mit Richard Ranftl (H&Z digital)
Zentrale KI-Plattform oder spezialisierte Tools in den Fachabteilungen? Diese Diskussion ist brandaktuell. In dieser Folge von AI or DIE zerlegen Andreas Wiener und Richard Ranftl (H&Z Digital) die romantische Vorstellung von der einen KI-Lösung, die alles kann.
Klar ist: KI ist kein Nice-to-have mehr. Sie ist Pflicht. Wer heute noch auf die perfekte, zentrale Lösung wartet, verliert morgen Effizienz, Geschwindigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig führt ein unkontrollierter Tool-Zoo direkt in neue Silos, Schatten-IT und Compliance-Risiken. Die Wahrheit liegt dazwischen – aber nicht im Mittelmaß.
Wir sprechen darüber, warum „Make“ mit klaren Zielen oft smarter ist als reflexhaftes „Buy“, weshalb Open-Source-orientierte Stacks mehr strategische Freiheit schaffen als Hochglanz-Tools und warum Verfügbarkeit wichtiger ist als perfekte Governance. Außerdem: Warum Schatten-KI längst Realität ist, wieso Verbote nichts bringen und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen, um Kontrolle zurückzugewinnen, ohne Innovation abzuwürgen.
Diese Folge ist eine klare Ansage an alle, die noch glauben, KI ließe sich per Lizenzentscheidung erledigen. Spoiler: Tut sie nicht.
00:00 – Einstieg: KI-Reifegrad & alte IT-Diskussionen
00:41 – Single Vendor vs. Best-of-Breed: Die Kernfrage
01:00 – Tool-Dschungel, Start-ups & KI als Pflicht
01:55 – Buy vs. Make: Warum Spezialtools verlockend sind
02:47 – Fachabteilungen vs. zentrale KI-Strategie
03:39 – Das Silo-Problem: Schnell gestartet, nie eingefangen
04:16 – Schatten-Systeme und fehlende Zieldefinition
05:30 – Hochglanz-Versprechen vs. Realität
06:40 – Faktor Mensch: Warum Regeln allein nicht funktionieren
07:04 – Fachabteilungen als Innovationstreiber
08:05 – KI schlägt Excel: Wettbewerbsvorteile durch Geschwindigkeit
09:00 – Make-Ansatz mit Standard-Stacks (Azure, n8n & Co.)
10:04 – Konkretes Beispiel: KI im Einkauf
11:28 – n8n erklärt: Prozessautomatisierung mit Agenten
12:20 – Open Source, Souveränität & Enterprise-Tauglichkeit
14:47 – Chatbots, Frontends & falsche Erwartungen
15:18 – Mitarbeitende überschätzt? KI braucht Enablement
16:30 – Microsoft-Stack: Nicht perfekt, aber stabil
17:30 – Eigenes Frontend statt teurer Chat-Lizenzen
18:45 – Lokale LLMs: Wann sie wirklich Sinn machen
20:15 – Schatten-KI im Privatgebrauch: Das echte Risiko
22:27 – Praxisbeispiel: Mehr Schatten-User als offizielle Lizenzen
23:24 – Produktivität verstecken? Ein Auslaufmodell
24:50 – Angst, Kontrolle & Aufklärung im Unternehmen
26:12 – Kostenrealität: Copilot vs. eigenes KI-Frontend
26:56 – KI als neue Erwartungshaltung an Mitarbeitende
28:24 – Klare Empfehlung: Make first, Buy gezielt
29:22 – Metapher: KI-Stack wie Kochen vs. Restaurant
30:30 – Regulatorik, AI Act & Tool-Wildwuchs
31:28 – Praxisbericht: Marketing komplett agentenbasiert
33:00 – Fazit & Abschluss: Weniger Marketing, mehr Fakten