Margareta und Johannes sprechen diesmal über ein Thema, das Margareta aus gleich mehreren Perspektiven kennt: als Erziehungswissenschaftlerin, als Mutter – und als junge Frau, die mitten in eine der aufregendsten gesellschaftlichen Umbruchphasen Deutschlands hineingestudiert hat.
Sie erzählt, wie sie 1971 aus einer konservativen Bergarbeiterfamilie aus dem Saarland an die Uni Mainz kam – und dort kopfüber in die Nachwehen der 68er-Bewegung geriet: antiautoritäre Erziehungsideale, sexuelle Revolution, Kommunen, Hippie-Kultur. Ein Kulturschock, der sie zugleich verwirrt und geprägt hat.
Im Gespräch werden persönliche Kindheitserinnerungen lebendig – darunter eine kleine, aber einprägsame Geschichte über ihren Vater, seinen Zigarettenrauch und eine einzige Ohrfeige, die mehr hinterlassen hat als tausend Verbote. Und die erklärt, warum Margareta nie auch nur einen Zug an einem Joint genommen hat.
Eine Folge über Gehorsam und Aufruhr, über die Werte, die man mitbekommt – und die, gegen die man sich trotzdem irgendwie nicht wehren kann.