weltbewegt

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By Ein Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW)Science
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weltbewegt episodes

  • „Es geht viel um Übergriffigkeit“ - Die Schriftstellerin Lena Gorelik über jüdische Identität und Antisemitismus
    Zum Inhalt

    Am 1. Januar 1991 beschloss die Regierung der wiedervereinten Bundesrepublik Deutschland - auch als Zeichen der Wiedergutmachung - Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion als sogenannte "Kontingentflüchtlinge", also als Flüchtlinge mit sofortiger Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, aufzunehmen. Im Rahmen dieser Initiative, die bis 2005 andauerte, kam die Schriftstellerin Lena Gorelik 1992 im Alter von 11 Jahren nach Deutschland. Im Podcast unserer Ad hoc-AG "Judentum in Bayern" berichtet sie von ihren Erfahrungen als Schülerin in einer schwäbischen Kleinstadt, über versteckten Antisemitimus, über die unterschiedliche Wahrnehmung Deutschlands der ersten und zweiten Generation von Kontingentgeflüchteten und darüber, was in Deutschland aus einer postmigrantischen Perspektive anders laufen sollte.

    Wer spricht

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW.

    Lena Gorelik ist Schriftstellerin und Publizistin. Die Autorin wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis und dem Förderpreis für junge Autoren der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet. 2021 erschien ihr jüngster Roman „Wer wir sind“. Seit 2020 ist sie Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. im Februar 2022 war sie bereits im Rahmen der Podiumsdiskussion "Jüdisches Leben in Bayern. Ein Generationendialog" bei der BAdW zu Gast. Den Video-Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie hier.

    Marguerite Bertheau studierte in Freiburg und Cambridge europäische Geschichte sowie Ethnologie und Kulturanthropologie. Seit 2021 promoviert sie am Lehrstuhl für „Jüdische Geschichte und Kultur“ der LMU mit einer Arbeit über die Zuwanderung jüdischer „Kontingentflüchtlinge“, die vor allem in der Zeit zwischen 1990 und 2005 nach Deutschland gekommen sind.

    Romanauszug: Ruth Zapf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    35 min
  • Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein ... - Beleidigungen in der parlamentarischen Streitkultur
    Zum Inhalt

    Eigentlich sollte das Parlament ein Ort der kühlen und sachlichen Debatte sein, doch immer wieder liefern sich Abgeordnete hitzige Schlagabtäusche und Auseinandersetzungen, die nicht selten von Beleidigungen begleitet werden. Zu einiger Berühmtheit gelangt sind beispielsweise die von SPD-Abgeordnetem Karl Mommers geprägte Umschreibung "die bundesdeutsche Atomkanone Franz Joseph Strauss" oder die Verballhornung "Übelkrähe", die Claus Grobecker an den CDU-Abgeordneten Jürgen Wohlrabe richtete. Welche Ziele verfolgen Politikerinnen und Politiker, wenn Sie andere Abgeordnete beleidigen? Entstehen die Beschimpfungen aus dem Affekt oder verbergen sich dahinter bisweilen auch geplante Attacken auf den poilitischen Gegner? Wie werden Beleidigungen im Bundestag sanktioniert? Und können sie auch positive Auswirkungen auf die parlamentarische Streitkultur haben?

    Wer spricht

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW.

    Dr. Thomas Werneke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin, am Lehrstuhl für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Seit 2019 arbeitet er an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt mit dem Titel „Sprachliche und parasprachliche Kommunikation im Bundestag und im House of Commons zwischen den Jahren 1949 und 1990".

    Prof. Dr. Christian Waldhoff ist seit 2021 Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht und Finanzrecht an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist unter anderem Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte, der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen sowie des Ausschusses unabhängiger Persönlichkeiten des Europäischen Parlaments und des Rates über das Statut und die Finanzierung europäischer politischer Parteien und Stiftungen.

    Interview: Dr. Daniel Stienen, Projektkoordination und Teilprojektbearbeitung „Kulturen politischer Entscheidungen in der modernen Demokratie“

    Aufzeichnungen aus dem Bundestag im Intro (Reihenfolge wie im Podcast): Claus Grobecker (SPD) am 24.06.1976, Herbert Wehner (SPD) am 20.03.1980, Barbara Hendricks (SPD) am 20.11.2020, Peter Horn (CDU) am 22.11.1983

    27 min
  • Leben im Alter. Zwischen Freiheit und Sicherheit
    Zum Inhalt


    Wir alle wollen alt werden, aber niemand will alt sein – und kaum jemand will sich mit dem Altern beschäftigen. Wir fürchten das Alter. Wir wollen nicht hilfsbedürftig und von anderen abhängig sein, Autonomie verlieren oder Freiheit zu Gunsten von Sicherheit aufgeben müssen, wie es die Mehrheit der Bilder vom „Alter“ und insbesondere vom Leben in Altenheimen nahelegen. Doch was wissen wir eigentlich vom Alter? Wie realistisch sind unsere Vorstellungen vom Leben im Altenheim? Wie sähe ein freies, wie ein sicheres Leben in der dritten und vierten Lebensphase aus? Müssen wir uns zwischen Freiheit und Sicherheit „entscheiden“ oder lässt sich dieser Wertkonflikt vermeiden? Diese Fragen betreffen uns alle – individuell und als Gesellschaft. Früher oder später werden wir selbst oder unsere Angehörigen alt und der demographische Wandel führt dazu, dass die politische Aufgabe drängender wird, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Erforderlich ist dafür eine öffentliche Debatte, die auf dem Podium geführt werden soll. Ihr Ausgangspunkt muss eine differenzierte Betrachtung des Lebens im Alter sein, die gegenwärtige Missstände adressiert und positive Visionen formuliert oder zu deren Entwicklung anregt: Wie und wo wollen und können wir im Alter wohnen? Wer kann, wer soll sich kümmern? Wie kann eine für verschiedene Menschen geeignete und unterschiedliche Bedürfnisse respektierende Versorgung flächendeckend realisiert werden? Welche Alternativen zu einem Umzug in ein Altenheim gibt es? Welche Vorund Nachteile stellt Technik dar? Welche Strukturen müssten verändert werden, um älteren Menschen mehr soziale Teilhabe, Mobilität und Autonomie zu gewähren? Was bedeuten überhaupt Freiheit und Sicherheit in diesem Zusammenhang? All diese Fragen diskutieren unsere Podiumsgäste, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf das Leben im Alter blicken. Die Diskussion ist eine Veranstaltung der Ad hoc- Arbeitsgruppe „Zukunftswerte“ der BAdW, die sich auch mit dem Verhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit in seinen unterschiedlichen Ausprägungen befasst.

    > Zur Veranstaltungsseite mit Flyer
     

    Wer spricht

    DR. LAURA RÄUBER (Podcast-Intro) ist Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW.

    PROF. DR. HEINER BIELEFELDT ist Lehrstuhlinhaber für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der FAU Erlangen-Nürnberg und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er war bis 2009 Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte und von 2010 bis 2016 UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit. 

    PD DR. MED. JENS BENNINGHOFF ist Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin und Entwicklungsstörungen des kbo-Isar-Amper-Klinikums in München-Ost. Zuvor war der habilitierte Gerontopsychiater Ärztlicher Leiter des Modellprojekts Demenz-Kompetenzzentrum Rheinland der St. Augustinus-Kliniken in Neuss, einem Musterprojekt für die Demenzforschung und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Gerontopsychiatrie am Kreiskrankenhaus Gummersbach. Dr. Benninghoff ist erfolgreicher Absolvent der Weiterbildung Health Management für den leitenden ärztlichen Dienst des mibeg-Instituts Medizin. 

    PROF. DR. ANDREAS KRUSE ist emerierter Direktor des Instituts für Gerontologie und seit 2021 Seniorprofessor distinctus (auf Lebenszeit) der Uni Heidelberg. Er war von 2003 bis 2020 Vorsitzender der Altersberichtskommissionen der Bundesregierung und von 2016 bis März 2022 Mitglied des Deutschen Ethikrates.

    PD DR. HELGA PELIZÄUS forscht an der Universität der Bundeswehr München über Alter(n) und Digitalisierung. Sie ist Mitglied der Sachverständigenkommission für den Achten Altersbericht und der Sprechergruppe des Fachausschusses „Alter und Technik“ (DGGG) sowie Vorstandsmitglied der Sektion „Alter(n) und Gesellschaft“ (DGS). 

    JEANNE TURCZYNSKI (Moderation) ist seit 2006 Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk in der Redaktion „Wissen und Bildung aktuell“. Ihre Schwerpunkte sind Medizin und Gesundheit zwischen Forschung und Gesellschaft.

    1 hr 1 min
  • Die Rolle von Informationen in der Bekämpfung von CO2
    Zum Inhalt

    Mit Hilfe von repräsentativen Umfragen und Feldexperimenten untersuchten Peter Schwardmann und sein Team, wie Informationen am besten gezielt eingesetzt werden können, um Verhaltensänderungen bei Konsumenten herbeizuführen. Neben den Umfragen wurde in Experimenten untersucht, ob sich Informationen und eine CO2-Steuer ergänzend oder gegenläufig auf den Konsum auswirken und was jemanden dazu veranlasst, unangenehme Informationen aktiv zu suchen oder zu vermeiden. Diese Forschung sollte politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern eine Orientierung sein, wie man CO2-Emissionen mittels Informationskampagnen eindämmen könnte. Sie zielte auch darauf ab, unser grundlegendes akademisches Wissen darüber, wie Individuen Informationen verarbeiten, zu erweitern. Aber was, wenn die Forschungsergebnisse in eine ganz andere Richtung weisen als angenommen? 

    Wer spricht

    Dr. Laura Räuber (Podcast-Intro und Interview) ist Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW. 

    Dr. Peter Schwardmann ist Verhaltensökonom und Assistant Professor of Behavioral Economics an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, USA, außerdem Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. Neben der Leitung der Nachwuchsgruppe, arbeitet er dort an seinem Forschungsprojekt "Die Ursachen und Folgen der Selbstüberschätzung": Hunderte Studien dokumentieren, dass sich viele durchschnittliche Personen für überdurchschnittlich fähig, attraktiv und nett halten. Solche Selbstüberschätzung kann zu teuren Fehlentscheidungen führen und verheerende Folgen haben. In meinem Forschungsprojekt untersuche ich anhand von Labor und Feldexperimenten ob dem menschlichen Hang zur Selbstüberschätzung vor allem hedonistische oder eher strategische Motive unterliegen. Macht uns ein gutes Selbstbild einfach glücklich, oder besitzt es auch instrumentellen Wert, in dem es uns zu größerer Überzeugungskraft und zu mehr Durchhaltevermögen verhilft?

    > Zur Homepage von Peter Schwardmann (u.a. mit Publikationsliste) 

    > Zum Jungen Kolleg der BAdW

    28 min
  • Künstliche Photosynthese: CO2-Reduktion durch Sonnenlicht
    Zum Inhalt

    Der Fokus der Nachwuchsgruppe "Kontrolle des Ladungstransports in mehrschichtigen Halbleiterelektroden für selektive CO2 Reduktion" liegt insbesondere auf der Untersuchung spezieller Halbleiterschichtsysteme. Heute bekannte Halbleitermaterialien, die zur direkten Umwandlung von Sonnenlicht in speicherbare Energieträger verwendet werden, sind unter realistischen Operationsbedingungen nicht stabil. Vereinfacht gesagt, entweder die Halbleiter lösen sich auf oder sie verlieren ihre Oberflächenaktivität. Daher wird das vorgeschlagene Projekt sowohl neuartige Materialsysteme, als auch fundamental neue Lösungsansätze zur Materialstabilisierung, z.B. mit ultradünnen Passivierungsschichten, erforschen.

    Eine spezielle Herausforderung der CO2 Reduktion ist zudem das oft mehrere Umwandlungsreaktionen gleichzeitig ablaufen und so verschiedenste, auch ungewollte, Produkte generiert werden. Zur Verbesserung der Selektivität der CO2 Reaktion ist es deshalb notwendig den Ladungstransfer in solchen mehrschichtigen Halbleiterelektroden zunächst zu verstehen und dann gezielt zu steuern. Um Letzteres zu erreichen sollen in der Nachwuchsgruppe mehrschichtige Halbleiterelektroden mit speziellen, katalytischen Nanopartikeln kombiniert werden.

    Häufig wurden in der Physik spezielle Modelsysteme und -materialien unter Laborbedingen, wie z.B. im Vakuum, untersucht. Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeitsgruppe wird daher die Charakterisierung der Materialeigenschaften und des Ladungstransport unter möglichst realistischen Operationsbedingungen sein. Dazu sollen sowohl Methoden der Halbleiterspektroskopie als auch der nanoskaligen Rastersondenmikroskopie zum Einsatz kommen. Langfristig soll diese Forschung dazu beitragen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu überwinden und eine nachhaltige Versorgung mit erneuerbaren Energien in Zukunft zu ermöglichen.

    Wer spricht

    Dr. Laura Räuber (Podcast-Intro und Interview) ist Referentin für Digitale Kommunikation  der BAdW. 

    Dr. Johanna Eichhorn ist Physikerin, arbeitet an der TU München und ist Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. Neben der Leitung der dortigen Nachwuchsgruppe arbeitet Frau Eichhorn im Jungen Kolleg an Ihren Forschungsprojekt "Stabilizing energy materials for photoelectrochemical conversion reactions": Die photoelektrochemische Umwandlung von Sonnenenergie in speicherbare Energieträger ist eine vielversprechende Strategie um auch in Zukunft eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Die größten Herausforderungen hierbei sind der niedrige Wirkungsgrad und die Instabilität der Photoelektroden unter den vorherrschenden Betriebsbedingungen. Zur Realisierung von effizienten und langlebigen Photoelektroden untersucht das Forschungsprojekt neuartige Materialien mit verbesserten Eigenschaften und entwickelt mehrschichtige Photoelektroden mit verbesserter Stabilität. 

    > Zum Jungen Kolleg der BAdW

    12 min
  • Geschlechterrollen im Krieg
    Zum Inhalt 

    "Wurden afghanischen Männer (und insbesondere ihre Führung), die ihr Land scheinbar willenlos den Taliban überließen, noch vor einigen Monaten international häufig als passiv und feige dargestellt, werden die ukrainischen Kämpfer gemäß eines David versus Goliath-Szenario als beeindruckend tapfer und entschlossen porträtiert." So Heike Paul in ihrem Kurzvortrag. Der Ukraine-Krieg (sehen Sie auch das Video unserer Veranstaltung "Krieg in Europa. Putins Angriff auf die Ukraine") lässt alte Vorstellungen von Männlichkeit und Heldentum wieder auferstehen, wie man sie auch aus dem Hollywood-Actionfilm kennt. Aber ist das noch zeitgemäß? Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bietet ein etwas differenzierteres Bild von Männlichkeit. 

    Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited.


    Wer spricht

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Prof. Dr. Heike Paul Sie hat den Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg inne und ist zudem Direktorin der Bayerischen Amerika-Akademie. Sie ist ordentliches Mitglied der BAdW und im Koordinierungsausschuss des Schellingforums. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen: Sentimentalismus in Populärkultur und Politik Amerikanische Mythen und Populärkultur, Kulturelle Mobilität, Implizites Wissen, Gender Studies sowie Reeducation nach 1945 in vergleichender Perspektive (USA, Deutschland, Japan). 2018 erhielt Sie den Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2021 den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.


    Weitere Beiträge von und mit Prof. Dr. Heike Paul


    > Zum Video "Zur Zukunftsfähigkeit der Nation" mit Prof. Dr. Heike Paul und Prof. Dr. Aleida Assmann

    > Zum Video "100 Tage Biden. Eine erste Bilanz" mit Prof. Dr. Heike Paul und Hubert Wetzel (SZ)

    > Zum Podcast "And the Winner is... Joe Biden", Kurzvortrag von Prof. Dr. Heike Paul

    > Zum Podcast "Biden oder Trump? Die USA im Krisen- und Wahlkampfmodus", Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Heike Paul u.A. 

    > Zum Podcast "Corona in den USA: Eine Betrachtung der Krise aus transatlantischer Perspektive", Kurzvortrag von Prof. Dr. Heike Paul

     

    20 min
  • DNA, mRNA, Zelltherapie: Neue Wege in der Krebsforschung
    Zum Inhalt

    Gegen Krebs galten bislang als bewährte Mittel die Chemotherapie oder die Bestrahlung betroffener Körperregionen - beides stellt jedoch eine starke Belastung für den Körper der Patientin oder des Patienten dar, ohne eine dauerhafte Heilung zu garantieren. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Chemotherapie zählen Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit, außerdem der bekannte Haarausfall. Seit einigen Jahren sind, zunächst ergänzend, auch neue Methoden der Krebsimmuntherapie auf dem Vormarsch. Mit diesem Ansatz versucht die Krebsforschung, ähnlich wie beim Impfen, das körpereigene Immunsystem zu aktivieren und darauf zu trainieren, Tumorzellen zu bekämpfen. Ein bislang ungelöstes Problem der Immuntherapie liegt jedoch erneut in der Schwere der Nebenwirkungen, die häufig sogar zu einem Abbruch der Therapie führen. Die Arbeitsgruppe „Biomolekulare Nanotechnologie“ der TU München arbeitet an Wegen, diese Nebenwirkungen der Immuntherapie durch DNA-basierte Nanoschalter zu verringern und dabei noch ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Dieser Podcast gibt einen Einblick in die aktuelle Forschung, widmet sich der Frage, warum Medikamente auf DNA- oder RNA-Basis die Zukunft sein könnten und natürlich, ob Krebserkrankungen irgendwann heilbar sein werden.

    Wer spricht

    Dr. Klaus Wagenbauer ist Biophysiker und seit 2020 Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. In der Arbeitsgruppe „Biomolekulare Nanotechnologie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Hendrik Dietz forscht er mit seinen Kollegen Dr. Jonas Funke und Dr. Benjamin Kick an DNA-basierten Nanoschaltern zur kontrollierten und lokalen Aktivierung von therapeutischen Antikörpern. Die Arbeitsgruppe hat 2020 den Innovationspreis der BioRegionen erhalten.

    Interview: Ruth-Maria Zapf, Trainee Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.

    Bild: Prof. Dr. Hendrik Dietz

    22 min
  • "Wir haben es in der Hand" - Klimaforscherin Julia Pongratz über die Herausforderungen des Klimawandels
    Zum Inhalt

    Der menschgemachte Klimawandel ist inzwischen wissenschaftlicher Konsens: "Die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Abholzung von Wäldern und die Viehzucht beeinflussen zunehmend das Klima und die Temperatur auf der Erde [...] Ein Temperaturanstieg um 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter hat gravierende negative Auswirkungen auf die natürliche Umwelt sowie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen, einschließlich eines deutlich höheren Risikos, dass weltweit gefährliche und möglicherweise katastrophale Veränderungen der Umwelt eintreten werden", so die Europäische Kommission. Im Gespräch spannt Prof. Dr. Julia Pongratz einen Bogen von den klimatischen Veränderungen in Bayern über globale Prognosen und Modellierungen zur Klimazukunft bis hin zu innovativen Wegen, den klimatischen Wandel einzudämmen. Grundsätzliche Fragestellungen wie „Wie entstehen Extremwetterlagen?“ oder „Warum ist es in Wäldern kühler?“ kommen ebenso zur Sprache wie neue Forschungsansätze, die zur Abmilderung des Klimawandels beitragen könnten. Im Fokus steht außerdem die Frage, welcher Verantwortung sich die Industriestaaten - darunter natürlich auch Deutschland - jetzt und in Zukunft stellen müssen und was jede und jeder Einzelne zu mehr Klimaschutz beitragen kann.

    Wer spricht

    Prof. Dr. Julia Pongratz ist Klimaforscherin und Inhaberin des Lehrstuhls für Physische Geographie und Landnutzungssysteme sowie Direktorin des Departments für Geographie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Außerdem leitet sie die Forschungsgruppe „Land Use in the Earth System“ am Max-Planck-Institut für Meteorologie und ist Mitglied des Forums Ökologie der BAdW. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Modellierungen sowie der Landnutzung - also der Frage, inwieweit Veränderungen in der Bebauung, Bewaldung oder Bewirtschaftung von Flächen das Klima beeinflussen.

    Interview: Ruth-Maria Zapf, Trainee Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.

    Bild: Ivan Dražić/pexels

    43 min
  • Desinformation vor Wahlen – gefährdet Desinformation die Demokratie?
    Zum Inhalt

    Das neue Akademie-Projekt bringt juristische mit historischen Perspektiven zusammen und beschäftigt sich mit der Frage danach, wie politische Entscheidungen in der Demokratie überhaupt zustande kommen. Somit lenkt es den Fokus weg vom reinen politischen Output, hin auf denjenigen Input, der noch vor dem Treffen von Entscheidungen politische Debatten und Akteure beeinflusst. Innerhalb dieses Forschungsfeldes beschäftigt sich die aktuelle Podcastfolge mit Bezug auf die anstehenden Bundestagswahlen mit der Frage danach, warum Desinformation für Demokratien insbesondere vor Wahlen so problematisch ist – gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Und wieso ist Desinformation juristisch so schwer zu fassen? Mit welchen Begriffsdefinitionen lässt sie sich überhaupt greifen und wie unterscheiden von verwandten Phänomenen wie fake news oder bloßen Legenden? Um diese und verwandte Fragen beantworten zu können, interviewt Projektmitarbeiterin Laura Jung den heutigen Gast der Folge, Tristan Barczak, Experte für öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und das Recht der neuen Technologien. Der Historiker Martin Schulze Wessel ergänzt das Interview als Osteuropa-Experte um spannende Einblicke in die Geschichte der Desinformation und der fake news. Am Ende der Folge steht vor allem die Erkenntnis: Das Phänomen der Desinformation wird die moderne Demokratie und die Wissenschaft auch in Zukunft noch beschäftigen.


    Wer spricht

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. 

    Prof. Dr. Tristan Barczak hat den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und das Recht der neuen Technologien an der Universität Passau inne. 

    Prof. Dr. Martin Schulze Wessel hat den Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne und ist Mitglied der BAdW.

    Ass. iur. Laura Jung ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie.

     

    Zum Projekt "Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie"

    Das Forschungsprojekt „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ erforscht exemplarisch die rechtlichen, politisch-gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen und Formen demokratischer Entscheidungsprozesse. Der konzeptionelle Angelpunkt ist dabei der Begriff der „Verfassungskultur“, der hier als Ansatz einer Kulturgeschichte des Politischen verstanden wird und sich auf politisch-konstitutionelle Deutungsmuster bezieht. Das interdisziplinär angelegte Projekt untersucht die Zeit von etwa 1950 bis heute und nimmt dabei unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien und den ostmitteleuropäischen Raum in den Blick. Es vereint Rechts- und Geschichtswissenschaft und fragt nach der Zeitstruktur demokratischer Entscheidungen, der Komplexitätssteigerung, der Repräsentation in der parlamentarischen Demokratie, nach Demokratie und Geschlecht, der Gewaltenteilung und der politischen Sprache.

    Das Forschungsprojekt ist seit 2021 an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) angesiedelt und wird von einem Ausschuss geleitet. Ausschussvorsitzende und Projektleiter sind der Jurist Christian Walter (LMU München) und der Zeithistoriker Andreas Wirsching (LMU München / Institut für Zeitgeschichte). Ein Beirat mit 6 Mitgliedern begleitet und berät den Ausschuss.

    > Zur Projektseite

    29 min
  • Ich oder Wir: Prosozialität in Kindern
    zum inhalt 

    Was macht uns zu sozialen Wesen und birgt das sogar Vorteile? Wie kann man Kindern "Prosozialität" beibringen und welche Rolle spielen dabei Eltern oder Personen außerhalb der Familie?

    Wer spricht

    Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Prof. Dr. Fabian Kosse ist Professor für angewandte Ökonomie an der LMU München und arbeitet am Institute on Behavior and Inequality (briq) in Bonn. 

    > Zur Homepage von Fabian Kosse 

    Dr. Peter Schwardmann ist Verhaltensökonom und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU München. Er ist Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW und forscht dort zur Selbstüberschätzung. Zudem ist er Mitglied in der Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte" der BAdW. 

    > Zur Homepage von Peter Schwardmann 

    28 min

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Klimawandel, neue Technologien, gesellschaftlicher Wandel – in diesem Podcast werden Themen verhandelt, die die Welt bewegen und Debatten auslösen. Hier finden Sie Audio-Aufzeichnungen unserer…