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Seit nunmehr 75 Jahren prägt das Grundgesetz die staatliche Verfasstheit der Bundesrepublik Deutschland. Nicht zuletzt wegen des wiederaufflammenden Nationalismus und der zunehmenden Demokratiefeindschaft steht die freiheitlich-demokratische Grundordnung heute vor massiven Herausforderungen. Ihre Stabilität und Funktionalität sind nicht mehr selbstverständlich, sondern scheinen neu justiert werden zu müssen. Wie entwickelt sich das Grundgesetz seit seinem Inkrafttreten vor 75 Jahren? Vor welchen Bewährungsproben steht die föderale Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland heute? Und welche Lehren hält die Geschichte für uns bereit? Über diese und weitere Fragen diskutiert die Journalistin Violetta Hagen mit dem Historiker Andreas Wirsching, der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch und der Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger – gerne auch mit Ihnen! Anlass der Veranstaltung ist die Veröffentlichung des Themenbandes „Nationalstaat und Föderalismus. Zum Wandel deutscher Staatlichkeit seit 1871“, hrsg. von Prof. Dr. Andreas Wirsching und Dr. Lars Lehmann.
> Zur Veranstaltungsseite mit Flyer
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehem. Bundesministerin der Justiz
Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für politische Bildung Tutzing
Prof. Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Mitglied der BAdW
Moderation: Violetta Hagen, SWR Aktuell
Postproduktion: Dr. Laura Räuber
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Vermeidung von zu viel Machtfülle der Legislative oberstes Gebot. Deshalb wurde das Bundesverfassungsgericht als Kontrollorgan des poltischen Betriebs mit großer Macht ausgestattet und konnte sich in der jungen Bundesrepublik schnell zu einem politisch einflussreichen Akteur entwickeln, der bis heute den Handlungsspielraum der jeweiligen Regierung begrenzt. So wichtig die Kontrollfunktion des Gerichts ist - es stellt sich doch die Frage, wie weit die Befugnisse eines nicht gewählten Gerichts gehen sollten und welche Eingriffe in den demokratischen Prozess legitim sind. Ein Blick in die Geschichte der BRD sowie in die Gesetzgebung anderer Länder zeigt, wie unterschiedlich die Rolle des Verfassungsgerichts interpretiert werden kann.
Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Prof. Dr. Anuscheh Farahat ist Inhaberin der Professur für Öffentliches Recht, Migrationsrecht und Menschenrechte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Dr. Frieder Günther ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.
Philipp Scheurer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im BAdW-Projekt "Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie".
Konrad Adenenauer, Auszug aus einer Rede vom 28.2.1961, Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Knlcw_-AOEM
Postproduktion: Ruth Zapf, Öffentlichkeitsarbeit BAdW
Bild: Al Fed über flickr
Während die Erinnerung an das Olympia-Attentat in Israel früh einen wichtigen Platz in der nationalen Erinnerungskultur erlangte, hat sich in der Bundesrepublik erst in jüngster Zeit ein selbstkritisches öffentliches Gedenken an die Opfer entwickelt. Die öffentliche Podiumsdiskussion ist Teil der ersten Arbeitstagung, die im Forschungsprojekt zur Aufarbeitung des Olympia-Attentats vom 5. bis 7. September 2023 in München veranstaltete. Das vom Bundesministerium des Innern und für Heimat initiierte Projekt wird durchgeführt von einer internationalen Historikerkommission und dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und hat den Auftrag, noch immer ungeklärte Fragen zum Anschlag sowie zu seiner Vorund Nachgeschichte zu erforschen.
Bild: IMAGO / AFLOSPORT
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW.
Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger (Präsident der BAdW), Juliane Seifert (Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat), Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe), Talya Lador-Fresher (Generalkonsulin des Staates Israel in München), Ankie Spitzer (Witwe des ermordeten Fechttrainers Andrei Spitzer)
Moderation: PD Dr. Eva Oberloskamp ist Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München– Berlin (IfZ), wo sie als wissenschaftliche Geschäftsführerin der Forschungsstelle zur Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympiamannschaft fungiert.
Dr. Roman Deininger ist Chefreporter der Süddeutsche Zeitung, 2021 hat er zusammen mit Uwe Ritzer das Buch „Die Spiele des Jahrhunderts. Olympia 1972, der Terror und das neue Deutschland“ veröffentlicht.
Prof. Dr. Kay Schiller unterrichtet Modern European History an der Universität Durham in Nordengland. 2010 hat er zusammen mit Christopher Young das Buch „The 1972 Munich Olympics and the Making of Modern Germany“ publiziert.
Prof. Dr. Shlomo Shpiro lehrt Politikwissenschaft an der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv. Er ist Mitglied der internationalen Historikerkommission zur Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympiamannschaft.
Prof. Dr. Petra Terhoeven unterrichtet Europäische Kultur- und Zeitgeschichte an der Universität Göttingen. Sie ist Mitglied der internationalen Historikerkommission zur Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympiamannschaft.
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> Mehr zum Forschungsprojekt des IfZ
Die Aufzeichnungen für diesen Podcast fanden vor dem aktuellen Angriff der Hamas auf Israel statt, weshalb der Podcast darauf keinen Bezug nimmt.
50 Jahre nach dem Anschlag auf israelische Sportler bei den Olympischen Sommerspielen in München 1972 war es endlich so weit: Nach zähen Auseinandersetzungen gewährte die Bundesregierung den Hinterbliebenen der Opfer eine angemessene Entschädigung und berief eine international besetzte Historikerkommission, die gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte (IfZ) alle offenen Fragen zu Hergang sowie Vor- und Nachgeschichte des Attentats untersuchen soll. Im September, pünktlich zum 51. Jahrestag des Anschlags, haben Kommission und Forschungsstelle nun ihre Arbeit aufgenommen - gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Im Fokus steht dabei besonders: Warum gab es trotz vorheriger Warnungen nur geringe Sicherheitsvorkehrungen im Olympischen Dorf? Weshalb agierten Politik und Sicherheitskräfte so dilettantisch beim Versuch, die Geiseln zu befreien? Wie konnten die in Deutschland inhaftierten überlebenden Attentäter schon wenige Wochen nach dem Anschlag freigepresst werden? Im ersten Teil der Podcast-Reihe widmen wir uns noch einmal den genauen Geschehnissen am 5. und 6. September 1972 und fragen nach den dunklen Flecken der Aufarbeitung, die nun hoffentlich aufgeklärt werden können.
Sie mögen Storytelling-Podcasts? Hören Sie auch unsere Podcast-Reihe Verschwörungsmythen - Hintergründe und Folgen.
Prof. Dr. Michael Brenner ist Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Center for Israel Studies an der American University in Washington D.C. Er gehört der Historikerkommission zur Aufarbeitung des Olympia-Attentats 1972 an und ist Mitglied der BAdW.
PD Dr. Eva Oberloskamp ist wissenschaftliche Geschäftsführerin der Forschungsstelle "Aufarbeitung des Anschlags auf die israelische Olympia-Mannschaft" am IfZ.
Juliane Seifert ist Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat.
Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Professor für Neueste Geschichte an der LMU München und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ). Er ist Mitglied der BAdW.
Hosts: Dr. Laura Räuber und Ruth Zapf
Sprecherstimme Texte: Dr. des. Christopher Kast und Dr. Isabel Leicht
Recherche und Skript: Ruth Zapf und Dr. Laura Räuber
Postproduktion: Dr. Laura Räuber und Ruth Zapf
Musik: Underground Monuments; Sunshine (Musicfox)
Einspieler: Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972
Soundeffekte: Pixabay
Bild: IMAGO / AFLOSPORT
Bayerische Landeszentrale für politische Bildung. „‚They’re all gone‘ – Das Olympiaattentat 1972”: https://www.blz.bayern.de/theyre-all-gone--das-olympiaattentat-1972.html
Bayerischer Rundfunk. „Das Olympia-Attentat - Chronik des Terrors“: https://www.br.de/themen/sport/inhalt/olympia-1972/zeitstrahl-olympia-1972-das-attentat-100.html
Bayerischer Rundfunk. „50 Jahre Olympiaattentat: War die Flugzeugentführung ein Fake?“: https://www.facebook.com/BR24/videos/50-jahre-olympiaattentat-war-die-flugzeugentf%C3%BChrung-ein-fake/629226998550769/
Bayerischer Rundfunk. „Wie kam es zur Falschmeldung beim Olympia-Attentat 1972?“. 02.09.2022: https://www.br.de/nachrichten/wissen/wie-kam-es-zur-falschmeldung-beim-olympia-attentat-1972-faktenfuchs,TEIlOz3
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultur. "Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972": https://www.km.bayern.de/eltern/erziehung-und-bildung/erinnerungsort-olympia-attentat-muenchen-1972.html
Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus. "Klein: Müssen die mangelnde strafrechtliche Aufarbeitung des Münchner Olympia-Attentats diskutieren" 02.09.22 https://www.antisemitismusbeauftragter.de/SharedDocs/interviews/Webs/BAS/DE/2022/FUNKE.html
Bundesministerium des Innern und für Heimat. "Historikerkommission zur Aufarbeitung des Olympia-Attentats 1972 nimmt Arbeit auf". Pressemitteilung vom 30.05.2023: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2023/05/historikerkommission.html
Bundesministerium des Innern und für Heimat. "München 1972: Kommission zur Aufarbeitung des Olympia-Attentats nimmt Forschungsarbeit auf". Pressemitteilung vom 06.09.2023: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2023/09/ifz-bmi-muenchen72.html
Bundespolizei. „GSG 9“: https://www.bundespolizei.de/Web/DE/05Die-Bundespolizei/04Einsatzkraefte/GSG9-neu/gsg9_node.html
Bundeszentrale für politische Bildung. „Die Geschichte der RAF“. 20.08.2007: https://www.bpb.de/themen/linksextremismus/geschichte-der-raf/
Bundeszentrale für politische Bildung. „Münchner Olympia-Attentat von 1972“. 01.09.2022: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/512600/muenchner-olympia-attentat-von-1972/
Bundeszentrale für politische Bildung. „Schwarzer September Aufstieg des internationalen Terrorismus“. 02.09.2022: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/muenchen-1972-2022/512569/schwarzer-september/
Bündnis 90 - Die Grünen. „Olympia-Attentat: ‚Ein neues Kapitel aufschlagen durch Aufarbeitung und Entschuldigung‘“. 05.09.2022: https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/olympia-attentat-ein-neues-kapitel-aufschlagen-durch-aufarbeitung-und-entschuldigung
Deutsche Welle. „Olympia-Terror 1972: Vermeidbares Blutbad?“. 06.09.2017: https://www.dw.com/de/m%C3%BCnchner-olympia-attentat-1972-vermeidbares-blutbad/a-40366228
Deutschlandfunk. „Der politischste IOC-Präsident“. 24.06.2020: https://www.deutschlandfunk.de/museum-entfernt-brundage-bueste-der-politischste-ioc-100.html
Deutschlandfunk. "Attentat auf Team Israel 1972: Kommission startet Aufarbeitung des Münchner OIympia-Terrors" 30.05.23: https://www.deutschlandfunk.de/olympia-72-historikerkommission-nimmt-arbeit-auf-dlf-767eacc5-100.html
Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 Fürstenfeldbruck: https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/
Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 Fürstenfeldbruck. „Die Geiseln“: https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/the-hostages-de
Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 Fürstenfeldbruck. „Die Nachgeschichte“: https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/posthistory-de
Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 Fürstenfeldbruck. „Geiselnahme und Polizeieinsatz“: https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/police-operation-de
Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 Fürstenfeldbruck. „Wir gedenken der Opfer“: https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/gedenken
Haaretz. „Israel in Shock as Munich Killers Freed“ 04.11.2010: https://www.haaretz.com/2010-11-04/ty-article/israel-in-shock-as-munich-killers-freed/0000017f-e364-d75c-a7ff-ffed0c650000
Kellerhoff, Sven Felix: „Anschlag auf Olympia – Was 1972 in München wirklich geschah“, Darmstadt 2022.
Landratsamt Fürstenfeldbruck. „Gedenken an das Olympia-Attentat“: https://www.lra-ffb.de/landkreis-politik/kultur/gedenkstaette-olympia-attentat
Landshut 77. „Durch Terror zu globaler Aufmerksamkeit“: https://www.landshut77.de/de/hintergruende/linksterrorismus
München Architektur. „Olympiastadion im Olympiapark München“: https://www.muenchenarchitektur.com/architektur-highlights/18-sonderbauten/20798-olympiastadion-im-olympiapark
Münchner Merkur. „Spektakulärer Tonband-Fund enthüllt wahre Geschichte um Entführung der Lufthansa-Maschine 1972“. 02.11.2022: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/fund-tonband-olympia-attentaeter-entfuehrung-lufthansa-1972-kiel-genscher-91879982.html
Münchner Merkur. "Olympia-Attentat München 1972: Suche nach der Wahrheit - selbst Eheringe der Opfer sind verschwunden" 06.09.23: https://www.merkur.de/bayern/muenchen-72-olympia-attentat-historiker-terroristen-fuerstenfeldbruck-92504175.html
Münchner Merkur. "Historiker-Kommission will Olympia-Attentat aufarbeiten: Gedenken braucht Wahrheit" 08.09.23: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/attentat-72-gedenken-braucht-wahrheit-olympia-fuerstenfeldbruck-92507558.html
NTV.de. "Faeser sieht "tiefe Wunden": Kommission arbeitet Olympia-Attentat 1972 neu auf" 30.05.23: https://www.n-tv.de/sport/Kommission-arbeitet-Olympia-Attentat-1972-neu-auf-article24156361.html
Oberloskamp, Eva. „Das Olympia-Attentat 1972. Politische Lernprozesse im Umgang mit dem transnationalen Terrorismus“. Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte 2012, Heft 3: https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2012_3_1_oberloskamp.pdf
Rathaus Umschau. „Gedenken an den terroristischen Anschlag in München-Riem 1970“: https://ru.muenchen.de/2023/27/Gedenken-an-den-terroristischen-Anschlag-in-Muenchen-Riem-1970-105557
Spiegel Online. „Auch der GSG-9-Chef hat Zweifel formuliert“. 13.05.2023: https://www.spiegel.de/sport/aufarbeitung-von-olympia-attentat-1972-auch-der-gsg-9-chef-hat-zweifel-formuliert-a-efe765a1-e3c4-433c-9b38-a24eab658d6d
Spiegel.de. „Behörden vertuschten Ausmaß ihres Versagens“. 22.07.2012: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/olympia-1972-behoerden-vertuschten-ausmass-ihres-versagens-a-845721.html
Spiegel.de. „Der Zwei-Jahrzehnte-Rachefeldzug“ 19.07.2013: https://www.spiegel.de/geschichte/israelisches-toetungskommando-caesarea-a-951203.html
Spiegel.de. „Die angekündigte Katastrophe“. 22.07.2012: https://www.spiegel.de/politik/die-angekuendigte-katastrophe-a-6e28db91-0002-0001-0000-000087508597
Spiegel.de. „Die Versäumnisse sind nicht mit ein paar hingeworfenen Geldbündeln wiedergutzumachen“. 18.08.2022: https://www.spiegel.de/geschichte/olympia-attentat-1972-in-muenchen-volker-beck-ueber-entschaedigungsstreit-und-50-jahre-leid-a-74ccc40a-bab6-461a-9913-25b3e8e3e4e0
Spiegel.de. "Wie die Olympia-Attentäter ungestraft davonkamen". 11.11.2022: https://www.spiegel.de/geschichte/der-spiegel-vor-50-jahren-wie-die-olympia-attentaeter-1972-ungestraft-davonkamen-a-c2022bd0-c9a9-461e-9e4b-abd1159d2276
Süddeutsche Zeitung. „Der Schrecken eines Tages“. 07.02.2020: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-antisemitismus-brandanschlag-1.4788747
Süddeutsche Zeitung. „Der zwölfte Mann“. 23.08.2023: https://www.sueddeutsche.de/politik/olympia-attentat-1972-entschaedigung-fliegerbauer-spitzer-fuerstenfeldbruck-terroristen-1.6155708?reduced=true
Süddeutsche Zeitung. „Geschichte einer unendlichen Enttäuschung“ 05.08.2022: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/olympia-attentat-fuerstenfeldbruck-israel-muenchen-1.5634675?reduced=true
Süddeutsche Zeitung. „Visionär und Vorreiter“. 13.05.2015: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/tod-des-polizeipraesidenten-manfred-schreiber-ein-visionaer-und-vorreiter-1.2470197
Süddeutsche Zeitung. „Welche acht Historiker das Olympia-Attentat aufarbeiten werden“. 20.04.2023: https://www.sueddeutsche.de/politik/olympische-spiele-1972-attentat-historikerkommissin-1.5810777
Süddeutsche Zeitung. "Olympia-Attentat: Wer half den Terroristen?". 14.09.2023: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-olympia-attentat-historikerkommission-1.6225732?reduced=true
Tagesschau.de. „Offenbar Einigung auf Entschädigung“. 31.08.2022: https://www.tagesschau.de/inland/olympia-attentat-deutschland-entschaedigung-opfer-101.html
Tagesschau.de. "Aufarbeitung des Olympia-Attentats "Wir haben 50 Jahre lang gekämpft"" 25.01.23: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/aufarbeitung-olympia-attentat-101.html
Zeit Online. „Sie haben Mörder freigelassen“. 23.02.2022: https://www.zeit.de/2022/09/flugzeugentfuehrung-1972-palaestinensische-terroristen-lufthansa-649/komplettansicht
Zeitgeschichte Online. „Andreas Baader, Ulrike Meinhof und hunderte Palästinenser:innen? Das Olympia-Attentat 1972“ 15.07.2022: https://zeitgeschichte-online.de/kommentar/andreas-baader-ulrike-meinhof-und-hunderte-palaestinenserinnen
Zentralrat der Juden in Deutschland. "Historikerkommission Olympia-Attentat 1972" 21.04.2023: https://www.zentralratderjuden.de/aktuelle-meldung/artikel/news/historikerkommission-olympia-attentats-1972/
Können wir das 1,5 Grad-Ziel noch einhalten? Das verbleibende Zeitfenster für die Begrenzung der Erderwärmung schließt sich immer schneller. Entsprechend appelliert der Weltklimarat in seinem jüngsten Bericht an die Regierungen, sofort global zu handeln und den Ausstoß von Treibhausgasen rasch und massiv in allen Sektoren zu verringern. Der menschengemachte Klimawandel ist wissenschaftlich belegt. Erdbeobachtungs- und Satellitendaten liefern wichtige Informationen, um die Erde zu vermessen, Klimamodellierungen zu erstellen und belastbare Vorhersagen über die Auswirkungen zu treffen. Eine andere Perspektive auf unseren Planeten bietet der Blick in die Meere, die 70 Prozent der Erde bedecken und ganz entscheidend für unser Klima und die Artenvielfalt sind. Aufheizung, Versauerung, Korallensterben – auch hier ist die Bedrohung durch Umweltschäden offensichtlich. Welche Lösungen liefern die Weltraum- und Meeresforschung zur Bewältigung des Klimawandels? Helfen sie uns, die größeren Zusammenhänge des globalen Wandels besser zu verstehen, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen? Wie wir die Kehrtwende in Richtung Klimaneutralität und einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft auch für kommende Generationen schaffen können, diskutieren wir mit Expertinnen und Experten, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf unsere Erde schauen.
> Zu den Folien der Impulsvorträge (PDF)
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Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW
Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW
Podium:
Prof. Dr. Roland Pail ist Professor für Astronomische und Physikalische Geodäsie an der TU München und Mitglied der BAdW
Prof. Dr. Julia Pongratz ist Lehrstuhlinhaberin für Physische Geographie und Landnutzungssysteme sowie Direktorin des Departments für Geographie an der LMU München
Prof. Dr. Gert Wörheide ist Meeresforscher und Lehrstuhlinhaber für Paläontologie und Geobiologie an der LMU München sowie Direktor des Paläontologischen Museums in München
Moderation: Ilka Eliana Knigge, u. A. Moderatorin des TV-Magazins „Planet Wissen“ beim Bayerischen Rundfunk und des Wissenschaftspodcasts „Über Schlafen“ bei Deutschlandfunk Nova.
Lieber das Video ansehen? Die Videoaufzeichnung unseres Livestreams gibt es hier.
Der nächstgelegene Supermarkt im Nachbarort, das Gymnasi- um des Kindes zwei Orte weiter, das nächste Krankenhaus viel- leicht sogar drei – die Lebensbedingungen auf dem Land unterscheiden sich meist deutlich von denen in der Stadt. Es lohnt sich also, den Blick auf die Infrastrukturen, Orte und Räume zu lenken, inmitten derer Menschen ihr Leben konkret führen. Wer kann wo auf was verzichten, und wie lassen sich Möglichkei- ten zum Verzicht schaffen? Im zweiten Teil der Verzichts-Reihe diskutieren die beiden Architektinnen Elena Schirnding de Almeida und Doris Kleilein, was es bedeutet, in einer Stadt oder auf dem Land zu verzichten und welche Herausforderungen sich heute für Planerinnen, Gestalter, Architektinnen, aber eben auch für Bürgerinnen und Bürger stellen.
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Begrüßung: Prof. Dr. Heike Paul (FAU Erlangen-Nürnberg/BAdW)
Moderation: Prof. Dr. Astrid Séville (TU München/BAdW)
Elena Schirnding de Almeida ist Architektin, Stadtplanerin und Mitarbeiterin an der Professur für Urban Design der TU München. Sie war Abteilungsleiterin Hochbau in der Staats- bauverwaltung München und leitet das TUM Public Planning Lab.
Doris Kleilein ist Architektin und Autorin. Sie war Redakteurin der Architekturfachzeitschrift Bauwelt, ist Mitglied im Fachfrauenbeirat der Ber- liner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und leitet den Architekturbuchverlag JOVIS.
> Zur Veranstaltungsseite mit Flyer
> Mehr zur Reihe “Verzichten können, lernen, müssen”
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„In einer endlichen Welt kann man nicht unendlich wachsen“, so ein Fazit der renommierten Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann in ihrem 2022 erschienenen Buch „Das Ende des Kapitalismus“. Ihr Vorschlag: Eine völlig andere Form des Wirtschaftens, die auf das „Immer Mehr“ kapitalistischen Zuschnitts verzichtet. Auf persönlicherer Ebene nähert sich dem Thema Verzicht die Autorin Karen Duve in ihrem 2010 erschienen Buch „Anständig Essen“, in dem sie im Selbstversuch vegetarische, vegane und frutarische Lebensweisen ausprobiert und einen ethischen Umgang mit Lebensmitteln fordert. Ausgehend von diesen beiden kritischen Perspektiven auf unsere Wohlstandgesellschaft geht die Auftaktveranstaltung „Verzichten müssen“ der Frage nach, was unter den Vorzeichen eines notwendigen Verzichts als Maßstab für ein gelungenes Leben gelten kann und welche gesellschaftlichen Veränderungen es dafür braucht. Eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe der BAdW "Semantiken des Verzichts" im Schelling-Forum der BAdW in Würzburg.
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> Mehr zur Reihe "Verzichten müssen, können, lernen"
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Begrüßung: Dr. Isabel Kalous, ehem. wissenschaftliche Koordinatorin des Schelling-Forums, wissenschaftl. Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Heike Paul
Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin bei der taz und Bestseller-Autorin. Zuletzt erschien ihr Buch "Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind - und wie wir in Zukunft leben werden.
Die Autorin Karen Duve musste leider kurzfristig absagen.
Moderation: Prof. Dr. Heike Paul (FAU Erlangen-Nürnberg/BAdW)
„Verzicht“ hat angesichts von Klimakrise, wirtschaftlicher Unsicherheit und Ressourcenknappheit in öffentlichen Debatten Konjunktur. Im akademischen Diskurs ist der Begriff jedoch bislang nicht ausreichend bestimmt. Die AG „Semantiken des Verzichts: Perspektiven auf die Wohlstandsgesellschaft und ihre Kosten“ lotete deshalb unterschiedliche Bedeutungsebenen von Verzicht für einen interdisziplinären Dialog aus und trug diese in die gesellschaftspolitische Debatte.
Sprachmodelle wie ChatGPT oder Bard beherrschen seit Wochen die öffentliche Diskussion und lenken die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich: Während sich die einen über inhaltliche Fehler der Robotertexte empören, sind die anderen begeistert, wie mit technischer Hilfe Texte in Sekundenschnelle generiert werden können. Generell lässt sich auf den ersten Blick kaum noch unterscheiden, ob ein Text von einer Maschine oder einem Menschen verfasst wurde - dieser Text hier wurde beispielsweise mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz umgeschrieben.
Fest steht: Der digitale Wandel ist nicht aufzuhalten. Textautomatisierungsprogramme werden immer besser werden und sich auf viele Lebensbereiche auswirken, insbesondere auch auf unser Bildungssystem. Wie werden wir in Zukunft lehren und lernen? Wie können wir KI konstruktiv und sinnvoll in Unterricht und Lehre einsetzen? Welche Vorkenntnisse und Kompetenzen setzt dies bei Lehrenden, Studierenden, Schülerinnen und Schülern voraus? Wo liegen die Grenzen, Gefahren und Herausforderungen dieser neuen Technologie? Und kann KI zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen?
Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW
Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Präsentation des KI-Tutors PEER: Kathrin Sessler, Doktorandin am Lehrstuhl für Human-Centered Technologies for Learning:
> Zu den Folien
Podiumsdiskussion:
Navika Bhardwj, Schülerin (10. Klasse) am Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg
Prof. Dr. Eric Hilgendorf, Lehrstuhlinhaber für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Uni Würzburg und Mitglied im bidt-Direktorium der BAdW
Prof. Dr. Enkelejda Kasneci, Direktorin des TUM Center for Educational Technologies, Liesel-Beckmann Distinguished Professor und Lehrstuhlinhaberin für Human-Centered Technologies for Learning an der TUM
Oliver Masur, Studienrat, Fächer Deutsch und Englisch, am Münchner Theresien-Gymnasium
Dr. Matthias Stadler, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München und Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW
Moderation: Heike Schmoll, FAZ
Mit dem Wandel der politischen Kommunikation geht auch ein Wandel der politischen Berichterstattung einher. Einer der intimsten Kenner des politischen Berlins ist der Journalist Markus Feldenkirchen. Seine Reportagen über die Wahlkämpfe von Martin Schulz und Armin Laschet haben Aufsehen erregt. In den letzten Jahren war er zudem an zahlreichen neuen Formaten der politischen Berichterstattung beteiligt, die noch einmal einen anderen Blick auf Politik ermöglichen. Der Soziologe Dr. Julian Müller erforscht wiederum politische Selbstdarstellungen und neue Formen politischer Kommunikation. Gemeinsam wollen sie über das Spannungsverhältnis von Politik und Medien sowie über die gegenwärtigen Herausforderungen des politischen Journalismus diskutieren.
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Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber ist Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW.
Markus Feldenkirchen ist politischer Autor im Hauptstadtbüro des SPIEGEL. Er moderiert auf spiegel.de den Video-Talk „Spitzengespräch“. Feldenkirchen wurde u. a. mit dem Deutschen Reporterpreis und dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Für das TV-Format „Konfrontation“ (ARD) hat er gerade den „Deutschen Fernsehpreis“ gewonnen.
Prof. Dr. Julian Müller leitet das von der Gerda Henkel Stiftung finanzierte Forschungsprojekt „Re/Präsentation. Neue Formen der politischen Ansprache und Fürsprache in der kommenden Gesellschaft“. Derzeit vertritt der Soziologe die Professur für Politische Soziologie an der Philipps- Universität-Marburg, zuvor war er Akademischer Rat a. Z. am Institut für Soziologie der LMU München.
Moderation: Prof. Dr. Astrid Séville ist Vertretungsprofessorin für Politische Theorie an der Hochschule für Politik, TU München. Die Politikwissenschaftlerin wurde 2015 mit einer Arbeit zur politischen Rhetorik der Alternativlosigkeit promoviert, für die sie 2016 den Deutschen Studienpreis erhielt. Seit 2018 ist sie Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW.
Bild: picture alliance/Flashpic/Jens Krick.
Bereits seit den 1970er Jahren wird weltweit um die Messbarkeit wissenschaftlicher Leistungen gerungen. Im Zuge der Exzellenzinitiativen der 2000er Jahre etablierten sich betriebswirtschaftliche Managementtechniken auch an deutschen Hochschulen. Steigender Leistungsdruck, Drittmittelwettbewerb, Evaluierungen und befristete Beschäftigungsverhältnisse im Mittelbau prägen zunehmend den akademischen Arbeitsalltag. Mit der unter dem Hashtag #IchbinHanna geführten Diskussion machte der wissenschaftliche Nachwuchs jüngst auf seine prekäre Lage aufmerksam. Die Befürchtung, dass das Ethos einer freien und unabhängigen Wissenschaft durch das Leitbild eines ökonomischen Nützlichkeitsprinzips ersetzt werde, nimmt zu. Wie wirken sich die Krisen, die sich derzeit überlagern, auf die Wissenschaftslandschaft aus? Ist die Wissenschaft im Jahr 2022 wirklich stärker denn je ökonomischen Interessen unterworfen? Und wenn ja, welche Folgen hat dieser Wandel für die universitäre Bildung? Wie muss sich erkenntnisgetriebene Grundlagenforschung positionieren, wenn es um die konkrete Beantwortung großer und drängender Zukunftsfragen geht und dadurch die anwendungsorientierte Forschung stark in den Vordergrund rückt? Welche Rolle kommt den Geisteswissenschaften zu? Bietet die Ökonomisierung vielleicht auch neue Chancen? Und schließlich: Müssen wir Universität und Wissenschaft anders denken als bisher?
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Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation bei der BAdW
Prof. Dr. Sabine Doering Manteuffel ist Präsidentin der Universität Augsburg und Lehrstuhlinhaberin für Europäische Ethnologie. Als Vorsitzende der Bayerischen Universitätskonferenz Uni Bayern e.V. fördert sie das Zusammenwirken bei der Gestaltung exzellenter Rahmenbedingungen für Wissenschaft.
Prof. Dr. Uwe Schimank ist Lehrstuhlinhaber für Soziologische Theorie an der Universität Bremen und stellvertretender Sprecher des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Bremen. Er ist Mitglied der DFG-Forschungsgruppe „Multipler Wettbewerb im Hochschulsystem“, deren Teilprojekt „Fächer im Wettbewerb“ er leitet.
Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Direktor des Leibniz-Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin und Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte an der LMU München. Er forscht u. a. in der DFG-Forschungsgruppe „Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften“ und ist Mitglied der BAdW.
Prof. Dr. Martina Brockmeier, Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, war leider verhindert.
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