Wie ist es mit Gottes Wundern, die in unserer Welt passieren? Was für Auswirkungen sollen sie auf uns haben, warum schenkt Gott sie? An einem praktischen Beispiel in der Apostelgeschichte, der Geschichte der frühen Kirche, können es sehen:
Apostelgeschichte Kapitel 8
4* Die Vertriebenen nun zogen umher und verkündigten das Evangelium.
5* Philippus ging hinab in die Hauptstadt Samarias und verkündigte den Leuten dort den Christus. 6 Und sie kamen in Scharen und folgten aufmerksam den Ausführungen des Philippus; und sie stimmten ihm zu, als sie seine Worte hörten und die Zeichen sahen, die er tat. 7*† Viele hatten unreine Geister, die laut brüllend ausfuhren, viele waren verkrüppelt oder gelähmt und wurden geheilt. 8 Und es kehrte grosse Freude ein in jener Stadt.
9 Ein Mann aber mit Namen Simon war zuvor in der Stadt als Magier aufgetreten und hatte die Bevölkerung von Samaria in Bann geschlagen mit der Behauptung, er sei etwas ganz Grosses, 10 und alle, Gross und Klein, hingen ihm an und sagten: Dieser Mann ist die Kraft Gottes, die man ‹die Grosse› nennt. 11 Sie hingen ihm an, weil sie lange Zeit gebannt waren von seinen Künsten. 12* Als sie nun Philippus Glauben schenkten, der das Evangelium verkündigte vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi, liessen sie sich taufen, Männer und Frauen. 13 Auch Simon selbst kam zum Glauben; er liess sich taufen und hielt sich fortan an Philippus; und er war fassungslos angesichts der grossen Zeichen und Wunder, die da geschahen.
14* Als aber die Apostel in Jerusalem vernahmen, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. 15* Die kamen herab und beteten für sie, dass sie den heiligen Geist empfangen möchten 16* – er war nämlich noch auf keinen von ihnen herabgekommen, sie waren erst auf den Namen des Herrn Jesus getauft. 17* Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den heiligen Geist.
18 Als nun Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Geist gegeben wurde, bot er ihnen Geld an 19 und sagte: Gebt auch mir diese Vollmacht, dass jeder den heiligen Geist empfängt, dem ich die Hände auflege. 20* Petrus aber sprach zu ihm: Ins Verderben mit dir und deinem Geld! Du hast wohl gemeint, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können. 21 Du hast weder Anteil an dieser Sache noch ein Anrecht darauf, denn deine Gesinnung gegenüber Gott ist nicht lauter. 22* Wende dich ab von deiner Bosheit und bete zum Herrn; vielleicht wird dir dieses Ansinnen vergeben werden. 23* Denn ich sehe dich hineingeraten in bittere Galle und in die Fänge des Unrechts. 24 Simon entgegnete: Betet ihr für mich zum Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme.
25 Nachdem sie Zeugnis abgelegt und das Wort des Herrn verkündigt hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück; unterwegs verkündigten sie in vielen Dörfern Samarias das Evangelium.
Zürcher Bibel (Zürich: Genossenschaft Verlag der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, 2007), Apg 8,4–25.