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Ein Bühnenturm in Rot – von Weitem sichtbar – prägt die Stadtsilhouette Jenas. Die Besonderheit liegt darin, dass eben dieser Bühnenturm Zuschauerraum und Bühne zugleich bildet. Das Theaterhaus Jena nutzt diese Unfertigkeit der Architektur seit den 1990er Jahren als Möglichkeitsraum für das, was auf und um die Bühne herum stattfindet. Das ursprünglich von Walter Gropius entworfene, nach dem zweiten Weltkrieg jedoch baulich stark veränderte Zuschauerhaus wurde in den 1980er Jahren vollständig rückgebaut und lässt bis heute eine Freifläche, mit Potential zur Gestaltung, in der Stadt Jena zurück.
Andrea Hesse hat in Leipzig Theaterwissenschaft studiert und seit Mitte der 1980er Jahre in unterschiedlichen Bereichen am Jenaer Theater gearbeitet. Kurz nach der „Wende“ 1989 war sie an der Gründung und am Aufbau des Theaterhauses Jena beteiligt und hat 1993 die gemeinnützige GmbH als Betreibergesellschaft für das Theaterhaus Jena mitgegründet. Bis zu ihrem Renteneintritt 2025 hat sie als Presse- und Öffentlichkeitsarbeiterin die wechselnden Ensembles begleitet. Jetzt ist sie damit befasst, ein Archiv für das Theaterhaus aufzubauen.
Das Theater Oberhausen – ein Stadttheater am Eck, das sich in seiner Geschichte immer wieder in seiner Gestalt gewandelt und damit neu zur Stadt ins Verhältnis gesetzt hat. Trotz Umbauarbeiten im großen Haus geht der Spielbetrieb weiter: Auf dem Weg durch Theater und Baustelle zeigt sich, wie ein fortlaufender Umbau den Theateralltag prägt. Und was es für Mitarbeitende und Zuschauende bedeutet, wenn sich Wege, Räume und Arbeitsbedingungen verschieben.
Stefan Meik ist seit 2003 mit wenigen Unterbrechungen zuerst als Beleuchtungsmeister, später dann als Leiter der Beleuchtung am Theater Oberhausen beschäftigt. Seit dem Beginn der Spielzeit 25/26 ist er Technischer Direktor am Haus und neben der technischen Verantwortung für den Spielbetrieb, ist er in dieser Funktion als Nutzervertreter mit verantwortlich für die Sanierungsprozesse im Theater.
Unter Gleis 1, im Westflügel des Weimarer Bahnhof befindet sich das stellwerk junges theater. Die denkmalgeschützten Räume – ehemals Metropa, Restaurant, Internetcafé – bilden seit über zwei Jahrzehnten einen Ort der freien darstellenden Künste für junges Publikum.
Kathrin Schremb ist seit über 25 Jahren als Kulturmanagerin in Thüringen tätig. Als Mitbegründerin des freien Theaters „stellwerk weimar“ entwickelte sie das Haus zu einem Ort zeitgenössischer Kulturvermittlung und leitete es 18 Jahre lang. Seit 2022 ist sie Geschäftsführerin des Thüringer Theaterverbandes. Zudem gehört sie seit 2024 dem Präsidium des Kulturrats Thüringen an und ist seit 2025 Vorstandsmitglied des Bundesverbands Freie Darstellende Künste.
Wo liegt dieses Hellerau? Welche Geschichte(n) erzählt das Gebäude des Festspielhauses? In welchen Räumen wird hier freie Kunst produziert?
Ein Rundgang mit Verena Eitel und Dr. Juliane Zellner über das Gelände von Hellerau - dem Europäischen Zentrum der Künste in Dresden.
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