Arbeit wichtig



    Zwei Jahre lang blieb ich. Die Kollegen waren toll, ich lernte viel. Zum Thema Marketing, zum Thema PR. Ich lernte, dass gute, verständliche Texte auch in dieser Branche letztlich besser sind, als solche, die herumjubeln und herumloben. Denn auch die Leser von Marketingtexten durchschauen das Zuviel und das Nicht-Echte. Ich entdeckte auch im Schreiben von Medienmitteilungen den journalistischen Aspekt. Und natürlich gab es auch an der Hochschule Luzern grossartig tolle Leute, mit denen ich wunderbar zusammenarbeiten konnte. Das tue ich ja auch bis heute, denn die HSLU ist immer noch einer meiner Auftraggeber. Aber die PR-Welt ist nicht meine, jedenfalls sicherlich nicht, wenn sie 80 Prozent meiner Arbeit ausmacht.



    Eine Tages sagte mein Mann zu mir: «Du verlierst deine gute Laune.» Auch das Spiegelbild, das mir am Morgen entgegensah, war schon längst nicht mehr so optimistisch, wie ich es kannte. Da wusste ich, dass die rote Linie wieder erreicht war. Denn ohne gute Laune, ohne Humor und Spass bin ich nicht mehr ich. Ich kündigte erneut. Und wurde selbstständig. Ein Zustand, den ich mir früher nie hätte vorstellen können. Nie. Aber eben: Sag' niemals nie. Erst recht nicht, wenn es dich selbst betrifft. Ich bin immer noch selbstständig. Und ich liebe es.




















    4 min
  • Mit Höflichkeit, Respekt und Humor

    Was an Höflichkeitsregeln im allgemeinen Umgang gilt, das sollte auch mit Kunden normal sein. Und ein Kanal ist immer offen für Notfälle.



    Es könnte alles so schön sein. Die Zeitpläne sind total durchdacht und ganz realistisch. Die Texte sind geliefert, die Fotos auch. Jetzt könnte doch dieser Webdesigner da mal tätig werden. Und was passiert stattdessen? Man schickt Mail um Mail, aber man hört nichts. Man könnte die elektronische Post auch ins Nirwana umleiten. Der Effekt wäre derselbe. Und was ist jetzt mit der schönen Zeitplanung? 



    Was lustig klingt, kann Nerven rauben. Stimmungen in den Keller treiben und den Blutdruck in die Höhe. So sollte es nicht sein. Schon wegen der Gesundheit aller Beteiligten. Klar, ein guter Zeitplan berücksichtigt, dass auch einmal etwas dazwischenkommen kann. Er berücksichtigt auch, dass kreative Ideen nicht immer sprudeln, wenn man vor dem Computer hockt und den blinkenden Cursor anstiert. Aber ein Richtwert sollte er schon sein. Und was an Höflichkeitsregeln so im allgemeinen Umgang gilt, das sollte auch mit Kunden gelten. 



    Von mir bekommen sie Antwort



    Daher also hier das hochheilige Ehrenwort: Von mir bekommen Sie Antwort. In nützlicher Frist. Nicht innerhalb von Sekunden, auch nicht von Minuten. Aber mein Ziel ist sicherlich: Noch am selben Tag. Oder spätestens am darauffolgenden. Und wenn mir der Zeitplan durcheinandergerät, weil ein anderer Kunde es mal wirklich eilig hat und er damit auch Recht hat, denn sage ich Ihnen Bescheid. Und verspreche Ihnen: Wenn es bei Ihnen dann mal eilig ist, werde ich auch Sie entsprechend bevorzugen und andere ein wenig vertrösten. 



    Weil ich finde, dass im Notfall ein Kanal immer offen sein sollte, bin ich für Sie fast rund um die Uhr per Handy erreichbar. Das ist nur in der Nacht aus, und auf langen Wanderungen kann ich mal in ein Funkloch geraten. Im Notfall finde ich immer Mittel, Ihrem Anliegen zu begegnen. Und zwar ohne viel Getue und Gezicke, sondern unkompliziert und – wie es heisst neudeutsch? «Zeitnah». Ich würde lieber sagen: so bald als möglich.



    So oder so gilt: Jede Verzögerung, jede Änderung im Zeitplan ist nicht böse gemeint. Und sie wird kommuniziert. Ich werde Sie so behandeln, wie ich auch gerne behandelt werden möchte: Höflich, mit Respekt, mit Humor. Mit der nötigen Sorgfalt. Im Zweifelsfall wissen wir alle: Webseiten oder Texte retten wohl keine Leben. Aber ein angemessener Umgang kann Nerven schonen. Und das ist auch nicht zu verachten.




















    4 min
  • Wie schreibt man gute Texte?

    Wie man gute Texte schreibt. Oder zumindest, für den Anfang: Wie man verständlich schreibt.



    Wie man gute Texte schreibt ist das Thema unendlich vieler Bücher. Denn natürlich gibt es Regeln, die einen schlechten Text in einen guten Text verwandeln. Oder sagen wir besser: in einen verständlichen. Diese Regeln kann man lernen und anwenden. Eine wichtige etwa ist: Nicht so viele Substantivierungen. Worte auf ung oder tion sind der Tod guter Texte. Wer sie auflöst, hat sich schon einen guten Schritt vom Beamtendeutsch entfernt. Nicht zu viele Nebensätze. Die Sätze einfach halten und klar strukturieren. Nur wer eine Sache nicht verstanden hat, wird sie verwirrend darstellen, davon bin ich fest überzeugt. Keine Passivkonstruktionen. Oder wie der Volksmund sagt: Ross und Reiter benennen. Wer tut was und warum? Der Volksmund ist übrigens ein wunderbarer Ratgeber in Sachen guter Texte. Er würde nie sagen: «Die Benennung der handelnden Personen ist von Vorteil.» Er sagt: Ross und Reiter benennen. Grossartig. 



    Wegschauen vom Computer hilft



    Was immer hilft: Wegschauen vom Computer oder vom Blatt und dann nochmal formulieren. Gerne auch laut in den Raum. Und wenn sie an einer Stelle haken, dann ist das ein sicheres Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Wenn der Satz Ihrem Schnabel nicht gewachsen ist, ist es wahrscheinlich ein schlechter Satz. Fragen Sie sich: Wie würden Sie das Ihrem Partner oder Ihrer Freundin sagen? Wie oft schon hat mir jemand einen Text hingehalten und mich gefragt, ob ich das besser formulieren könnte. Oft genug lautete meine Gegenfrage: Was willst Du denn sagen? Die Antwort kam fast immer in ganz einfachem, total verständlichem Deutsch. Und mein Kommentar lautete nur: Warum schreibst Du es dann so nicht auf? Haben Sie keine Angst davor, so zu schreiben, wie Sie sprechen.



    Wer diese Regeln beherzigt, schreibt schon viel verständlicher. Ob er wirklich gut schreibt, das steht auf einem anderen Blatt. Denn dazu gehört noch viel mehr. Vom Inhalt mal ganz zu schweigen, aber den Aspekt lassen wir an dieser Stelle einfach weg. 



    Verben, Verben, Verben



    Zu einem guten Text gehören vor allem: Verben, Verben, Verben. Starke, gute Verben. Solche vielleicht auch, die einem nicht sofort einfallen. Verben, die eine Sache sehr genau bezeichnen und die nur für einen ganz bestimmten Tatbestand benutzt werden können. Schöne Verben. Wie hüsteln, schleichen, schlendern. Oder solche wie stöhnen, knallen oder brummen. Bei denen man schön hört, was passiert. Sie sind so viel besser als machen oder tun. 



    Solche Verben lassen Bilder im Kopf entstehen, und die sind das Wichtigste und Beste, was einem Text passieren kann. Diese Bilder aber brauchen nicht nur Futter, sondern auch Freiheit. Die Phantasie mag es nicht, wenn sie eingeengt wird. Der Tod der Phantasie sind wieder Substantivierungen. Und Adjektive. Diese Regel ist für Fortgeschrittene, das gebe ich gerne zu. Aber sie stimmt trotzdem, und ihre Wirkung ist phänomenal. Viel besser als eine Flut von Adjektiven sind starke Verben. Oder Weglassen. Einfach fort damit. Wenn Sie Ihren Text schon gut finden, lesen Sie ihn noch einmal durch. Und überlegen Sie bei jedem Adjektiv: Muss es wirklich sein? Lassen Sie es probehalber weg. Und sie werden merken: Die Texte werden kürzer. Und viel lebendiger.



    Wir wollen uns nicht bevormunden lassen



    Das kleine Kind fiel von dem hohen, hölzernen Stuhl. Das Kind fiel vom Stuhl. Sehen Sie da nicht auch ein kleines Kind und einen viel zu hohen Stuhl vor Ihrem inneren Auge? Oder: Lassen Sie sich inspirieren von spannenden Events und wichtigen, individuellen Angeboten. Lassen Sie sich inspirieren von unseren Events und unseren Angeboten. Da, so scheint mir,
    6 min
  • Love it, leave it or change it

    Wie ich in der Schweiz Redaktorin beim St. Galler Tagblatt wurde. Und warum ich die Zeitung verliess, obwohl ich Journalismus liebe.



    Ich kündigte den Job, ich wechselte das Land. Zog zu meinem damaligen Freund, meinem heutigen Ehemann, in die Schweiz, nach Zürich. Nach einer nicht so schönen Zeit an der ETH Zürich kam ein Geschenk des Himmels: das Angebot, mich auf eine Stelle als Kulturredaktorin beim St. Galler Tagblatt zu bewerben. Der Chef hatte dermaleinst meine Unterlagen behalten, als ich mich auf eine Stelle bewarb, die dann nie besetzt worden war. Ich bekam den Job.



    Und war glücklich, denn vieles war toll beim St. Galler Tagblatt. Die Kollegen vor allem, manchen weine ich heute noch hinterher. Meine Aufgabe, über Theater und neu auch über Literatur zu berichten. Das kreative Arbeitsumfeld in einem Ressort, das Wissen, Gesellschaft und Kultur vereinte und sich «Focus» nannte. Das war ungeheuer inspirierend und brachte Menschen mit sehr unterschiedlichen Interessen zusammen.



    In meiner Wohnung stank es



    Aber ich musste pendeln, von Zürich nach St. Gallen, von Anfang an. Ich konnte mir als Düsseldorferin, zeitweise Wahl-Dresdnerin und Wahl-Zürcherin, nicht vorstellen, in der für mich kleinen Stadt St. Gallen zu leben. Zudem wohnte ich in einer Wohnung, die – so muss man das sagen: stank. Ich bekam den Geruch nicht weg. Und auch keine andere Wohnung, die ich mir hätte leisten können neben der Miete in Zürich, und die mir das Leben in St. Gallen verschönt hätte. 



    Dann überlebte ich beim St. Galler Tagblatt drei Sparrunden: Eine Sonntagszeitung kam dazu, die wir zusätzlich stemmen sollten. Der überregionale Focus verleibte sich den Kulturteil der Stadt St. Gallen ein - das machte meine Arbeit viel lokaler als sie vorher war. Dann wurde die Jugendseite eingespart, und mit ihr verschwanden die tollen, kreativen jungen Leute, die sie gemacht hatten. Was immer auch beschlossen wurde: Es machte den Job arbeitsintensiver und die Aufgabe nicht spannender.



    Damit wuchs der zeitliche Druck. Als ich das Gefühl hatte, ich müsste meinen Namen unter Texte setzen, die besser geworden wären, hätte ich länger und konzentrierter an ihnen arbeiten dürfen, war die rote Linie erreicht. Ich weiss noch, wie ich mal wieder im Büro sass, lautstark schimpfte und plötzlich dachte: «Valeria, deine schlechte Laune ist grässlich. Entweder du schweigst, du änderst was – oder du gehst.» Das alte Motto: Love it, leave it or change it. Ich entschied mich für: Leave it. Und kündigte wieder. 
























    4 min
  • Wie ich merkte, dass die Zeit vorbei war

    Ich habe lange als Journalistin gearbeitet. 15 Jahre bei der Sächsischen Zeitung in Dresden. Drei Jahre beim St. Galler Tagblatt. Danach, bis heute, als Freie Mitarbeiterin. Meine Stellen habe ich alle selbst gekündigt, zur Überraschung meiner Kollegen und Chefs. Ich bin jedes Mal mit einem weinenden Auge gegangen, weil ich genau wusste, was ich hinter mir liess. Aber ich habe den Schritt, trotz allem, in allen Fällen nie bereut. Ich habe nie gedacht: «Warum hast du das gemacht? Warum bist du nicht dort geblieben?» Weil ich die Antworten auf diese Fragen kannte.



    Einmal war nach 15 Jahren die Zeit einfach reif dafür. Ich sage immer: Ich war zweimal sieben Jahre bei der Sächsischen Zeitung. Ich kam 1995, und ich ging 2010. Dazwischen war: Der «Aufbau Ost», die Entwicklung der Stadt zu einer der schönsten Ostdeutschlands. Dazwischen war die Flut, dazwischen war ein Streik gegen schlechtere Löhne. Dazwischen gab es zwei Intendantenwechsel (nicht unwichtig für eine Theaterredakteurin). Und dazwischen war vor allem für mich: Die Entwicklung von der Volontärin, der Neu-Redakteurin, zur Stellvertretenden Leiterin des Ressorts Kultur, Gesellschaft & Reportage. Mit einigen Stellen dazwischen. Unendlich viele Berichte über die reiche Kulturlandschaft in Sachen, vor allem über ihr Theater. Unendlich viele Artikel, Interviews, Reportagen, Rezensionen, Kommentare.



    Aber nach 15 Jahren hatte ich das Gefühl: Das war es jetzt. Jetzt kommt nichts wesentlich Neues mehr, nicht für dich. Ich wusste, ich musste raus. Klar, es gab danach Umstrukturierungen, Personalwechsel. Es gab die neuen Montag-Demos und Sachsens unrühmliche Entwicklung zur AfD-Hochburg. Das ist eine andere Geschichte. Aber meine Zeit in Dresden war vorbei. Definitiv. Zudem war auch noch ein Schweizer meines Wegs gekommen.
























    3 min
  • Wie sieht die Webseite auf dem Handy aus?

    Wie man Webseiten so baut, dass sie responsiv sind, also sowohl auf kleinen hochformatigen Telefonen als auch auf querformatigen Desktops gut aussehen. Und warum eine Print-Journalistin mit ihrem Spaltendenken da kaum Probleme hat. 



    Wird die Website auch auf Telefonen gut aussehen? Ist sie, so das Zauberwort, «responsiv»? Die Antwort ist selbstverständlich: «Ja, klar!». Denn schliesslich schauen wenigstens privat die Menschen nicht auf die grossen Bildschirme von Computern, sondern auf die kleinen von Smartphones. Manche Dinge dort funktionieren auch am besten, wenn man das Gerät quer hält – etwa Kinofilme oder Videos, die das Querformat von Kinoleinwänden nachbilden. Auch Tablets werden gerne mal quer gehalten, manche Spiele etwa verlangen das. 



    Ein modernes Webdesign wird das selbstverständlich berücksichtigen. Ein moderner Webdesigner oder eine moderne Webdesignerin entwirft ihr Design auf grossem oder kleinem Bildschirm und denkt den jeweils anderen Bildschirm automatisch mit. Viele Designer sind sogar dazu übergegangen, ihr Design auf kleinen Bildschirm zu beginnen, und sich dann langsam in die Breite und die Grösse vorzuarbeiten. Das scheint mir eher eine Glaubensfrage als matchentscheidend zu sein. Denn wichtig ist doch nicht die Reihenfolge, sondern die Webseiten responsiv zu denken, gleichzeitig parallel klein-hoch und gross-breit, und weder das eine noch das andere auszuschliessen. Zumal – wenigstens im Moment – die Regel gilt: Je mehr sich das Angebot an eine berufliche Klientel richtet, umso mehr wird es auf grossen Bildschirmen angesehen werden. Und je mehr es ein Freizeitvergnügen ist, umso mehr sollte es für kleine Bildschirme gedacht werden. 



    Interessanterweise stellte ich während meiner Ausbildung zur Webdesignerin fest, dass ich mit diesem Umarbeiten von Designs weniger Probleme habe als manche, die das Business schon seit Jahren betreiben und die sich mit der Umgewöhnung schwer tun. Der Grund liegt wohl in der Tatsache, dass mein Design-Auge in der Zeitungsbranche geschult wurde. Dort sind alle Seiten in Spalten aufgeteilt. Dieses «Spaltendenken» habe ich ins Webdesign mitgenommen. Die Technik für Websites macht nun folgendes, um grosse Designs auf kleine Bildschirme herunter zu brechen: Sie nimmt die in Spalten gruppierten Container der grossen Bildschirme und setzt sie umso mehr untereinander, je schmaler der Bildschirm wird. Ein vierspaltiges Layout auf dem Desktop wird auf einem Tablet zu einem zweispaltigen Layout; und auf dem Smartphone bleibt nur noch die einzelne, einspaltige Box übrig.



    Wer sein Design wild und unregelmässig über alle Spaltenbreiten hinwegspringen lässt oder die Spaltenbreite im Laufe einer Seite ständig ändert, bekommt Probleme. Wer aber – wie Print-Journalisten – über die Länge einer Seite hinweg ohnehin in festen Spaltenbreiten denkt, der ist gewappnet. Und erhält mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Design, das gut aussieht, egal wie breit oder hoch der Bildschirm es darstellt. 



    Sicher, feinere Anpassungen sind am Ende trotzdem nötig. Aber dieser Arbeitsschritt ist nur eine weitere Selbstverständlichkeit.  
























    4 min
  • Wer liefert was?

    Wer macht was im Webdesign? Wie werden die Aufgaben verteilt, wenn eine Site erstellt wird, was macht der Webdesigner, was der Kunde?



    Wer eine Website erstellen will, braucht mancherlei Zutaten. Inhalt. Bilder. Design. Und die technischen Voraussetzungen für all das. 



    Texte und Bilder, Grafiken, Videos oder Audiodateien, all den sogenannten Content oder Inhalt, kann man aber nur erstellen, wenn man weiss, welche Probleme die Webseite lösen soll, welche Aufgabe sie in der Gesamtstrategie eines Unternehmens oder der Präsentation eines beruflichen Konzepts etwa eines Künstlers spielen soll. Das ist ein grosses Thema, das wollen wir ein anderes Mal behandeln. Nehmen wir daher also jetzt einfach mal an, die Strategie des Unternehmens oder der Unternehmung sei glasklar und die Aufgabe der Webseite eindeutig geklärt.



    Wenn wir das wissen, überlegen wir – gemeinsam – wie wir diese Botschaft am besten auf der Website präsentieren. Wie wir welchen Content strukturieren, wie ihn präsentieren und wie wir ihn so auf den Seiten verteilen, dass die Kunden und Kundinnen ihn schnell finden. Und zwar dort, wo sie ihn suchen. 



    Jetzt geht es darum zu entscheiden, wer diesen Content erstellt. Liefern Sie mir fertige Texte? Oder solche, die ich redigieren muss? Oder geben Sie mir den Auftrag, die Texte zu erstellen? Dann müssen Sie mir sagen, wie ich an die Inhalte komme, wen ich ansprechen muss, um zu erfahren, was ich wissen muss. Und die Bilder? Wer macht die? Gibt es schon welche oder müssen neue gemacht werden? Beauftragen Sie einen Fotografen oder soll ich das machen? Suchen wir nach Bildern im Netz und riskieren damit, dass die Website beliebiger wird? Denn je spezifischer die Texte, Bilder und alle Inhalte, umso unverwechselbarer wird das Unternehmen, die Unternehmung dargestellt. Aber genauso klar ist auch, dass man in manchen Berufen auf Symbolfotos zurückgreifen muss, weil der Personenschutz das so bestimmt und die Patienten etwa einer Arztpraxis nicht gezeigt werden dürfen. 



    Es sind viele Zutaten nötig, dass eine Website erstellt werden kann. Ja, ich kann Texte schreiben, Fotografen beauftragen oder vermitteln, kann Ihnen zum Thema Film und Audio Rede und Antwort stehen, kleinere Ton-Aufträge selbst ausführen und grössere an Spezialisten vergeben. Ich vermittle Ihnen auch Übersetzer, wenn die Website mehrsprachig werden soll. Aber weil eine Seite ohne Text nicht erstellt oder ein Text ohne Foto nicht gelayoutet werden kann, sind wir – Sie als Auftraggeber und ich als Webdesignerin – aufeinander angewiesen. Denn eben: Nur zusammen sind wir stark, wie ich schon in einem anderen Beitrag ausgeführt habe.



    Das Ergebnis begutachten wir dann gemeinsam. Immer wieder lege ich Ihnen das Design vor, wir reden darüber, bewerten, gewichten, diskutieren. Etwa drei Runden von Vorlegen – Diskutieren – Umarbeiten sind üblich und die Regel. Wenn wir schneller einig werden – wunderbar. Wenn es länger dauert, sehr viel länger dauert, dann müssen wir dringend unsere Kommunikation überdenken, um unsere Nerven zu schützen. Denn dann stimmt etwas nicht.



    Es ist sinnvoll, für all das einen Zeitrahmen zu erstellen, bis wann welche Arbeiten erledigt werden sollten. Und ebenso sinnvoll, sich daran zu halten – nicht sklavisch, aber voller Respekt für die Arbeitszeit (und die Nerven) des Partners. Das sollten wir uns gegenseitig wert sein. 



    Übrigens: Wenn das Design einer Website fertig ist und die Website online gehen könnte, ist die Arbeit noch nicht vorbei. Das könnte man denken, aber das stimmt leider gar nicht. Aber auch das ist ein grosses Thema, über das wir ein anderes Mal reden werden.




    5 min
  • Eine Webseite ist Teamarbeit

    Webdesign hat nur Erfolg, wenn beide Seiten gut und zuverlässig zusammenarbeiten. Nur Teamarbeit führt zu einem guten Ergebnis.



    Das Erstellen einer Webseite ist Teamarbeit. Nur wenn beide Seiten engagiert mitmachen, kommt die Sache zu einem guten Ende. Zusammen können wir viel schaffen, alleine für sich aber kommen wir beide nicht weit, Sie nicht und ich auch nicht. 



    Wenn Sie mir genau erklären, was Sie mit Ihrer Website bezwecken wollen und warum Sie eine brauchen. Wenn Sie mir Texte liefern und Bilder oder mir einen Textauftrag geben und mir geduldig Rede und Antwort stehen, dann kann ich Ihnen eine sehr gute, sehr durchdachte Website bauen, die genau auf Sie und Ihre Kunden zugeschnitten ist. Wenn ich Ihr Unternehmen richtig verstehen kann, dann können mein Computer, die Technik und meine Kreativität grossartig zusammenspannen und ich Ihnen wunderbare Gestaltungen für Ihre Seiten liefern. Und ich kann den Suchmaschinen sehr genau verklickern, für welche Suche Ihre Seite das perfekte Fundstück ist. Eben: Wenn wir gut und zuverlässig zusammenarbeiten, dann wird die Website gut. 



    Für den Erfolg braucht es uns beide. Sie wissen so gut wie kein anderer über Ihren Betrieb oder Ihr persönliches Projekt Bescheid. Sie wissen, wo Sie Probleme haben, die Sie mit der Website lösen wollen. Ich weiss, was ich Sie fragen muss, um zu erfahren, wo Sie der Schuh drückt. Ich weiss, wie man Ihre Website gestalten muss, dass sie entscheidend helfen kann, Ihre Probleme zu lösen. Wenn ich einfach Null-Acht-Fünfzehn Seiten baue und mein Design nicht an Ihre Bedürfnisse anpasse. Wenn ich dem jungen Unternehmer eine zu konservative oder dem arrivierten Betrieb eine zu flippige Seite baue, dann kommt die Sache zu keinem guten Ende. Wenn Langeweile, falsch genutzte Technik und schiefe Inhalte aufeinandertreffen, geht die Sache schief. Dann nutzen wir nicht die Chancen, die das Web uns bietet.



    Aber keine Angst: Ich kenne die Anforderungen, die an Websites und an darauf präsentierte Inhalte gestellt werden, ich verstehe die technische Seite, kenne die Abläufe und kann die Programme bedienen, mit denen Websites aufgebaut, gehostet und betrieben werden. Und ich weiss, wie Sites gestaltet werden müssen, dass sie von Suchmaschinen gefunden werden.



    Zusammen sind wir stark, zusammen können wir eine Website mit tollen Inhalten und adäquatem Design erstellen. Zusammen können wir dafür sorgen, dass Ihre Website gut auffindbar ist. Zusammen können wir in absehbarer Zeit viel erreichen. 



    Sind Sie bereit? Ich bin es!
























    4 min
  • Warum Fragen stellen für Webdesigner wichtig ist

    Journalisten lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Warum das für Webdesign-Kunden gut ist und Text und Konzept einer Website verbessert.



    Heutzutage braucht jeder eine Website. Vor allem kleinere und mittlere Betriebe (KMU wie sie in der Schweiz heissen). Jeder Firmeninhaber weiss das. Auch für Freischaffende und Künstler steht der Internetauftritt auf der Prioritätenliste ganz oben. Soweit ist die Sache klar. Aber was soll diese Website? Wen soll sie ansprechen? Was will der Seitenbetreiber damit erreichen? Die Antwort auf diese Fragen ist schon weniger klar. Bekanntheit steht sicher oben auf der Liste der Wünsche. Wer einen Shop hat, will seine Produkte verkaufen. Man will sich gegen Konkurrenz absetzen. Will zeigen, was man schon geleistet hat. Will vielleicht einen Blog betreiben, um sein Wissen mit anderen zu teilen und auch, um damit auf sich und seine Expertise aufmerksam zu machen.



    Aber es gibt noch ganz viele andere Gründe, warum man eine Website haben möchte. Und auch die schon genannten Antworten sind nicht so eindeutig wie sie scheinen. Wer ist denn eigentlich zum Beispiel die Konkurrenz? Sitzt die nebenan? Oder sitzt sie vielleicht in der nächsten grösseren Stadt, im nächsten Bundesland oder Kanton? Im nächsten Land? Und wenn man sich bekanntmachen will, was genau will man denn bekannt machen? Seinen Lebenslauf, seine Werke, seine Produkte? Wie zeigen die sich, wie werden sie am besten gezeigt? 



    Viele, die eine Website wünschen, möchten damit Probleme lösen, weil sie zu viel Konkurrenz haben oder zu wenig verkaufen, oft auch beides gleichzeitig. Aber wenn es um das Bauen einer Website geht, dann müssen Antworten auf viele Fragen her. Dann muss man sehr tief in ein Unternehmen, einen Beruf, eine Persönlichkeit hineinfragen, um zu den eigentlichen, den entscheidenden Beweggründen zu kommen. Um die Antworten finden und geben zu können, muss man wissen, welche Fragen man stellen soll. Und man muss wissen, wie sich aus den Antworten die richtige Struktur und Konzeption für die passende Website ableiten lässt.



    Journalisten können die richtigen Fragen stellen. Denn oft gehen sie auf einen Termin, etwa weil sie ein Porträt schreiben sollen oder einen sachlichen Artikel, und wissen noch sehr wenig vom Thema. Aber sie wissen, welche Fragen sie stellen müssen, um die Antworten zu bekommen, die sie brauchen. Sie wissen, dass sie auch Fragen stellen müssen, die vielleicht unangenehm sind. Die auf Löcher in der Geschichte zielen, auf Fehler im Unternehmen, auf Schwächen der Persönlichkeit.



    Dieses Wissen aus dem Journalismus setze ich ein, um mit Ihnen gemeinsam Ihren Problemen auf den Grund zu gehen und um – natürlich auch mit Ihnen gemeinsam – die richtigen Lösungen für Ihre Probleme zu finden. Nein, ich tue Ihnen nicht weh, versprochen! Aber ich finde die Punkte, wo es in Ihrem Unternehmen hakt. Die Punkte, die Sie von der Konkurrenz unterscheiden. Die Punkte, die Sie schneller und besser können als die Konkurrenz. Und auf die Sie sich mit Ihrer Website konzentrieren können. Im Fragen stellen und Antworten interpretieren bin ich gut. Davon können Sie profitieren. 
























    4 min

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