Wer jetzt? Demokratie im 21. Jhd.

Wer jetzt? Demokratie im 21. Jhd.

By Demokratie21News
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Wer jetzt? Demokratie im 21. Jhd. episodes

  • Wo Idealismus und Realität sich streiten mit Christoph Konrath
    Wissenschaft, Emotion und Verfassung für alle
    Christoph Konrath leitet die parlamentswissenschaftliche Grundsatzarbeit. Was steckt hinter diesem Begriff? In der neuesten Wer jetzt? Folge spricht er über alte Institutionen, neue Methoden und warum man das Handwerk Politik erlernen kann. Drei Punkte aus diesem Podcast lesen Sie hier.
    Wissenschaft und Grundsätze im Parlament
    “Viele fragen sich, was man unter parlamentswissenschaftlicher Grundsatzarbeit versteht, es ist in Wahrheit aber ein Sammelbegriff für viele neue Aufgaben der letzten Jahre”, sagt Konrath. Darunter versteht man unter anderem die wissenschaftlichen Themen des Parlaments langsam und abseits von Alltagsbezug anzugehen, sowie einen Ort des Wissens anzubieten. Wie arbeiten andere Parlamente in anderen Ländern? Kann man parlamentarische Qualität über Grenzen hinweg vergleichen? Parlamente seien oft Traditionshäuser, die historisch bedingte Prozesse mit sich bringen, was Vergleiche erschwert. “Wenn man Qualität gegenüberstellen will, dann wie weit sie ein Umfeld dafür schaffen, wie politische Auseinandersetzung funktionieren soll.” Diskussionen, Beratungen, Verhandlungen: Wie passiert Politik wenn sich zwei Menschen Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzen? Welche Prozesse brauchen wir, um Wissen zu organisieren?
    Politik: Können oder nicht können?
    “Gerade Parlamente, die sehr alte Institutionen sind, haben oft das Bild, man geht hinein und macht einfach. Entweder man kann’s oder man kann’s nicht.”, sagt Konrath. Dieses Bild sei nicht mehr zeitgemäß. Politik ist eine Lernerfahrung, und Parlamente sind dann gut, wenn sie diese Erfahrung entsprechend stützen können. Er räumt auch mit einem Missverständnis auf: “Es scheint oft so, als wären die Meinungen schon vorhanden und im Parlament nur abgebildet. Dabei entstehen viele Resultate erst in Prozessen, wo man offen ist für Argumente und Gegenargumente”. In einer demokratischen Politik könne es diesen “Willen des Volkes” also gar nicht geben. Das Lernen hört aber bei Prozessen nicht auf. “Wie bereitet man Wissen und Informationen so auf, dass es verstanden wird, in der ganzen Komplexität und Ambivalenz?” Er bringt Beispiele von neuen Methoden aus anderen Ländern, zum Beispiel der Citizen Assembly aus Irland oder dem finnischen Zukunftsforum.
    Verfassung für alle
    Konrath ist auch Gründer der Plattform unsereVerfassung.at. Inspiriert aus dem US-amerikanischen Raum, will er diese auch in Österreich verständlicher und zugänglicher machen: “Verfassung ist in Österreich ein wahnsinniges Expertenthema. Wenn irgendwo Verfassung zu hören ist, brauchen wir Verfassungsexperten und es ist sofort ein juristisches, komplexes und abstraktes Thema”. Damit ist es auch aus der Hand, denn auch ohne ein Experte zu sein, können politikinteressierte Bürger*innen ein Verständnis entwickeln, was die Verfassung bestimmt, begrenzt und wieso sie so wichtig ist.
    41 min
  • Über Geld redet man: Mit Susanne Schaefer-Wiery
    Was geschieht wenn Ideen von Bürger*innen gleich behandlet werden, wie von Parteien?

    Wer jetzt? Biografie und Links

    Susanne Schaefer-Wiery ist seit 2013 Bezirksvorsteherin des 5. Wiener Gemeindebezirks und SPÖ-Mitglied. Sie begann ihr Engagement in der Fachgruppe Film in der Wirtschaftskammer Wien und Österreich. 2010 wurde sie Bezirksrätin und Vorsitzende der Kulturkommission. Beruflich war sie u.a. Leiterin der Volkshochschule Hernals, Geschäftsführerin des Filmcasinos und Vorstand der Sozial Global AG. Als Wissenschaftlerin beschäftigte sie sich mit Graffiti im öffentlichen Raum.

    Sie finden sie auf Facebook und der offiziellen Wien Homepage.

    37 min
  • Politik in neuen Formaten mit Dieter Zirnig
    Beteiligung spielerisch lernen und wie man Politunternehmern den Weg bereitet

    Die folgenden Projekte wurden in dieser Folge erwähnt.

    www.neuwal.com

    www.addendum.org

    www.politometer.at

    Dieter Zirnig finden Sie auf

    www.dieterzirnig.at sowie auf Twitter

    35 min
  • Democracity? Wie Städte die Demokratie beleben mit Elke Rauth
    Von Munizipalismus und Wohnungen ohne Eigentümer

    Dérive ist ein Verein, der sich vielfältig der Stadtforschung annimmt. Mit Radioformat, dem Urbanize Festival, einer Zeitschrift und vielem mehr.

    Elke Rauth ist Mitglied des Vorstands von dérive - Verein für Stadtforschung, sowie Redakteurin des monatlichen Radioformats dérive - Radio für Stadtforschung.

    Das neueste Projekt mit eigentumslosen Wohnen ist Bikes and Rails.

    43 min
  • Was macht ein Political Entrepreneur? Mit Josef Lentsch
    Was Politik vom Unternehmertum lernen muss

    Wer jetzt? Biografie und Links

    Josef Lentsch studierte Psychologie an der Universität Wien. Anfang der 2000er gründete er das Karriereportal Uniport, anschließend wurde er International Director der Royal Society for the Encouragement of Arts, Manufactures & Commerce in London(RSA). Es folgte ein Postgraduate-Programm (Master of Public Administration) in Harvard, danach war er am Aufbau der NEOS beteiligt und seit 2013 Leiter des NEOS Lab. Mitte 2019 wird er Managing Partner des Institute for Innovation in Politics Germany in Berlin.

    Josef Lentsch auf Twitter

    Das Buch "Political Entrepreneurship", erschienen im Springer Verlag.

    46 min
  • Im Auftrag von Sebastian Kurz: Bettina Rausch
    Wie funktioniert eine Parteiakademie im 21. Jahrhundert?

    Die Präsidentin der Politischen Akademie, Bettina Rausch erklärt wie sie im Auftrag von Sebastian Kurz die zukünftigen ÖVP-Politiker ausbildet: Wie geht man mit Social Media um? Wie holt man sich frische, auch untypische Ideen ins Haus?

    Ihre Laufbahn an der Politischen Akademie begann vor 18 Jahren als Kursteilnehmerin und führte sie im März diesen Jahres zum Posten der Präsidentin. Bis hierher hat sich viel getan, und sie hat viel gelernt: "Dinge misslingen, wenn man nicht auf alle hört. Das heißt nicht, dass man es immer allen Recht machen muss, aber man kann nicht alleine vorpreschen".

    Warum sie von Wolfgang Schüssel begeistert war, warum Gemütlichkeit nicht ihr Ziel ist, was sie nach all den Jahren immer noch in der Politik hält und vieles mehr in dieser Folge.

    40 min
  • Wie man Transparenz ins Parlament bringt mit Oliver Hoffmann
    Der gläserne Nationalrat und warum es eine Männerpartei braucht

    "Was machen die Abgeordenten im Österreichischen Parlament wirklich? In den Medien hören wir immer wieder, dass Parteien für oder gegen einen Antrag gestimmt haben. Aber eigentlich wissen wir nicht einmal das. Die Protokolle des Nationalrats sagen nur, ob ein Antrag “mehrheitlich” angenommen oder abgelehnt wurde. Welche Partei wie abgestimmt hat, wird nicht protokolliert. Wie der einzelne Abgeordnete abgestimmt hat, wird nur bei den sehr seltenen namentlichen Abstimmungen protokolliert."

    So formuliert Oliver Hoffmann es in seiner Bürgerinitiative für Transparenz im Parlament, warum der Nationalrat gläsern werden muss. Wieso das noch nicht eingetreten ist wie einfach es zu lösen wäre, erklärt er in dieser Episode.

    Eine weitere politische Aktivität ist das Einsetzen für Männerrechte: Hoffmann hat die Männerpartei gegründet und spricht teils provokante Positionen aus, die er als notwendingen Gegenpol zum Feminismus sieht. Für Wirtschaftswachstum dürfen Bauarbeiter nicht als unabdingbares Opfer gesehen werden, argumentiert er zum Beispiel, auch warum er den Wiener Kongress unter Metternich umgestalten würde.

    55 min

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