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Wir sind aus unseren gewohnten Gefilden aufgebrochen und nach Lübeck geschippert. Dort lief Meuterei auf der Bounty als deutsche 35mm-Kopie. Nach der Vorführung haben wir uns ein angenehmes Plätzchen gesucht und über die Abenteuerfahrt von Marlon Brando, Trevor Howard und der Mannschaft gesprochen.
Englischsprachiger Trailer:
Der Film im Netz: OFDb* | moviepilot | letterboxd
Ein Stummfilm aus dem Jahre 1919: Anders als die Andern. Ein sozialhygienisches Filmwerk. Richard Oswald führte die Regie bei einem der frühsten Filme, der Homosexualität thematisiert. Genau genommen geht es um den Paragraphen 175 des Strafgesetzbuch, der die gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe gestellt hat – und in abgewandelter Form bis 1994 existierte. In der Hauptrolle agiert Conrad Veidt, welcher einigen durch seine Auftritte z. B. in Das Cabinet des Dr. Caligari oder auch in Casablanca bekannt sein dürfte.
Der Film im Netz: OFDb* | filmportal | edition Filmmuseum
Wie gewohnt plaudern wir im Intro vor dem Filmgespräch ausführlich auch über andere Cineasten-Themen. Die Bandbreite erstreckt sich diesmal vom bevorstehenden Horrorctober, den Verfilmungen der Bücher von Stephen King, bishin zur zweifelhaften Attraktivität von Autokinos. Großes Hörvergnügen wünschen wir euch.
In Folge 64 schauten und besprachen wir Wolfgang Staudtes Die Mörder sind unter uns. Mit dem 1954 erschienenen Leuchtfeuer haben wir nun Staudtes letzten Film, den er für die DEFA drehte. Da wir beide den Film noch nicht kannten, waren die Fragezeichen über unseren Köpfen natürlich groß: Würde der Film wieder so eine intensive Erfahrung bieten?
Im Film geht es um eine Gruppe von Fischern im Jahre 1901, die auf einer völlig kargen Insel leben und auf den Handel mit einem regelmäßig vorbeikommenden Schoner angewiesen sind. Doch dann naht der Winter und es kommt keine Schiff mehr. Während des Gesprächs nehmen wir wie gewohnt sowohl inszenatorische Aspekte, wie auch die großen moralischen Fragen des Films genau unter die Lupe.
Der Film im Netz: OFDb* | filmportal | moviepilot | letterboxd
Im Intro erwähnen wir den anstehenden „Brides of Horrorctober“. Bei Twitter findet ihr unter #horrorctober das ganze Gezwitscher. Für die Teilnahme solltet ihr euch bei der CineCouch den Artikel zum Horrorctober 2015 durchlesen. Welche dreizehn Werke sich Christian und Max vorgenommen haben, könnt ihr in den entsprechenden letterboxd-Listen sehen:
Freunde der gepflegten Wortspiele frohlocket, denn das Trio kümmert sich umd ein Solo! Christian und Max haben dieses Mal große Unterstützung. Sie heißt Merlot, fasst 0,75l und fördert das Sprechen. Und Alex ist auch da! Das kann ja nur hörenswert werden. Ob wir aber so schön sprechen, wie Ingrid „Sunny“ Sommer im von uns besprochenen Film „Solo Sunny“ singt? Wahrscheinlich nicht.
Auf dem Filmfest in Schwerin hat Christian zudem seine hochtechnisierte Superkamera beiseite gelegt und mit seinem Smartphone ein Interview mit Wolfgang Kohlhaase gefilmt:
Die uns vorliegende Blu-ray Disc des Films wurde uns freundlicherweise von Icestorm zur Verfügung gestellt.
Der Film im Netz: OFDb* | filmportal | IMDb | moviepilot
Im Gespräch kommen wir auch auf den diesjährigen Brides of Horrorctober zu sprechen. Macht doch auch mit! Wir haben unsere Hürden – sprich letterboxd-Listen (Max, Christian) – schon ganz hoch gelegt, mal sehen, wie sich das in der Realität umsetzen lässt.
Michael Jackson starb vor einigen Jahren, doch als Untoter bleibt er in dem Musikvideo-Kurzfilm-Horrorgruselhommage-Werk von Regisseur John Landis unsterblich. Wir haben uns mit diesem Randbereich des Mediums Film beschäftigt. Neben dem Blick auf Thriller selbst fragen wir uns also vor allem auch, wo Film „aufhört“ und eine andere „Disziplin“/Form „beginnt. Und damit auch niemand sagen kann, er kenne Thriller nicht, haben wir hier einen Link zu YouTube:
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot | letterboxd
Im Intro tauschen wir uns außerdem (thematisch ungeheuer passend) über die große Blogger- und Podcasteraktion namens „Horrorctober“ aus. Nach dem Titel des „Son of Horrorctober“ in 2014, hat die CineCouch für dieses Jahr eine hochzeitliche Bezeichnung gewählt: „Brides of Horrorctober“.
Und wie im Gespräch zu hören hier die entsprechenden Links:
Helme auf, Hubraum geprüft und ab auf die Motocross-Piste! Wir sind mit Rien, Hans und Eef unterwegs, drei jungen Männern in einem Rotterdamer Vorort. Jeder aus dem Trio muss in Paul Verhoevens „Spetters“ auf eigene Art und Weise erfahren, was es heißt, wenn Träume platzen, einen die Realität einholt und wie man eigentlich erwachsen wird. Wer Paul Verhoeven kennt, der weiß natürlich, dass Sex und Gewalt konkret thematisiert werden. Über die Wirkung dieser expliziten Szenen, jede Menge Details und Symbole sprechen wir in dieser Folge.
Ein niederländischer Original-Trailer ohne Untertitel:
Zur Sichtung hat uns Koch Media freundlicherweise die Blu-ray Disc zur Verfügung gestellt.
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot | letterboxd
Nach Christians Ausflug zum Chaos Communication Camp sind wir nun wieder im wohligen Kinosaal und haben uns die frisch restaurierte 4K-Version von Carol Reeds ‚Der dritte Mann‘ angesehen. Im Gespräch über den Film machen wir uns Gedanken zu den Figuren, der Musik des Films und vor allem auch zu der Erwartungshaltung, die vor allem Christian hatte, der den Film noch nicht gesehen hatte.
Trailer anlässlich der Wiederaufführung in 4K in England:
Diese Dings um Fürst Metternich, die Max nicht so recht einfallen will, ist die Restauration Europas Anfang des 19. Jahrhunderts. Nach Napoleons Niederlage sollte auf dem Wiener Kongress 1815 die „alte Ordnung“ wiederhergestellt werden. Das in aller Knappheit. Ausführlicher in den Geschichtsbüchern eigener Wahl.
Die angesprochene Rusty Reels-Episode könnt ihr hier nachhören:
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot | letterboxd
Ihr könnt auch unser Archiv durchstöbern. Wenn ihr bei moviepilot angemeldet seid, könnt ihr die besprochenen Filme in dieser Liste finden.
Christian ist unterwegs auf dem Chaos Communication Camp in Mildenberg. Begleitet von der Medienkünstlerin Maria Auerbach* veranstalten die beiden dort im Namen der „Wiederaufführung“ eine Zeitreise durch die Kinogeschichte – thematisch natürlich eng an der Hacker-Kultur ausgerichtet.
*Maria war bereits zu Gast in folgenden WA-Episoden:
Marias Experimental-Kurzfilm copy complete
Wenn einer eine Reise tut… Christian hat Die Mörder sind unter uns so aufgewühlt, dass er unbedingt weiter Filme aus bzw. über die Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus deutscher Perspektive schauen möchte. Also hat er sich den mit Erwin Geschonneck in der Hauptrolle besetzten Karbid und Sauerampfer herausgesucht. Zusammen mit Erwin und sieben Fässern haben wir uns ebenfalls auf die Reise von Wittenberge nach Dresden gemacht, wieder spielt der Film im Jahre 1945. Diesmal ist er jedoch mit einigem Abstand entstanden.
Was uns so für bauernschlaue Sachen und bemerkenswerte Dinge in den Kopf kommen, könnt ihr in dieser Ausgabe hören. Im Gegensatz zu Die Mörder sind unter uns, ist Karbid und Sauerampfer eine wesentlich lustigere Angelegenheit. Das bedeutet allerdings überhaupt nicht, dass nicht auch ernste Anklänge zu finden wären. Auch hier gibt es Aufnahmen vor tatsächlich zerstörten Gebäuden, zeigen sich die Auswirkungen des Krieges.
Der Film im Netz: OFDb* | filmportal | moviepilot | Letterboxd
Wir bleiben völlig blass. Also Schwarz-Weiß. Diesmal geht es in die Geschichte Deutschlands. Der Zweite Weltkrieg ist (in der Realität wie auch im Film) gerade vorbei. Wolfgang Staudte – den wir als Regisseur mit Sicherheit in absehbarer Zeit nochmal treffen werden, da er eine sehr interessante Biographie besitzt – inszenierte den ersten deutschen Nachkriegsfilm. Wir haben die DEFA-Produktion Die Mörder sind unter uns geschaut.
Stark beeindruckt von den Bildern, der realen Kulisse des zerstörten Berlins und der Inszenierung Staudtes kommen wir auf die verschiedensten Gedanken und geben auch einiges von unserem eigenen politischen Denken preis. Auf jeden Fall sprechen wir hiermit ausdrücklich eine Sehempfehlung mit anschließender Diskussion – gerne bei uns in den Kommentaren – aus!
Das Rezensionsexemplar der Blu-Ray wurde uns freundlicherweise von Icestorm zur Verfügung gestellt.
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